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Dienstag, den 1. März 1932.
Allgemeine Hesilsche Sportzeitung
Nr. 9
um die Weftdeutsche Meifterschaft
Köln⸗Sülz 07 wieder Rheinbezirksmeister.
Im westdeutschen Fußball wurde am letzten Februarsonntag der erste von den acht Bezirksmeistern ermitteln. Köln⸗Sülz 07, der am Vorsonntag Alemannia Aachen überraschend 1:0 ge⸗ schlagen hatte, eroberte sich wieder einmal die Meisterschaft des Nheinbezirks. Die Kölner Mannschaft konnte im Rheydter Stadion gegen Odenkirchen 05/07 vor 157000 Zuschauern zwar nur ein 2:2 erzielen, aber dieses Anentschieden genügte, um den Titel vor Aachen und Odenkirchen sicherzustellen. Köln⸗ Sülz 07 hat sich damit auch gleichzeitig für die Endspiele um die Westdeutsche Fußballmeisterschaft qualifiziert.
Ebenfalls nur unentschieden endete das erste Spiel um die Meisterschaft des Bergisch⸗-Märkischen Bezirks, das vor 12 000 Zuschauern im Düsseldorfer Rheinstadion zwischen dem vorjäh⸗ rigen westdeutschen Meister Fortuna Düsseldorf und dem be⸗ kannte VfL Benrath ausgetragen wurde. Der Kampf brachte als Schlußergebnis ein 1:1, nachdem Fortuna bei der Pause mit 1:0 geführt hatte. Da der Vertreter der Gruppe 3(Wuppertal), der bislang noch nicht ermittelt ist, bei den Bezirks-Endspielen kaum eine Rolle spielen dürfte, so ist damit zu rechnen, daß sich Fortuna und Benrath noch einmal gegenüberstehen werden.
Dagegen dürfte es in Hessen-Hannover zu einer schnellen Klärung kommen. Borussia Fulda siegte am Sonntag in Göt⸗ tingen vor 3000 Zuschauern uber den Gruppenmeister Göttin⸗ gem 05 klar mit 30(2:0), und es ist nun erst recht nicht mehr daran zu zweifeln, daß Fulda verhältnismäßig leicht zur Be⸗ zirksmeisterschaft kommen wird.
Im Ruhrbezirk können die Endspiele noch nicht beginnen, da die Gruppenmeister noch nicht feststehen. In der Gruppe Essen haben Schwarzweiß und Sportfreunde Essen die Verbands⸗ spiele mit gleicher Punktzahl beendet. Am Sonntag sollte ein Entscheidungsspiel den neuen Gruppenmeister bringen, aber trotz zweimaliger Verlängerung blieb das Spiel torlos, so daß ein weites Entscheidungsspiel notwendig geworden ist. In der Nachbargruppe konnte Schalke 04 zur allgemeinen Ueberraschung gegen Union Gelsenkirchen nur einen mageren 1:0-Sieg er⸗ zielen.
Bezirk Westfalen: Hier warten die beiden Meister Ham⸗ mer Spogg.(Gruppe Ost) und Spielogg, Herten(Gruppe stalfg 21 den ersten Waffengang, der wahrscheinlich am 6. März statfindet.
Bezirl Mittelrhein: Der FV Neuendorf von der Gruppe Rechts hat den Wettlauf mit dem FWeEngers zu seinen Gunsten entschieden und ist Meister geworden. In der Gruppe Links haben sich die Verhältnisse derart verschoben, daß nun der SC
Streife durch den Bezirk
In der Bezirksliga fand am Sonntag in Göttingen das Vorspiel um die Bezirksmeisterschaft zwischen Sportklub 05 Göt⸗ tingen und Borussia Fulda statt. Die Gäste siegten mit 0:3 (0:2), ohne aber ein überzeugendes Spiel zu liefern, wenn auch im großen Ganzen die Borussen in der zweiten Halbzeit zu besserer Form aufliefen, das 3. Tor für sie war sogar ein Selbst⸗ tor der Göttinger. Das Rückspiel folgt nun am nächsten Sonn⸗ tag in Fulda, wo der Platzverein nur unentschieden zu spielen braucht, um sich die Meisterschaft zu sichern; eine Niederlage allerdings würde ein drittes(Entscheidungs-) Spiel nötig machen, das acht Tage später in Kassel ausgetragen werden müßte. Die e e der beiden Gruppen drehen sich jetzt nur noch um Abstieg oder Verbleib. In der Nordgruppe hat sich wider Erwarten die 5 955 geändert, da verschiedene Ver⸗ eine, welche zuerst glatt dem Abstieg verfallen schienen, in den letzten Spielen Erfolge erzielt haben, welche bei günstiger Aus⸗ wertung der noch rückständigen Spiele Vereine, die sich schon geborgen fühlten, in die Gefahr des Absteigens bringen können. Auffallend ist besonders das schon wiederholte Versagen des BW Sport Kassel, während Tura Kassel sich mächtig nach oben hin vorgedrängt hat. Auch Grone konnte sich bedeutend ver⸗ bessern und ist im günstigsten Falle nicht ohne Aussicht auf den fünften Platz.
