1 f a der, wenn sich ab und zu Leute einfinden, welche diese
Gemeinde gern einmal sehen wollen, sich für diese und 0 ben Einrichtung interessieren, um sie in der eigenen
emeinde auch einzuführen. Wenn das die oben ge— schilderte Gemeinde erfährt, oder sie vielleicht bei einer Kirchenvisitation aus kirchlichem Munde dankbare Porte zu hören bekommt, so ist sie nicht stolz, sondern Freude bewegt sie darüber, bescheidene Freude, gepaart
nit der Zuversicht, ihre evangelischen Pflichten zu er— Füllen und auf dem richtigen Wege zu sein.
(Auf Anfrage ist die Schriftleitung gerne bereit, den Namen der betr. Gemeinde Interessenten mitzuteilen, da der Verfasser
aus verständlichen Gründen ihn nicht genannt hat.)
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Auf der Warte.
Die Welt steht mitten in einer Unwetter⸗Aera. Kaum waren die riesigen Ueberschwemmungen in Ame— tika zu Ende, als auch schon Wirbelstürme über Europa dahinbrausten. Auf die Unwetterkatastrophen im Harz und in Sachsen kommt nun in Palästina ein heftiges Erdbeben. Ueberall in der Welt scheinen die Natur- kräfte entfesselt zu sein. Wenn auch die Meldungen aus Palästina zunächst übertrieben waren, so ist doch ach den letzten Nachrichten der Schaden ganz beträcht⸗ lich. Die Genfer Marineabrüstungskonferenz, die vor Tagen vor unüberwindlichen Schwierigkeiten stand, hat sich in letzter Minute noch einmal zusammengefun⸗ den. Eine Vollsitzung fand statt. Aus den Reden
ließ sich erkennen, daß Verhandlungsbereitschaft bei den vertretenen Staaten vorhanden ist, aber für sein Land
gan land als den Hauptfündenbock hinzustellen. Recht oder Unrecht sei nicht entschieden!
immer noch keiner nachgeben will. Man versucht, Eng⸗ Ob mit Jedenfalls
möchte kein Staat die Schuld am Scheitern der Konfe⸗
9 lenz auf sich nehmen.— In Frankreich hat sich das Mi⸗
mal retten können.
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etwa
gekommen infolge eines politischen Prozesses.
lassen. t ene Flügels Angst und Bange geworden.
nisterium Poincaré mit vielen Winkelzügen noch ein⸗ Poincaré selbst scheint aber doch der Schrecken ein wenig in die Glieder gefahren zu sein,
denn seine Rede in Belgien anläßlich seines Besuches
in Brüssel bei der Einweihung des Denkmals für den unbekannten Soldaten ist sehr mäßig gehalten, erkennt sogar einmal den guten Willen Deutschlands bei der Entfestigung des deutschen Ostens an. Dafür machen die französischen Nationalisten, denen das nicht in ihren Kram paßt, wegen dreier von der Forstverwal— ung im Interesse der Feuersicherung unserer Ostwälder errichteter Holztürme desto lauteren Lärm. Drei Holz⸗ fürme bedrohten von neuem die Sicherheit Frankreichs! Früher hätte man das in ein Witzblatt und nicht in eine Zeitung gesetzt.— Unterdessen steigt die Teue—⸗ tung in Frankreich unentwegt weiter. Der General- ndex ist in der letzten Woche von 485 auf 520 gestie⸗ gen.— In unserem Nachbarstaat Oesterreich ist es in der Hauptstadt Wien zu blutigen Zusammenstößen Gewis⸗ senlose Elemente hatten sich der Masse bemächtigt und haben den herrlichen Justizpalast in Flammen aufgehen Der Sozialdemokratie ist es selbst ob 73555
as
isterreichische Parlament leidet unter einer unglücklichen
ile und knapp 90 Andersgesinnten besteht.
