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Privatsammlungen erhielt das Museum nicht weniger als 2000 wichtige altertümliche Fund— stücke. Die Grabfunde wurden durch Urnen und Metallgeräte aus norddeutschen Brandgräbern, namentlich auch durch slavische Altertümer ver⸗ mehrt, außerdem erhielt das Museum eine große Gruppe Gewandnadeln aus Urnenfriedhöfen Ostpreußens; besonders bemerkenswert ist die gelungene Nachbildung einer römischen Signal— trompete.
Vermischtes.
— Das neue Panzerschiff„Kaiser Fried⸗ rich III.“. Das Schlachtschiff„Ersatz Preußen“, getauft vom Kaiser auf den Namen seines Vaters„Kaiser Fried⸗ rich III.“, dessen Stapellauf auf der Wilhelshavener Werft am Mittwoch erfolgte, ist, so berichtet die„K. Z.“, das größte Schiff, das unsere Marine bis jetzt hat bauen lassen. Wenngleich man bei uns nicht zu den Riesenschiffen der Engländer neigt, deren neueste Schlachtschiffe eine Wasser⸗ verdrängung von 14900 Tonnen aufweisen, so erfordert doch die Unterbringung des maschinellen Apparats und der reichen Artillerie bei modernen Schlachtschiffen Schiffs⸗ maße, die eine Wasserverdrängung von immerhin 10 000 Tonnen als untere Grenze erscheinen lassen. Während daher die Schiffe der Brandenburgklasse eine Wasserver⸗ drängung von 10033 Tonnen haben, beträgt dieselbe bei „Ersatz Preußen“ 11000 Tonnen. Die Kriegsschiffbau⸗ technik schreitet so außerordentlich rasch fort und fördert unausgesetzt wertvolle Neuerungen zutage, daß es kaum möglich erscheint, einen Schiffstyp zu konstruieren, der während einer vierjährigen Bauzeit, die sich für Panzer⸗ schiffe dieser Größe durchschnittlich ergiebt, nicht schon wieder in einigen Einzelheiten, sei es in der Artillerie, Panzerung oder Maschinenanlage, etwas zurückstände hinter einem zur Zeit seiner völligen Fertigstellung auf Stapel gelegten Neubau. Es dürfte heutzutage überhaupt kein im Dienst stehendes Schlachtschiff geben, das die Ansprüche jedes erfahrenen See-Offiziers und aller Schiffskonstrukteure in vollem Maße erfüllt. Das neue Panzerschiff„Kaiser Frledrich III.“ hat eine Länge von 125 Meter, eine Breite von 20,4 Meter und einen mittleren Tiefgang von 4,83 Meter, dem eine Wasserverdrängung von 11000 Tonnen entspricht. Die Hauptabweichung von der Branden⸗ burgklasse liegt in der Armierung und in der Maschinen⸗ anlage. Die erstere ist in der schweren Bestückung ver⸗ mindert, dafür aber den Schnellladegeschützen, dieser wich⸗ tigen Errungenschaft der Neuzeit, ein ungewöhnlich großes Feld eingeräumt. Die Hauptartillerie besteht in zwei Paar 28 Centimeter, L. 40 Geschützen, die vorn und achtern in gepanzerten Drehtürmen stehen. Der vordere Geschützturm liegt auf der Back, seine Geschützrohre daher verhältnismäßig hoch über dem Wasserspiegel und ermög⸗ lichen selbst bei bewegter See noch ein Feuern. An Schnellladekanonen sind 18 15 Centimeter, L. 