In der Südgruppe liegen drei Provinzvereine an der Spitze: Borussia Fulda(30:6), Germania Marburg(24:12) und Kurhessen Marburg n Die letzteren tragen am kommen⸗ den Sonntag ihr Schlußspiel gegen Germania Fulda aus; da es in Marburg 977 0 stattfindet, darf man wohl mit einem Sieg rechnen, wenn die Mannschaft nicht noch zuletzt aus der guten Rolle fällt, die sie während der Nachserie gespielt hat. Werden beide Punkte gewonnen, so schiebt sich der Verein mit 25:11 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz vor, wo er nur noch von Hessen 09 Kassel mit Punktgleichheit eingeholt werden kann. Da aber die drei Kasseler Vereine: Hessen 69, Sportklub 03 und Kurhessen(je 16 Spieel) noch gegeneinander antreten müssen Gessen— Kurhessen, SC 03— Kurhessen) und auch noch in Horas zu spielen haben(Horas— SC 03, Horas— Hessen), so wird auch ein unentschiedener Ausgang des Marburger Spieles (24.12, also Punktegleichheit mit Germania Marburg) den Ver⸗ bleib der beiden Marburger Vereine nicht mehr gefährden, weil Kurhessen Kassel im besten Falle nur 23.13 Punkte erlangen kann. Die Verhältnisse haben sich jetzt also so zugespitzt, daß einer von den drei Kasseler Vereinen absteigen muß, so daß jeder sich anstrengen wird, dieses Schicksal dem anderen zu be⸗ reiten, ein freiwilliger Punkteverzicht ist also 9
Rolli, der Stürmer.
Roman von Falk Heldburg. (9. Fortsetzung.)
Plötzlich schreckte sie auf— ein vieltausendstimmiger Schrei erscholl. Geschlossen ging die deutsche Angriffsreihe durch, un⸗ widerstehlich. Der Ball wanderte von Mann zu Mann, ratlos liefen die Pariser hin und her, schrien sich aufgeregt etwas zu. Jeder im weiten Rund fühlte es: Das ist der Sieg der Deut— schen! Der Halblinke umspielte einen Gegner; gab den Ball nach rechts, der Mittelstürmer täuschte, der Halbrechte nahm das Leder aus der Luft, schoß—— gegen die Latte.
Der Ball flog ins Spielfeld zurück, dem Mittelstürmer ge— rade vor den Fuß, ein kurzes Stoppen, ein blitzschnelle Bewegung des Fußes... über die ausgestreckten Zane des Torwarts hinweg senkte sich der Ball ins Netz: Die Deutschen führten 2111
Dr. Kurth fühlte, wie ihm die Augen naß wurden Er suchte nach der Zigarettenschachtel. Als er sie endlich in einer unmöglichen Tasche fand, stellte er fest, daß sie leer war.
Die Rolli-Rufe wollten kein Ende nehmen.
Am tollsten gebärdete sich der Herr in dem modischen An⸗ zug, er war auf die Bank gesprungen und dirigierte, das Spa⸗ zierstöckchen in der erhobenen Rechten, eine imaginäre Musik— kapelle.
Schließlich sank der Mann erschöpft zurück.
„Hören Sie, Monsieur“, sagte er atemlos zu seinem Nachbarn, einem behäbigen Tingeltangelwirt,„das ist der beste Mittelstürmer der alten und neuen Welt, so wahr ich Felipe Ximnez heiße. Rolli, Rolli, Rolli— roi du football de Paris!“
Der Abend in Paris.
Unter dem tosenden Jubel der Zwanzigtausend gingen die letzten Minuten dahin. Noch kurz vor dem Schlußpfiff erhob sich Maria Hedemann; sie schritt durch die Tribünenreihen, dem Ausgange zu.
