Pune 167K 137 12.8 8.12 812 3˙17
Punlte 1971 12:8 1119
0•14 6˙10 2.18
Punkte 1654 14:6 146
8.12 4516 4216
Punkte 280 16˙12 1513 15.15
14.14 12200 10.5 05.88
Punkie 26·2 24•4 19•9 11•10 11.10 10:8
8.20 772¹
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1900 Gießen 3.— Lich 1. 3.0 Steinbach 2.— Leihgestern 1 Psch Gießen 3.— A.⸗Steinberg 2. 5175 Lich 2.— Lollar 3. 85 Obershausen 1.— Allendorf 2. 33(1:3) Biskirchen 2.— Holzhausen 2. 1:2(0:0) e 2.— Burgsolms 2. 21. 5 BfB Gießen A.⸗H.— Ruderklub„Hassia“ Gießen A.⸗H. 3:6 1 5 07 Limburg 2.— Wirbelau 1. 63(42) etzlar SV Igd.— Steindor Igd. 6:8 Oberbiel Igd.— Tiefenbach Igd. 4.0 Bissenberg Igd.— Hermannstein Igd 41 Bonbaden Igd.— Burgsolms Igd. 23 Handball: TW Katzensurt 1.— TV Wetzlar 1. 1113(7:6) TV Katzenfurth 2.— TV Wetzlar 2. 914 VfB Gießen 1.— DoW Gießen 40 Boxen: Freiendiez— TV Wetzlar 24
Gau Marburg
Friedensdorf 1.— Holzhausen b Gl. 1. 12(1:0) Feudingen 1.— Niederlaasphe 1. 6:0(1:0) B⸗K. Marburg 3.— Ockershausen 3. 3˙2
Mornshausen a. S.— Damm 571 Amönau 1.— Frankenberg 2. 4:3 Mornshausen 1.— Wolfgruben 1. 10(0:0
Rund um den Marburger Sthloßberg
Horas— Germania⸗Marburg 3:3(1:3).
Unsere kurze Notiz zu obigem Spiel in der Nr. 4 der AH S3. bedarf dringend der Er jnzung, da tatsächlich Horas das Unentschieden gegen den Tabellenzweiten nicht so überzeu⸗ gend errungen hat. 4 925 5 1 5
Germania Marburg mußte zu diesem Spiel mit vier Ersatz⸗ leuten antreten und konnte trotzdem durch besseres Spiel bis zur Halbzeit ein 3:1 herausholen. Der Schiedsrichter, der bis dahin objektiv war, unterband in der zweiten Hälfte jeden ge⸗ jährlichen Angriff unserer Stürmer. Ein regelrecht erzieltes
or für Marburg wurde annulliert. Kurz vor Schluß, beim Stande von 3:2, wurde ein Elfmeterball gegen Marburg, nach⸗ dem er gehalten war, aus nicht ersichtlichen Gründen wieder⸗ holt und im Nachschuß verwandelt. Wie überhaupt die Ent⸗ scheidungen des Schiedsrichters die Marburger schwer benach⸗ teiligten und noch lange nach dem Spiel auch in Fuldaer Krei⸗ sen viel besprochen wurden.
VIB K. 3. spielte im Stadion gegen Ockershausen 3. und ge⸗ wann 32. Erede lieferte ein recht gutes Spiel.
Am kommenden Sonntag empfangen die Marburger Ger⸗ manen ihren Namensvetter aus Fulda. Hoffentlich besinnt sich die Mannschaft noch einmal. 5 5
VfB Kurhessen muß nach Kassel zum SpV Kurhessen.
Aus Holzhausen
Die erste Mannschaft des VfB Holzhausen bei Gladenbach weilte am vergangenen Sonntag in Friedensdorf a. d. Lahn bei der dortigen ersten Mannschaft zu Gast. Zahlreiche treue 5 des VfB hatten sie mit dorthin begleitet und wurden auch nicht enttäuscht. Die Mannschaft spielte wieder einen schönen, alten guten Fußball. Zum ersten Male standen sich diese Mannschaften im 1 r gegenüber, weil man bisher unberechtigte Vorurteile über den VfB Holzhausen in Friedensdorf hatte. Holzhausen übernimmt sofort nach dem Anpfiff einen 7 50 auf das gegnerische Tor, setzt sich dort etwas fest und spielt leicht überlegen, bis nach ungefähr 15 Mi⸗ nuten Spielzeit ein Glückstreffer nach einem Durchbruch Frie⸗ densdorf in Führung bringt. Holzhausen hat danach mehr vom Spiel und kann bis zum Schlußpfiff noch zwei Tore erzielen. Wenn die Mannschaft von Holzhausen 0 weiterspielt, wie in diesem Treffen, wird sie bald für viele Vereine einen sehr be⸗ achtlichen Gegner abgeben.
