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zu sein und zusammenzuhalten, damit das Land Luthers vor dem drohenden Reichskonkordat bewahrt bleibt. Das Verhältnis von Staat und Kirche ist nicht durch Konkordat und Staatsvertrag zu regeln, sondern durch Staatsgesetz.
Reformationsfest.
Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen könnt gegen die listigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herrn der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Epheser 6, 11 12.
Wir denken heute an die wuchtigen Hammerschläge, mit denen Dr. Martin Luther seine 95 Sätze an die Kirchenpforte zu Wittenberg heftete. Es war eine mutige Tat, die ganz Deutschland aufhorchen ließ. Ein Mönch wagte allein, gegen Lehren der alleinselig⸗ machenden Kirche anzukämpfen. Was wollte denn eigentlich dieser Luther? Wollte er an die Stelle der Wahrheit die Lüge setzen? Wollte er das Göttliche durch Menschliches ersetzen? Wollte er ein Neues schaffen, das sein Menschengeist sich zurecht gedacht hatte? Nein, und abermals Nein] Solches lag diesem ernsten, nach Wahrheit suchenden Manne gänzlich fern. Nie⸗ mand hat ja wohl mehr nach Klarheit gerungen, als unser Luther. Aber bei dem Studium der Bibel und der christlichen Geschichte hatte er einen deutlichen Unterschied kennen gelernt zwischen dem Archristentum und der römischen Papstkirche. In Kultus und Glau⸗ ben waren von außenher fremde Bestandteile hineinge⸗ Tragen worden, die nicht im Sinne Jesu sein können. Da war Luthers Folgerung logisch und einfach. Was nicht im Sinne Jesu ist, das ist auch nicht göttlich. Was aber nicht göttlich ist, das ist teuflisch.
Wie nun der Apostel seine Epheser rüstet gegen die listigen Anläufe des Teufels“, so war zu seiner Zeit
auch Luther der Herold des deutschen Volkes, der zum Kampfe gegen alles Wideraöttliche und Mnchröte lle
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1 2 herskest ät der Gestälkung des kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Lebens in Staat und Gemeinde. Die Meinung, Politik habe mit Religion nichts zu tun, ist durchaus falsch. Diese irrige Meinung hat uns Evangelische zu der jetzt offenkundigen politi⸗ schen Machtlosigkeit geführt.
hatte er gegen sich stehen! Luther war furchtlos und treu. So steht er uns und den künftigen Zeiten als ein Vorbild des gottesfürchtigen Glaubenskämpfers.
Heute sehen wir das Erbe Luthers, des größten Wohltäters Deutschlands, wieder bedroht. Das Frei⸗ denkertum auf der einen Seite, die amerikanischen Sek⸗ ten auf der anderen Seite, suchen der Kirche der Re⸗ formation Abbruch zu tun. Dazu blähet sich Rom und sucht wie zur Reformationszeit, so auch heute, nicht mit den Waffen des Geistes, sondern mit weltlicher Gewalt, Luthers Werk zu vernichten. Mit dem Ende des Jah res 1546, dem Todesjahre des großen Reformators, be⸗ ginnt die Abwehr kriegerischer Anläufe Roms. Seit dieser Zeit haben die Bekenner des Evangeliums immer wieder weltliche Machtmittel zu spüren bekommen, wie Kriege, gewaltsame Austreibungen aus der Heimat, ge⸗ waltsame Bekehrungen zur römischen Kirche und dergl. Heute hat man andere Mittel, humanere wohl, aber deshalb nicht weniger gefährliche. Was man mit der rohen Gewalt nicht erreicht, das kann man heute auf dem Wege der Gesetzgebung erreichen. Darum suchen
alle Feinde der Reformation, das Freidenkertum eben⸗ so wie Rom, Einfluß auf die Gesetzgebung Deutschland zu gewinnen. der Reformation am Platze sein, zu wachen, zu beten, aber auch zu handeln! müssen wir anlegen und Christi Sache überall da führen, wo man ihr gefährlich wird. Leben heißt ja kämpfen.
in ganz Da heißt es für die Erben
Die geistige Waffenrüstung
Es ist Zeit, daß wir Evangelische wach werden und
uns den Kämpfer⸗ und Bekennergeist der Reformations⸗ zeit wieder erwerben. Kreuz nehmen und Jesu nachfolgen. So wollte es der Herr.
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Jesu Jünger müssen ja das
Christ sein, heißt ein Bekenner sein. Die ersten
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des, Sreackr
5 eee. 2 And Völkerleben zur Geltung zu bringen suchen zur Rettung des deutschen Volkes und der gesamten Menschheit. Das alles soll erreicht werden durch die Evange⸗ lische Volksgemeinschaft. Durch sie soll die Fackel des Evangeliums in das öffentliche Leben hineingeworfen W
erden. Im Vertrauen auf Gott und das gute Recht
nen und die Segenskräfte des Evangeliums nutzbar machen für die Heilung unseres kranken und irregeleite⸗ ten Volkes. Das erfordert Selbstverleugnung und Kampf. Wir werden auf einen besonderen Platz ge⸗ rufen. Wenn wir glauben, daß das Gesetz durch die Religion gekommen ist, dann müssen wir dafür kämp⸗ fen, daß in unserem Volke die Gesetze nicht wider die Religion, nicht widergöttlich gemacht werden.
Daß wir da ja auch recht handeln! Gott hat uns durch die Stürme der letzten Jahre hindurch unser teures Evangelium erhalten. Heute fordert er Pflichten von uns. Da wollen wir den Wächterruf hören in aller Demut, aber auch in der Gewißheit, in der unser Martin Luther einst sang:
Mit uns'rer Macht ist nichts getan, Wir sind gar bald verloren.
Es streit für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer er ist:
Er heißt Jesus Christ,
Der Herr Zebaoth,
Und ist kein andrer Gott;
Das Feld muß er behalten. Hr.
Aus oͤen 95 Thesen. D. E. K. Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: Tut Buße! hat er gewollt, daß alles Leben der Gläubigen Buße sein soll.— Jeglicher Christ hat, wenn er in aufrichtiger Reue steht, vollkommenen Erlaß von Strafe und Schuld, die ihm auch ohne Ablaßbrief gebührt.— Der wahre Schatz der Kirche ist das aller⸗ heiligste Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Got⸗ tes.— Man ermahue- die- Chrifban daß sie ihrem nd Hölle nachzu⸗ „5er ihr Vertrauen Simmelreich ein⸗ at keine Gefahr.“
0 scartin Luther.
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