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Montag, den 11. Januar 1932.
vollste Dienste leisten. Wenn dieses aber, vornehmlich im Inter⸗ essentenkreis selbst, in ungenügendem Maße gelesen wird, ist das ganze Vorhaben zur Aussichtslosigkeit verurteilt. Man sollte doch der Not nicht allein überlassen, die Lösung dieses Problems u bestimmen, denn dann könnte es passiert sein, daß einige ereine sich totgewirtschaftet haben.
Akut dürfte die Frage der
Bezirksneubildung
wieder beim Schluß der Meisterschaftsspiele werden, wenn die Vereine sich einen Ueberblick über die finanziellen und spieleri⸗ schen Auswirkungen geschaffen haben. Ratsam wäre es aber jetzt schon, wenn man das Für und Wider, das die inzwischen ein⸗ getretene neue Lage geschaffen hat, eröffnete und dem feder⸗ führenden Ausschuß das tatsächlich jetzt noch vorhandene Stim⸗ mungsbild vor Augen führen würde. ies kann aber nur dann geschehen, wenn die Sportpresse, in diesem Falle die„AH Sz.“, auch in den kleinsten Verein Einzug gehalten hat, damit auch die kleinen Vereine über den Gang der Sache orientiert werden können.
Ein weiteres Kapitel, warum eine, die ureigensten Interessen des Gaues berührende Zeitung vorhanden sein muß, gibt die in Aussicht gestellte
˖ D
Grenzregulierung
ab. Daß hierbei vom grünen Tisch nicht alles so geregelt werden kann, wie es die in Frage kommenden Grenzvereine wünschen möchten, ist fast ausgeschlossen. Die Erfahrung hat gelehrt, daß bei den Vereinen der Peripherie immer wieder Konfliktstoffe an der Tagesordnung sind. Aber einmal muß ein Schlußstrich gemacht werden, um den Instanzen, die mit der Werbung neuer Vereine betraut sind, einen festumrissenen Arbeitsplan zu schaffen. N 5. Wünschenswert wäre es, dabei an das vorerwähnte Problem „Bezirk Lahn“ zu denken, damit bei dessen Verwirklichung nicht von vorne mit neuen Grenzen gerechnet werden braucht. Der Gau Gießen-Wetzlar wurde nun schon öfters„reguliert“. Jetzt steht unmittelbar eine neue Festsetzung von Grenzen bevor. Wie man hört, ist es hauptsächlich der Anschluß nach Süden, der zu diesem Beginnen führt. Der VfR Butzbach und die um Bußz⸗ bach herum existierenden Vereine sind durch ihre Lage zu den übrigen Gebietsteilen des Gaues in eine nicht beneidenswerte Situation gekommen. Die Spielreisen, die besonders für die Vereine der 1. Bezirksklasse in Frage kommen, sind so kostspie⸗ lig, daß sie im Interesse der Existenz der Vereine einfach nicht mehr wiederkehren dürfen. Dies dürfte auch der triftigste Grund sein für den neuerlichen Anschluß des genannten Vereins. Schade, daß dabei der erst kürzlich übergetretene Polizei⸗ sportverein, der die ohnehin schwache Handballgruppe im Gau in etwa vergrößerte und bereits einen regen Spielverkehr pflegte, aus seinen jetzigen in den früheren Wirkungskreis zu⸗ rückkehren dürfte. Denn in einer Stadt zwei Vereine verschie⸗ dener Verbände zu unterhalten, dürfte sich aus verschiedensten
Ergebnisse
Vorschlußrunde um den D§B⸗Bundes pokal: in Saarbrücken: 5 Südddeutschland— Brandenburg 81(4:1) in Hamburg: Norddeutschland— Südostdeutschland 3:2(211) Süddeutschland: Verbandsspiele: Gruppe Main: Eintracht Frankfurt— Kickers Offenbach 00 Anion Niederrad— Fußballsportverein 42 1. FC Hanau 1893— Germania Bieber Spogg. 02 Griesheim— FSW Heusenstamm 20 Westdeutschland: Mittelrhein: SWV Niederlahnstein— Sc Oberlahnstein 121 SC Horressen— Germania Metternich 151 10 9 1551— SC e 5˙2 FCE Kottenheim— SpVgg. Andernach 110 Berg. Märk.: 95 5 Germania Elberfeld— Düsseldorf 99 32 Solingen 95— SSW Elberfeld 13 SS Barmen— Schwarzweiß Düsseldorf 513 Viktoria— Turu Düsseldorf 07 BV Lüttringhausen— BW 04 Düsseldorf 211
Rolli, der Stürmer.
Roman von Falk Heldburg.
