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Dienstag, den 11. Oktober 1932.

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schon gemeldet, acht Vereine, d. i. die Hälfte, wegen der Zweig⸗ gruppenteilung gestreikt hatten und schließlich wegen dreimaligen Nichtantretens ausgeschlossen worden sind. Gegen diesen Aus⸗ schluß haben die Betroffenen beim Verbandsvorstand Berufung eingelegt. Inzwischen vertreibt man sich die Zeit mit Gesell⸗ schaftsspielen untereinander.

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Nach dem 5. Spielsonntag der 2. Bezirksklasse Gruppe Gie⸗ ßen kann man sich ein ungefähres Bild von der Spielstärke und der wahrscheinlichen Plazierung der Mannschaften machen. Steinberg hat wie erwartet die Spitze inne und wird in der Vorrunde wohl nur in Lollar Punkte einbüßen; denn 1900 und Butzbach als die stärksten Konkurrenten müssen nach Steinberg. Der Lokalrivale Leihgestern ist mehr eine Heimmannschaft, die auswärts mehr Punkte sammeln muß, wenn sie in Zukunft in der Spitzengruppe bleiben will. Butzbach hat wohl mit Steinberg die meisten Aussichten auf die Meisterschaft. Nach ihrer Nieder Lage gegen 1900 hat die Mannschaft beachtliche Siege errungen. Lollar hat durch den glücklichen Sieg gegen 1900 Gießen und durch ein überzeugendes 3:0 gegen VfB Gießen 4 wertvolle Punkte. Durch die Vergrößerung des Waldsportplatzes hat die Mannschaft nur 2 Spiele ausgetragen. Lollar ist eine Stim⸗ mungsmannschaft, die aber trotzdem sehr zu beachten ist. 1900 Gießen wird sich mit den jetzigen Leistungen in der Spitzen gruppe halten können. Daubringen hat zweimal gewonnen und

Aus dem Gau Gießen⸗Metzlar

Aus Gießen.

1900 Gießen Wetzl. SpV 3:0(2:0).

Die Wetzlarer Mannschaft schlug vor wenigen Monaten noch in Gesellschaftsspielen die stärksten Gegner(Hessen 09 Kas⸗ ssel, Wallau, den Lokalgegner etc.), aber mit Beginn der Ver⸗ bandsspiele war's mit einem Male aus. Dabei steht das Kön⸗ nen der einzelnen Spieler dem der Gegner nicht nach, nur fehlt der Mannschaft die harmonische Ausgeglichenheit, die nötig ist, um sich als Manschaft auch durchzusetzen uns scheint diese exste Serie von Verlustpunkten geht zum größten Teil auf Kosten des Wetzlarer Spielausschusses, der seine Mannschaft zu sehr umkrempelte. Auch ohne Lokalpatriotismus sei im Gegensatz dazu festgestellt, daß die Gießener Blau-Weißen zu beachtlicher Form aufgelaufen sind, die hoffentlich von eini⸗ ger Beständigkeit ist. Trotz des verregneten Sonntags war der Platz auf dem Trieb sehr gut besucht, als Punkt 3 Uhr Schiri Schneider⸗Marbach der übrigens sehr korrekt, wenn auch groß⸗ zügig, seine Amtes waltete das Spiel anpfiff.

Die Platzmannschaft gestaltete, den Wind im Rücken, be⸗ sonders die erste Halbzeit ganz für sich. Die Gäste konnten sich nicht entwickeln und mußten sich in den ersten 45 Minuten zwei unhaltbare Tore gefallen lassen. Arnold und Göbel waren die Torschützen für die 1900er, die Tore gehen aber auf die Rech⸗ nung der ganzen Elf, da sie nach sauberem Kombinationsspiel nur den wohlverdienten Abschluß bildeten. Nach der Pause kam die üblicheschwache Viertelstunde, dann aber liefen beide Mannschaften zum Endspurt an. Das Spiel war verteilter. Doch war die Gießener Hintermannschaft nicht zu schlagen und Wetzlar kam nicht einmal zum verdienten Ehrentor. Die 1900er konnten ihre bessere Spielweise noch durch ein drittes Tor(Lip⸗ pert) beweisen und dann war das Spiel zu Ende. Kritik: Bei 1900er war alles gut, nicht gewohnt gute Leistungen zeigte Lippert(1). Die Wetzlarer brachten, wie schon eingangs er⸗ wähnt, kein Zusammenspiel. Ihr gefürchteter Innensturm Fischer, Wohlgemuth und Diehl versagte. Auch die Läuferreihe stellte während des Spieles um. DerExsatzmann Schneider Als linker Verteidiger stand Benner nichts nach. Der Tormann war an den gegnerischen Erfolgen schuldlos.

