Ausgabe 
9.9.1896
 
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nagoge. den 9. Sept. 1890,

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abgeholt. Gewählt wurde in den Vorstand

Die Anteile der einzelnen Kreise werden nach

brochenen entgegengenommen.

1896.

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Ausgabe

Gießen, Mittwoch, den 9. September

andeszeitun

Gießen.

Redaktion:

6 Kreuzplatz Nr. 4. 85

Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile.

. Expedition: ö 24 Kreuzplatz Nr. 4. 9

Lokales und Provinzielles.

* Gießen, 8. September. Das Kunst⸗ straßen⸗Wesen im Großherzogtum Hessen wird mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes eine einschneidende Aenderung erfahren. Bis 1881 wurden die chaussierten Straßen von Ge⸗ meinden, Wegeverbänden, Provinzen oder durch den Staat erbaut. Die veränderten Verkehrs⸗ verhältnisse brachte das Gesetz vom 27. April 1881, wodurch an Stelle der Gemeinden die Kreise treten. Zukünftig sollen alle Kunststraßen des Landes, einschließlich der bisherigen Staats⸗ straßen, Kreisstraßen sein; sie stehen mit Zube⸗ hör in deren Eigentum, Nutzung und Verwal⸗ tung. Die Beschlußfassung über die Strecken steht dem Kreistag nach Anhörung der beteiligten Gemeinden(diese stellen das Gelände) mit Zu⸗ stimmung des Provinzialtags zu. Der Staat überweist jeder Provinz jährlich eine Summe, aus der ¼ der Baulisten zu bestreiten sind. Die von der Straße berührten Gemeinden tragen neben den Kosten der Ortsdurchfahrt 8, den Rest trägt je zur Hälfte der Kreis und die une Zu den Kosten der Straßenunter⸗

altung leistet der Staat jährliche Zuschüsse und zwar an die Provinz:

Starkenburg 337000 M. Oberhessen 323000 Rheinhessen 340000

Summa 1000000 M.

Verhältnis des Staatsaufwandes für die Straßenunterhaltung während 1891/92 bis 1893/94 durch die Provinzialausschüsse festgesetzt und diese Summen werden jährlich von der Staatskasse direkt an die Kreiskassen abgeführt. Den Rest trägt je zur Hälfte Kreis und Provinz. Den Gemeinden bleibt auch fernerhin die Unter⸗ haltung der Feldwege, Ortsstraßen usw. Der leitende Techniker(Kreisbauinspektor) muß die Staatsprüfung für das höhere Baufach bestanden haben und wird mit den pragmatischen Rechten eines Staatsbeamten angestellt. Seine unter⸗ stellten Organe sind die Kreisstraßenmeister und Kreisstraßenwarte. Die Leitung und Beaufsich⸗ 3 Geschäfte des Kreisbauinspektors steht dem Kreisrat zu.

* Gießen, 8. Sept. Gestern konstituierte sich in Lonys Bierkeller auf Grund beratener und angenommener Statuteu eine Kohlen⸗ Bezugs⸗Gesellschaft. Die Verwaltungs⸗ kosten dürfen laut Statut nicht mehr wie 3 pCt. betragen, während bei dem Bezugsverein des

olizeirat 8 diese Kosten über 6 pCt. etragen haben. Die monatlichen Beiträge werden vom Kassierer kostenlos von den Mitgliedern

A. Dickore, Vorsitzender, Peter Mulch, Rechner,

Georg Merkel, Kontrolleur und Kassenbote, Magistratsgehülfe Nau, Schriftführer. Beifitzer wurden die Herren Bräutigam, Möbus und Schiffnie. Es meldeten sich zu dem neuen Verein, der bezweckt, seinen Mitgliedern billige und gute Kohlen zu verschaffen, 180 Mitglieder. Gießen, 8. September.(Besitzwechsel.) Die Baufirma Birkenstock und Schneider verkaufte ihr an der Westanlage 34 belegenes Haus mit Garten für den Preis von 38 000 4 an den Fruchthändler L. Bär(Mitinhaber der Firma Gebrüder Rosenbaum). Gießen, 8. Sept. Zu dem in dieser Woche in Berlin tagenden Deutschen An waltstag werden sich von hier aus Justizrat Dr. Reatz und Rechtsanwalt Grünewald nach Berlin begeben. Gießen, 8. Sept. Mahn wort an die Eltern und Pfleger der Schulkinder. Sollen die Kinder gut schreiben lernen, so ist es u. A. von großer Wichtigkeit, daß sie den Federhalter auch fu Hause stets so halten, wie es der Lehrer im unterricht gebietet, nämlich: Daumen seitlich gekrümmt, den 2. und 3. Finger von oben(4. und 5. unten, dem 3. angelehnt)! An diese Art der Federhaltung muß sich das Kind fest ge⸗ wöhnen; ein Wechsel darf nicht geduldet werden. Zur Verhütung der Kurzsichtigkeit ist u. A. mit a Strenge darauf zu halten, daß des indes Augen mindestens 25 Centimeter von der Schreibfläche entfernt bleiben. Also! Kopf hoch! Gerade sitzen!

