Ausgabe 
12.7.1932
 
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verbreitet im Bezirk hessen⸗Hannover des W. S. v. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, Dill und Marburg

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7. Jahrg.

Wie kann die Gruppe Lahn der 1. Bezirkskl. eingetet werden?

offener Brief an herrn Etkel⸗Wallau

Sehr geehrter Herr Eckel! Wenn man Ihr Eingesandt in der AH S3. vom 28. Juni durchliest, kommt man unzweiselhaft zu dem Glauben, daß Sie den Bericht vom 7. Juni bzw. den meinigen vom 14. Juni nicht richtig erfaßt haben.

Das Streitbeil zwischen Stadt und Land zu werfen, davon kann von meiner Seite keine Rede sein, denn in meinem Vor⸗ schlag über die Gruppeneinteilung sind in unserer Tabelle ja auch Landvereine vertreten.

Im übrigen bleibe ich bei dem, was ich geschrieben habe. Auch was Sie von dem Meisterschaftsspiel Butzbach⸗Wallau an⸗ führen, berührt mich nicht. Was aber das fair play anbe⸗ langt, das Sie da anführen, so möchte ich Ihnen, Herr Eckel, nur sagen, daß seit der Uebernahme des Spielausschusses des VfR im November 1931, kein Verein über mich zu klagen hat.

Auch was die Platzverhältnisse betrifft, bleibe ich bei dem, was ich geschrieben habe, denn eine Ausnahme bedeutet noch lange nicht die Regel. Wenn wir die Spiele in Breitenbach und Bottenhorn durch unsere spieltechnisch schlechte und undurch⸗ gebildete Mannschaft 13:0 verloren, dann hätten Breitenbach und Bottenhorn gegen eine so schlechte Mannschaft auch in Butz⸗ bach nicht 2:2 spielen resp. 4·1 verlieren dürfen.

Ihre Erfolge, Herr Eckel, mache ich Ihnen nicht streitig, im Gegenteil, ich gönne sie Ihnen. Daß Sie dieselbe jedoch nicht ausnutzen können, ist nicht meine Sache.

Mein Artikel war in Wahrung berechtigter Interessen ge⸗ schrieben, und richtete sich nach dem, was auf dem Gautag und auf dem Vertretertag in Wetzlar zwischen den Beteiligten be⸗ sprochen wurde.

Was nun die Gruppeneinteilung anbetrifft, so bedauere ich, Ihnen mitteilen zu müssen, daß wir auf den von mir am 14. 6. eingebrachten Vorschlag bestehen bleiben müssen, weil eben die wirtschaftliche Lage uns hierzu zwingt. Ueber eine andere Gestaltung der Lahngruppe werden und können Sie evtl. nicht den Ausschlag geben. Ich denke doch, daß da der BV. als oberste Instanz das letzte Wort sprechen wird.

Im Widerspruch zu den Verbandssatzungen wird auch eine Teilung der Lahngruppe in zwei Tabellen nicht stehen; denn in dem in Münster beschlossenen Spielsystem heißt es unter e:

Bezirk Hessen⸗Hannover, Südwestfalen, Mittelrhein.

Um wegen der geographischen Verhältnisse einen möglichst

reibungslosen Auf⸗ und Abstieg der 1. und 2. Bezirksklasse

zu erreichen, ist es diesen Bezirken gestattet, die Zusammen⸗ fassung der Vereine dieser Klassen in mehrere Gruppen, die bis zu 10 Vereine besitzen, vorzunehmen. Die für den Auf⸗ stieg berechtigten Vereine sind in der Einrunden- sowie nach

Punktwertung zu ermitteln, wobei der Aufbau der Gruppen

in der 1. und 2. Bezirksklasse in einem möglichst geraden

Zahlenverhältnis erfolgen soll.