Teutonia Laubach 1900 Gießen 2. 3:5(3:2).

Das Spiel stand unter der schwachen Leitung von Schiri Kreuder⸗Grünberg. Er rügte fortgesetzt die kleinen Ver⸗ gehen, aber 2 einwandfreie Tore und 3 Elfmeter für Gießen gab er nicht. Herr Kreuder hat es nur der Diszipliniertheit der beiden Mannschaften zu verdanken, daß das Spiel gut zu Ende ging. Die Gäste stoßen an und liegen gleich gut im Angriff, doch die Teutonen wehren gut ab und kommen jetzt stark auf. Aus nicht ersichtlichem Grunde bekommt Laubach einen Straf⸗ stoß zugesprochen, der gut geschossen, dem Torwart entfällt und eingedrückt werden kann. Gießen liegt schon wieder vor dem Tor, der Hüter schlägt einen Ball ab und der Halbrechte schießt kräftig unter die Latte zum Ausgleich ein. Laubach kann in⸗ folge Fehler der gegnerischen Deckung auf 3:1 davonziehen.

die Landsknethte

portroman von Emil Wöhner. (Nachdruck verboten.) (23. Fortsetzung.) Es ist natürlich nur ein Notbehelf, aber ich

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Abgemacht. will mein Möglichstes tun

Bitte, Theo, nimm eine Zigarette, dann geht die Zeit schneller hin, sagt Karl Schäfer und hielt seinem verletzten Mittelstürmer kameradschaftlich seine Zigarettendose hin.

Die Spieler gingen wieder auf den Platz. An der Tür kehrte Adolf Müller noch einmal zurück.

Also, Theo, du kannst dich auf mich verlassen..

Dann drehte er sich schnell um und folgte seinen Kameraden. Auch Bringhoff und Dr. Bargmann hatten sich auf Theos Wunsch wieder aufs Spielfeld begeben.

Der junge Mittelstürmer war allein. Die Fenster des An⸗ kleideraumes standen auf seinen Wunsch offen. Eine straffe Kühle lag im Raum. Theo hatte seine Uhr in der Hand und sah mit ungeduldigen Augen aufs Zifferblatt. Langsam schlichen die Minuten. Angestrengt horchte er nach draußen. Einmal

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erscholl lauter Beifall, der aber sofort wieder verstummte. Das war sicher eine gefährliche Situation vor dem Kasten, dachte Theo. langt. Die Verletzung an seinem linken Knie fing wieder an zu bluten und zu brennen. und ließ es dann sein.

Aber zu einem Tore hat es scheinbar nicht ge

Er leckte gleichgültig ein wenig daran

Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung

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zweimal verloren. Die Mannschaft wird noch manchen Punkt erobern. Laubach, Ettingshausen, VfB Gießen sind Punkte⸗ lieferanten. Auffallend ist das schwache Abschneiden der früher so gefürchteten Teutonen. VfB Gießen holt sich vielleicht tradi⸗ tionsgemäß die ersten Punkte gegen 1900 Gießen.

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Am 30. Oktober beginnen die Verbandspokalspiele der Gruppe 2. Diesmal ist das Interesse dafür viel größer als im Vorjahr; denn nicht weniger als 31 Vereine aus der Bezirks⸗ liga(6) und 1. Bezirksklasse(25) haben sich gemeldet; dazu kommen noch 4 Pokalmeister aus der Gruppe 1(Gauklassen und 2. Bezirksklasse), so daß im ganzen 35 Vereine an der Konkurrenz beteiligt sind. Aus Zweckmäßigkeitsgründen sind diese in 4 Gruppen eingeteilt, die den 4 Gruppen der 1. Bezirksklasse ent⸗ sprechen. Zur Gruppe Lahn gehören 8 Vereine: Spielvgg. 1900 Gießen, VfB Gießen, SV Wetzlar, FV Wallau, Bottenhorn, Frohnhausen, Donsbach(Gau Dill) und Nauborn(Gau Gießen⸗ Wetzlar). Am 30. Oktober spielen:

Wetzlar 1900 Gießen(Spurk)

VfB Gießen Nauborn(Engelter)

Wallau Frohnhausen(Henkel)

Donsbach Bottenhorn(Konrad)

Dies einstweilen zur Kenntnis der beteiligten Vereine; in einer der nächsten Nummern folgen weitere Angaben und Be⸗ trachtungen.