2. Fortsetzung. Ein Montagmorgen.
„Dunnerkiel,“ sagte Emil Schläfke, der Pförtner, anerken⸗ nend, als Roland Lichti um 8 Uhr das Bankhaus Carl Brosang e„Das war ein Kampf! Meine Hochachtung, Herr
ichti!
Oben wurde dieser mit Glückwünschen förmlich überschüttet. Selbst der Prokurist, der Montags grundsätzlich schlechten une war, zwang sich zu einem freundlichen Wort.
Der Kassierer behauptete, daß er selten in seinem Leben drei Mark so günstig angelegt hätte. Sogar seine Frau wäre begeistert. Ob Herr Lichti nicht mal zu einem einfachen Abend⸗ brot kommen möchte? Seine Frau würde sich sehr freuen.
Schließlich aber war es dem Prokuristen doch zu dumm ge⸗ worden.„Hier ist keine Fußball⸗Börse,“ hatte er gerufen,„ich bitte mir aus, daß gearbeitet wird.“ g
Der Chef saß, auch nicht in bester Stimmung, hinter seinem e und entlockte der Brasil dicke Rauch- wolken.
Das Geschäft war schlecht. Verluste über Verluste..
Ein Lehrling brachte ihm eine Karte.
Ueberrascht fuhr der Chef hoch.
Ich lasse bitten.“
Direktor Kornberg stand, ganz wie ein Machthaber, im Tür⸗ rahmen.
Der Bankier erhob sich, und die beiden schüttelten sich die Hände. Nach einigen allgemeinen Bemerkungen über die Kon⸗ junktur erteilte Kornberg im Vertrauen auf seine glückliche Hand mehrere Aufträge für seine Spekulationen an der Börse. Brosang notierte und nickte.
Dann fragte Kornberg, sich erhebend, wie beiläufig: haben einen Angestellten, namens Lichti?“
Brosang blickte überrascht auf:„Ja, ganz recht!“
„Spielt Fußball? Ich glaube, ihn gestern gesehen zu haben.“ „Das wird stimmen. Seit Tagen ist dieser Lichti wohl der große Sohn unserer Stadt?“
Direktor Kornberg räusperte sich.
„Der Mann ist gut, aber sportlich nicht am richtigen Platz. Er spielt bei Rot⸗Weiß. Ich selbst bin durch meinen Sohn Alex am Sport⸗Club Fortuna interessiert. Sie kennen doch meinen Jungen? Sonst ein ganz vernünftiger Kerl!— Kurz und gut: Ich möchte den Mann, den Lichti, gern in meine Fortuna haben. Schließlich wird's ihm selbst nicht viel ausmachen, wo er den Ball tritt. Er wird bei der Fortung weiterkommen. Würden Sie ihn einmal abklopfen?“
„Sie
Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung
Gründen nicht gut auswirken. Möge die Regulierungskom⸗ mission bei ihrer Aktion von einem glücklichen Stern begleitet sein zum Wohle aller beteiligten Vereine. Auch hier könnte die Presse, wenn sie richtig mit Vorschlägen aus den Reihen der Grenzvereine bedient würde, ein gut Teil zu dem Gelingen beitragen. Nach Südwesten wäre die Grenze des Gaues mit der des Kreises Wetzlar in Einklang zu bringen mit Brand⸗ oberrdorf als Grenzlinie. Hier ist Raum für eine lebensfähige Gruppe vorhanden. Alle anderen Gebiete des Gaues grenzen an verbandseigene Orte- über deren Einverleibung schneller entscheiden werden kann. 5
Nun noch einiges über verkehrtes Sparen. Wenn man sich heute einmal die Protokolle der Instanzen ansieht, die bei deren Sitzungen und Verhandlungen entstehen, so muß man sich wundern, daß es immer noch Vereinsführer gibt, die mit einem Aufgebot von 2 bis 10 Zeugen erscheinen, um eine Sache in einem ihnen besseren Licht erstehen zu lassen. In den meisten Fällen scheitert dieses Vorhaben durch falsche Auffassung der Satzungsbestimmungen. Wenn man diejenigen Spieler oder Mitglieder seines Vereins, die sich gegen die sportlichen Sit⸗ ten einer Gemeinschaft auflehnen oder sie schädigen, noch schützt, dann muß das vom Standpunkt der sportlichen Moral zunächst bedauert, vom wirtschaftlichen Standpunkt, indem man Gelder für Fahrten, Spesen usw. noch dazu verbraucht, ein durchaus falscher Begriff von Sparsamkeit sein. Abgesehen, daß diese oft 10⸗ bis 13stündigen Sitzungen auch den Verband belasten, wäre doch eine größere Zurückhaltung am Platze. Wer etwas „ausgefressen“ hat, soll auch dafür büßen. Wären diese über⸗ flüssigen Gelder der Vereinskasse nicht besser angewendet, wenn man einen vernünftigen Lehrstoff beschaffen würde, oder wenn man dafür wenigstens den Mitgliedern die Sportpresse, die „A S3.“ mehr zuführen würde. Gerade jetzt, wo so viele unserer Sportkameraden dem Zeitübel, der Arbeitslosigkeit mit all ihren innewohnenden Eigenschaften verfallen sind, ist die Erfassung der Mitglieder und ihre geistige Belebung ein Ge⸗ bot für alle ernstdenkenden Vereinsführer.