40, 12 8,8 Centimeter, L. 30 und 24 5 Centimeter vorhanden; ferner 12 3,7 Centimeter Maschinengeschütze und 8 Milli⸗ meter Maschinengewehre. Die mittlere Artillerie ist teils in gepanzerten Drehtürmen, teils hinter einer gepanzerten Kasematte untergebracht, während die leichtere auf den Aufbauten hinter 20 Millimeter starken Stahlschildern und in den Marsen der beiden Gefechtsmasten steht. Eine so außerordentlich reiche artilleristische Ausrüstung findet sich selbst auf den neuesten englischen Schlachtschiffen von 14900 Tonnen nicht vor. Der Panzerschutz des Neubaus besteht in einem 300 Millimeter starken Panzergürtel, der vier Fünftel der Gesamtlänge des Schiffes deckt. In der Wasserlinie ist der Schiffskörper außerdem durch ein stark gewölbtes, 65—75 Millimeter starkes Stahlpanzerdeck geschützt, das nach dem Bug geneigt ist und zur Versteifung des Vorderschiffes beiträgt. Unter dem Panzerdeck liegen die Kessel⸗ und Maschinenanlagen, die Munitionsräume und der Ruderapparat. Die Drehtürme der schweren Geschütze sind 250 mm stark gepanzert; denselben Panzerschutz haben die Munitionsaufzüge und der Kommandothurm. Es ist überhaupt besonders Gewicht auf den Schutz der Mannschaften durch Panzerdeckung gegen Kleinkaliber und Gewehrfeuer gelegt. Die Torpedo-Ausrüstung besteht aus 6 Lancierrohren für den 45 em Torpedo.„Ersatz Preußen“ ist das erste Panzerschiff unserer Flotte, das drei Maschinen enthält. Jede Maschine arbeitet selbst⸗ ständig für sich, liegt in einem wasserdichten Raum und treibt eine Schraube. Die Gesammtmaschinenleistung be⸗ trägt 13000 Pferdekraft, bei deren Entwicklung das Schiff eine Geschwindigkeit von 18 Knoten erreicht. Die Maximalarbeit von nur zwei Schrauben entspricht einer
Geschwindigkeit von 16—17 Knoten, während die mittlere Geschwindigkeit von 10 Knoten mit einer der mittleren Schrauben erreicht wird. Der Dampf wird in Wasser⸗ rohrkesseln erzeugt, die in verschiedenen Gruppen in wa se dichten Räumen liegen. Das zum Bau des Schiffs⸗ körpers verwandte Material ist bester deutscher Stahl, der aus den Krupp'schen Werkstätten und denen der Gute Hoffnungshütte stammt. Die schweren Gußstahlstücke, wie den mächtigen dreiteiligen Vordersteven, mit der Ramme, den Achtersteven und die Schraubenwellen hat Krupp ge⸗ liefert; desgleichen wurden von ihm die Panzerplatten angefertigt. Holz wird nur im inneren Schiff in ganz geringem Maße verarbeitet und ist, nach der Schlacht am Halu-Flusse so gut wie ganz aus dem Kriegsschiffsbau verbannt. Für die Unterkunft des Offizierstabes und der Mannschaften ist in sehr praktischer Weise Sorge getragen. Der Besatzungsetat bringt etwa 650 Mann. Die Ge⸗ samtkosten belaufen sich auf rund 20 Millionen Mark. Hiervon entfallen 14120 000 Mark auf das Schiff, rund 5 000 000 Mark auf die artilleristische Ausrüstung und 900 000 Mark auf die Torpedo-Armirung.