Aus Mornshausen
Mornshausen 1.— Wolfgruben 1. 1:0(0:0).
Zu dem vorgestern stattgefundenen Verbandsspiel hatte sich eine große Zahl Zuschauer eingefunden Man war sich bewußt, daß in diesem letzten Treffen die Mannschaft von Mornshausen dem stärksten Gegner gegenüberstand und die Entscheidung für Mornshausen als Meister in der Gruppe bringen würde. Das Spiel war ein schönes, von beiden Mannschaften fair aus⸗ getragenes Spiel, mit vielen spannenden Momenten, so daß die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sein dürften. In der ersten Halbzeit gelang es keiner emen ein Tor zu er⸗ zielen. Sogar Wolfgruben konnte einen Elfmeter nicht ver⸗ wandeln, den der Mornshausener Tormann in blendender Ma⸗ nier 19 Des öfteren war das Tor der nere stark vom Gegner umlagert und die gefährlichsten Situationen
Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung
entstanden. Aber die Verteidigung und der Torhüter klärten alle Angriffe ruhig und sicher. Nach dem Seitenwechsel fiel in der 20. Minute der zweiten Spielhälfte die Entscheidung durch den Rechtsaußen von Mornshausen, welcher den siegbringenden Treffer anbrachte. Wolfgruben stellte nun seine Maunshaft um und versuchte dadurch eventuell den Ausgleich zu schaffen, bleibt jedoch erfolglos, denn bald darauf ertönte der Schlußpfiff des Schiedsrichters. Die Mannschaft von Mornshausen konnte sich durch das vorgestrige Spiel die Tabellenspitze ihrer Gruppe sichern. Schiedsrichter Boß-Wallau leitete sehr zufrieden.
Aus dem Hinterland
Wiesenbach— Bottenhorn 1:4(1:3).
Das, was man diesmal von den Wiesenbachern sah, war nicht viel. War auf jeden Fall nicht genügend, 195 f. rue tigen Punktegewinn größere Hoffnungen zu tragen. Da sah man gegen Bottenhorn zwar ein gutes Schlutztrio, aber auch eine ebenso schlechte Läuferreihe mit einem recht zerfahren spie⸗ lenden Sturm. Bei Spielbeginn da ging es noch. Die Wiesen⸗ bacher begannen mit guten Kombinationszügen, die auch bald mit dem Führungstreffer auf einen Schnitzer der Bottenhorner Verteidigung hin, belohnt wurden Aber gar zu kurz hielt die Zusammenarbeit an, Bottenhorn drängte seinen Gegner immer mehr und mehr zurück und wurde überlegen. Bis zum Seiten⸗ wechsel wurden 3 feine Tore erzielt, und man war sich allgemein darüber einig, datz Bottenhorn als klarer Sieger aus dem Tref⸗ fen gehen würde. Nachher blieben dann auch die Gäste weiter im Vorteil, sie konnten aber ihre Ueberlegenheit nicht zahlen⸗ mäßig ausdrücken. Lediglich bei einem 4. Treffer der Botten⸗ horner blieb es. 8 Die Gäste haben gekämpft. Und diese Freude am forschen Kampf war so 1 daß man Bottenhorn noch einige Erfolge in den heurigen Punktespielen voraussagen darf. Wie bei Wiesenbach war auch die Hintermannnschaft gut. Alle anderen Spieler waren ebenfalls auf ihrem osten. Als Schieds⸗ richter sah man Bonn aus Wallau, der gleich vor eine schwere Aufgabe gestellt wurde, denn gegen 8 wurde das Spiel recht hart und unfair. Er hat aber die Angelegenheit unter Dach und Fach gebracht.
Der FV Wallau unterlag völlig unverdient 1:2 den„Ora⸗ niern“ von Frohnhausen. Das ungemein harte Treffen war in der ersten Halbzeit ziemlich ausgeglichen, während des zwei, ten Aktes war jedoch Wallau meistens überlegen. Es fehlte aber an richtigen Torschüssen. Das Treffen siand bis 2 Minuten vor Schluß 11 und dieser eine Punkt hätte den Wallauern viel genutzt. Es sollte aber halt nicht sein.