Für den Aufstieg wäre also der Tabellenstand der zweiten Be⸗ zirksklasse des Spieljahres 1931-1932 maßgebend. Sie sehen also, Herr Eckel, es ginge doch zu machen. Im übrigen dürften auch die Vereine der zweiten Bezirksklasse an einer Zweiteilung der Lahngruppe interessiert sein, denn bei zwei Tabellen können jedes Jahr vier Vertreter der zweiten Bezirksklasse auf⸗ steigen, bei einer Tabelle jedoch nur zwei.

Selbstverständlich wäre bei einer Zweiteilung der Lahn⸗ gruppe der Aufstieg für die Vereine aus der zweiten Bezirks⸗ klasse wirtschaftlicher auch leichter tragbar. Und das ist doch ge rade heute die Hauptsache.

Wir haben Vereine genug, wir können ruhig in zwei Grup⸗ pen spielen. Karl Buß,

Spielausschuß⸗Vorsitzender VfR 1910 e. V.

Butzbach.

Wir haben jetzt beide Seiten genügend zu Worte kommen lassen und denken, daß das Thema nun so eingehend behandelt ist, daß den beteiligten Vertretern am kommenden Sonntag bei der Besprechung mit dem Bezirksvorstand sofort klar ist, um was es geht. Der Bezirksvorstand ist allerdings, lt. Ful, ver⸗ pflichtet, die Einteilung der Bezirksliga und 1. Bezirksklasse bis zum 15. Juli beim Verband einzureichen. Aber soviel Zeit wird wohl sein, um noch die Ergebnisse der Besprechung vom Sonntag in Gießen abwarten zu können. Schon jetzt aber ist vorauszusagen, daß der Bezirksvorstand einen schweren Stand haben wird, die widerstrebenden Meinungen aller unter einen Hut zu bringen. Es handelt sich hier im Grunde genommen eigentlich wieder nur um eines die unmögliche geographische Lage der Vereine in der bisherigen Lahngruppe der 1. Be⸗ zirksklasse. Man mutet den Vereinen dabei tatsächlich Reisen

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zu, die finanziell untragbar sind und die Vereine mit vielsei⸗ tigen Verpflichtungen einfach zum Ruin führen. Da kann man es verstehen, wenn dem wirklichen Freund unseres Sportes sowie dem verantwortlichen Vereinsführer der Inhalt über die Form, der Verein über die Gruppe geht. Von dieser Seite aus betrachtet, leuchtet die Zweiteilung der Gruppe Lahn der 1. Bezirksklasse, die formal sehr wohl möglich ist, durchaus ein. Es wäre auf alle Fälle eine Entlastung für die teilnehmenden Vereine.

Natürlich hat die Durchführung dieses Vorschlages auch ihre Schattenseiten, die vor allem in dem zu raschem Ausstieg der Vereine aus den unteren Klassen zu erblicken wäre. Dieser Nachteil läßt sich aber dadurch vermeiden, daß man von dem Recht, jeder Gruppe mit 10 Vereinen spielen zu lassen, keinen Gebrauch macht und sich auf 78 Vereine in jeder Gruppe be⸗ schränkt. Stimmt man bis hierher zu, so kommen neue Schwie⸗ rigkeiten bei der Frage: Wie teilt man die Gruppen ein? Um geographisch und verkehrstechnisch richtig zu handeln, bliebe tatsächlich nur die Nord⸗Süd⸗Teilung. Den Gruppen würde dann etwa angehören:

Süd: Gießen(2), Wetzlar, Niedergirmes, Butzbach, Weilburg und Dillenburg.

Nord: Wallau, Ockershausen, Breidenbach, Wiesenbach, Botten⸗ horn, Frohnhausen, Gladenbach.

Aus dem Gau Gießen-Wetzlar und Gau Marburg würde je 1 Verein aufsteigen, aus dem Dill⸗Gau keiner. Wohlge⸗ merkt, ein Recht zum Aufstieg hat in diesem Jahr niemand. Wenn ein Verein also mit in die eine oder andere Gruppe ge⸗ nommen wird, so könnte das durch den Bezirksvorstand nur aus Zweckmäßigkeitsgründen ermöglicht werden. In diesem Falle wäre es zu verstehen.