zusammensetzung, da es aus über 80 Sozialdemokraten Man hat aber die Sozialdemokraten nicht in die Regierung mit ein⸗ ezogen, nach unserer Ansicht ein Fehler. Eine der⸗ artig starke Opposition ist und bleibt ein Schmerzens⸗ nd. Dazu kommt, daß die Hauptstadt Wien über⸗
dviegend sozialdemokratisch ist. Anscheinend ist aber die
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egierung Herr der Lage und wehrt sich energisch gegen
die Wünsche der Sozialdemokratie. Der schlaue Präsi⸗ dent Seipel hat durch Verhandlungen zunächst Zeit und damit alles gewonnen. Täuschen wir uns aber nicht über den Augenblickserfolg. Die nächsten Jahre wer⸗ den in dem Donaustaat starke politische Kämpfe brin⸗ gen.— Der Entwurf des Reichsschulgesetzes wurde om Kabinett beraten und der Oeffentlichkeit zur Dis⸗
ion übergeben. Die volksparteilichen Minister haben ihr Veto gegen gewisse Punkte eingelegt. Am brenz—
„Evangelische Warte“
Mitteilung.
Die nächste Sitzung des Hessischen Vorstandes und der Leiter der Hessischen Werbebezirke
findet nicht am 24. Juli statt, sondern erst am
Sonntag, den 31. Juli, nachm. 2 Ahr, in Frankfurt M.(Kronenhof)
Maschinenformer Föller spricht über„Die Arbeiterfrage in der Evangelischen Volksgemeinschaft“. Alle Freunde der Evangelischen Volksgemeinschaft sind eingeladen.
lichsten wird wohl der Kampf um die Simultanschule in Hessen, Baden und Hessen-Nassau werden. An anderer Stelle möge ausführlich nach Eintreffen des Wort— lautes dazu Stellung genommen werden.— In Hessen richteten Unwetter, besonders in der Provinz Rhein— hessen, beträchtlichen Schaden an.— In der letzten Woche tagte in Jugenheim der Hessische Beamtenbund und in Bad Nauheim der Hessische Landgemeindetag.
Verschiedenes.
Generalversammlung des Evang. Bundes 1927.
Für viele Teilnehmer an der diesjährigen General— versammlung des Evangelischen Bundes, die vom 7. bis 9. Oktober in Eisenach stattfindet, und das Gesamt— thema behandelt:„Die ersten Grundlagen der evange— lischen Bundesarbeit: Bibel, Luther, Kirche“ wird ohne Frage ein besonderer Anziehungspunkt die Autorund⸗ fahrt durch den Thüringer Wald sein, die sich am 10. Oktober an die Verhandlungstage anschließt. Die Fahrt beginnt an diesem Tage vormittags 9 Uhr und führt von Eisenach über Bad Thal, Tabarz, Schloß Rein⸗ hardsbrunn, Friedrichsroda, Inselsberg. Trusenthal, Bad Liebenstein, Altenstein, Schloß Wilhelmsthal, Hohejonne zurück nach Eisenach. Die Bundesfreunde werden gut tun, sich auch den 10. Oktober freizuhalten, um so ein gutes Stück Thüringen kennen zu lernen. An⸗ meldungen für die Rundfahrt sind an das Städtische Verkehrsbüro in Eisenach zu richten.
*
Eine verbotene Fronleichnamsprozession.
In einer Zeit, in der die römische katholische Kirche unter Ausnutzung der Verhältnisse bestrebt ist, die Fron⸗ leichnamsprozessionen möglichst einzuführen, auszudeh— nen und bemerkbar zu machen, verdient es angemerkt zu werden, daß der Stadtrat von Bayreuth in Bayern den Mut gefunden hat, diesen Bemühungen gegenüber stark zu bleiben. Nach altem Brauch halten hier die Katholiken ihre Prozession im inneren und äußeren Hofe des alten Schlosses. Dieses Jahr wollten sie da⸗ mit in die breiteste Oeffentlichkeit. Der Stadtrat hat sich dem widersetzt. Nach dem„Mayener Tageblatt“ vom 25. Juni 1927 führte bei der Verhandlung ein Stadtrat sehr vernünftig aus:„daß eine würdige Got⸗ tesverehrung mirten im Alltagsverkehr undenkbar sei. Seine Fraktion könne einer gegen den Protestantismus gerichteten, auch Verkehrsstörungen verursachenden De— monstration nicht zustimmen und bedauere den geplan⸗ ten Vorstoß gegen den konfessionellen Frieden.“
Wird der Nürburgring nur von katholischen Automobilen befahren?