* Butzbach, 7. Sept. Für das am 1. April hier einrückende Bataillon Infanterie ist eine Vergrößerung der Kaserne erforderlich

eworden. Nachdem vor einigen Tagen die ergebung der Arbeiten stattgefunden hat, wurden durch den Unternehmer Rumpf von Hanau die Arbeiten in Angriff genommen und mit dem Umbau eines Teils der Kaserne begonnen, der innerhalb sieben Wochen fertiggestellt sein muß.

Bad Nauheim, 7. Sept. Ein hiesiger Gütersensal sucht einen zusammenhängenden Güterkomplex von etwa 300 Morgen, der von der verlängerten Burgallee, dem Frauen⸗ wald, der Nieder⸗Mörler Gemarkungsgrenze, dem Johannisbergwald und dem dahlnführenden Fahrweg begrenzt wird, für einen noch nicht ge⸗ nannten Kaufliebhaber käuflich zu erwerben. Die Besitzer waren unlängst versammelt und er⸗ nannten zunächst eine Kommission, um die je nach der Lage und der Güte des Bodens ver⸗ schiedenen Preisverhältnisse festzustellen. Ein größerer Teil des Geländes soll den Besitzern gegen einen zivilen Pachtzins vorerst zur Be⸗ nutzung überlassen werden. 1

* Bad Nauheim, 7. Sept. Die hiesigen Bauhandwerker und Bauunternehmer beabsichtigen, sich wegen der freihändigen Ver⸗

hauses Nr. 6 beschwerend an die Kammern der Stände zu wenden. Diese Arbeiten mit Ausnahme der Installations⸗ und Heizanlagen sind angeblich im Interesse einer möglichst raschen Fertigstellung des Baues kurzer Hand dem Unter⸗ nehmer Morschel in Friedberg übertragen worden. * Darmstadt, 7. Sept. Die beiden Hoch⸗ stapler, die im vorigen Monat bei der hiesigen Volksbank auf einen gefälschten Chek Geld zu er⸗ schwindeln versuchten, werden sich demnächst vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten haben. Nachdem man sie hier festgenommen hatte, stellte sich heraus, daß sie auch in den Rheinlanden dasselbe Manöver gemacht haben, und es hat den Anschein, daß die Schwindler die Chekfälschung en gros betrieben haben.

Mainz, 7. Sept. Infolge des jüngst in der Domkirche vorgekommenen Unglücksfalls ist von Seiten der bischöflichen Verwaltung die Erlaubnis zur Besteigung des Domturmes be⸗ schränkt worden. Das Kreisamt verlangt von der Bürgermeisterei eine Verstärkung des Schutzmannskorps um 10 Mann, da das Korps bei der Ausdehnung der Stadt zu schwach sei.

* Mainz, 7. Sept. Mainzer Woh⸗ nungsverhältnisse. Herr Dr. Cuny, Armenarzt und Wohnungs⸗Inspektor unserer Stadt, hat kürzlich in einer Versammlung von Aerzten einen Vortrag über:Systematische Untersuchungen der ohnungsverhältnisse in Städten gehalten. Nach den polizeilichen Er⸗ hebungen in Mainz wurden zirka 13 Prozent der Mietwohnungen beanstandet, 16 Prozent der Schlafstellen und 5 Prozent der Schlafräume für Lehrlinge, Dienstboten u. s. w. Jetzt merke man sehr in den ärmeren Stadtteilen den wohl⸗ thätigen Einfluß des Gesetzes. Seit dem Auf⸗ hören der Ueberschwemmungen der niederen Stadtteile durch unsere Kanglisation und durch die Pumpstation seien die Parterre-Wohnungen fast alle ausgetrocknet. Für die unteren Klassen bestehe ein Wohnungsnotstand, der Maßregeln zur Abhilfe erheische.