Da vernahm sie hinter sich einen erstaunten Ausruf.
„Sie hier, liebe gnädige Frau?“
Es war der Botschaftsrat Dr. Karsten, der mit ihrem ver⸗ 11 80 Mann vor Jahre in der türkischen Botschaft gearbeitet
atte.
„Guten Tag, Dr. Karsten. Meine Pariser Zeit ist eigentlich
mer:
Neuenahr mit dem TV Mayen, der schon allgemein als unbe⸗ strittener Meister galt, punktgleich ist, während die Spielvgg. Andernach noch Dritter im Bunde werden will. N Bezirk Niederrhein: Während am 21. Februar noch keine Klärung erfolgte, hat nunmehr der FV 08 Duisburg in der Gruppe Bealle Rivalen abgeschüttelt und sich die Meisterwürde gesichert. In der Gruppe A streiten sich um diese Würde nach wie vor noch heftig der Meidericher Spielverein und der VfB Ruhrort. 5 g Bezirk Südwestfalen: In der Sauerlandstaffel brachte es die
Sportogg. 1910 Wetter soweit, daß sie mit Spiel und Sport 09 Hüsten punktegleich geworden ist; die beiden müssen also um die Gruppenmeisterschaft erst noch ein Entscheidungsspiel austragen. In der Siegerlandstaffel werden voraussichtlich dieselben Ver⸗ hältnisse eintreten, da Germania Mudersbach mit 20:10 Punk⸗ ten noch ein Spiel austragen muß(und gewinnen kann), wäh⸗ rend Jahn Werdohl mit 22:10 Punkten seine Serie beendet hat.
Zusammengefaßt ergibt diese Betrachtung, daß von 8 Be⸗ zirksmeistern bis jetzt erst einer feststeht(Bezirk Rhein), während von 19 Gruppenmeistern bisher 13 ermittelt sind, so daß noch 6 ausstehen; dabei sind allerdings in zwei Gruppen Entscheidungs⸗ spiele zwischen punktegleichen Vereinen der Spitzengruppen nötig, so daß hier die Ermittelung der Meister vereinfacht ist.
Fußball in Lessen⸗Hannover
Vorussia Fulda schlägt Göltingen⸗s 3:0
Im Mittelpunkt des Interesses stand am Sonntag der erste Kampf um die Bezirksmeisterschaft zwischen den beiden Gruppenmeistern. Borussia Fulda erwies sich als die bessere Elf und siegte mit 310 klar. In der Südgruppe ließ sich Kur⸗ hessen Kassel in Fulda überraschend von der Germania mit 10 schlagen und erhöhte dadurch die Abstiegsgefahr. Ockershausen verlor auf eigenem Gelände mit 04 gegen Kurhessen Marburg. In der Nordgruppe ließ sich Sport enkgegen allen Erwartungen don Tura Kassel mit 2:1 schlagen. Mit 1:0 behielt Northeim gegen Groß⸗Almerode die Oberhand. In den beiden Tabellen hat sich nichts geändert. 8 Um die Bezirksmeisterschaft.
Göttingen 05— Borussia Fulda 0:3(0:2). 8
Im ersten Gange um die Meisterschaft des Bezirks Hessen⸗ Hannover standen sich am Sonntag in Göttingen vor 3000 Zu⸗ schauern die Gruppenmeister gegenüber. Die Borussen erran⸗ gen einen klaren Sieg Die Mannschaft war technisch ihrem Gegner überlegen und hatte ihre Hauptstütze in dem Mittel⸗ läufer Maintz, der ein ausgezeichnetes Spiel lieferte. Vor Halbzeit war die Verteidigung der Fuldaer etwas schwach, lie⸗ ferte aber nach der Pause ebenfalls ein recht gutes Spiel. Göt⸗ tingen enttäuschte, vor allem der Mittelläufer Stamer war sehr schwach. Der Sturm spielte ohne Zusammenhang, hier konnte nur der Rechtsaußen Wendland gefallen, der recht brauchbare Flankenbälle hereingab. Das erste Tor fiel durch einen langen haltbaren Schuß des Rechtsaußen Heßberger. Der Halbrechte Kammerls umspielte den linken Göttinger Läufer und verwan⸗ delte zum zweiten Treffer. Der einzige Erfolg nach der Pause resultierte aus einem Selbsttor des Göttinger linken Läufers,
im Gegenteil wird es zwischen ihnen zu erbitterten Kämpfen um die fehlenden Punkte kommen. 5
Ueber den Stand in den vier Gruppen der 1. Bezirksklasse folgt eine Betrachtung in der nächsten Nummer.