Vor kurzem wurde die große Autorennbahn in der Eifel, der Nürburgring, eröffnet. Zum Erstaunen aller, die nicht römisch-katholisch in der Gegend sind, stellte sich zur Weihe die römisch-katholische Kirche ein. Am Abend des Fronleichnamstages sammelten sich die Mit⸗ glieder des Kreisausschusses, des Kreistages, der Land⸗ rat, zahlreiche römisch-katholische Geistliche usw. in der Nürburger Pfarrkirche, wo der Dechant von Adenau mit einer sakramentalen Andacht die Rennbahn weihte. In Prozession bewegte man sich dann zum Start⸗ und Zielplatz, wo die Geistlichkeit das Segensgebet sprach, das das Rituale Romanum für Eisenbahnen und Auto—
mobile vorsieht:„Allmächtiger, ewiger Gott! Du hast alle Elemente dir zur Ehre und dem Menschen zum Nutzen geschassen: Segne, wir bitten dich, diese Bahn und die dazu gehörigen Einrichtungen und schütze sie alle— zeit durch deine gütige Vorsehung! Wenn deine Die— ner schnell ihres Weges fahren, laß sie im Geleise deines Gesetzes bleiben, den Weg deiner Gebote laufen und glücklich im himmlischen Vaterlande ankommen! Sei gnädig, Herr, Gott, unsern Bitten und segne die Fahr— zeuge mit deiner rechten Hand! Gib ihnen deinen heiligen Engel bei, daß er alle, die darin fahren, alle⸗ zeit beschütze und vor allen Gefahren bewahre. Du hast dem Aethiopier, als er auf seinem Wagen saß und die Heilige Schrift las, durch deinen Diakon Philippus Glauben und Gnade zugeschickt: So zeige deinen Die— nern den Weg des Heiles, laß sie, von deiner Gnade getragen, allzeit auf gute Werke bedacht sein und nach allen Wechselfällen des Lebens zur ewigen Freude ge— langen!“ Der Dechant von Wanderath segnete sodann die Bahn nach allen vier Windrichtungen. Diese Be— handlung des Nürburgringes als rein römisch⸗katholische Angelegenheit ist recht merkwürdig. Allerdinas ist so etwas FHute ja üblich. *
Evangelisch⸗kirchliches. Aus dem Dienst der Hessischen Lan— deskirche entlassen wurde auf sein Nachsuchen der evangelische Pfarrer Fritz Haupt von hier.
*Die Hessische Missionskonferenz hielt ihre Jahresversamm⸗ lung am 3. und 4. Juli in Gießen. Der Missionsgemeindeabend in der Stadtkirche am Sonntag Abend bot die würdige Ein⸗ leitung. Universitätsprofessor D. Julius Richter von Ber- lin sprach über:„Die deutsche evangelische Mission nach dem Weltkriege“. Die Hauptversammlung in dem vollbesetzten Saal des Johanneskirche begann mit der Begrüßung durch den Vor⸗ sitzenden, Professor Werner-Friedberg. Den Hauptvortrag hielt wiedet Professor D. Richter, der anerkannte Führer der Missionswissenschaft. Das Thema hieß:„Die Aufgabe der pro⸗ testantischen Mission bei Anbruch der neuen Zeit in der nicht—⸗ christlichen Welt.“ In der Nachmittagsversammlung sprach Pfarrer Dr. Vömel von Bergebersbach(Villkreis) als lang⸗ jähriger China-Missionar über:„Das Werden der Kirche Jesu Christi in China.“ Seine anschaulichen und wertvollen Aus- führungen gipfelten in der Feststellung, daß die werdende evan— gelische Kirche von„ Millionen chinesischen Christen jetzt zwar in einer schweren Krisis, sowohl von außen wie von innen her, stehe, daß sie aber die Hilfe der deutschen und anderen Mission nicht entbehren wolle und auch nicht könne.