Mainz, 7. Sept. Der Verbandstag der hessischen landwirtschaftlichen Ge⸗ nossenschaften beschloß, das 1898 dae 0 des Verbandes im Jahre 1898 in großartiger Weise in Mainz abzuhalten, wo vor 25 Jahren der Verband gegründet wurde. Zum Verbands⸗Direktor wurde auf die Dauer von 6 Jahren abermals einstimmig Herr Kreis⸗ rat Haas in Offenbach gewählt, zu dessen Stellvertreter auf dieselbe Dauer Herr A. Dett⸗ weiler⸗Laubenheim bei Worms. Ferner wurde beschlossen, in Offenbach, im Anschluß an die dort bestehende milchwirtschaftliche Versuchsstation eine bakteriologische Abteilung zu errichten, für die das Ministerium die erforderlichen Mittel

gebung der Arbeiten für Errichtung des Bade⸗

bewilligen soll.

Vermischtes.

dauern die Erdsenkungen noch immer fort. Nach einer stattgefunden, die hauptsächlich die obere Rammthorstraße traf. Während die Senkungen in der Gegend der Sanger⸗

gezogen. Nicht nur die Häuser, sondern auch die massiven Risse erlitten und mußten schleunigst ausgebessert werden. Eine große Zahl der geschädigten Hausbesitzer hat in den

felder Bergbaugesellschaft angestrengt.

Johann Bückler, genannt Schinder⸗

hannes. Man schreibt derFrankf. Ztg.: Ein Stück

Sittengeschichte aus Deutschlands trübster Zeit nennt

Karl Rauchhaupt die neuerdings von ihm herausgegebene

Aktenmäßige Geschichte über das Leben und Treiben

des berüchtigten Räuberhauptmannes Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, und seiner Bande(Kreuznach,

Verlag von Ferdinand Harrach). Unsittengeschichte wäre

wohl richtiger gewesen.

akten aus dem Ende des 18. und Anfang des 19. Jahr⸗ hunderts vorführt. Die Länder am Rhein und der Mosel mit ihren zahlreichen waldreichen Gebirgszügen mit rauben⸗ den und sengenden Banden gefüllt und nirgends eine Obrigkeit, die im Stande wäre, dem Treiben der Räuber 5 ein Ende zu machen. Im Gegenteil, zuweilen finden wir,

aus den Raubzügen seine Prozente zahlen läßt. hülfe zu üben, oder ebenfalls im Bunde mit den Dieben.

Lande einreißen konnte, ist natürlich nur durch die kriegerischen und unsicheren Zeitläufe am Ende des vorigen Jahrhunderts zu erklären.

berufen. des Schinderhannes, des einzigen rheinischen Räubers, von dem man, wie der Herausgeber bemerkt, noch jetzt an vielen Orten mit wahrer Begeisterung spricht.

gebilde völlig zusammen. als ein Strauchdieb niedrigster Sorte. Mit Pferdestehlen fängt er an, mit der Plünderung und Mißhandlung Wehrloser endet er. Vor einem Gensdarmen läuft er schleunigst davon oder versteckt sich, und seine Hauptthaten find Ueberfälle und Ausplünderungen Handelsleute.

nötige Genützt haben die Karten den Bürgern freilich nichts denn Bücklers Kumpane kehrten sich einfach nicht an da

Entgelt förmliche Sicherheitskarten ausstellte,

ganzen Darstellung noch als der verhältnismäßig Gut⸗ mütige der Bande erscheint. Als Anhang ist dem Werk⸗ chen eine Anzahl von Anekdoten beigefügt, die im Volke

Marja, das Heldenmädchen von Transvaal. Zeitroman von Pieter Vryburg

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Müde und gramumflort klang jetzt die Stimme des Boeren. Seine Wut war gestillt; nun wühlte der Schmerz in seinem Vaterherzen.

Er hatte dem Präsidenten den hinterlassenen Brief Marja's hingereicht, und dieser hatte ihn mit einem Blick der Teilnahme auf den ganz Ge⸗

In diesem Augenblick ging draußen ein Mann vorüber, welcher frech hinaufblickte zu dem Präsi⸗ denten, ohne an seinen Hut zu rühren.