Feudingen— Niederlaasphe 6:0(1:0). Die Feudinger hatten den Meister der 1. Gauklasse zu Gast und zeigten sich, außer den ersten Minuten, stets groß überlegen.
Aus dem Dillgau. 5
Dillenburg 1.— Haiger 1. 2:2(1:0).
Für das ausgefallene Spiel gegen Butzbach spielte Haiger 1. (2. Bez.⸗Klasse) gegen Dillenburg 1. Beide nh sden tra⸗ ten mit je einem Spieler als Ersatz an und kämpften fair um den Sieg, der dem Torverhältnis nach ausblieb, jedoch den Gästen voll verdient zugesprochen werden muß: Haiger hat das Pech, einen Elfmeter zu vergeben, und ein Abseitstor gegen sich gewertet zu bekommen.
u Beginn drängt Dillenburg 2 05 doch kann Haiger alles sicher abwehren. Ein befreiender Schlag der Verteidigung der Gäste ändert das Bild auf einmal und nach Verlauf einer Viertelstunde beherrscht Haiger das Spielfeld. Mit 1:0 für Dillenburg werden die Seiten gewechselt. Haiger drängt sehr, kann aber nicht verhindern, daß ein irchbruch der Platzherren zu einem weiteren,(wenn auch Abseits⸗) Tor, führt. Kurz nacheinander kommt Haiger zweimal zum Erfolg und stellt da⸗ mit das Spiel remis. Die letzten 15 Minuten verlaufen für Haiger, denen leider der verdiente Führungstreffer versagt bleibt.
Das Spiel wurde zugleich als Lehrspiel für Schiri⸗Anwärter ausgetragen, war aber auch ein Belehrungsspiel für Zuschauer, welche einen flotten, durchaus fairen Kampf sahen, der in bester Erinnerung bleiben wird.
Merkenbach 1.— Altenkirchen 1. 5:2(1:1).
Einen schönen und spannenden Kampf lieferten sich am Sonntag obige Mannschaften. Bis 10 Minuten vor Schluß konnte Altenkirchen, das mit 10 Mann spielte, das Resultat auf 2:2 halten. Dann konnte Merkenbach, dank seiner besseren Technik, noch dreimal erfolgreich sein.
Sportler!
lest U. fördert die A. H. 5. J.
Die Jugend und das Fahrrad.
Ehe die Welle des Krieges das Land der Dichter und Den⸗ ker überflutete, glaubte man in der Zeit der militärischen Dienstpflicht den gesunden Köpper schaffen zu können, in dem der gesunde Geist 05 wohnen hatte. Wohl gab es bereits vor dem Kriege eine Sportbewegung in Deutschland aber als höch⸗ stes Ziel betrachtete man die Ausbildung des Geistes und die Forderungen der nach Leibesübungen rufenden Vorkämpfer des deutschen Sportes verhallten ungehört. Der Krieg ver⸗ schaffte den deutschen Sportleuten Genugtuungen. Die sport⸗ lich geschulten Soldaten leisteten spielend das, was anderen schwer, wenn nicht gar unmöglich wurde und als der Krieg zu Ende war, wiesen die deutschen Sportleute auf die Engländer, denen es im Anfang des Krieges gelungen war, ohne mili⸗ tärische Vorschule eine Armee guter Soldaten ins Feld zu sen⸗ den. Die Schaffung dieser Armee war den Engländern nur durch die sporkliche Schulung der Jugend möglich gewesen und als man Deutschland durch den Vertrag von Versallles zur Ab⸗ schaffung seines Heeres und der allgemeinen Wehrpflicht zwang, suchte und fand man im Sport das Mittel zur affung des gesunden Körpers für den gesunden Geist der deutschen Jugend.
Der Sport wurde der Arzt am Krankenlager des deutschen Volkes. an sprach viel vom Sport und für die meisten Deut⸗ schen war das Ende des Krieges gleichbedeutend mit dem Be⸗ ginn des Sports. Nur in gewissem Sinne trifft dies zu. Die große Welle des Sportes flutete nach dem Kriege über Deutsch⸗ land dahin, nachdem das Volk in die Geheimnisse des Trai⸗ nings eingeweiht worden war und erfahren hatte, daß zu kör⸗ perlichen Höchstleistungen mehr gehört, als eine von Anter⸗ 'offizieren geleitete„Militärhochschule“ für Leibesübungen, aus jungen Gelehrten oder plumpen Bauernburschen e konnte. Vor dem Kriege war der Einjährige in allen Witz⸗ blättern eine komische Figur. Die Idee, von einem auf der Schulbank gedrillten und später mit gelehrten Büchern gefütter⸗ ten Jüngling Kraftleistungen zu verlangen, war so hirnver⸗ brannt, 1 65 man darüber lachen mußte, aber trotz alledem war man dem Gedanken an die ausreichende Ausbildung des Kör⸗ pers im Militärdienst treu geblieben.