Die Blau-Weißen haben inzwischen auch ein Tor geschossen, welches der Schiri nicht anerkennt, auch wurden Linksaußen und Mittelstürmer im Strafraum festgehalten und umgelegt, ohne daß Herr Kreuder eingegriffen hatte. Dann folgte ein unberechtigter Elfer gegen Laubach, den der Mittelstürmer auf den Torwart schießt. 1900 Gießen kann dann kurz vor der Pause durch Bombenschuß von Rechtsaußen auf 32 verbessern. Nach der Halbzeit drängt zuerst die Platzmannschaft, aber durch den Wechsel von Mittelläufer und rechter Läufer und besseres Spiel der Hintermannschaft kann Laubach keine zählbaren Erfolge mehr verzeichnen. 1900 Gießen kommt immer mehr auf und der Linksaußen stellt den Ausgleich her. Ein Bombenschuß vom Halbrechten fliegt vom Eisenrohr abprallend aus dem Tor und wird nicht gegeben. Der Gäste-Mittelstürmer macht nach einem seinen Alleingang das Siegestor. Der Gießener Schlußmann muß noch ein paar saftige Brocken des Laubacher rechten Flü⸗ gels halten, sonst beherrscht aber 1900 vollständig den End- kampf. Der Linksaußen der Gäste schießt frei vor dem Tore einen Ball darüber, kann aber kurtz darauf nach einem feinen Flankenlauf den Ball nur noch zurückgeben, wo ihn ein Gegner ins eigene Gehäuse lenkt und so das Endergebnis herstellt. Das Spiel war sehr schnell und abwechslungsreich, und es wurden gute Leistungen gezeigt. Laubach ist nicht so schlecht, wie der Tabellenplatz vermuten läßt. Die Mannschaft war seither vom Pech verfolgt und konnte auch 1900 Gießen in der heutigen Form nicht schlagen. Torwart, Mittelläufer und rechter Flügel waren die Besten. Bei 1900 Gießen war der Sturm sehr schuß⸗ freudig, doch muß das Verständnis mit der Läuferreihe noch besser werden. Diese war nach der Umstellung recht gut. 1900 Gießen 3. Steinbach 1. 3:3(1:1).

Die Gäste waren sehr eifrig und bedeutend schneller als die Platzherren, bei denen der Sturm zahlreiche Sachen aus ließ und die Hintermannschaft(I. Vert.) die 3 Gegentore auf dem Gewissen hat. Als Mittelläufer sollte doch in Zukunft Rohn spielen, er ist bestimmt der richtige Mann.

Aus Wehlar

Der Sportverein hatte einen schwarzen Tag, er verlor mit sämtlichen Mannschaften außer der 2. Elf, welcher man am we⸗ nigsten einen Sieg zugetraut hätte. Die Ligamannschaft verlor in Gießen gegen SpVgg. 1900 3:0. Durch diese Niederlage ist die Hoffnung, bald Anschluß an die Spitzengruppe zu finden, endgültig dahin. 1900 hatte das Spiel stets in der Hand.

Die 2. Elf brachte zur Freude von Bissenberg, Burgsolms ö und Niedergirmes die Ueberraschung fertig, Weilburg, den Ta⸗ bellenführer 21 zu schlagen, trotzdem Wetzlar auf die am Vor⸗ sonntag gegen Niedergirmes herausgestellten Spieler Volkmar und Flick verzichten mußte. Für diese wirkten erstmalig, der aus der Jugend entlassene Vroomen und der alte Kämpe Gunia als Ersatz, welche sich sehr gut einführten. Weilburg zeigte im Spiel bessere und genauere Zusammenarbeit, war leicht überlegen, aber die Wetzlarer Hintermannschaft, besonders Waldschmidt und Vroomen, in der Verteidigung deckten so geschickt und aufmerk⸗

Zehn Minuten waren vergangen. Da rollte wieder Beifall über den Platz, aber dies Mal stark und andauernd.

Tor! dachte Theo und mußte sich bezwingen, ruhig liegen zu bleiben.

Da stand auch schon der Trainer atemlos in der Tür.

Wir haben ausgeglichen, Theo! Ein wunderbares Tor!

Wer hat es geschossen? fragte der Mittelstürmer schnell.