*
Wie steht es mit dem Programa für den Jugendopfertag am 13. März? Die Hauptsache soll sein: wenig Kosten verursachen und viel Geld einbringen! Wie ist das zu bewerkstelligen? Durch Spiele zwischen Vereinen desselben Ortes oder der Nach⸗ barschaft. Zum Beispiel: Gießen kombiniert gegen Wetzlar und Niedergirmes kombiniert, oder(wenn etwas mehr geboten werden soll): Gießen kombiniert gegen Marburg kombiniert. In beiden Fällen lassen sich sogar gut von jeder Partei zwei Mannschaften aufstellen, so daß also vier Spiele(Marburg, Gie⸗ ßen, Wetzlar und Dillenburg) stattfinden können. Das gilt für die Bezirksliga und 1. Bezirksklasse. In den anderen Klassen kann man nach demselben Modus verfahren. Sind überhaupt schon Schritte in der Sache getan, Verhandlungen eingeleitet? Warum hört und liest man noch nichts?
Was man amtlich hört
Der Verbandsvorstand wünscht, daß die ordentlichen Gau⸗ tage so angesetzt werden, daß sie bis Ende März durchgeführt sind. Am 9. und 10. April tagt dann in Duisburg der Ver⸗ bandsausschuß und nach dieser Sitzung sollen dann tunlichst die Bezirkstage bis zum 1. Mai stattgefunden haben.— Wir haben verschiedentlich die Mahnungen der Instanzen an die Vereine, ihren Verpflichtungetn dem Verband gegenüber nachzukommen, unterstützt. Durch das Entgegenkommen des Verbandes brau⸗ chen doch von den drei Raten der Pauschale nur die beiden ersten bezahlt zu werden. Aber auch dies haben eine Reihe von Ver⸗ einen nicht getan. Sollten dieselben nunmehr den letzten Ter⸗ min, den 10. März 1932, nicht innehalten, haben sie sich auto⸗ matisch aus dem Verband ausgeschlossen. Es sind im Rückstande im Gau Dill 11 Vereine, im Gau Gießen⸗Wetzlar 9 Vereine und im Gau Marburg 25 Vereine.— Am kommenden Sontag hat übrigens der Gau Dill zu einem a. o. Gautag nach Dillenburg eingeladen Als wesentlichster Punkt steht„Neuwahl des Gau⸗ vorsitzenden“ in der Tagesordnung, gleichfalls foll über die Ju⸗ gendopfertagspiele verhandelt werden.— Das Programm für die Frühjahrsgeländeläufe im Gau Marburg liegt jetzt vor. Tag: 13. März; Zeit: 11 Uhr vorm. Ort: Wallau und Marburg; Meldung 5 12. März mittags; Startgeld:—; pro Startnum⸗ 10 Pfg.
der Herbst. Sie haben also Grund, erstaunt zu sein. Aber ich wollte meine Landsleute kämpfen und siegen sehen.“
1 0 Ach ja, richtig. Nun, und wie hat Ihnen das Spiel ge⸗ fallen?“
„Wundervoll, Doktor. Und Ihnen?“
Der Botschaftsrat lachte.
„Ich bin ja gewissermaßen beruflich hier. sagen, daß 9 mich dieser Kampf begeistert hat. Ich habe hier Mannschaften der internationalen Extroklasse gesehen. Ungarn und Wiener, Engländer und Schotten, ja sogar den Olympia⸗ sieger Uruguay. Sie spielten kunstvoller. Sie 1 aus dem Sport eine Kunst gemacht. Aber— sie blieben kalt dabei, kalt
Aber ich muß
der eine Flanke des Fuldaer Halblinken ins eigene Tor lenkte. Schiedsrichter Hörner-Kassel leitete recht gut.
Die Spiele der Südgruppe Ockershausen— VfB Kurhessen Marburg 0:4(0:4).
