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Dienstag,
den 31. Mai 1932
Eintracht und„Vayern im Endspiel
Die Vorentscheidung im Kampf um die Deutsche Fußball⸗ meisterschaft ist gefallen. In den beiden Vorschlußrunden⸗Spielen des letzten Maisonntages haben sich Eintracht Frankfurt und Bayern München für das Endspiel um den DFB-Titel quali⸗ fiziert. Zum dritten Male in der Nachkriegszeit werden sich zwei süddeutsche Mannschaften im Final gegenüberstehen. 1920 waren es der 1. FC Nürnberg und die SpVgg. Fürth, 1925 der 1. Fc Nürnberg und FSV Frankfurt und nun heißen die End⸗ spielpartner Eintracht und Bayern.
Die beiden glücklichen Mannschaften des Tages haben es nicht leicht gehabt, zu ihrem Ziel zu kommen. Beide mußten schwer kämpfen, um den Sieg sicherzustellen.
Eintracht Frankfurt bezwang in Dresden den Westdeutschen Meister Schalke 04 knapp mit 21(11) Treffern. Schalke bot aber auch eine Leistung, die dem großen Ruf dieser Mannschaft gerecht wurde.
Ebenso fesselnd wie das Dresdner Spiel war auch der Kampf in Mannheim. 35 000 Zuschauer erlebten hier eine tor⸗ lose erste Halbzeit und erst nach der Pause erzwang der bessere Sturm der Münchener mit 21:0 Treffern die Entscheidung.
Das Fazit der beiden Vorschlußrundenspiele dieses Jahres ist in mancher Beziehung günstiger als in früheren Jahren. Die 55 000 Zuschauer(20 000 in Dresden, 35 000 in Mannheim), die trotz des in beiden Städten schlechten Wetters gekommen waren, haben technisch hochwertige Spiele erlebt. Es waren zwar entscheidende Meisterschaftskämpfe, trotzdem hatten aber die Spiele Niveau, was man sonst von Punktekämpfen nicht immer behaupten kann. Die Spiele brachten aber nicht nur meisterliche Leistungen, sie verliefen auch im großen und ganzen fair.
Eintracht ichlägt Schalke 04 2.1(l. 0
In Dresden hatten sich 20 000 Zuschauer zu diesem Vor⸗ schlußrundenspiel eingefunden, die einen rassigen Kampf zu sehen bekamen. In der ersten Halbzeit wurde zwar der Kampf etwas verhalten geführt; nach der Pause war aber das Spiel durch ganz hohes Niveau ausgezeichnet. Den Ausschlag für den Sieg von Eintracht gab schließlich deren Taktik, die sobald sie die Führung erreicht hatte, den Strafraum abriegelte. Schal⸗ kes hervorragender Sturm bemühte sich dann vergebens um Treffer ab. Flachowfki⸗Werdau leitete den immer fairen Kampf.
Die Mannschaften standen:
Schalte: Mellage; Scharmann, Zajons; Neumann, Jaczek, Valentin; Tibulsti, Czepan, Nattkämper, Kuzorra, Rothardt.
Eintracht: Schmitt; Schütz, Stubb; Gramlich, Leis, Mantel; Trumpler, Möbs, Ehmer, Dietrich, Schaller.
Der Spielverlauf:
Die erste Halbzeit begann mit nervösem Spiel auf beiden Seiten. Die Süddeutschen fanden sich zuerst, doch beschwor auch Schalke bedrohliche Situationen vor dem Eintrachttor herauf. In der 8. Minute erzielte dann Ehmer nach einem Fehlschlag von Scharmann den Führungstreffer der Frankfurter. Es
machte sich dann eine leichte. Ueberlegenheit der Westdeutschen
Die letzten Engländerspiele
DF B.⸗Elf— Everton Liverpool 3:3(1:3)
Das letzte Gastspiel des englischen Ligameisters in Deutsch⸗ land ergab in Köln nochmals ein Anentschieden. Die ohne ihren Mittelstürmer Dixie Dean antretenden Engländer mach⸗ ten einen sehr müden Eindruck. Lediglich in der Technik waren sie den Deutschen überlegen. Die deutsche Mannschaft hatte eine gute Hintermannschaft, während Leinberger als Mittel⸗ läufer enttäuschte. Auch Hohmann versagte in der Sturmmitte. Die Aufstellung der deutschen Mannschaft war: Buchloh⸗Spel⸗ dorf; Burkhardt⸗Brätzingen, Hund⸗Essen; Janes⸗Düsseldorf, Leinberger⸗Fürth, Plate⸗Köln⸗Sülz: Albrecht⸗Düsseldorf, Dör⸗ fel⸗Hamburg, Hohmann⸗Benrath, Noach⸗Hamburg, Kobierski⸗ Düsseldorf. Die Tore der Engländer erzielten Johnson(2), und Steen, für Deutschland war Kobierski dreimal erfolgreich. Das Spiel fand vor 12 000 Zuschauern statt. Gegen Schluß spielten die Engländer sehr hart, so daß sie auch vom Kölner Publikum angepfiffen wurden. Zwei der deutschen Treffer wurden durch Elfmeter erzielt.