Adolf Müller. Er spielt überhaupt famos. Vor ein paar Minuten wäre ihm auch schon bald der Ausgleich geglückt. Aber der Bombenschuß wurde von dem Torwart vorzüglich gehalten. Die Gegner sind wirklich gut, besonders der Torwart, aber ich glaube bestimmt, daß wir es mit unsern zehn Mann doch schaf⸗ fe We

Theo war wieder allein. Viel zu schnell verging ihm jetzt die Zeit. Immer wieder sah er auf die Uhr. Noch fünfzehn Minuten bis zum Schlußpfiff! Mit klopfendem Herzen horchte er auf jedes Geräusch, das von draußen kam. Ab und zu er⸗ tönte schwacher Beifall, der aber keinem Torerfolg galt.

Wie es jetzt wohl auf dem Spielfeld aussah? Ob der geg⸗ nerische Torwart heute unüberwindlich war?

Noch zehn Minuten!

Wir müssen siegen, dachte Theo immer wieder.Fünf⸗ zehn Mal haben wir uns nicht ergeben. Und nun das letzte Spiel!

Noch sechs Minuten!

Da raste ein starker Beifall über das Feld. Theo Hansen sprang auf und stieß an der Tür mit Bringhoff zusammen. Willst du wohl liegen bleiben, du Schlingel! lachte der

sam ab, daß trotz der schönsten Kombination des Weilburger Sturmes, dieser nur sehr selten zum Schuß kam, außerdem hatte Szuskalsti im Wetzlarer Tor einen sehr guten Tag. Auf der Gegenseite war die Deckung des immer sehr gefährlichen Wetzla⸗ rer Sturmes nicht ganz einwandfrei. Fahlschläge der Verteidi⸗ ger und oft zu weites Aufrücken der Läufer brachten den Wetz⸗ larer Sturm öfters ganz plötzlich gefährlich in Tornähe. Mit Beginn zieht Weilburg vor das Wetzlarer Tor, aber nicht lange hält die Ueberlegenheit an, Emmerich im Wetzlarer Sturm sorgt für Gegenangriffe, doch auch diese bleiben vorerst erfolglos. Bei den Weilburgern fällt der Frankfurter Hens auf halblinks durch seine präzise Ballführung und Verteilung auf, wodurch die Angriffe planvoll auf das Wetzlarer Tor rollen, Schüsse, meistens vom Mittelstürmer Blank, gehen scharf am Pfosten vorbei ins Aus, was aufs Tor kommt, hält der Wetz⸗ larer Hüter. Bei einem Vorstoß des linken Wetzlarer Flügels wird Rentz verletzt und muß bis zur Pause ausscheiden, spielte aber nachher noch als Statist weiter. Weilburg kommt dadurch mehr in Angriff, dabei wird Waldschmidt ebenfalls verletzt und muß kurze Zeit ausscheiden, es sieht für den Sportverein be⸗ ängstigend aus. Da erhält Zambedri am rechten Flügel eine Steilvorlage, spielte sich bis an die Eckfahne durch, seine Flanke schlägt Rehm an die Querlatte, den zurückkommenden Ball lenkt Emmerich im Fallen ein. 1:0 für Wetzlar. Durch diesen Er⸗ folg angespornt, spielt Wetzlar mit großem Eifer und kann das Ergebnis bis zur Pause halten. Nach dem Gesehenen in der ersten Hälfte bekommt Wetzlar jetzt entgegen vor dem Spiel stille Hoffnung auf Sieg. Die 2. Hälfte begann denn auch mit großen Chancen der Wetzlarer. Rehm kam dreimal hintereinan⸗ der gut durch, schoß aber dann jedesmal auf den Hüter, die Partie hätte jetzt schon entschieden sein können, das Spiel blieb aber spannend wie in der ersten Hälfte, bis kurz vor Schluß; denn bald hatte Weilburg mit scharfem Schuß durch Blank aus⸗ geglichen. Das Spiel wogte mit 5 Tempo hin und her, Ecken abwechselnd auf beiden Seiten ließen jeden Moment das Siegestor einer Partei erhoffen. Aber es dauerte bis 10 Mi⸗ nuten vor Schluß, als dieses für Wetzlar durch Rehm im Nach⸗ schuß erzielt wurde. Weilburg hatte noch Ausgleich möglichkeiten in den letzten Minuten durch Strafstöße mit überlegenem Spiel.

Einen Strafstoß köpfte Krickau aus dem äußersten Winkel, einen

weiteren lenkte Szuskalski aus dem anderen Winkel zur Ecke, welche kurz vor Schluß verschossen wurde. Das interessante und schöne Spiel wurde mit großem Tempo anständig durchge⸗ führt. Schiri Koch, 1900 Gießen, leitete sehr aufmerksam.