Sparen heißt auch, alle erreichbaren arbeitslosen Mitglie⸗ der zur Ausbesserung der Spielplätze heranzuziehen, damit die ewigen Klagen über schlechte Plätze verstummen. Gerade der vorletzte Sonntag hat gezeigt, daß fast zwei Drittel aller Plätze spielunfähig waren, weil sich die vorhandenen Mulden auf der Spielfläche voll Wasser angesammelt hatten. Diese Arbeiten bedürfen keiner Fachausbildung, sie können von jedem, der noch Vereinsliebe besitzt, im Verein mit Gleichgesinnten ausgeführt werden. Die Vereisversammlungen gestalte man nicht zu Kneipabenden, hier muß das praktische Sparen in allen Teilen besprochen werden, ohne den kameradschaftlichen Verkehr und Unterhaltung zu schmälern.
Zusammengefaßt, lassen sich Gegenwartsfragen und Pro⸗ bleme, die heute so wichtig und einschneidend für die Sport⸗ bewegung sind, nicht ohne die Presse behandeln.
Ein Kenner.
Nheinbezirk: Rhenania Köln— Kölner EfR. 1:4 Alemannia Aachen— Borussia Gladbach 5:2 SC Düren— Kölner BC 1:0 Sülz 07— SC Gladbach 171 Bonner FV— VfB Aachen 6:0 Mühlheimer SV— SW Düren 41 Odenkirchen— Kölner EfR. 113 SV Siegburg— Tura Bonn 413
Niederrhein: Meidericher SV— VfoB Ruhrort 312 Hamborn 07— Duisburg 88 0:0 VfB Bottrop— Spogg. Oberhausen 0:0 SV Mörs— Meiderich 06 12 Spfr. Krefeld— Union Krefeld 02 Duisburger SV— Homberger SV 21:4 Duisburg 99— Pr. Krefeld 372 SV Osterfeld— Union Hamborn 6:3 Nuhrbezirk: Essen⸗West 81— Spfr. Essen 12 Horst⸗Emscher— Essen 99 3:2 Schwarzweiß Essen— BWöAltenessen 51 Germania Bochum— Pf Hörde 3:0 Preußen Bochum— Tu Mengede 423 STW Herne— MB Linden 223 Schalke 04— Germania Herne 370 Westf. Herne— Un. Gelsenkirchen 42 SW Höntrop— Schalke 96 5:2 Castrop 1911— Castrop 02 0:1
„Lieber Kornberg— ich beneide Sie um Ihre Sorgen. Es liegt etwas Tröstliches darin, wenn der Kalikönjg mit dem Fuß⸗ ball geht. Aber ein gewisses Umbehagen kann ich nicht unter⸗ drücken, wenn ich mir vorstelle, daß ein Beamter von Brosang u. Co. demnächst gar noch Reiseurlaub wünscht, nur um zu spielen.. Artisten gehören nicht ins Bankhaus.“
„Wollen Sie sich gegen den Zeitgeist auflehnen, bester Bro⸗ sang? Die Internationalen des Sports von heute sind die Ge— sandschaftsattaches von ehemals
„Vielleicht sehen Sie als liebender Vater in die Dinge mehr hinein, als aus ihnen wieder rausschaut... Mir ist es mehr als gleich, wo meine Angestellten spielen, nur möchte ich aus Fortuna oder Rot⸗Weiß oder Blau-Grün oder Rot-Gelb keine Frage für mein Bankhaus machen...“
„Dann bitte ich ergebenst darum, Ihre Bemühung als einen Akt der Freundschaft gegenüber dem Kunden Kornberg anzu⸗ sehen. Die Sache verlangt keine Uebereilung. Meinetwegen warten wir noch zwei, drei Wochen.“
„Gut, ich werden zu gegebener Zeit mit Lichti sprechen.“
Kornberg lenkte die Unterhaltung wieder auf seine Börsen⸗ interessen, dann griff er unvermittelt nach Hut und Stock, und der Bankier kam beinahe zu spät, um seinen Geschäftsfreund bis an die Tür zu begleiten.———
Als Hilde Gorenflo ihren Kollegen nach zartduftenden Brie— fen, den Tributen, die einem Fußballkönig zukomme, gefragt hatte, da wußte sie, daß bekannte Spieler bei gewissen Frauen die gleiche Chance haben wie Operntenöre, Stehgeiger und Her⸗ renreiter. Auch Roland Lichti hatte ip dieser Beziehung schon einige Erfahrungen gesammelt, nur hatten sie auf ihn keinen Eindruck gemacht. Aber der Brief, den ihm während des Kom⸗ merses der Chauffeur eines Privatwagens überreicht hatte, war doch anderer Art. Jetzt im Büro entfaltete er nochmals das Billett. Da stand Wort an Wort mit der Selbstverständlichkeit, die das Vorrecht unabhängiger Menschen ist. Roland Lichti las:
Sehr geehrter Herr Lichti!