Dom Paul, der für alles Fremde, Ungewohnte ein scharfes Auge hatte, fragte Witborg leise: Kennst Du den Mann? Seine Miene gefällt mir nicht. N N Ja, ich kenne den Schuft, entgegnete Witborg ebenso:Jakob Hambrock, ein Goldgräber von Lehdsdorp und der Sprecher der dortigen Uitländers, ein Kerl, der meines Erachtens ebenso leicht einem Menschen den Hals umdreht, wie einem Huhn. Er weiß ganz sicher, wer Du bist. Dom Paul zuckte die Achseln. i

ost er ein schlechter Kerl, umso leichter kann ich seinen Gruß entbehren. d 5 Jetzt ruhte sein Auge auf dem Brief Marja's on ihren Vater. Er schien betroffen.

Schweres Unheil droht dem Transvaal, las er halblaut für sich,und das Blut von Tausenden muß fließen, wenn Du mich verhinderst.

Seine Stirn krauste sich. 195 Seltsame Gründe führt Deine Tochter für ihre ernung an, sagte er.Sie hat eine Spur

mir etwas dunkel, das im Staatsinteresse gelichtet werden sollte.

Der Boer schüttelte unwillig mit dem Kopf.

Flausen! Ausreden, um mich von der rechten Fährte abzulenken. Ich aber lasse mich nicht dumm machen. Und nun zum Schluß, willst Du nach den Flüchtigen forschen und mir mein Kind wieder zuführen lassen, wenn man es findet?

Der Präsident fuhr aus tiefem Sinnen auf.

Ja so sagte er, sich erinnernd,Du willst Dein Recht; es soll Dir werden, so weit es in meinen Kräften steht, es Dir zu verschaffen. Auf meine volle Unterstützung darfst Du rechnen.

Mehr verlange ich nicht.

Der Boer entfernte sich mit kurzem Gruß. Er trabte wieder der Wüste zu, und Oom Paul blickte ihm gedankenvoll nach..

Ebenda ging Jakob Hambrock zum zweiten Male und wieder ohne Gruß vorüber. Der Blick, den er auf den Präsidenten richtete, hatte etwas frech Herausforderndes. 4

Oom Paul wurde aufmerksam. Was wollte dieser Mensch hier? Der Andere entfernte sich wieder, wobei er noch mehrmals den Kopf zurück⸗ wandte.

Seltsam!*

Der Präsident erhob sich und trat ins Haus.

15. Kapitel. Eine Spur.

Seit dem rätselhaften Verschwinden des Fremden, den sie hilflos in der Wüste zurückgelassen hatte, fand Marja keine Ruhe mehr vor sich selbst. Immer wieder dachte sie an diese seltsame Be⸗ gegnung zurück, und immer wieder sah sie die Augen des Unbekannten, dessen Züge sich ihrem Gedächtnis tief eingeprägt hatten, fragend und forschend auf sich gerichtet. Sie verbrachte eine schlaflose Nacht.

en für das sieht nicht aus wie das einer Entführten. Da scheint

Die wenigen Worte, welche er an sie gerichtet

hatte, waren unvergessen. Sie gaben zu denken. Durch das viele Verweilen in der Einsamkeit war Marja überhaupt nachdenklich gestimmt. Dazu kam dann das eigentümliche Benehmen ihres Vaters, und seine in der Erregung gethanen Aeußerungen, welche auf einen furchtbaren Haß deuteten, den er gegen irgend jemand hegte. Durch all die Jahre ihres Heranwachsens und sorglosen Dahinlebens als Tochter und Erbin eines begüterten Mannes hatte er dieses Gefühl in seiner Brust verschlossen gehabt, und erst als er von dem Deutschen hörte, der auf der Suche nach jemanden war und sich so angelegentlich nach ihrer verstorbenen Mutter er⸗ kundigt hatte, war es emporgelodert mit einer ele mentaren Gewalt. Der Haß war nicht begraben, er schlummerte nur, und der ihn aus diesem viel⸗ jährigen Schlafe erweckt hatte, war eben der Mann, dessen Weg sie in der letzten Stunde seines Erden wallens hatte kreuzen müssen.

In der letzten Stunde.

Dieser Gedanke wollte in ihrem Kopf keinen Eingang finden. Sie zweifelte nicht, daß sie doch eine Spur finden werde, welche zu dem rätselhaften Verschwinden des interessanten Fremden einen Schlüssel hat.

