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Narbe werden. Die Insel wird von dem lutdürstigen Indianerstamm der Ceris besetzt gehalten, die seit Jahren in das nur wenige Meilen entfernte mexikanische Festland(Staat Sonora) räuberische Einfälle machen und die ihnen nachsetzenden mexikanischen Truppen stets von der Insel wieder vertrieben haben. Die mepikanische Regierung trachtet seit langem nach der Ausrottung dieser rothäutigen Räuber, die auf dem Festlande gefürchtet sind, und hat dieser Tage einer südkalifornischen Aktiengesellschaft, der„Tiburon⸗Eroberungs⸗Cie.“, die ganze Insel durch Schenkungsurkunde abgetreten. Diese Ge⸗ sellschaft besteht aus Kapitalisten von Los⸗Angelos, die eine Schaar von 300, in Kämpfen mit In⸗ dianern erprobten Freiwilligen angeworben und mit Hinterlader⸗Gewehren, Kanonen, Pferden und Proviant, mit einem Aufwand von bereits einer Million Mark ausgerüstet haben. Es wird bezweckt, diese Truppe von Guaymas in Böten gegen die Insel vorgehen zu lassen, diese zu erobern und den Indianern den Garaus zu machen. Jeder Teilnehmer des Zugs erhält 1000 Mk. und 100 Acres Land auf der Insel zur Besiedelung. Obrist Polk aus Mazatlan ist der Befehlshaber der Schar. Das bestellbare Land soll allein einen Wert von 25 Millionen Mark haben, ohne den Reichtum an Gold, Silber, Kupfer und Kohlen in betracht zu ziehen. Die mexikanische Regierung hat den Eroberern das Recht bewilligt, eine unabhängige Republik unter Schutzherrschaft der Vereinigten Staaten auf Tiburon zu gründen. Jedenfalls klingt die Geschichte sehr„amerikanisch“!
— Au;„Was Sie sagen! der X. hat sich entleibt?“„Ja, gestern hing er sein Leben an den Nagel!“
Letzte Telegramme.
Hd. Rostock, 7. Januar. Professor Otto Körner, früher Ohrenarzt in Frankfurt a. M., hat nach längeren Verhandlungen den Ruf nach Heidelberg abgelehnt, weil ihm dort keine Klinik zur Verfügung gestellt werden konnte.
Hd. Paris, 7. Jan. Der Verwalter des Blattes„La France“, Houssiot, zeigt sich durch die letzten Vorgänge sehr erregt. Er begab sich gestern nach dem Bureau, wo er seine Papiere in Ordnung brachte und dann erklärte, sich nach dem Justizpalast zu begeben, um sich verhaften zu lassen.
Hd. Paris, 7. Jan. Der Untersuchungs⸗ richter ist in Sachen der Expressung gegen den Kriegsminister mit der Untersuchung betraut worden.
Hd. Paris, 7. Jan. Der Gaulois ver⸗ öffentlicht eine Unterredung mit dem früheren Ministerpräsidenten Ribot über die Vorgänge in Transvaal. Ribot erklärte Englands Lage für sehr schwierig, doch glaube er nicht, daß man die Erklärung Chamberlains als einen Rückzug an⸗ sehen könne.
Hd. Baris, 7. Jan. Die Freunde des Senatspräsidenten Challemel-Lacour sind über des—⸗ sen Gesundheitszustand, der sich sehr verschlimmert hat, sehr besorgt.
Hd. Paris, 7. Jan. Der Senator Dietz Monnin, geboren zu Barr im Elsaß im Jahre 1826, ist gestorben.
Hd. Rom, 7. Jan. Die Beziehungen zwi⸗ schen dem Vatikan und der französischen Regie— rung werden immer gespannter. Die Ernennung des Erzbischofs vou Toulouse und mehrerer
anderer Bischöfe hat einen neuen Konflikt her⸗ beigeführt. Der Vatikan besteht auf seinem Recht, die Kandidaten für die Bischofs⸗Sitze vor⸗ zuschlagen, was die französische Regierung indeß ablehnt.
Hd. London, 7. Jan. Mehrere Minister konferierten gestern lange mit Chamberlain, die Beschlüsse wurden geheim gehalten.
Hd. London, 7. Jan. Ein Telegramm aus Pretoria teilt mit, daß der Oberst Coventry, der im Gefecht bei Krügersdorf verwundet wurde, seinen Wunden erlegen ist. Unter den Ge⸗ fangenen befinden sich außer Dr. Jameson noch ein Hauptmann, ein Oberst, fünf Majore, sieben Lieutenants, drei Unter-Lieutenants, zwei Aerzte, vier Inspektoren, acht Unter-Inspektoren. In dieser Zahl sind die bei Krügersdorf verwundeten Offiziere nicht mit einbegriffen.
Hd. London, 7. Jan. Holländische und deutsche Matrosen wurden von der Volksmenge ausgepfiffen und belästigt. Die Auslagefenster der Läden deutscher Israeliten wurden zer— trümmert. Die deutschen und holländischen Clubs im Osten von London sind geschlossen worden.
Hd. Madrid, 7. Jan. Heraldo schreibt, er könne versichern, daß Marschall Martinez Campos gestern seine Demission eingereicht habe. Und das nach den„Sieges“ nachrichten?
S K
Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten—
Versammlung,
Donnerstag, den 9. Januar 1896, 5 5 Nachmittags 4 Uhr.
1. Diensteinführung und Verpflichtung der neugewählten Stadtverordneten.
9——
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Gesuch des Louis Becker um Erlaubnis zur Errichtung eines Gartenhauses auf dem von ihm erworbenen Grund⸗ stüick am alten Steinbacherweg. 5 3. Desgl der Gebr Röhrle zur Erbauung einer Eishalle am Wismarerweg. Fortsetzung der Steinstraße. Ausbau der Landmannstraße hier, Bordsteinlieferung.
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Bekanntmachung.
In Gemäßbeit Beschlusses der Stadtverordneten-Versammlung vom 15. Juni 1879, wonach zur dauernden Erinnerung an die goldene Hochzeit des Deutschen Kaiserpaares, Seiner Majestät des Kaiser Wilbelm I. und Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta, von der Stadt Gießen eine Stiftung zu Gunsten bedürftiger Ehepaare, welche hier ihr goldenes Ehejubiläum erleben, errl bret worden ist, fordern wir alle Diejenigen, welche im laufenden Jahre ein solches Fest zu begehen haben und Anspruch auf Zuwendung der zu 150 Mark bemessenen Stiftungs- gabe erheben wollen, auf, sich bei uns zu melden.
Gießen, den 3. Januar 1896
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
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