In diesem Glauben hatte auch der Radsport mit die erste Bresche geschlagen. Als das Hochrad vom Niederrade ver⸗ drängt worden war und die Leistungen der Radrennfahrer die Augen der Menge auf das neue Sportwerkzeug lenkten, regte sich nicht nur das allem Neue geneigte Interesse der Jugend,
sondern auch die ältere Generation wurde aufmerksam. Man 115 in dem 1170855 die Wine des Angenehmen mit dem
ützlichen. Man konnte Sporttreiben und seine Geschäfte be⸗ sorgen, konnte sich auf dem Rade erholen und Geld sparen. So etwas hatte man noch nicht erlebt und trotz der Abnei⸗ gung der Allgemeinheit gegen sportliche Betätigung setzte si
das Fahrrad durch.
Die aus begreiflichen Gründen einem Schuldrill abge⸗ neigte Jugend nahm an dem Rade nicht nur sportliches, sondern auch technisches Interesse. Im Zeitalter der Technik traten die Zinnsoldaten, der Ball und der Tuschbogen in den Hinter⸗ rund. Dampfmaschinen, Baukästen und die Laterna Magica egannen ihre Herrschaft, aber über allem stand das Interesse an dem Fahrrade, das als Wunder der Technik bezeichnet, zu⸗ nächst die Knaben in seinen Bann zog. Die Jungen zwitscher⸗ ten, wie die Alten gesungen hatten und so durfte man sich über das Interesse der Mädchen am Fahrrad nicht wundern. Kör⸗ perliche Betätigung nach den Schularbeiten, die Möglichkeit, den Weg zur; 1 15 mit dem Rade zurückzulegen, den Freund besuchen und seine Kräfte mit anderen messen zu können, reizte ungemein und so bildete sich für das Fahrrad ein Interesse heraus, das sowohl für die Aufnahmefähigkeit in der Schule, als auch für den Körper von großer Wichtigkeit gewesen ist.
Das Interesse der Jugend am Fahrrad ist nach dem Kriege noch größer geworden. Die Technik hat uns zwar das Kraft⸗ fahrzeug und das Flugzeug gebracht, aber alle Wunder der
echnik haben das Fahrrad nicht aus dem Herzen der Jugend verdrängen können. Hatten Knaben und Mädchen bereits vor dem Kriege ein reges Interesse am Sport auf dem Rade, so darf man heute sagen daß es weder ein Mädchen noch einen Knaben gibt, der die Frage:„Willst Du ein Fahrrad haben“? mit„Nein“ beantworten würde. Vielleicht überragt hier und dort, je nach der Zahlungsfähigkeit des Vaters der Wunsch nach einem Moborrad oder einem Auto den Wunsch nach dem Fahr⸗ rade, aber diese Wünsche können nur wenige Auserwählte außern und man darf wohl sagen, daß die Allgemeinheit der Jugend im Besitz eines Fahrrades das höchste Glück sieht. Man hat viel über diese Erscheinung geschrieben. Einesteils will man dieses Interesse der Jugend am Fahrrade auf das Inter⸗ esse an der Technik, anderenteils auf das Verlangen der Ju⸗ gend nach sportlicher Betätigung zurückführen. Beide An⸗ sichten muß man gelten lassen, aber widersprechen muß man der Ansicht, daß der Reiz der Neuheit das Interesse erweckt. Das moderne Fahrrad ist heute rund dreißig Jahr alt. Von
Aus Wetzlar und Umgegend. Tiefenbach— Braunfels 4:1(3:1).
Auf dem Waldsportplatz in Tiefenbach war eine kombi⸗ nierte Mannschaft aus Braunfels in einem Gesellschaftsspiele zu Gaste. Tiefenbach eröffnet das Spiel mit großem Eifer und mächtigem Angriffsgeist. Braunfels fand sich schlecht zusammen. Gestützt durch gufopfernde Arbeit der Läuferreihe kann Tiefen⸗ bach mehrere Chancen herausarbeiten, jedoch erst in der 31. Mi⸗ nute kann der Mittelstürmer den ersten Treffer landen Zwei Ecken werden verschossen. Den dritten Eckball köpft der Mittel⸗ läufer zum zweiten Tore ein. Braunfels kommt dann zu einer Ecke, die ebenfalls zu einem Treffer führt. Kurz vor Halbzeit kann der Mittelstürmer die Partie auf 31 stellen.