Newcastle United siegte in Frankfurt a. M. Eine schwache deutsche Mannschaft mit 6:3(3:10 geschlagen Das einzige Auftreten des englischen Pokalmeisters New⸗
castle United in Deutschland wurde für ihn ein voller Erfolg. Im Frankfurter Stadion konnten die Engländer vor 16 000
Zuschauern einen verdienten 613⸗Sieg über eine allerdings
bemerkbar, die das schnellere und flüssigere Stürmerspiel vor⸗ führten. Aber in der 34. Minute konnte der Schalkesturm, der viel durch Ueberkombination verdarb, durch Rothardt den ver⸗ dienten Ausgleich erzielen.
Zehn Minuten nach der Pause nahmen die Frankfurter eine Umstellung im Sturm vor. Sie spielten jetzt mit Schaller, Trumpler, Ehmer, Dietrich, Möbs. Diese Aufstellung schlug ein, Eintracht drängte mit allen Kräften auf die Entscheidung. Sie fiel in der 19. Minute durch einen 15⸗Meter⸗Schuß von Ehmer. Eintracht zog nun ihre Halbstürmer zurück und riegelte ihr Tor ab. Vergebens versuchten die Schalker dieses Bollwerk zu überwinden, doch Schütz und Stubb standen wie eine Mauer. Kurze Kritik:
Wie schon erwähnt, spielte Eintracht taktisch wohl richtig— aber... Nach Erlangen der Führung hatten die Halbstürmer nur mehr die Aufgabe, die beiden gefährlichen Stürmer Czepan und Kuzorra im Auge zu behalten. Die besten Leute waren Schütz, Stubb, Mantel und Gramlich. Auch Leis und Schmitt waren gut. Im Sturm stach Ehmer hervor. Möbs war anfäng⸗ lich schwach, wurde aber danm auf Linksaußen besser.
Bei Schalke gefiel der Sturm ausgezeichnet, besonders sein Zuspiel und seine Ballarbeit waren ohne Tadel. Der gefähr⸗ lichste Stürmer war Rothardt. Die Läuferreihe spielte ohne Tadel, auch die Verteidigung enttäuschte nach der angenehmen Seite. Mellage im Tor war an den beiden Treffern schuldlos.
Fc Nürnberg 0:2 geschlagen
Im Mannheimer Stadion waren trotz vorausgegangenen Regens 35 000 Zuschauer erschienen. Die Massen hatten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn auf dem einwandfreien Spiel⸗ feld wickelte sich ein Meisterschaftstreffen ab, wie man es schon lange nicht mehr gesehen hatte. Die beiden bayerischen Spitzen⸗ vereine lieferten sich einen Kampf, der nicht nur durch die Wucht, mit der er geführt wurde, mitriß, sondern der auch durch ein für ein Entscheidungsspiel ungewöhnlich hohes spielerisches Niveau begeisterte. Das Spiel war auch durchaus fair und hatte in Trümpler⸗Hamburg einen gerechten Leiter.