Die 3. bis jetzt ungeschlagene Elf mußte sich den besseren Werdorfern mit 4:3 beugen, nachdem Werdorf bereits in der Pause eine verdiente 3:1 Führung erkämpft hatte.

Auch die 4. Mannschaft mußte sich gegen Nauborns 2. Gar⸗ nitur auf eigenem Gelände 2 geschlagen bekennen.

Die 1. Jugend trat auf eigenem Platze nur mit 9 Spielern der 1. Igd. von Aßlar im Gesellschaftsspiel gegenüber und ver⸗ lor auch 3:1. Die Verbandsspiele hat die erste Jugend des SW bis jetzt sämtlich gewonnen. W. 3. W.

Aus Daubringen

Daubringen 1. Leihgestern 1. 4:1(2:1).

Gespannt saß man am Sonntagmorgen hinter dem Fenster und sah den anschlagenden Regentropfen zu. Ein Hundewetter! Wird das heutige Verbandsspiel stattfinden können? Vielleicht ist es gut, es regnet weiter; denn man war im Daubringer Lager nicht ganz siegessicher. Hilberg noch immer verletzt, hof⸗ fentlich läßt sich der Ersatznann gut los. Gegen Mittag hellt sich der Himmel auf und man lenkte seine Schritte nach dem Sportplatz. Mit Entsetzen gewahrt man nur 9 Spieler auf der Daubringer Seite. Tormann und linker Läufer waren dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen. Mit drei Exsatzleuten schien die Angelegenheit ziemlich aussichtslos. Soeben kommen die schnell alarmierten Ersatzspieler angehetzt und schon schrillt die Pfeife zum Spielbeginn. Nach 10 Minuten eifrigem Spiel beiderseits wird ein Leihgesterner Spieler im Strafraum am Arm angeschossen. Die etwas harte Elfmeterentscheidung führt zum unhaltbaren Tor für Daubringen. Nach weiteren 10 Mi⸗ nuten notiert man 2:0 für Daubringen. Ein Geplänkel vor Leihgesterns Tor führt zum zweiten Treffer. Noch vor Halb⸗ zeit passierte einem Daubringer Spieler dasselbe Mißgeschick wie beim ersten Tor einem der Gegenspjeler. Angeschossene Hand. Elfmeterstoß und unhaltbares Gegentor 21.

Nach Halbzeit sehen wir das schönste Tor des Tages. Ver⸗ teidiger Michel erfaßt die Situation. Leihgesterns Torwart ent⸗ fernt sich einige Schritte aus dem Kasten, schon flitzt eine Bombe aus dem Verteidigerstand in des Gegners Heiligtum. 321. Ein flottes Durchspiel der Daubringer Stürmerreihe führt zum

Trainer und schloß seinen Mittelstürmer begeistert in die Arme. Adolf hat eben das Führungstor geschossen! 2:11 Theo, alter Junge, ist das eine Freude!

Ein paar Minuten später ertönte der Schlußpfiff.

Brausender Beifall erscholl, als nach dem Kampf der Spiel⸗ führer der besiegten Mannschaft als erster auf Adolf Müller zukam und ihm beglückwünschend die Hand schüttelte. Es war ein erhebender Augenblick, wie beide Fußballspieler, die eben noch in hartem, erbittertem Kampfe die Klingen gekreuzt hat⸗ ten, Schulter an Schulter den Spielplatz verließen. Und der stürmische Beifall galt nicht zuletzt dem tapferen, ritterlichen Cen

Bravo, ihr Landsknechte! Ungeschlagen habt ihr die Be⸗ zirksmeisterschaft errungen. Lustig flattern eure Vereinsfahnen im Winde, die dem Gegner so oft Achtung und Furcht eingeflößt haben! Euer Siegeswille, euer Fleiß und euer Kameradschafts⸗ gefühl hat die ersten Früchte getragen. Der Weg zur Ver⸗ bandsmeisterschaft ist frei!

Der Vorsitzende überreichte den Spielern einen großen Lor⸗ beerkranz. Auf der breiten Schleife stand: Einer für alle, alle für einen! Unserer tapferen, siegreichen 1. Mannschaft! Der Vereinsvorstand.

Adolf Müller stand vor seinem Spielführer. Der Schweiß lief ihm vom Gesicht, aber seine Augen strahlten.

Hab' ich mein Versprechen gehalten, Theo?

Ja, Adolf.

Und beide Spieler drückten sich stumm die Hand.

(Fortsetzung folgt.)

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Die zweite ligte die 2. vol Toren ab.

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