Aus unserer Bewegung.
Worms. Die Evangelische Voltsgemeinschaft, Ortsgruppe Worms, hatte am 14. ds. Mts., abends 8 Uhr, zu einer öffent⸗ lichen Versammlung in den„Zwölf Aposteln“ eingeladen. Zu dieser Versammlung war eine stattliche Schar evangelischer Glaubensgenossen, sowie auch andersdenkender erschienen. Als erster Redner sprach Herr Pfarrer Veller von Bretzenheim über:„Aufgabe, Zweck und Ziel der neuen evangelischen Par⸗ tei.“ Seine vortrefflichen Ausführungen, die allgemein großen Beifall fanden, bewiesen, wie unumgänglich notwendig es ist, daß endlich einmal eine evangelische Partei geschaffen wird, sollten wir Evangelische nicht noch weiter in den Hintergrund treten, denn es hat sich nach dem Kriege gezeigt, daß alle Par—⸗ teien, insbesondere aber die Rechtsparteien, die für sich in An⸗ spruch nahmen, daß sie die Interessen der evangelischen Bevöl⸗ kerung in jeder Hinsicht vertreten, uns aber kläglich im Stiche gelassen haben, was ja die Konkordatsfrage und die Personal⸗
. eine unbeschreibliche Rührung befiel mich. Ob er enn auch die Melodie zu seinen Worten selbst gefunden hatte?
Die Notenrolle in der herabhängenden Hand, stand die ängerin da; eine Begeisterung, eine hingebende Liebe
prach aus ihrem jungen Antlitz; und jetzt in unaussprechlich
zen Tönen erschollen die letzten Worte:
ö„Da sang auch ich in frohem Mut—
Ich wußte ja, mein Herz war gut!“
Eine lautlose Stille herrschte, als sie geendet hatte. Dann ber brach ein stürmischer, nicht endenwollender Beifall los; der lle Herr an meiner Seite hatte, ohne daß ich es bemerkte, meine hand ergriffen und drückte sie aufs zärtlichste.„Das ist Seele, — Seele!“ sagte er und wiegte seinen grauen Kopf. Ich aber aß hastig das Programm aus meiner Tasche; und richtig, da and der Name meines alten Freundes, zweimal stand er da; lierst bei dem der jungen Sängerin, die sich als seine Schülerin ezeichnete, dann als Komponist des Liedes, das soeben diesen saum belebt hatte.
Ich war aufgestanden und blickte um mich her; mir war, als lite ich irgendwo unter den Zuhörern doch auch ihn selbst ent⸗ gelen, sein altes, liebes Gesicht, um dessen Mund noch immer an Kinderlächeln spielte.— Es war eine Täuschung: mein alter heund hatte den süßen Lerchenton seines Jugendliedes nicht ge⸗ hört, aber auf dem Antlitz der Zuhörer lag es wie eine stille hieude; mir selber war, als sei ich eben nun doch noch mit dem süllen Meister auf seinem Veilchenplatz gewesen.