Der Sieg der Bayern ist als durchaus verdient anzusprechen. Die Münchener waren ausgeglichener in ihrem Spiel, besonders der Sturm brillierte durch technische Feinheiten und unheimliche Schnelligkeit. Sein bester Mann war der Halblinke Schmid 1., auch Rohr gefiel. In der Deckung überragte Naglschmitz, Goldbrunner war etwas schwächer. In der Verteidigung war Haringer unübertrefflich, Heidkamp machte einige schwache Momente durch gutes Stel⸗ lungsspiel gut. Der Tormann Lechler wurde wenig beschäftigt.
Für die Niederlage Nürnbergs zeichnet der Mitteläufer Kalb verantwortlich, der bei dem schnellen Spiel des Münchener Innentrios überhaupt nicht mitkam und vollkommen versagte. Nur seine Vorlagen an den Sturm waren gut. Die Verteidi⸗ gung war zu langsam, und auch der Sturm reichte an den der Bayern nicht heran. Es fehlte ihm vor allem an Durchschlags⸗ kraft. Der Tormann Köhl und die beiden Außenläufer waren noch die besten Leute des Clubs.
ziemlich enttäuschende deutsche Bundeself erzielen. Dem Schiedsrichter Weingärtner⸗Offenbach, der ausgezeichnet leitete, stellte sich folgende deutsche Mannschaft: Jakob⸗Regensburg; Huber⸗KF W, Wendl⸗München 60; Hergert⸗Pirmasens, Tiefel⸗ Niederrad, Größle⸗Neckarau; Fischer⸗Pforzheim, Koch⸗Stuttgart, Leichter⸗Niederrad, Rühr⸗Schweinfurt, Merz⸗Pforzheim. Es waren also nochmals Aenderungen in der Aufstellung vorge⸗ nommen worden, ferner hatten einige Spieler erst am Vor⸗ tage schwere Spiele ausgetragen.
Die erste Halbzeit brachte den in bester Spiellaune befind⸗ lichen Briten drei Tore. Erst die 44. Minute brachte der deutschen Mannschaft durch Fischer das erste Gegentor. In der zweiten Halbzeit wurden die Deutschen besser. Sie lieferten eine halbe Stunde lang dem Gegner einen offenen Kampf. Zunächst schoß jedoch Richardson für Newcastle noch ein Tor. In der 7. Minute verbesserte dann Fischer mit schönem Schuß auf 4:2. Nach weiteren sieben Minuten fiel durch einen Elf⸗ meter(Koch war im Strafraum gelegt worden) das dritte deutsche Tor. Koch verwandelte selbst. Die Engländer legten nun einen Zwischenspurt ein. Innerhalb von zwei Minuten stellten sie die Tordifferenz auf 673.
Die gesamte englische Mannschaft nahm das Spiel sehr ernst und führte ein wirkliches„Lehrspiel“ vor. Besonders ge⸗ fielen das vorbildliche Zusammenspiel und der mustergültige Spielaufbau.
zwichen den Spielahren
Die Meisterschaftsspiele sind der Lebensnerv aller Fuß⸗ ballorganisationen, vom kleinsten Verein bis zum größten Bund. Aus den Meisterschaftsspielen leitet sich die Zugehörig⸗ beit der Vereine zu dieser oder zu jener Spielklasse ab; hieraus pflegt man einen Rückschluß auf die Spielstärke zu ziehen und den spielerischen Ruf zu konstruieren. Auf der Gesamtheit die⸗ ser Faktoren aber baut sich das Sein oder Nichtsein eines je⸗ den Vereins auf, d. h. die Größe seiner Mitgliederzahl, der Stand seiner Finanzen, der Umfang seines Sportbetriebes usw. Es ist schon oft und allerlei gegen das System der Meister⸗ schaftsspiele gesprochen und geschrieben worden, aber noch nie⸗ mand hat etwas Besseres gefunden und vorschlagen können, das einen vollwertigen Ersatz für diese Meisterschaftsspiele und ihre Durchführung zu bieten vermöchte; also muß man einst⸗ weilen dieses System beibehalten, denn die Vereine bedürfen desselben(oder eines besseren), um überhaupt existieren zu können.