— Verhaftung einer großen Einbrecher⸗ bande in Paris. Juni geschrieben: Eine vollständig organisirte Einbrecher⸗ bande, die nicht weniger als 22 männliche und weibliche Mitglieder zählt, ist unter besonders in⸗ teressanten Umständen von der Pariser Polizei festge⸗ nommen worden. Die Sache ist erst nach Ueberwindung großer Schwierigkeiten geglückt, da die Verbrecher auf ihrer Hut waren und alle möglichen Ränke anweudeten, um den polizeilichen Nachforschungen zu entgehen. Die Untersuchung der Polizei erforderte mehrere Monate und wurde von dem Agenten Girodot mit mehreren Beamten sehr geschickt geführt, Im Juni 1895 brmerkte Girodot in einem Weinausschanke des Boulevard du Temple ein Individuum, das einen prächtigen Türkisenring trug, der sich auf der schwieligen Hand sehr seltsam ausnahm. Ein anderes Individuum kam hinzu, und beide entfernten sich in auffälliger Weise. Der Agent schlich dem Besitzer des Ringes nach und ermittelte seine Adresse, wobei er ausfindig machte, daß der Betreffende nur von Dieb⸗ stählen lebte. Man überwachte ihn und entdeckte, daß er einer Bande angehörte, deren Mitglieder man einen nach dem andern kennen lernte. Wochen und Monate lang beobachtete man das Kommen und Gehen dieser Leute. Keiner derselben arbeitete und alle führten ein fröhliches Leben. Der Polizist bemerkte, daß sie jeden Sonntag in Gruppen von drei und vier Personen sich in die Bannmeile begaben, wo sie jedesmal eine Villa aus⸗ plünderten. Die Leiter waren die vielbestraften Ver⸗ brecher Steichel, Deschamps, Gachet, Loupat und Gay. Die weiblichen Mitglieder der Bande mußten die ge⸗ stohlenen Juwelen au Hehler verkaufen. Vor einigen Tagen nahm Girodot vier der Einbrecher fest, als sie ein Schanklokal in der Rue des Archives ausplünderten. Der Chef der Geheimpolizei traf darauf sogleich die nötigen Anstalten, um die ganze Bande verhaften zu lassen. Die Sache gelang vorzüglich, und Alle wurden festgenommen. Die in den verschiedenen Wohnungen der Einbrecher vor⸗ genommenen Haussuchungen, die volle drei Tage in An⸗ spruch nahmen, führten zur Entdeckung zahlloser Juwelen, Kunstgegenstände, Möbel, Wertpapiere u. s. w. Mehrere Umzugswagen waren erforderlich, um Alles fortzuschaffen. Bei den Hehlern, die gleichfalls verhaftet wurden, fand man zahlreiche Kunstgegenstände, Goldabfälle, Edelsteine u. s. w., besonders aber zahlreichen Kirchenschmuck, da die Bande die Beraubung von Pfarrhäusern zur Spezialität erkoren hatte und deshalb auch„la bande de sacristains“ genannt wurde. Im Ganzen sind mehr als 200 Dieb⸗ stähle begangen worden, van denen einer allein mehr als 200 000 Franks der Bande einbrachte. Ein Mitglied der Bande hatte sogar in Noisy⸗le-Sec ein Grundstück zum Bau einer Villa erworben.
— Ein Muster⸗Nachtwächter. In der letzten Stadtverordnetensitzung in Inowrazlaw wurde eines räube⸗ rischen Ueberfalles Erwähnung gethan. Mit dem letzten Zuge gegen 12 Uhr kam eines Abends vor Ostern ein Dienstmädchen aus einer Ostseestadt in Inowrazlaw an. Auf dem Gange vom Bahnhof nach der Stadt bat es einen Nachtwächter, ihr ein Gasthaus zu empfehlen, in dem es übernachten könne. Der Wächter nahm das Mädchen darauf mit in eine Kellerwirtschaft, machte es dort betrunken, und als beide darauf auf die Straße kamen, fiel er über sie her und raubte die gesamte Bar⸗ schaft in Höhe von 60. Bei dem entstehenden Kampfe wurden dem Mädchen noch die Kleider vom Leibe gerissen,
und in einem kläglichen Aufzuge erschien es am andern Morgen auf der Polizei, um Anzeige gegen den„Mann
Aus Paris wird uns unterm 30.
der Ordnung“ zu erstatten. Der Pflichtvergessene wurde
sofort verhaftet, aus dem Dienst entlassen und Anzeige gegen ihn erhoben. — Lynchjustiz aus— Oekonomie. In
Laplata, unweit Baltimore, hatte ein englischer Farmer seine Frau und seine Schwägerin ermordet und harrte im Gefängnis seines Prozesses. Die Einwohner beschlossen, da das Städtchen zu arm sei, um die Kosten eines Mord⸗ prozesses zu bestreiten, den Gefangenen zu lynchen. Der Beschluß wurde von einem Fünfundzwanziger-Ausschuß, dessen Mitglieder alle maskiert waren, letzten Freitag um Mitternacht ausgeführt. Der Farmer wurde aus dem Gefängnis gezerrt und an einem Baum gehängt.
