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Fustitut für Zeitungsforschung entstammen. Die Ta elle ist deshalb besonders wertvoll, weil sie nicht nur

ie Zahl der Zeitungen, sondern auch den prozentuel hu. gen Anteil an der Presse des Landes und auch die Er r. cheinungshäufigkeit angibt:

0 Landesteil Zahl% 12 u. 6 über

9 l 0 t 1 Ib Bayern 5 ,,

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0. Hessen. 8 9,8 2 6

o 0 Oldenburg 3 9,0 1 2

Ju, Brandenburg 5. 00 Posen, Westpreußen 47 1 13 Hannover. ee ee de⸗ Hessen-Nassau 1 f ach Hohenzollern. 00 3 en Ostpreußen t 2 so Rheinprovinz 96 32,2 5 12 15 1 51 12

be⸗ Provinz Sachsen.. 0075 1 5 here Se e 1 8 at. Westfalen 61 31,6 35 22

ant Württemberg 31 17,8 1 30 25 mie Endzahl im 9

1 Deulschen Reich 395 12,03 11 21 47 5 259 48 ute 8 90

fel Wie traurig steht es dem gegenüber mit der Tätig⸗ der eit der Evangelischen auf dem Gebiet des eignen in btessewesens. Einen ganz verkehrten Weg hatte man Ja- damit eingeschlagen, daß man versuchte, die politische ung Üdische oder religibs gleichgültige Presse in evange⸗ lich lischem Sinne zu beeinflussen. Kenne ich doch einen ser. beistlichen, welcher vergeblich versucht hatte, einem ler leinen Provinzblatte wöchentlich eine Andacht zu lie die sern. Eine zeitlang wurde sie abgedruckt, dann aber zu. abgelehnt. Auch darf man nicht so einfältig sein und kon. glauben, man könne mit einer wöchentlichen Andacht ber gen ganzen Geist einer Zeitung umstimmen. Der Geist

iner Zeitung wird nur von denen bestimmt, welche in der Schriftleitung sitzen. Sind das Freidenker, so wird fan den christenfeindlichen Charakter des Blattes füh en können, sind es Juden, dann kann man keine Freundschaft mit dem Christentum erwarten, sind es eeligibs gleichgültige Männer, dann wird das Blatt für leine Religion sich erwärmen können. Zeitungen mit olchen Schriftleitern an der Spitze bilden leider heute die von der evangelischen Bevölkerung gelesenen Presse. Solche Zeitungen nun mit evangelischem Geiste durch

über dringen zu wollen, ist genau so ein vergebliches Unter ichen fangen, wie man sich bemüht hat, die heutigen Par ge. eien in evangelischem Sinne zu beeinflussen.

des Darum kann uns nur die Schaffung solcher Zei der ungen erwünscht und zur Wahrung unserer evangeli daß chen Gedanken im Volksleben allein wertvoll sein,

tech velche von bewußt evangelischen Zeitungsmännern dder geleitet werden. Welch ein guter Anfang war da mit derFrankfurter Warte gemacht! Wir können es nur 9 zu. ehr bedauern, daß dieses Blatt in der Not der Kriegs den geit sein Erscheinen einstellen mußte. Auch derReichs⸗ 0 zu, bote war früher einmal in dieser Beziehung wertvoll.

Leider segelt er heute ganz im deutschnationalen Fahr

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wel passer und kommt als rein evangelische Zeitung nicht nder: mehr in Frage. Als dann im Jahre 1924 dieNeue cht, Tägliche Nundschau mit Anterstützung des Evangeli lichen chen Bundes ins Leben gerufen wurde, da hofften viele, kitten auch hier eine wirksame rein evangelische Zeitung zu Poll thalten. Gerade die Person D. Bruno Doehrings auth chien die Erhaltung des damals gestellten Zieles zu lkon. gewährleisten. Hieß es doch damals in den Prospekten: t, J Diese Zeitung will eine Gesinnungsgemeinschaft grün⸗

den... Wir lehnen die rote, die goldene und die cchwarze Internationale rundweg ab Das Deutsch⸗

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berhards, der drohend die Reitpeitsche hob, brachte sie zur Ruhe.