Die Meisterschaftsspiele nehmen naturgemäß den größten Raum in einem Spieljahre ein; ihre Durchführung erfordert von seiten der Vereine und der Mannschaften, der Sachbearbei⸗ ter und verwaltungstechnischen Instanzen usw. eine Menge von körperlichen, geistigen und materiellen Aufwendungen, deren Größe, in Buchstaben und Zahlen ausgedrückt, erstaunlich ist. Jedes Spieljahr beginnt mit einigen Wochen Freizeit, die von den Vereinen noch zum letzten Schliff der Mannschaften benutzt werden können. Dann geht der Kampf um die Punkte los; er endigt offiziell mit dem Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, also im Sommer. Wer zur Teilnahme an den Spielen um die Meisterschaft der Bezirke, Verbände und des Bundes nicht be⸗ rechtigt ist, betätigt sich in Gesellschaftsspielen, bis die Sperre jedem Spielbetrieb ein Ende macht. Zwischendurch finden die Tagungen statt, auf welchen von Vereinen und Verbänden die spielerische und finanzielle Bilanz gezogen, sowie über alle Be⸗ amten zu Gericht gesessen wird, und es ist immer erfreulich, wenn man berichten kann:„Es war und ist alles schön und gut.“ Leider trifft das nicht überall zu. Hier waren die spie⸗ lerischen Erfolge nicht genügend oder direkt negativ, so daß der Abstieg bevorsteht; da liegen die Finanzen sehr im argen, so daß der Kassenwart nicht mehr ein noch aus weiß; dort ist der Mitgliederbestand stark zurückgegangen, so daß die Reprä⸗ sentation nach außen hin herabgemindert wird usw. usw. Jeder Verein weiß also genau, wo er die Hand zur Beseitigung von Mängeln anlegen muß; er weiß auch, wann ihm die Gelegen⸗ heit zu dieser Arbeit gegeben ist: zwischen den Spieljahren, d. h nach den Meisterschaftsspielen über die Sperre hinaus bis
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Für das Endspiel um die Deutsche Fußball⸗Meisterschaft am 12. Juni haben sich Eintracht Frankfurt und Bayern Mün⸗ chen qualifiziert. Frankfurt siegte in Dresden vor 20 000 Zu⸗ schauern über Schalke 04 mit 2.1(1:1) Treffern, während die Münchener Bayern in Mannheim vor 35 000 Zuschauern den 1. Fc Nürnberg mit 2:0(0:0) Toren schlugen.
Englands Polalmeister Newcastle United blieb im Frank⸗ furter Stadion vor 16 000 Zuschauern über eine schwache Aus⸗ wahlmannschaft des Bundes mit 623(3:1) Toren erfolgreich.
Englands Ligameister, Everton Liverpool, mußte sich da⸗ gegen in Köln im Spiel gegen eine zweite Auswahlmannschaft mit einem Unentschieden von 3:3 begnügen.
Der 29. Mai brachte außerdem noch zahlreiche Repräsen⸗ tativ⸗ und Länderspiele. In Amsterdam schlug die Tschechoslo⸗ wakei Holland vor 30 000 Zuschauern 2˙1(1:1), in Duderstadt siegte Mittel- über Norddeutschland mit 673(3:1), Leipzig fer⸗ tigte Dresden im Städtekampf 32 ab, Stuttgart siegte über Straßburg 11:0 und in Alm blieb eine südbayerische Mann⸗ schaft über Oberösterreich mit 141 Treffern siegreich.
Die Staffel„Rund um die Frankfurter Anlagen“ wurde in der Hauptklasse diesmal überraschend vom J. G. Sportverein vor Eintracht und SC 80 Frankfurt gewonnen.
Der Staffellauf Potsdam Berlin endete in der Haupt⸗ klasse wieder mit einem Sieg des Pol.⸗SV Berlin vor SCC und DSC.
Im Davispokalkampf AS A.⸗Australien haben sich die Ame⸗ rikaner mit einer 3:0⸗Führung bereits den Endsieg in der Amerika⸗Zone gesichert.
Beim ADAcC⸗Eiselrennen siegte Carraciola auf Alfa Ro⸗ meo. In der Klasse der Motorräder bis 1000 Kubikzentimeter war Rüttchen⸗Erkelenz vor Rösemeyer(beide Nu) siegreich.
Reichspräsident v. Hindenburg hat sein Erscheinen beim Olympia⸗Werbefest des Reichsausschusses am 4. und 5. Juni in Berlin zugesagt.
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