Ausgabe 
6.4.1932
 
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allgemeine hessische Sport⸗Seitung

verbreitet im Bezirk hessen⸗Hannover des W. S. V. und in den Gauen Gießen⸗Wetzlar, dill und Marburg

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7. Jahrg.

Mittwoch, den 6. April 1932

WSV. Jugendheim⸗Opfertag in

Der erste April⸗Sonntag war, wie in allen westdeutschen Bezirken, so auch in Hessen⸗Hannover, Opfertag für das WS V⸗ Jugendheim in Duisburg. Die Einnahmen aus allen Spielen 1 5 en in die Kassen des Heimes. Im Bezirk Hessen⸗Hannover

ürfte dem guten Zweck das Spiel in Kassel

Städte⸗Mannschaft Kassel Borussia Fulda 3:2(2:1) am besten erfüllt haben, denn es waren immerhin 2500 Zu⸗ schauer zum bar daldie gekommen. Der Sieg der Kasseler Mannschaft war verdient; sie war auf allen Posten gleichmäßig gut besetzt, nur der Halbrechte verdarb viel durch zu langsames Spiel. Die Fuldaer Mannschaft wehrte sich sehr tapfer; sie war im Feldspiel kaum unterlegen und hätte sogar in der Schlußminute noch zum Ausgleich kommen können; Bis Halb⸗ geit hatten die Kasseler dur Kellner, der einen Elfmeter ver⸗ wandelte, und durch Brössel schon eine 2:0⸗Führung; doch konnte

da durch einen Bombenschuß Leugers gerade noch vor der

use auf 21 8 In der 7. Minute nach dem Wechsel erzwangen die Borussen den Ausgleich, aber vom Wiederanstoß weg gung Kassel durch einen Fon pun Markerts erneut in Füh⸗ rung und behauptete diesen Vorsprung bis zum Schluß.

Germania Fulda⸗Horas komb. Kassel B 3:3(2:2).

Eine zweite Kasseler Vertretung spielte in Fulda, konnte aber dort gegen eine aus Spielern von Germania Fulda und Horas zusammengesetzte Elf nur ein Unentschieden erzielen, das übrigens dem Spielverlaufe vollauf gerecht wurde. Kassel kam, nachdem Fulda einen. Elfmeter eingeschossen hatte, zum Aus⸗

leich; wieder erzwang Kassel die Führung, abermals stellte

Ida den Gleichstand her. Auch nach dem Wechsel war jede

artei noch einmal erfolgreich. ie Leistungen in dem Spiele waren mitunter recht gut.

Göttingen 05 SC Grone 3:1(221).

Vor 700 Zuschauern kamen die Göttinger zwar gu einem per⸗ dienten Siege, aber erst nach hartem Kampfe, denn der End⸗ erfolg wurde ihnen viel schwerer gemacht, als es das ohnehin knappe Ergebnis besagt. Erst kurz vor Schluß fiel der den Sieg endgültig sicherstellende Treffer.

Jungendheim⸗Opfertag in Marburg. rmania Marburg Städtemannschaft Gießen⸗Wetzlar 4:2. Da man sich in Marburg nicht einig wurde, betreffs Auf⸗ stellung zweier Stadtmannschaften fand man die Lösung so, da in Marburg die Germanen⸗Elf und in Wallau die VfB K.⸗Elf spielen sollte. Richtig war dies 5 keinen Fall und auch die maßgebenden Instanzen werden woh noch nicht das letzte Wort 9 50 haben. Allgemein freute man sich nämlich eine Mar⸗ urger Stadtmannf at wieder einmal zu sehen und auch ein großer finanzieller Erfolg wäre zu verzeichnen gewesen, denn dieses war doch letzten Endes diesmal die Hauptsache. Nun es war halt nichts anderes, jedoch wollen wir hoffen, daß es in Zukunft wieder besser wird. Wenn man mitunter von einer unverdienten Niederlage dieser oder jener Partei 1 so muß man diesmal behaup⸗ ten, daß dies bei der Gäste⸗Mannschaft unbedingt zutreffend war. Die Städtemannschaft⸗Hießen⸗Wetzlar hat, gemessen an ihrer guten sportlichen Leistung, unverdient verloren, damit will ich jedoch nicht sagen, daß die Germanen schlecht gewesen sind. Der Spielaufbau seitens der Gäste war sehr gut; aller⸗ dings vor dem Tore hatte die Mannschaft Pech. Gute Chancen wurden herausgearbeitet und dabei blieb es. Frei vor dem Tore stehend konnte der Halblinke 1 mal einsenden und ein Elfmeter wurde direkt auf den Mann. geschossen. Pünktlich 3 Uhr gab der Schiedsrichter Heuser⸗Cölbe das Zeichen zum Be⸗ ginn. Die Mannschaften stehen wie folgt: Gießen⸗Wetzlar: Balzer; Benner 1. Benner 2.; Leutheu⸗ ser, Lippert, Henrich; Haupt, Arnold, Wohlgemuth, Wilhelmi,

Heilmann.