Würden Sie die große Freundlichkeit haben, und der Mutter meines einzigen Sohnes, der sich zu seinem fünften Geburtstag als Geschenk eine Fußballausrüstung wünscht, die nötige Belehrung über das Was, Wie und Wo eines solchen Einkaufs geben? Sie könnten das telephonisch tun, aber be⸗ glückender wäre es, wenn wir uns Ihrer liebenswürdigen Führung anvertrauen dürften.
Zu Ihrem heutigen schönen Erfolge meinen Glückwunsch! Noch verstehe ich nur wenig von Ihrem prächtigen Sport. Aber mein Gefühl wird von dem Eindruck bestimmt. den seine Repräsentanten auf mich machten. Daß dieser Eindruck ein ganz famoser und nachhaltiger war, das mögen Ihnen, ge—⸗ ehrter Herr Lichti, Ihnen besonders und ganz persönlich, diese Zeilen bezeugen.
Mit bestem Gruße Maria Hedemann, geb. Freiin Grotefend.
Albin Klein, Gießen.
Westfalen: Union Herford— VfB Bielefeld 1˙2 Arm. Bielefeld— Sc 08 Unna 61
Teut. Lippstadt— Bielefeld 06/07 0˙2 4
SpVgg. Herten— Borussia Rheine 4:3 Fc 09 Gronau— SC 08 Münster 21 Südwestfalen: Hagen 05— Hagen 1911 2:1 BC 07 Siegen— VfB Weidenau 113 Germania Mudersbach— Sc Hemer 08 571
hessen⸗Hannover
Germania Marburg— Ockershausen 2:1(0.1)
VfB Gießen— Germania Fulda 02
FC. Großalmerode— FC. Grone 111
Göttingen 05— Einbeck 05 52
Kurhessen⸗O3⸗Sport Kassel komb.— dapest 0:7
Breidenbach— Wallau 416(3:3)
Wetzlar SpV.— Bottenhorn 21(1:1)
VfR. Butzbach— Wiesenbach, Wies. nicht angetreten.
Alsfeld— Sterbfritz 4:0(3:0)
Elm— Bebra 2:5
Dill
Wissenbach— Holzhausen 317
Straßebersbach 1.— Niederscheld 1. 6·2(3:1)
Straßebersbach 2.— Niederscheld 2
Offenbach 2.— Altenkirchen 1. 6:
Eibelshausen— Weidelbach 2.
Erda— Bicken 22(2.1)
Erda Igd.— Bicken Igd. 02
Gießen⸗Wetzlar
Weilburg 1.— Ehringshausen 1. 311
Löhnberg 1.— Steindorf 1. 32
Leihgestern 1.— Garbenteich 1. 10:0(9:0)
Daubringen 1.— VfR. Butzbach 2. 42(01)
Lollar 1.— Kirchhain 1. 5:3(1:2)
Steinberg 1.— Wieseck 1. 4:0(2:0)
VfB. Gießen 2.— Hermannstein 1. 1:4
Ulrichstein— Grünberg 2:0(1:0)
Wetterfeld— Flensungen 075
1900 Gießen 4.— Steinberg 2. 3:4(11)
Lollar 2.— Lollar 3. 6:1
Bonbaden 1.— Wetzlar SpV. 4. 6:3
Nauborn 2.— Schwalbach 1. 2:3 1
Weilburg 1. Igd.— Waldhausen 1. Igd. 211
Weilburg 2. Igd.— Allendorf 1. Igd.