*
Von dem noch übrigen Teil des Konzertes hatte ich nicht del vernommen. Aber auf dem verhaßten Schrägpfühl des hotelbettes, worauf ich bald wie ein Gekreuzigter ruhte, tröste⸗ ben mich bis zum endlichen Einschlummern die lieblichen Töne eres Liedes, die zwischen dem vor den Fenstern tosenden Ok⸗
tobersturm wie mit Kinderstimmen immer wieder vor meinem inneren Ohre hallten. Dabei gaukelte vor den geschlossenen Augen das etwas blasse Antlitz der Sängerin.—— So hatte er es also doch erreicht! Die ganze Kunst der alten Signora Kate— rina sang mit Glockenstimme aus diesem jungen Menschenkind! Denn keinen Augenblick war ich in Zweifel, wen ich hatte singen hören, obgleich ich mich der Züge jenes zwiefach geliebten Kindes nicht mehr erinnerte und auch der Familienname desselben nie⸗ mals mir bekannt geworden war. Ich nenne ihn auch hier nicht. Zwar machte sie damals von sich reden, ja sie stellte sogar für eine kurze Zeit die neue u. die alte Musikwelt einander in hellem Streite gegenüber; bald aber tauchte sie in die große Menge derer zurück, die ihr Leid und Freud' in kleinem Kreise ausleben, von denen nicht gerdet wird.
Mein erster Gedanke am andern Margen war selbstverständ⸗ lich, sie aufzusuchen und Nachricht von dem fast vergessenen Freunde einzuholen; aber eine unvorhergesehene Verlängerung einiger Geschäfte hinderte mich daran. Da half der Freund, der mich gestern so entschlossen ins Konzert geführt hatte und nach Beendigung desselben ziemlich treulos von mir verlassen war, In seinem Hause traf ich abends mit ihr zusammen.
Es waren viele Gäste dort versammelt; wie ich bald be⸗ merkte, lauter Musikfreunde reinsten Stiles; auch mit dem alten Mozartianer von gestern vollbrachte ich ein verständnisvolles Händeschütteln.
Aber dort stand sie selbst, freundlich plaudernt mit einem hübschen Töchterchen des Hauses, von dem sie, wie es schien, so— eben als Gegenstand der Anbetung eingefangen war.
Als ich, nach Begrüßung der Hausfrau, ihr von meinem Freunde vorgestellt wurde, legte sie den Arm um den Nacken des Kindes und zog es zärtlich an sich. Eine Weile ruhte ihr Blick prü⸗ fend auf meinem Antlitz; dann reichte sie mir die Hand.
„Nicht wahr,“ sagte ich,“„Sie sind es? Wir feierten einst⸗ mals einen Sonntagnachmittag zusammen?“
Sie nickte lächelnd.„Ich habe es nicht vergessen! Mein alter Freund und Lehrer hat noch oft von Ihnen gesprochen; be⸗ sonders wenn es Frühling ward; Sie wollten ja mit uns nach seinem Veilchenplatze!“
„Mir ist,“ erwiderte ich leise,„als seien gestern abend wenig⸗ stens wir beide dort gewesen.“
Ein herzlicher Blick flog zu mir hinüber.„Sie waren im Konzert? Oh, das freut mich!“ Dann schwiegen wir eine Weile, während sie sich zu dem Kinde hinabbeugte, das sich noch immer an sie schmiegte.
—„Sie haben sich,“ begann ich wieder,„im Programm als seine Schülerin bezeichnet; es ist sonst nicht die Weise der Künst⸗ lerinnen, mit einem alten Lehrer ihren Ruhm zu teilen!“
Sie errötete tief.„Oh,“ rief sie,„ich habe an so etwas nicht gedacht! Ich weiß nicht, weshalb ich es getan; es verstand sich von selbst, mir ist, als werde ich noch immer von seiner Hand gehalten; ich danke ihm so viel!“
„Aber er selbst,“ erwiderte ich,„unser Meister Valentin, was meinte er dazu?“
Sie sah mich mit ihren stillen Augen an.„Das ist es eben,“ sagte sie,„er ist schon lange nicht mehr auf dieser Erde.
*
Auch die junge Sängerin habe ich nicht wiedergesehen. Hof fentlich ist sie seit Jahren eine glückliche Mutter; und in der Dämmerstunde, wenn die Arbeit ruht und die heilige Stille der Nacht sich vorbereitet, dann öffnet sie wohl auch einmal den Flügel und singt mit ihren Kindern das süße Lerchenlied des längst verstorbenen Freundes.
Und auch das ist ein gesegnetes Andenken.
— Ende.—