Als habe die Zeit allen häßlichen Groll verlöscht, so lieb bvurde er im Krankenzimmer empfangen. Es drehte sich schier alles um den Jüngsten, mehr wie um die Kranke. Sie verlangte

0 fill N s so, war es ihr doch, als sei der verlorene Sohn zurückgekehrt. um eie Sie streichelte ihm die Hände:Du arbeitest zu viel, du nen jehst blaß aus. Das ist ganz unnötig, Rudi arbeitet auch nicht, te. seht nur seinen Verdienst heraus..

ab] Sie redete es ihm so überzeugend vor, daß er selbst glaubte,

hie e habe sich überanstrengt und bedürfe der Schonung. Sie bat Ihn, noch einige Tage zu bleiben, und fortan durften nur die Jieblingsgerichte ihres Hans gekocht werden, damit der große, tarke Mann sich erholte! gauber hin, daß die Mutter für ihn sorgte, wie für einen schwäch⸗ lichen Liebling, und sie bemerkte mit Genugtuung, daß sie auf giese Weise schneller an ihr Ziel kam. Hans schlenderte gleichmütig den Weg im Garten entlang und stand plötzlich Dammrat gegenüber, der einen Korb Gemüse il ür Küche besorgen wollte. Hans mußte ihm von seinem Heim und seiner Urle erzählen und er versprach am Sonntag hinzu⸗ jahren und Rosenwildlinge im Fabrikgarten zu veredeln.

Hier wird sich auch alles zum Guten wenden, Dammrat, eizählte er erfreut,Mutter ist wie umgewandelt zu mir. Da lachte Dammrat höhnisch auf und zeigte auf eine junge distel, die eben zwischen dem üppigen Blumenkohl die Erde 1 hatte:Das ist eine Distel, Herr, und wird niemals ein Veilchen werden! Dann stapfte er, ohne sich umzusehen,

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01 Zum erstenmal grollte Hans dieser Unglückskrähe und suchte hn zie zur Abbitte, daß so häßliche Gedanten sich gegen seine Mut⸗ , r wendeten, direkt ihr Zimmer auf. Sie saß aufrecht im Stuhl au Ard lächelte ihm freundlich entgegen. Noch war kein Wort über ne Urle zwischen ihnen gewechselt; aber Hans wollte es vom Zaun

blechen. Es wurmte und fraß der Ausspruch Dammrats in ihm; t wollte sich selbst den Beweis bringen, daß es eine Ausgeburt alten Vorurteils war.

tum, zu dem wir uns bekennen, ist das aus der Resor⸗ mation geborene. Lauter schöne Worte. Heute ist D. Doehring hinausgedrängt. Wie schlecht paßt das zu den obigen Worten des Prospektes, was man in den Zei⸗ tungen lesen konnte. Der Inhaber der Aktienmehrheit soll sich ausgedrückt haben, D. Doehring erschwere durch seinen Namen das Inseratengeschäft und verhindere die Verbreitung des Blattes in katholischen Kreisen. Legen wir also diese Zeitung zu den anderen!

Als evangelische Zeitungen bleiben nochDer Tag und der im Geiste der christlich-sozialen Gesinnungsge meinschaften geleiteteAufwärts. Im gleichen Geiste besteht eine in Stuttgart-Korntal erscheinende Wochen schriftChristlicher Volksdienst. Die Evangelische Volksgemeinschaft hat das Verdienst, diesen noch die WochenzeitungEvangelische Warte hinzugefügt zu haben. Wir wollen hoffen, daß diese sich bald zu einer Tageszeitung weiterentwickelt. Aber auch dann dürfen wir nicht ruhen. Unser Ziel sehen wir erst erreicht, wenn in jedem evangelischen Hause eine evangelische Zeitung gelesen wird. Hr.

Her evangelische Bund und die Parteien.

Der hessische Hauptverein des Evangelischen Bun des schreibt uns:

Der Rücktritt des seitherigen Präsidenten des Epangelischen Bundes, des Hof- und Dompredigers D. Doehring, bat mehrfach in der Presse zu Aeuße rungen Anlaß gegeben, als ob kirchenpolitische oder po litische Gründe hierfür maßgebend gewesen wären. Demgegenüber möchten wir feststellen. daß hiervon keine Rede sein kann, daß die Gründe vielmehr persön licher Art gewesen sind. Zu den vielbesprochenen Vor gängen bat nunmehr der erweiterte Zentralvorstand eine einstimmige Erklärung erlassen, in der das Ver⸗ halten des Präsidiums restlos gebilligt wird. Es heißt darin weiterDer Zentralvorstand erklärt nachdrück lichst. daß von irgend einer Richtungsänderung im Evangelischen Bunde nach der einen oder anderen Seite hin, oder von einer Umstellung in der Frage der kon fessionellen Auseinandersetzung gar keine Rede sein kann. Vielmehr sieht der Zentralvorstand den letzten Grund zu der Trennung D. Doehrings vom Evan gelischen Bund in der verschiedenen Einstellung zu der für Wesen und Arbeit des Bundes entscheidenden Grundfrage, ob er treu seiner Gründung und Geschichte ein Sammel- und Einigungsbund aller aut deutsch und sollte. Zugleich stellt er sich erneut auf die Kund gebung der vorfährigen Dresdener Generalversamm lung, daß die Zeichen der Zeit die stärkste Hervorhebung seiner religiösen Aufgaben aus und im Geist des Ur- echt evangelischen Christen bleiben, oder ob er ein stark verengter und veränderter Richtungsbund werden christentums und der Reformation erfordern.