Die Ockershausener Mannschaft trug auf eigenem Platze das letzte Verbandsspiel aus und mußte die Punkte dem besseren Gegner überlassen. Harter Boden und starker Wind beeinträch⸗ tigten die Leistungen der Spieler sehr. In der ersten Hälfte war es wirklich ein recht schönes Spiel, anständig, ruhig, so wie es sein soll; dagegen in der 2. Halbzeit fielen einige der Platz⸗ besitzer wieder aus der Rolle und hätte es nichts geschadet, wenn der Schiedsrichter hier mit Platzverweis gestraft hätte. Die VfB⸗Kurhessen-Mannschaft war den Ockershausenern in jeder Weise überlegen, wenn auch in der zweiten Halbzeit keine Tore mehr fielen, so lag das eben daran, daß sich die Schimmelreiter sehr reserviert verhielten. Die Ockershausener Stürmerreihe
kann nichts, das muß man ohne weiteres zugeben. In der Läuferreihe leistete der Mittelläufer Wirth eine recht gute Ockershausener
Partie, überhaupt, er war der Se der Mannschaft. Der Torwart leistete ebenfalls recht gute Arbeit und der rechte Verteidiger stellte seinen Partner stark in den Schatten. Wie sah es nun bei den Gästen aus? Die Mannschaft war gleich gut besetzt. Merlau und Berndt leisteten die beste Partie. Schiedsrichter Wingenfeld⸗Fulda brauchte nicht viel ein⸗ zugreifen. VfB hat nun noch ein Spiel gegen Germania Fulda auc de und wird es auch sicherlich gewinnen. Geht es auch verloren, so kommt ein Abstieg für den VfB Kurhessen Marburg nicht mehr in Frage. Germania Fulda— Kurhessen Kassel 120(1:0).
Die Kasseler büßten in Fulda zwei wertvolle Punkte ein. Germania kämpfte mit großem Eifer und war im übrigen dem Gegner ebenbürtig. Der beste Mann der Fuldaer war der Mit⸗ telläufer Birkenbach, der sein Gegenüber glatt in den Schatten stellte. Ueberhaupt war die Läuferreihe der Gäste sehr schwach. Dennoch hätte das Ergebnis günstiger für die Kurhessen sein können, wenn nicht der Innensturm ausgefallen wäre, vor allem der Internationale Weber. Der einzige Treffer für Fulda fiel in der 35. Minute durch Derbort.
In der Nordgruppe: Sport Kassel— Tura Kassel 1:2(0:1).
Die Sport⸗Mannschaft, die noch vor wenigen Wochen um die Meisterschaft kämpfte, war nicht wieder zu erkennen. Tura dagegen kämpfte mit doppeltem Eifer und brachte den Gegner aus dem Konzept. Bereits nach 4 Minuten erzielte Tura durch Freistoß das erste Tor. Nach dem Wechsel gelang Sport der Ausgleich, aber 10 Minuten vor Schluß konnte Tura zum Sie⸗ gestreffer einsenden. 4
Northeim— FC Groß⸗Almerode 1:0(0:0).
Das Spiel in Northeim litt unter den schlechten Bodenver⸗ hältnissen. Northeim N diesen besser anzupassen und errang einen knappen Sieg. ach dem Spielverlauf wäre ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen.
Eintracht siegt in Kassel 72.
Der Mainmeister spielte gegen eine kombinierte Elf.
Zum Spiel der kombinierten Mannschaft von Spielverein und SC 03 Kassel gegen den Mainmeister Eintracht Frankfurt erschienen am Sonntag in Kassel trotz des rauhen Wetters 5000 Zuschauer, die denn auch durch das prächtige Spiel der Frank⸗ furter einen nicht alltäglichen Fußballgenuß erhielten. Trotz⸗ dem sie mit Ersatz für den Torman Schmidt(Pfister) und den den Halbrechten Möbs(Kron) antraten, spielten die Frank⸗ furter wie aus einem Guß. Sie waren in ausgezeichneter kör⸗ perlicher Verfassung, und ihre Technik und Taktik war dem Kön⸗ nen der ausländischen Profimannschaften, die man in den letz⸗ ten Monaten in Kassel gesehen hat, durchaus ebenbürtig. Schon bis zur Pause führten die Frankfurter durch drei Treffer von Ehmer und ein Tor von Dietrich mit 470. Kassel hatte bis dahin kaum etwas zu bestellen gehabt. Nach dem Wechsel spielten die Gäste dann reservierter, einzelne Leute schonten sich ganz offensichtlich. Trotzdem fielen durch Ehmer 127 vier Tore. Der Frankfurter Mittelstürmer schoß also allein sechs Treffer. Beim Stande von 470 und 511 erzielte Kassel jeweils durch seinen Halbrechten Engelhardt, der als bester Mann der Kasse⸗ ler Elf anzusprechen war, zwei Gegentore.