Germania: Happ 2.; Haupt, Schmidt; Sauerwald, Happ 1., Kuhl L.; Emmler, Schaub, Wagner W, Zcchokke, Wagner H.

Die Gäste beherrschten sofort das Feld und gehen in der 5. Minute durch schlechte Abwehr des Torhüter⸗ Happ in Füh⸗ rung. Bei Germania will es nicht recht klappen; immer und immer wieder sind die. schneller am Ball. Zwei Ecken für Marburg bleiben erfolglos. Die Zebraleute kommen einige zut auf und Gießens Hintermannschaft hat schwere Abwehrarbeit zu verrichten. Hierbei zeigt sich der Torhüter Balzer von der besten Seite, aber auch die Gebrüder Benner verraten, daß sie zwei alte routinierte Kämpen sind. Die Läufer⸗ reihe war sehr gut. Die Stürmerreihe war nicht schlecht, je⸗

Minuten

doch der genaue Torschuß fehlte. In der 27. Minute: Elfmeter 1 Marburg. Allerdings eine recht harte Entscheidung. W. agner ist der Schütze. Der Ausgleich ist erzielt. Kurz darauf

jagt Zschokke einen 2 ombenschuß auf die Kiste, den Balzer in ganz hervorragender Weise meistert. Die Gäste sind immer mehr im Angriff und Heilmann erzielt Nr. 2. Kurz vor der Pause: Elfmeter wegen Hand für Gießen. Schlecht getreten geht der Ball direkt auf den Mann und wird gehalten: Pause 21 für die Gäste. In der 2. Hälste sehen wir fast das gleiche Spiel wie zuvor. Die Gäste scheinen sich jedoch in der ersten Hälfte zu stark verausgabt zu haben, denn als in der 30. Minute für Marburg der Ausgleich fällt, lassen sie nach. Ein Kopfball von Ischokke bringt den Germanen die Führung und kurz vor Schluß knallt derselbe Spieler in blendender Manier ungefähr von 20 Meter den 4. Treffer. 85 5 8

Die Germanen zeigten nicht das technisch gute Spiel wie die Gäste; die Angriffe waren sehr lückenhaft. Happ im Tor war zeitweise recht unsicher, das Verteidigerpaar ging an, wäh⸗ rend die Läuferreihe in Sauerwald die beste Kraft hatte. Im Sturm waren Zschokke und Staub der, erfolgreichsten. Wagner hat man schon besser gesehen. Die beiden Außen ge⸗ jelen gut durch ihre Flanken. Der Schiedsrichter leitete korrekt. as Spiel wurde von sämtlichen Spielern äußerst fair ausge⸗ tragen. Ein großer Wallauer Erfolg!

IW Wallau BfB 05 Kurhessen Marburg 2:1(1:0).

Der Jugendopfertag sah die Wallauer Meisterelf in aus⸗ gezeichneter 5 21 und kein anderer Gegner als der Tabellen⸗

hessen⸗ Hannover

zweite der Sonderklasse, der erste Kasseler Vereine hoch geschla⸗ gen hat, mußte in Wallau Haare lassen..

Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß Marburg gute Techniker und raffinierte Spieler in seinen Reihen stehen hat. Aber auch darüber besteht kein Zweifel, daß die Leute aus dem Hinterland neben ihren technischen Fähigkeiten eine ausgezeich⸗ f e een beherrschen.

In der ersten albzeit wurden hauptsächlich schöne Feld⸗ leistungen gezeigt. Abwechsennd sah man aber auch ela ole Momente vor beiden Toren. Jedoch die Hintermannschaften er⸗ wiesen sich derart zuverlässig, daß keine Erfolge zustande kamen, obwohl Fischer und Adorf auf der einen, Runkel und Schwarz 1. auf der anderen Seite ihre bekannten Bomben aufs Tor setzten. Kurz vor dem Seitenwechsel gelingt den Wallauern der enste Treffer. Eine Flanke von Schwarz 1. kommt kurz vorm Tor nach links und schnell ist der Ersatz⸗Linksaußen Blöcher zur Stelle, um einzuschießen.