Gleich am nächsten Morgen brach Marja mit ihrer Herde wieder nach jener Stelle auf, an der sie den Deutschen verlassen hatte.

Nach längerem Suchen glaubte sie doch schwache Spuren an Fußeindrücken gefunden zu haben, welche eine gewisse Uebereinstimmung zeigten und von denen, die ihr Vater und die Knechte hier zurückge⸗ lassen hatten, wesentlich abwichen.

Mit dem feinen Späherblick des Wüstenbe wohners ermittelte Marja darnach, daß jene eigen artige Fußspur nach der Stelle, wo sie den Ver schmachtenden gefunden hatte, hinlenkte und dann

in der entgegengesetzten Richtung weiter ging. Sie

durfte kaum mehr zweifeln, daß der Deutsche na ihrem Fortgang wieder zum Bewußtsein erwacht

durch die mondhelle Nacht wohin?

auf, als sie diese Entdeckung machte. Und sie

kreis gänzlich fehlten. Nun wußte sie es, er hatte

er den Schreckensort verlassen.

teilung machte? Sie wußte es selbst nicht. eigentümliche Scheu hielt sie davon zurück. Sie selbst, ganz allein, wollte der gefundenen Spur weiter nachforschen, in der unbestimmten Hoffnung, irgendwie wie, das wußte sie selbst nicht zu sagen Gewißheit über den Verbleib und das fernere Schicksal des Fremden zu erlangen.

Zu diesem Zwecke steckte Marja Abends ein Zeichen dort auf, wo sie die Spur verlassen hatte, um den Heimweg anzutreten. von Tag zu Tag. ständen folgte sie dem längst enteilten Wanderer Schritt vor Schritt durch die unermeßlich weite schattenlose Wildnis.

Am dritten Tage machte sie eine weitere merk⸗ würdige Entdeckung, die aber das Dunkel, welches über dem Verschwinden des Deutschen lag, nur noch zu vertiefen geeignet war.

die des Verschollenen einlenkte, welcher sie folgte. Marja schaute in der Richtung zurück, aus

nun mit wachsendem Erstaunen, daß es die Rich- tung war, in welcher die Witborg Farm lag.

(Fortsetzung folgt.)

b.

14 Erdsenkungen in Eisleben. In Eisleben längeren Pause hat am Dienstag wieder eine Erschütterung 19 hauser Straße etwas nachgelassen haben, ist dieböse Sieben in letzter Zeit außerordentlich in Mitleidenschaft

Ufermauern des Grabens haben bis 15 Centimeter breite

Denn es sind wenig erbauliche Zustände, die der Verfasser uns an der Hand der Prozeß:

Daß eine derartige Wirtschaft in einem dichtbevölkerten

Bald halten deutsche, bald französische Truppen die Moselgebirge besetzt; bald werden diese, bald jene Beamte von der ewig wechselnden Regie⸗ rung hingeschickt und nach kurzer Thätigkeit wieder abs Unter solchen Verhältnissen blüht das Gewerbe

un bewaffneten Charakteristisch für die damaligen Zustär de ist es, daß der mit einer guten Dosis von Großmanns⸗ sucht ausgestattete Räuber den Landbewohnern für das

Versprechen ihresHauptmannes, der übrigens in der

jetzt noch über Schinderhannes kursieren und ihn natürlich

war und dann im Suchen nach ihr fortgeirrt war Ein unsagbare Freude wallte in ihrem Herzen

wurde erhöht durch die weitere Erkenntnis, daß Fußeindrücke von reißenden Tieren im weiten Um

gelebt und lebend allein, ohne fremde Beihilfe hatte

Warum Marja ihrem Vater davon keine Mit⸗ Eine

Und so trieb sie es 1 Unter den schwierigsten Um⸗

Sie fand eine zweite, derbere Fußspur, in welche 1

welcher diese zweite Fußspur kam, und sie erkannte

5 * 10 10 9 55 663 11

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letzten Monaten Entschädigungsklagen gegen die Mans⸗

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1

daß der Amtmann oder sonst ein Hüter des Gesetzes mit der Bande unter einer Decke steckt und sich von ihnen

Dazu die Bürger größtenteils energielos und unfähig, Selbst⸗

Aber in der aktenmäßigen Darstellung schrumpft das Phantasie⸗ Schinderhannes entpuppt sich