Marburg
SC. Gladenbach— Marbach 6:3
Wommelshausen— Feudingen 714
Erdhausen—Breidenstein 812
VfB.⸗Kurhessen Marburg 2.— Bürgeln 1. VsB.⸗Kurhessen nicht angetreten.
Germania Marburg 2.— Ockershausen 2. 12(011
Erksdorf— Langenstein 2:3
Allendorf— Speckswinkel 071
Dreihausen 2.— Rüddingshausen 1. 11:4(4:3)
Germania Marburg 3.— Bürgeln 2. 10:0
Lohra 2.— Damm 1. 22
Oberwalgern 1.— Roth 1. 44
Hesselbach— Banfe 2:2
Feudingen 2.— Wallau 2., Wall, nicht angetreten.
Wallau 3.— Breidenstein 2., Breid. zurückgetreten.
Eckelshausen 2.— Hommertshausen 1. 1:3
Turn⸗ und Sportvereine
erhalten beste Uebersicht und leichte e e wenn sie sich von den veralteten Kassebüchern abwenden und dafür
mein Spezial⸗Vereinskassebuch gebrauchen! J
Für die einzelnen Spezial-Sinnahmen und Spezial⸗ Ausgaben sind Spalten vorgedruckt, so daß die Führung dieses Buches sehr leicht ist und die Kassenabschlüsse zu jeder Minute erfolgen können
Ferenczvaros Bu⸗
Gau
Gau
Gau
Roland Lichtig las den Brief noch einmal. Ob ihm diese Frau vielleicht 105 zu sagen hatte, als in dem Briefe stand? Sollte er ihn beantworten? Oder ihn Dr. Kurth zeigen? Oder, einem seiner Klubkmeraden? Nein— es gab ja noch ein Le⸗ ben außerhalb der rotweißen Grenzpfähle!
Die anderen aus der Mannschaft der Wollersen, Pirchan, Rodewald e die sich ihren Verkehr nicht auch nach ihtem Geschmack? ielleicht war es höchste Zeit, daß er auch wieder Anschluß an solche Kreise bekam, bei denen sich nicht alles um den Fußball drehte, der schließlich doch nur von Leder war.
Er holte sich das Adreßbuch. Er las: Maria Hedemann, geb. Freiin Grotefend, Legationsratswitwe, Hindenburgstraße 134.
Richtig. Den Namen Hedemann hatte er oft in der Firma gehört. Der verstorbene Legationsrat mußte in der Schwer⸗ industrie, im Saargebiet oder sonstwo, zu Hause gewesen sein. Nun— Hilde Gorenflo wußte da bestimmt Bescheid. Vermögens⸗ verwaltungen für diese Sporte von glücklicheren Zeitgenossen waren das Vorrechte des Prokuristen Windecker, und was der wußte, das wußte auch seine Sekretärin.
Er würde sich bei der Hilde erkundigen.
Maria.
Roland Lichtig sah aus dem Fenster. Wie große geheimnis⸗ volle Segler zogen die Wolken dahin, und da lachte beseligend ein Stückchen Himmelsblau.
Wenn er doch fliehen könnte aus der Enge des Büros, in die lachende lockende Ferne.
Er hatte die Feder aus der Hand gelegt. Seine Augen blickten verlegen, als der Prokurist wie zufällig an ihm vorbei⸗ ging.
„Entschuldigen Sie, Herr Lichti, wenn ich Sie aus Ihren gewiß sehr angenehmen Träumen in die rauhe Wirklichkeit zu⸗ rückrufe.“
Hilde Gorenflo stand neben ihm. Briese auf seinen Tisch.
„Dies, Herr Lichti, ist Ihre Post.“
„Sie scherzen wohl, Fräulein Gorenflo, soviel Eingänge habe ich sonst kaum in der ganzen Woche erledigt... Uebri⸗ gens schade, daß Sie gestern so schnell auf und davon waren Sie sind doch nicht etwa eingeschnappt? Sollte ich Sie vielleicht ins Klubhaus einladen— wir irgendein kleines Mädel? Erstens mag das Dr. Kurth gar nicht...“
Sie sah ihn kühl an.
„Was Sie sollen, was Sie sollten, Herr Lichti? Sie sollten jetzt die Effektenpost durchsehen, Herr Windecker hat vorhin so⸗ wieso gemeint: Hoffentlich spielt unser Lichti auch noch ein bißchen Bankbeamter!? Und der Chef denkt ganz gewiß nicht anders. Alles zu seiner Zeit. Die Heinzelmännchen, die Ihnen so manchen Tag die Arbeit abgenommen haben, sind— husch— husch verschwunden.“
Sie legte einen Stapel
Fortsetzung folgt
(273) g 11·˙0 4
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