Nach dem Wechsel lagen die Mannen aus Marburg etwas mehr im Angriff, aber das hervorragende Schlußtrio des Hinterländer Meisters Henkel⸗Schwarz?., Bonacker 3. und die Be Läuferreihe Roßbach, Henkel 1., Bonacker 1. hielten dieser Offensive 91 8. stand. Ja durch diese fertige Arbeit kam immer no mehr Schwung und Feuer in die Wallauer Elf die oft mustergültig kombinierte. Eine Flanke von dem nach links gegangenen schnellen Bonacker 2. wehrt Weyand im Marbur⸗ ger Tor sich werfend glänzend ab und Henkel 4. schießt im Fallen um 2.0 ein. Großer Jubel herrscht im Wallauer Lager. Die däste kommen kurz darauf durch ihren besten Läufer Rueff zum einzigen Gegentreffer der ganz plötzlich aus dem Hinterhalt scharf einschoß. Die Marburger verschärfen daraufhin noch das Tempo sehr, die Läuferreihe kommt in Hochform, jedoch die Wallauer halten mit letzter Aufopferung den schönen Sieg fest. Schiri Barth⸗Breidenstein versteht gut zu leiten.

In Wetzlar unentschieden. Stadtmannschaft B. Cree 0 8) C 3

Für Wetzlar⸗N. spielten: Schreier(SV), Schneidmüller bab Flick, Hahn, Volkmar, Krickau,(SV) Scheer(N.), Zam⸗

edri, Gräb(SV), Blättel, Stoll, Kling N.).

Für Ehringshausen⸗Aßlar l Sommer, Kaps, Ninker G Fuhrländer** Bernhardt(A.), Nell(Eg, Keul, Rinker (A.), Schneider(E.), Keul und Zimmermann(A.).

Vor leider schwachem Besuch wurde diese⸗ Jugendopfertag⸗

Spiel ausgetragen. Man erwartete allgemein einen sicheren Sieg der hringshausen⸗Aßlar⸗Kombination, aber Wetzlar⸗N. zeigte sich trotz ersatzgeschwächter Aufstellung als gleichwertig, denn nach verteiltem Spiel ist das 1.1⸗Resultat dem Spielver⸗

lauf entsprechend gerecht. Blättel(N.) konnte Wetzlar bis zur Pause 1:0 in Führung bringen. Volkmar(W.) wurde noch vor der Pause derart verletzt, daß er ausscheiden mußte, für ihn wurde Gräb(W.) eingesetzt. Wegen S hiri⸗Beleidigung mußte leider ein Spieler von Ehringshausen des Feldes verwiesen werden. Bernhardt(A.), welcher nach der ause einsprang, leistete mit frischen Kräften Vorzügliches als Mittelläufer, bis

der Ausgleich im Anschluß an einem Strafstoß erzielt wurde. Watzenborn⸗Steinberg in Hochform.

Watzenborn⸗Steinberg 1. e ee e komb. 9:3 4:1).

Einen ganz großen Tag für die Idee und, Ziele des WSV. erlebte man am vergangenen Sonntag in Watzenborn⸗Stein⸗ berg. Herrliches Fußballwetter lockte Groß und Klein auf das schön gelegene Sportgelände an der neuen Mühle. Als beide Mannschaften gemeinsam begeisterte Sportlieder singend die Straßen des Dorfes nach dem Sportplatz hinauszogen, wußte man, der Gedanke und die Idee marschieren mit uns. Ein er⸗ hebendes Bild, als 22 kam d junge, gesundheits⸗ strotzende Sportler auf das Spielfe d sprangen, die von den vielen deter Her begeistert empfangen wurden. Gaufußball⸗ sachbearbeiter Herr Henkel⸗Gießen, der in dankenswerter Weise erschienen war, verstand es, Sinn und Zweck des Opfertages den Spielern durch eine kurze Ansprache klar zu machen. Es entspann sich nun ein Kampf, der wohl in jeder Beziehung für die Sportbewegung warb. Garbenteich und Steinbach hatten es verstanden, den Platzbesitzern eine spielstarke Mannschaft ent⸗ gegenzustellen. Die Teutonen waren in Hochform und spielten wohl eines ihrer schönsten Spiele. 3 2