Sonst sind keine Schwierigkeiten zu erblicken, sondern nur Vorteile. Die Gruppenstärke von 7 Vereinen bedingen bequeme Abwicklung der Verbandsspiele, die Möglichkeit allsei⸗ tiger Beteilung an den Pokalspielen und lassen auch in der Hochsaison noch manchen Sonntag frei, um mit dem Gegner der anderen Gruppe im Gesellschaftsspiel die Kräfte zu messen.

Ob aber unsere Vereinsvertreter diese Einsicht am Sonn⸗ tag aufbringen werden? Werden dieSüdländer auf Ockershausen verzichten und mit Dillenburg einverstanden sein? Wird Ockershausen, im Vorjahre Bezirksliga, den Wechsel von Kassel ins Hinterland so ohne weiteres hinnehmen? Wallau wiederum hat schon verlauten lassen, daß es jede Teilung der alten Gruppe glatt ablehnt. So puhlt sich jeder die Rosinen aus dem Kuchen, die ihm am schönsten dünken. Das hat aber bei Prüfung dieser ganzen Frage nicht zu ent⸗ scheiden, sondern nur das,

daß in Erkenntnis der räumlichen Zerrissenheit der der⸗ zeitigen Gruppe Lahn der 1. Bezirksklasse Abhilfe ge⸗ boten erscheint und diese nach ausschließlich diesem Ge⸗ sichtspunkt zu treffen ist, selbst wenn einzelne Privat⸗ wünsche dabei unter den Tisch fallen. Verschließen die Vereine sich diesen Erwägungen, dann ist die Not nicht so groß und drückend, sondern dient nur als Vor⸗ wand zur Erreichung von ungerechten Vorteilen.

Ueber die Spielplätze schweigen wir. und wenn der Platz auch einmal nicht so ist, wie gewünscht das gleicht sich aus. Ist der eine Gegner gegenüber der Platzmannschaft auf ihrem kleinen, unebenen Spielfeld im Nachteil, so hat er zu Hause den großen schönen Platz, auf dem er im Rückspiel den Gegnerkaputt macht, bis ihm die Luft wegbleibt.

Auch über die Spielstärke wollen wir nicht viel Worte ver⸗ lieren. Die Anterschiede sind nicht so groß. Die Einzelleistun⸗ gen sind durchweg gleich. Schwankend sind nur die Gesamtlei⸗ stungen, wer hier mit einer gewissen Konstanz auswartet, macht das Rennen.

Es bliebe also nur noch übrig festzustellen, daß jedeNeue rung im Interesse aller für den Einzelnen sich fügen, sich ein⸗ und unterordnen heißt. In diesem Sinne wünschen wir der grundlegenden Aussprache am kommenden Sonntag einen har⸗ monischen Ausgang. 5

*

Sportler! lest U. lördert die N. H. S. J.

Nr. 28

Das Florentinische Fußballipiel a. Cultio

Vor einiger Zeit ist in Florenz die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Fußballspieles versucht worden. Im Anschluß daran dürften wohl nähere Angaben über die frühere Original⸗ Veranstaltung von Interesse sein. Neben anderen kleineren Schriften gibt besonders eine sehr umfangreiche Abhandlung aus dem Jahre 1688 genaue Auskunft. Der Verfasser hat zu⸗ nächst alles, was er über das Ballspiel schriftlich und mündlich erwischen konnte, zusammengestellt und so einen lallerdings lückenhaften geschichtlichen Ueberblick von den Spielen des Al⸗ tertums bis zu dem Nationalspiel der Florentiner geschaffen. Sodann geht er auf dieses näher ein. In 34 Paragraphen wer⸗ den dieRegeln bekannt gemacht; daran schließt sich eine Erklärung der mit dem Spiel verbundenen Fachausdrücke; dann folgt die Erwähnung einer Reihe von besonders interessanten Erinnerungen aus früheren Spielen und zum Schluß die Auf⸗ zählung von Namen bekannter Teilnehmer aus der lokalen Ge⸗ schichte und Politik. Sehr umfangreich sind dann die Einzel⸗ heiten über die Durchführung des Spieles; was da hübsch weit⸗ schweifig und in gezierten Worten gesagt ist, kann man kurz so rekapitulieren:

