Flammen umgekommen wären? Ach, wir hätten nicht selig werden können!“— Sie beschlossen, zu ihrem frommen „um ihn um Rat zu bitten, was sie tun sollten, und wurden von demselben aufgefordert, mit aller Einfalt sich an Christum zu wenden, der würde sin von der Sünde befreien, und in allen Versuchungen schützen, ja Seinen Frieden ihnen zu fühlen geben, daß sie getröstet jegliches Leid über sich ergehen lassen können. Diesen Rat befolgten die Kleinen und wurden jetzt viel gehorsamer als sonst. Ihr Beispiel forderte andere Kinder auf, bei dem frommen Schul⸗ lehrer Belehrung zu suchen. Dies bewog ihn, am Sonnabend⸗ nachmittag, wo keine Schule war, diese Kinder zu sich kommen zu lassen, um sich ihrer besser annehmen zu können. Bald ge⸗ sellten sich selbst Eltern zu denselben, um auch etwas Gutes von dem braven Schullehrer zu hören. So entstand eine große Versammlung von Erwachsenen und Kindern, für welche der Schullehrer am Sonntagabend eine Erbauungsstunde hielt, wo⸗ zu oft der Raum in seiner großen Schulstube nicht reichen wollte. Man wollte dem Schullehrer solche Versammlungen verbieten, aber sein Pfarrer nahm ihn in Schutz und bezeugte, daß die Leute, welche jene Belehrungsstunden besuchten, am fleißigsten zur Kirche gingen, und ein stilles, gottesfürchtiges Leben führten, auch daß jene Kinder sich vor allen durch Er⸗ kenntnis, Fleiß und Gehorsam auszeichneten.
Das Bekenntnis eines Ministers.
An der Spitze der protestantischen Bewegung in Ungarn steht der Finanzminister a. D. Lorant Hegedüs, der in Wort und Schrift beachtenswerte Arbeit tut. In einer Festrede ließ er sich kürzlich wie folgt aus:„Bis ich nicht durch schwere Seelenkämpfe hindurchging, war Jesu Gewalt nicht völlig über mich. Ich gestehe offen, daß ich bis zur Vollendung meines fünfzigsten Lebensjahres nur meinem Taufschein nach ein Pro⸗ testant war. Als ich aber erst anfing, meine Bibel zu lesen, da konnte ich bald nicht mehr ohne Bibel fertig werden. Heute ist es mir unbegreiflich, daß der Arbeiter oder der Be⸗ amte, ehe er an sein Tagewerk geht, zuerst einen Blick in die
Wir laden hiermit ein zur
3. Reichstagung der Evang. Volksgemeinschaft in Mainz
22.— 24. Okfober
Diese Tagung muß eine gewaltige Kund gebung und
„Evangelische Warte“
Zeitung tun muß, um zu erfahren, was die Politiker gestern gesprochen hatten— während er interesselos dem gegenüber⸗ steht, was Jesus uns fürs tägliche Leben in der Schrift zu sagen hat!“ Zum Schlusse betonte der glaubensmutige Staats⸗ mann:„Es gibt keinen größeren Ruhm, als den Kampf des Glaubens zu vollenden. Seit zwei Jahrtausenden ruft uns des Heilands Wort. und wir müssen es hören. Darum, lest eure Bibel!“ (Aus einem ungarischen Tageblatt.)
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Meinungskauf.
Auf der Hauptversammlung deutscher Zeitungsverleger stellte Professor Julius Wolff fest, daß mit Zrovinzzeitungen Insertionsverträge abgeschlossen wurden, bei denen die inse⸗ rierende Unternehmung den Verlegern nachstehende Bedingung stellte:„Wenn, so lange diese Inserate laufen, die Zeitung in ihrem redaktionellen Teil sich kritisch über die in Frage kom⸗ mende Gruppe oder ihre Geschäftsgebarungen ausspricht, oder wenn sie sich in einer den betreffenden Industrie- oder Handels⸗ konzern angehenden Wirtschaftslage in einem nicht genehmen Sinne vernehmen läßt, ist nicht nur der Auftrag hinfällig, sondern es brauchen auch die Inserate, die bereits erschienen sind, nicht bezahlt werden“. Die Wirkung dieses Abhängigkeitsver⸗ hältnisses, in dem ein Teil der Presse zum Kapital steht, zeigte sich kürzlich in Bayern anläßlich der Bierpreiserhöhung. Zahl⸗ reiche Blätter wandten sich gegen die Erhöhung des Bier— preises und riefen dadurch den Zorn der Brauindustrie her⸗ vor. So werden jetzt dem„Bayerischen Kurier“ und dem „Neuen Münchner Tagblatt“, die auch unter den Bekämpfern der Bierpreiserhöhung waren, von einer Reihe von Firmen die Inserate verweigert.
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Frivole Reklame.
Zeitungsanzeige einer Lichtspielgesellschaft unmittelbar vor der Stillen Woche mit ihren Abendmahlsfeiern für die Neu⸗ konfirmierten:
10 Akte tollstenn Humors!
Lachen?— Nein! Brüllen ohne Ende! Freitag bis Sonntag! Die große Lustspiel⸗Woche! Motto: Kommt her zu uns alle, die ihr mühselig und beladen seid, wir werden Euch erquicken! Nehmet Lehre an und lernt von uns, wie man sich vom Schneidergesellen zum Bankdirektor empor⸗ schwingen kann! 9 Das Magdeburger Konsistorium hat gegen diese blasphe⸗ mische Verdrehung eines Jesuswortes Einspruch erhoben und von. der Zeitung— noch nicht von der veranstaltenden Firma— eine zufriedenstellende Erklärung erhalten. Da die Anzeige nach einer Mater gedruckt(es handelt sich um den Großfilm „Bankhaus Pat& Patachon“, ein Lustspiel aus Kleinkiekers⸗ dorf in 6 Akten) und demnach anzunehmen ist, daß sie auch anderwärts erscheint, sei hier von dem frivolen Mißbrauch zur Ermöglichung rechtzeitiger Schritte Kenntnis gegeben.
g Das Deste Schutzmittel
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Gießen, Südanlage 21.
An untere Mitglieder und Freunde!
starkes Bekenntnis zu unserer Bewegung werden. Es ist darum Ehrenpflicht für alle
unsere Mitglieder und Freunde, an der Tagung teilzunehmen. Freiquartiere stehen in Mainz und Vororten zur Verfügung. Näheres später.
Mit evangelischem Gruß!
Für den engeren Vorstand der Evangelischen Volksgemeinschaft:
Dr. jur. Moegenburg⸗Frankfurt a. M.
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Pfarrer Mosel⸗Rohrberg.
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Sämtliche Formulare
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Formular⸗Großhandlung Albin Ulein, Gießen Südanlage 21. Sernspr. 1362
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Reichsgeschäftsführer Weidner⸗Ober⸗Lais.
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5 vorm. Wilh. Keller gegründet 1785 1 5 8 5 * Ueber die technische Ausführung der in meiner Druckerei gedruckten und besonders gut eingebundenen Tauf-, Nonfirmations-, Trau⸗ 6 2 und Sterbe-Register sind ungewollt 5 8 mir mehrere Dankschreiben von Pfarrämtern zugegangen.— — Die Herren Pfarrer bitte ich, meine Formularhandlung, die mehr als 1000 verschiedene Formulare für alle Behörden, Vereine, 2 8 Anstalten etc. umfaßt, auch den Herren Virchenrechnern und anderen OGrganisationsmännern zu empfehlen. 2
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