Spielverlauf: Die komb. Mannschaft hat Anstoß, spielt sich durch, doch die Verteidigung der Platzbesitzer klärt. Die Teuto⸗ nen finden sich schnell, arbeiten eine Feldüberlegenheit heraus und in der 3. Minute erzielt der Mittelstürmer nach schöner Kombination den Führungstreffer. Den Anstoß der Gäste fan⸗ gen die Einheimischen sofort ab und ziehen wieder vor deren Tor. Nach einigen Minusen erhöhte der Halblinke auf 2:0. Durch ihr flaches, vorbildliches Kombinationsspiel sind die Teu⸗ tonen tonangebend. Vor allem zeigte die Stürmerxeihe eine selten an ihr gesehene Durchschlagskraft. Durch ihr Flügelspiel versuchen die Gäste das Resultat zu verbessern, scheitern aber an der gegnerischen Hintermannschaft. Trotz hartnäckiger Ab⸗ wehr der Kombinierten erhöhte die Platzmannschaft auf 170. Ein gut hereingegebener Eckball bringt dann den Gästen den ersten 5 und so geht es mit 471 in die Halbzeit. Nach der Pause wird das bis dahin schon schnelle Tempo noch verschärst. Die Zuschauer, die von dem ritterlichen Kampf begeistert sind, feuern die Mannschaften an. Der junge Mittelstürmer der Platzmannschaft zeigt wahre Kabinettstückchen füßballerischen Könnens. Von der vorzüglichen Läuferreihe der Teutonen wird der schußfreudige Sturm mit genauen Vorlagen bedient. So blieben dann auch weitere Torerfolge nicht aus. In regel⸗ mäßigen Abständen wurde das Resultat auf 871 erhöht. Doch auch die Gäste kämpfen unentwegt weiter und erzielen ein 25 Tor. Nachdem beide Parteien noch zu je einem Erfolg kommen, ertönt der Schlußpfiff des gut amtierenden Schiri Noll. Die Gäste hatten gute Spieler in ihren Reihen, es mangelte aber etwas am Zusammenspiel. Die Teutonen waren den Gästen technisch und in der Ballbehandlung überlegen. Der Mann⸗ schaft gebührt ein Gesamtlob. H.

Gtreise durch den Bezirk

DerJugendheim⸗Opferspieltag ist vorbei. Ueberall

8 2 7 0 im Bezirk Hessen⸗Hannover waren die Vereine dem guten Zweck

dienstbat. Spielerisch sind stellenweise unerwartete Resultate dabei herausgekommen, indem die Favoriten unterlagen. Man darf das aber 22 meistens e e daß nicht im⸗ mer die stärksten Mannschaften die Spiele bestritten, weil eines⸗ teils manche guten Spieler absagten und unvollkommen ersetzt werden mußten, andernteils auch an manchen Plätzen die Lokal⸗ gegner nicht zu einer einheitlichen 35 zusammengestellt werden könnten, da jeder eine Extrawurst gebraten haben wollte. Die Folge dieser unseligen Vereinspolitik war dann natürlich ein Fernbleiben der Vereinsanhänger von den Spielen, also ein starke Verminderung der Besucherzahlen, was sich dann auf den finanziellen Erfolg schädigend auswirkte. Da auch die allge⸗ meine wirtschaftliche Notlage manchen vom Sportplatz fernhielt, der sein Geld lieber für den Besuch von interessanten Punkte⸗ kämpfen oder von zugkräftigen Gesellschaftsspielen aufbewahren wollte, so muß man wohl damit rechnen, daß in diesem Jahre die pekuniäre Ausbeute nicht allzu groß war, jedenfalls hinter denen früherer Jahre bedeutend zurückgeblieben ist. Zahlen⸗ material kann natürlich erst später, nach der Abrechnung, vor⸗ gebracht werden.

Amtlich verlautet, daß der Vscs Gießen auch auf die Aus⸗ tragung des Wiederholungsspieles gegen die Kurhessen in Kassel verzichtet hat, so daß dem Plaßveein nun endgültig die zwei Punkte kampflos zufallen, durch welche er mit Hessen 09 punkte⸗ gleich wird. Es muß also nun ein Entscheidungsspiel angesetzt werden, ohne Rücksicht darauf, ob der Antrag der Kasseler Ver⸗ eine, statt der Zehnerliga eine Zwölferliga für das nächste Spieljahr einzurichten, von der Wahlversammlung genehmigt wird oder nicht. Die Anregung Kassels wird übrigens in⸗ Be⸗ zirk ganz verschieden aufgenommen; in? ulda und Marburg z. B. steht man einer Vermehrung der ezirksligg um zwei Vereine, die zurzeit aus Kassel stammen würden, durchaus nicht ee gegenüber, weil man sich sagt, daß die in Frage kommenden Vereine einen guten Ruf haben und stets eine grö⸗ bre Anziehungskraft ausüben, als mancher Verein aus der