Nach der Pause drängt Tiefenbach wieder stark. Der Tiefen⸗ bacher Mittelläufer zeigt ein besonders gutes Kopfspiel. Braun⸗ fels wird schwächer. Die Hintermannschaft kämpft ausgezeich⸗ net. Das einzige Tore der zweiten Halbzeit fiel durch scharfen Schuß des Tiefenbacher rechten Läufers.— Tiefenbach zeigte die ausgeglicheneren Leistungen. Die ganze Mannschaft war auf dem Posten und bewährte sich in allen Teilen. Die über⸗ lastete fleißige Hintermannschaft von Braunfels trug an der Niederlage keine Schuld. Die Läuferreihe war wohl der schlech⸗ teste Teil der Mannschaft. Die Stürmerreihe war nicht schnell genug um ihren Aufgaben gewachsen zu sein. sch.
Rund um Ulm
Prächtiges Sportwetter hatten die Fußballer am letzten Sonntag im Januar. Die Rasenplätze allerdings waren durch das Tauwetter etwas glitschig und beeinträchtigten die Leistun⸗ gen. Ueberall auf den Plätzen herrschte reger Sportbetrieb.
Auf Bissenbergs schönem Gelände trafen sich Burgsolms 1. und Bissenbergs J. in einem Freundschaftskampfe. Die elfte Begegnung beider Mannschaften innerhalb 3 Jahren ein Be⸗ weis der guten Freundschaft unter den Vereinen und echte Ka⸗ meradschaft unter den Sportlern. Ein äußerst spannendes aber etwas hartes Spiel sah die Burgsolmser durch besserxes Zusam⸗ menspiel ihrer Angriffsreihe bei dem Wechsel mit 20 Toren in Führung. Nach der Pause erzielen die Bissenberger mit drei Toren und Burgsolms mit einem weiteren Treffer ein Remis. Endresultat 33. Vorher kämpften Bissenbergs Jugend und Hermannsteins Jugend. Die Bissenberger waren die Besseren und gewannen mit 4.1 Toren die Begegnung.
VfR Biskirchen, der Meister der A⸗ Klasse, hatte auf sei⸗ nem Platz seinen Nachbar, den FC Ulm aus der B⸗Klasse. Ein faires flottes Spiel sah den Meister in guter Form; Ulms Hin⸗ termannschaft hatte eine Riesenarbeit zu bewältigen und Bis⸗ kirchen kam zu zwei Torerfolgen. Zwei weitere Tore nach der Pause bringen Biskirchen einen 4:0⸗Sieg über die sich tapfer wehtenden Ulmer, welche mit diesem Ergebnis ehrenvoll unter⸗ lagen. Vor dieser Begegnung kämpften Holzhausens 2. und Biskirchens 2. im letzten Verbandsspiele der BKlaffe Gruppe 3. Biskirchen, welches das Vorspiel in Holzhausen mit 4:1 To⸗ ren gewann, ließ sich diesmal überraschend mit 2:1 Toren be⸗ siegen. Bei Halbzeit stand das Spiel noch 00.
Zum letzten Verbandsspiel der A⸗Klasse Gruppe 1 mußte Holzhausens erste Mannschaft nach Hirschhausen. Das Spiel in Holzhausen gewann Holzhausen mit 4.1 Toren. Auch diesmal bewiesen die Holzhäuser ihr gutes Können, indem sie Hirsch⸗ hausen auf ihrem tückischen Gelände knapp aber verdient mit 2:1 Toren niederkämpften. Bei dem Seitenwechsel führten die Holzhäuser bereits mit 2:0 Toren.
Die technisch und taktisch beste Mannschaft aus der Solms⸗ Gruppe, der Sportverein Albshausen weilte zum Gesellschafts⸗ rückspiel in Allendorf a. d. Alm. In der ersten Mat lieferten sich beide Gegner ein Spiel, das begeisterte. it 4:0 Toren lagen die Allendorfer bei der Pause vorne. Unter den Boden⸗ verhältnissen litt das Spiel nach dem Wechsel. Durch schöne⸗ Zusammenspiel verbesserten die Albshäuser mit drei Toren das Ergebnis; im Endspurt holte Allendorf ein weiteres Tor und stellte das Endresultat mit 5:3 Toren zu seinen Gunsten her. — Allendorfs zweite Mannschaft war in Obershausen. Mit 31 Toren führten die Allendörfer in der ersten Spielhälfte. Obers⸗ hausen glich in der zweiten Spielhälfte mit zwei Toren die Torzahl aus. Spielende: 33.