Letzte Nachrichten.
Gießen,“. Juli. Das Festprogramm für die 50jährige Jubelfeser des Turn- vereins Gießen enthält folgende Einzelheiten: Samstag, den 1. August Nachmittags: Em⸗ pfang der Gäste. Abends 8 ¼ Uhr: Festakt mit Musik und Gesangsvorträgen, Festspiel, lebende Bilder im Gießener Festsaal(Café Leib). Sonntag, den 2. August morgens 6 Uhr:
Weckruf. Vormittags: Empfang der Gäste. Vormittags 11 Uhr: Frühkonzert in Röhrle's Bierhalle. Nachmittags 2 Uhr: Aufstellung
des Festzuges in Oswalds Garten. Nachmittags 2½ Uhr: Abmarsch desselben durch die Stadt nach Steins Garten. Nach Ankunft daselbst Begrüßung der Gäste, Festrede, Weiheakt, Musik⸗ und Gesangsvorträge, Großes Schauturnen, Turnspiele. Abends 8 Uhr: Pyramiden, lebende Bilder, Marmorgruppen, Konzert und Tanz. Sonntag, den 9. August, morgens 6 Uhr: Weckruf. Nachmittags 2 Uhr: Aufstellung des Festzuges in der Ostanlage. Nachmittags 2¼ Uhr: Abmarsch desselben durch die Stadt nach dem Philosophenwald, dortselbst großes Volks⸗ fest, Turnen und Kinderspiele. Abends 9 Uhr:
Feuerwerk. Abends 10 Uhr: Lampionszug nach der Stadt. * Gießen, 7. Juli.(Strafkammer⸗
sitzung.) Der 13jährige Karl Holland von Gießen hat sich wegen mehrerer Holz- und Kohlen⸗ diebstähle, die er im Stalle eines Eisenbahnbe⸗ amten begangen, zu verantworten. Der Ange— klagte hat sich dadurch Eingang in den Stall verschafft, indem er die verschlossene Thür aus den Angeln hob. Ferner hat derselbe gleichzeitig 7 Eier, welche die Hühner im Stall gelegt hatten, an sich genommen. Der Gerichtshof verurteilte den jugendlichen Dieb zu 3 Wochen und 2 Tagen Gefängnis.— Chr. Frang von Gräfenhain verfolgt Berufung gegen ein ihn zu 2 Monaten Gefängnis verurteilendes Erkenntnis des Schöffen⸗ gerichts Herbstein. Der Verurteilte hat in der Spinnstube zu Herbstein 2 Mädchen mit einer abgerissenen Bauklehne über den Arm und an der Stirn blutig geschlagen. Er meint aber heute, es seien doch milderndellmstände, daß er nicht etwa ohne Grund geschlagen, denn die Mädchen hätten ihn zuerst geneckt und dann hätten sie ihn gehen heißen, sogar mit einer Nadel sei er von einem Mädchen, aber nicht von einer der Verletzten, gestochen worden. Weinend bittet der Angeklagte, ihn doch etwas billiger durchkommen zu lassen. Der Gerichtshof verwarf jedoch die Berufung des Angeklagten, welcher bat, ihm doch zu ge⸗ statten, die Strafe den Winter über erst verbüßen zu dürfen.(Schluß folgt.)
Gießen, 7. Juli. Am 21. Juli Vor⸗ mittags 8 Uhr hat sich der Arbeiter Ludwig Pitzer von Gießen vor der Strafkammer wegen fahrlässig falschen Eides zu verantworten.