rovinz. Wenn der Bezirksvorstand den Antrag des Kasseler Rasensportverbandes mit Wohlwollen entgegengenommen hat und auf der Wahlversammlung und vorhergehenden Verbands⸗ vorstandssitzung vertreten will, so haben ihn dazu jedenfall ähn⸗ liche Gesichtspunkte veranlaßt, wie sie verschiedenen Vereinen vorschweben. Der Antrag Kassels kommt aber zunächst erst vor den Bezirkstag und hat auch dann, wenn er dort Entgegenkom⸗ men findet, noch verschiedene Klippen zu umschiffen, ehe er glücklich im Hafen landet, wenn er dieses Ziel überhaupt er⸗ reicht. Vom sportlichen Standpunkte aus betrachtet, ist das Ganze eine Extratour, die sich die Kasseler Vereine heraus⸗ nehmen, weil sie durch die Provinzler zur Rolle von Mauer⸗ blümchen verurteilt worden sind. 2 ei einem umgekehrten Ver⸗ hältnis hätte sich in Kassel niemals eine Stimme zugunsten der Provinzvereine erhoben. Das ist derspringende Punkt der ganzen Angelegenheit, und für den Verbands vorstand heißt es nun:hic Rhodus, hic salta!, d. h. soviel als: an dieser Sache beiß' dir mal die Zähne aus, zeig, was du bist und kannst, dann werden wir die Konsequenzen ziehen!

um die Westdeulsche Meisterschaft

Am 10. April werden drei Spiele der Vorrunde ausgetra⸗

gen, nämlich in Elberfeld: Schwarz⸗Weiß Barmen Borussia Fulda, in Köln: Spielvgg. 07 Köln⸗Sülz FW Koblenz⸗Neuendorf, in Gladbeck: Spogg. Herten Meidericher Spielverein; am 17. April folgt das vierte Spiel 5 in Gladbeck: Ruhrbezirksmeister Spusp. 09 Hüsten. 5 Der Vertreter von b en muß also doch eine weite Reise machen, nach E berfeld⸗Barmen, und trifft dort mit dem Meister vom Bergisch⸗Märkischen Bezirk, Sportfreunde Schwarz⸗Weiß Barmen, zusammen, der also zuhause auf be⸗ kanntem Platze und vor stark interessiertem Publikum antreten kann und damit von vornherein einen nicht zu unterschätzenden moralischen Vorteil hat, zu welchem sich auch noch eine spiele⸗ rische Ueberlegenheit gesellt(die man auf Grund der Verbands⸗ spiele pp. annehmen. muß.) Der Westdeutsche Mitarbeiter der bekannten SportzeitschriftDer Kicker schreibt über die ver⸗ mutlichen Ergebnisse der Spiele: 1 Der Verlierer scheidet aus, und es dürfte mit ziemlicher Sicherheit feststehen, daß Neuendorf und auch die Fuldaer Bo⸗ russen gleich beim ersten Anlauf stürzen werden. In Köln bleibt der alternden Garde der Koblenzer keine große Chance, und im Wuppertal müßte es schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich die unheimlich harte und standfeste Barmer Elf von den Bonifatiusstädtern übertölpeln ließ. Anders ist die Sache mit Meiderich und Herten die vom Niederrhein haben allen Grund, den Westfalenmeister als ganz große Gegnerschaft an⸗ zusehen; uns dünkt sogar, daß es diesmal erstmalig in der

Es hat sich herausgestellt,

daß die Sportvereine und deren Mitglieder neben den Sportnachrichten über Fußball etc. auch noch gern wissen wollen, was sonst in der Welt, beson⸗ ders in der engeren Heimat, vor sich geht. Ab heute wird darum derAllgemeinen Ses⸗ sischen Sportzeitung dieGießener Zeitung mit angefügt, die streng unparteiisch interessante Nachrichten aus dem Heimatgebiete unserer Sportvereine veröffentlicht. Diese größere Vielseitigkeit des Blattes wird sicherlich überall sympathisch aufgenommen werden. Wer sonst Wünsche hat, möge diese dem Verlag nach Gießen, Südanlage 21, mitteilen.