Aus Merenberg
Merenberg— Niedershausen 2:0(1:0).
Trotz des herrlichen Fußballwetters waren die Platzverhält⸗ nisse in Merenberg nicht die günstigsten, als sich am Sonntag die Mannschaft von Niedershausen und Merenberg zum letzten Verbandsspiel gegenüberstanden. Punkt 2,30 Uhr gab Schiri Dragesser⸗Weilburg den Ball frei und sofort stellte man fest, daß ein spannender Kampf zu erwarten war. iedershau⸗ sen, technisch den Platzbesitzern etwas überlegen, bedrängte so⸗ fort das Merenberger Tor, ohne jedoch zu einem Erfolg zu kom⸗ men. Merenbergs Hintermannschaft zeigte sich von Anfang an der Lage gewachsen. Das spornte die Mannschaft des Platz⸗ besitzers ungeheuer an. Mit unbeschreiblichem Eifer arbeitete ste eine Ueberlegenheit heraus, die zum Erfolg führen mußte.
einer Neuheit kann man umsoweniger sprechen, als Auto und Flugzeug das Fahrrad aus seiner Stellung als Neuerscheinung verdrängt haben. Es bleibt also nur das Interesse an der Technik und am Sport. Dieses Interesse ist lobenswert, aber das Praktische tritt erst in die Erscheinung, wenn man das Fahrrad nicht als Spielkameraden, sondern als Freund in ern⸗ ster Stunde betrachtet. Zu diesen„ernsten“ Stunden gehören ur die meisten Schüler und Schülerinnen die Wege zur Schule. Ein mit dem Fahrrad zur Schule kommendes Kind wird frischer an den Unterricht gehen, als ein zu Fuß nach langer Marschzeit angelangtes Kind. Das radfahrende Kind wird aufnahmefähiger sein. Es wird sich auf den Schulweg freuen, weil es ihn spielend zurücklegt. Das zu Fuß gehende Kind wird den Schulweg fürchten. Die durch das Fahrrad gewon⸗ nene Zeit kann das radfahrende Kind für seine Schulaufgaben verwenden und wenn das zu Fuß gegangene Kind mit seinen Hausaufgaben beginnt, kann das im glücklichen Besitz eines Ra⸗ des befindliche Kind bereits mit dem Vater, der Mutter oder gleich glücklichen Kindern aus der Stadt fahren. Ein im Walde mit dem Herzen aufgefangener Sonnenstrahl bringt mehr Se⸗ gen als das Spazierengehen in den Stadtparks, das Spielen auf der Straße, in dunstigen Höfen. Der Sinn für die Natur wird geweckt und das Kind wird zur Selbständigkeit erzogen. Das Interesse an der Technik veranlaßt den Knaben, sich mit seinem Rade zu beschäftigen und finden Körper und Geist Be⸗ friedigung. 5 1 5 In den Städten setzt man dem Radfahren der Kinder die Behauptung entgegen, die Gefahren der Straße seien zu groß. Dieselben Eltern, die den sehnlichsten Wunsch ihres Kindes mit diesem Hinweis abschlagen, lassen ihr Kind gedankenlos mit der Straßenbahn fahren, lassen es allein über die belebteste Straße gehen und vertrauen es der Eisenbahn an. Vergleicht man nun die Zahl der Radunfälle mit denen, die Straßenbah⸗ nen, Omnibusse und Autos hervorgerufen haben, dann wird man erstaunt über die Geschicklichkeit der Kinder sein, die zu Rad das Meer des Verkehrs durchgueren. Wer mit offenen Augen durch die Straßen einer Großstadt geht, wird die Beobachtung machen, daß die radfahrenden Kinder mit dem Verkehr weit besser zurecht kommen, als die Erwachsenen zu Fuß. Bei Be⸗ nutzung des Rades auf dem Lande fallen die Verkehrsbedenken fort und nachdem die langjährige Praxis bewiesen hat, daß das Radfahren ein Segen für die Menschheit geworden ist, kann man einem Kinde den Wunsch, ein Fahrrad zu besitzen, umso⸗ weniger abschlagen, als das Fahrrad das Kind erzieht und ihm den gesunden Körper verschafft, den der gesunde Geist braucht.