* Gießen, 7. Juli.(Unfall.) Beim Abbruch des alten Maschinenhauses an der Main⸗ Weser⸗Bahn fiel heute Morgen einem Ar— beiter aus beträchtlicher Höhe ein Stück Holz auf den Kopf. Der Verunglückte mußte in die Klinik gebracht werden.
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Neueste Telegramme.
Berlin, 7. Juli. Wie der„Lokakan⸗ zeiger“ von angeblich zuverlässiger Seite erfahren haben will, steht die Familie Kotze der Ver⸗ öffentlichung der Brochüre„Die anonymen Briefe und die Hofgesellschaft“ vollständig kr.
Hd. Paris, 7. Juli. Ministerpräsident Méline stellt dem Rentensteuer⸗Antrage Doumers die Kabinettsfrage entgegen. Trotz der eifrigen Campagne Bourgeois und Doumers glaubt man, daß das gegenwärtige Finanzgesez der Regierung dennoch durchdringen wird.
Hd. Paris, 7. Juli. Es scheint heute festzustehen, daß nach der Besprechung des Steuer⸗-Einkommen⸗Projekts Doumers die Diskussion über den Regierungsentwurf der Rentensteuer vertagt werden wird. Die Wieder⸗ eröffnung der Kammer dürfte im Oktober er⸗ folgen. Das Parlament wird am 15. oder 16. Juli in die Ferien gehen.
Hd. London, 7. Juli. Lady Mary Bligh, die 286 jährige Tochter des Grafen Darnley ertränkte sich in einem Anfall von Schwermut im Teiche des väterlichen Parkes.
Hd. Jassy, 7. Juli. Der Senator General Rakovitza ist gestern Nacht plötzlich gestorben.
Hd. Brüssel, 7. Juli. Die katholischen sowie die liberal⸗konservativen Blätter konsta⸗ tieren, daß die Kandidaten der Regierung in den vlämischen Provinzen wiedergewählt worden sind, daß aber die Sozialdemokraten im Ganzen 70000 Stimmen erobert haben. Dieser letztere Umstand wird als beunruhigendes Zeichen für die nächste Zeit angesehen.
Hd. Brüssel, 7. Juli. Dem Ver⸗ nehmen nach will die liberale Par⸗ teileitung zu den Stichwahlen am Sonntag Wahlenthaltung proklamieren. Dadurch fallen 24 Kam⸗ mersitze den Klerikalen zu.
Hd. Belgrad, 7. Juli. Ein amtlicher Be⸗ richt des serbischen General-Konsuls in Saloniki konstatiert die vollständige Erfolglosigkeit des serbischen Schweinetransports nach Marseille, wodurch die Darlegungen Nova⸗ kovitsch gegenüber dem Korrespondenten des Gaulois ein entschiedenes Dementi erfahren.
Marktpreise.
Gießen, den 7. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter p. Pfd. 80— 100, Hühner⸗ eier 2 St. 11— 12, Enteneier 6, Gänseeier———, Käse 6—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 30 Pfg., Tauben per Paar 60— 80 Pfg., Hühner p. St. 90— 1,20, Hahnen 60—90, Enten 1,60,—2 Mk., Gänse per Pfund 00-00, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh- und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 50—66, Schweinefl., gesalz. 70—72 Kalbfleisch 50—, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 0 5,00, Zwiebeln per Zentner 0,7—0,8 Mk, Milch per Liter 16 Pfg., Kirschen per Pfd. 15—18 Pf.
Sterbefälle. Am 5. Juli. Katharine Sauerbier, geb. Bopp, 39 Jahre alt, Ehefrau von Ziegelei⸗ besitzer Wilhelm Sauerbier zu Butzbach. Ge⸗ storben in der neuen Klinik. Die Leiche wird
in die Heimat verbracht.
Am 7. Juli. Wilhelmine Auguste Luise Hein, geb. Schlatter, 43 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Otto Ludwig Hein dahier, Kreuz⸗
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