saß da neben Jules Ladomégue, dem Weltrekordläufer, und dort befand sich Borotra, einer der e Tennis⸗Musketiere, in angeregter Unterhaltung mit dem Botschaftsrat Dr. Karsten. Dieser hatte Dr. Kurth den Paß für Roland Lichti übergeben. Dr. Kurth hatte gerade auf eine Begrüßungsansprache ge⸗ antwortet, als ihm ein Kellner zuflüsterte, daß Herr Lichti am Herne verlangt würde. „Von wem?“ fragte der Vorsitzende leise. „Vom Hotel de la Régence für Madame Hedemann.“ „Danke es ist gut. Herr Lichti wird wieder anrufen.“ Das fehlte noch! Er sah zu Roland Lichti hinüber, der von
und berechnend. Sie spielten im Gefühl ihrer Ueberlegenheit. Diese Deutschen jedoch waren, nachdem sie die Befangenheit überwunden hatten, mit ganzem Herzen bei der Sache, kämpften mit Begeisterung und Liebe, mit einem Schwung, der ihnen die Sympathien des Publikums eintrug. Dieser Mittelstürmer allein— ein prächtiger Bursche. Fabelhaft, wie blitzschnell und doch überlegt er handelt!“
Sie bestiegen den Wagen der Botschaft, den sich Dr. Karsten telephonisch bestellt hatte.
„Trinken wir eine Tasse Kaffe zusammen, lieber Doktor?“
„In einer Stunde stehe ich Ihnen zur Verfügung, gnädige Frau. Ich muß zunächst nach der Botschaft, um für diesen Mittel⸗ stürmer einen Paß ausstellen zu lassen. Der junge Mann will heute abend schon zurückfahren.“
Maria schloß die Augen.
dem e ins Gespräch gezogen war. Dieser kapriziösen Frau war alles zuzutrauen, und Dr. Kurth befürchtete sehr, daß ein kurzes Rendezvous das ungeeignetste Mittel sei, den Mittel⸗ r mit dieser unverhofften und überstürzten Abreise zu ver⸗ söhnen.
Ueberhaupt— daheim würde er den guten Rolli einmal ins Gebet nehmen.
Roland Lichti lächelte still in sich hinein. Er hatte Maria versprochen, anzurufen. Er würde aber nicht e sondern zu ihr fahren und sie mit der Nachricht überraschen, daß er noch ein paar Tage in Paris bleiben wollte. Was ging ihn die Bank noch an!
Er malte sich ihr Erschrecken aus, wenn er das Telegramm zeigen und erzählen würde, er müsse um 22,25 Uhr reisen. Dann aber würde er sagen, daß sein Entschluß feststände, den Ruf seiner Firma zu überhören.
Das war doch nicht möglich! Er wollte abreisen? Hatte Er warf einen verstohlenen Blick auf die Armbanduhr. er ihr nicht den Abend versprochen? Floh er von ihr? Schon halb zehn!
„Was ist Ihnen?“ fragte der Botschaftsrat besorgt. Er sprach mit seinem Klubpräsidenten. 8
„Ein wenig Kopfschmerzen. Es ist nichts. Bitte, lassen Sie„Aber Junge, du hast doch reichlich Zeit. Außerdem be⸗
mich hier aussteigen. Ich gehe die wenigen Schritte.“
Sie reichte ihm die Hand. Dr. Karsten sah ihr erstaunt nach.
Maria Hedemann stand auf der Rue de Rivoli. Mechanisch setzte sie einen Schritt vor den anderen.
Das mußte ein Irrtum sein. Er hatte doch länger Urlaub und nur, weil er ihr zugesagt hatte, mit ihr wenigstens einen Tag in Paris zu verbringen, war sie nach hier gekommen.
Sie würde telephonieren. Sie mußte Gewißheit haben.
Stade Francais gab feinen Gästen ein Bankett, an dem auch der deutsche Botschafter, französische Sportführer und andere berühmte Sportler teilnahmen.
Der Schwimmer Jean Taris
gleite ich dich
Roland Lichti wehrte ab. 5
„Sehr freundlich von Ihnen, Herr Doktor, aber Sie müssen doch hierbleiben. Lassen Sie mir die Freude, allein fertig zu werden.“
„Meinetwegen, hier hast du deinen Paß und Geld. Glück⸗ liche Reise!“
—— Unterdessen hatte Maria Hedeman vergeblich auf den Anruf Roland Lichtis gewartet. Ungeduldig ging sie in ihrem Salon auf und ab. 5
Was bedeutet das alles? Am Morgen war er nicht zu er⸗
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