DerCalcio war ein Ballspiel das von zwei Parteien. ausgetragen wurde; jede bemühte sich, den mit Luft gefüllten Lederball durch Treten oder Tragen, Werfen oder Fausten über dasMal des Gegners zu bringen, um dadurch einenPunkt zu gewinnen. Gespielt wurde ein bis zwei Stunden, je nach⸗ dem es die Tageshelle erlaubte; denn die Spiele fanden in den Monaten Januar, Februar und März statt und begannen, so⸗ bald die Sonne den Höhepunkt ihrer Bahn überschritten hatte. Als Austragungsort wählte man einen der öffentlichen Plätze der Stadt. Jede Partei rückt mit Musik und großem Gefolge an und machte einen Umzug über den Platz. Das Spielfeld selbst war etwa 105 Meter lang und 52 Meter breit und sollte tunlichst durch eine etwa einundeinviertel Meter hohe Am⸗ zäumung abgegrenzt sein; mindestens auf den Schmalseiten mußte ein solcher Zaun vorhanden sein, weil er ja das zu über⸗ werfendeMal bildete. Die Spieler waren möglichstleicht, aber dochmit Eleganz und Schick gekleidet, damit sie in den Augen der Zuschauer, die sich hauptsächlich aus den Kreisen der Nobili und ihrer Damen rekrutierten, einen guten Eindruck machten; zum Anterschied trug jede Partei eine besondere Farbe(z. B. die Partei der Medici Weiß und die Partei der politischen Gegner Grün); meist bestand die Kleidung aus Seide oder Samt mit Goldverbrämung. Auf jeder Seite spiel⸗ ten 27 Mann, durchweg junge Edelleute, die sich den Auf wand leisten konnten, der mit der Veranstaltung verknüpft war, denn diese wurde zu einer Art Volksfest ausgedehnt. Man stellte vier Staffeln auf: 15 Vorderleute(Stürmer), 9 Zwi⸗ schenleute(Läufer) und 3 Hinterleute(Verteidiger); die Zwi⸗ schenleute teilte sich wieder in zwei Reihen von 5 und 4 Mann, von denen die ersteren besonders zur Unterstützung der Vorder⸗ leute und die letzteren sowohl demselben Zweck als auch zur Aushilfe in der Verteidigung dienten. Das Spiel begann der⸗ art, daß ein Neutraler(der als Abzeichen eine Mütze in den Farben beider Parteien trug) den Ball gegen einMal warf,

Sportneuigkeiten

Bei strahlendem Sonnenschein und wohl behütet von Com- modore Johnson haben die Olympiafahrer am Sonntag ihre Reise nach Los Angeles angetreten. 105 Deutsche, 11 Oester⸗ reicher, 11 Tschechen und 2 Letten machen die Ueberfahrt nach Amerika mit.

Gerhard Fieseler wurde vor über 100 000 Zuschauern in Breslau durch einen Sieg über Achgelis zum drittenmale Deutscher Kunstflugmeister.

Bei der Regatta in Bad Ems holte sich der Main- zer RW den Kaiser-Vierer vor Offenbacher RG., nachdem Mainz⸗ Kastel aufgegeben hatte.

Deutschland hat im Davispokalkampf gegen England einen 3:2⸗Sieg errungen und sich damit die Teilnahme an der Schluß⸗ runde der Europazone gesichert. Nachdem am Freitag unser

zweiter Vertreter v. Cramm gegen Perry so glatt unterlegen

war, und nachdem die Briten am Samstag eine 21-Führung erlangt hatten, wagte kaum jemand noch an einen Endsieg zu glauben.

Bei

dem dritten Meisterschaftslauf der Motorräder im Grillenburger Wald bei Dresden konnte Kratz-Oberohmen auf BMW in der Klasse bis 1000 Kubikzentimeter den dritten Platz belegen.