An der Haltung des Bundes hat sich demnach nichts geändert. Sein neu gewählter Präsident, Geheimer Konsistorialrat Professor D. Scholz, Berlin, gibt die Gewähr, durch seine abgeklärte, ausgleichende Persön lichkeit, daß der Bund auch weiterhin in zielbewußter Leitung seine segensvolle Tätigkeit für deutsch-evange lische Belange entfalten wird.

Allerlei.

Berufsausbildung und Arbeiterschaft.

Für die deutsche Zukunft ist es von großer Wich ligleit, daß wir eine gut ausgebildete, gelernte Arbei⸗ terschoft behalten. Eine gute Lehre, sei es in Anleh⸗ nung an handwerkwerkliche Einrichtungen, sei es für die Industrie in eigenen Industrie-Lehrstätten, die eine immer wachsende Bedeutung gewinnen, ist die beste Gegenwirkung gegen geistige

52 Frau Wendtland ließ sich eine kostbare Truhe bringen und entnahm ihr eine Hand voll ungezählter Taler, diese großprotzi

Er gab sich auch ganz dem neuen

gen, klingenden Münzen, die die so liebte:Hier, Hans, für dich, ganz allein für dich, daß dir nicht alle Lebensfreude gekürzt wird, die tue fort, damit du etwas hast, wenn du ausgehst, hörst du, Hans?

ö Hans lachte glücklich auf:Du kennst meine Arle schlecht, ö Mutter. Bei uns wird alles geteilt; sie ißt auch kein Krümchen allein, sie teilt es in gleiche Teile, sie genießt keine Freude, ohne daß alle daran teilnehmen!

Das wird sich auch so gehören von einer Frau; aber ein Mann braucht das nicht einhalten!

Ob sie auch danach tat? Hier, wo der Egoismus in allen Ecken und Winkeln sein festes Quartier aufgeschlagen hatte! Aber eine Liebe erbitte ich von dir, fuhr sie in demselben freundlichen Tone fort.Ich weiß freilich nicht, ob du armer Junge die Macht dazu hast, wo du zwischen Schwiegermutter, Frau und Schwägerin stehst; denn man weiß, wie schwer das ist!

Was denkst du, Mutter. Du hast vollständig verkehrte An⸗ sichten von unserm Zusammenleben, fuhr er unwillig auf.

Umso besser für dich, nickte sie vielsagend, und ihre Lippen schürzten sich höhnisch,dann brauche ich auch keine Fehlbitte zu tun. Ludmilla schickte mir ein Gedicht deiner Frau, welches in einer Zeitschrift stand.

Meiner Frau? fragte Hans erstaunt.

Ja, leider, ein Irrtum ist ausgeschlossen. Hier, lies selbst. Ich sorge mich um dich. Das wird allerdings eine nette Haus frau abgeben, so ein Blaustrumpf, der nichts von Kochen ver⸗ steht. Du kennst meine Ansicht darin; der Aerger wirft mich stets auf das Krankenlager.Sei ruhig, Urle wird es lassen.

In ihrem Gesiöcht spiegelte sich eine unverhohlene Freude, trotzdem hörte sie nicht auf mit hämischen und höhnischen Be⸗ merkungen und es bleibt so leicht ein Körnlein dieser rohen Saat haften.

Am Dienstag abend bist du noch hier, Hans, da gehe mit zum Austernessen. Ich zahle für dich, bat sie liebenswürdig.

Proletarisierung: sie

schafft neben technischem Können Berufsbewußtsein und Berufsfreude, innere Verbundenheit mit dem Werk, mit den Arbeitskollegen und dem Wirtschaftsführer. Eine gut ausgebildete und bezahlte Lohnarbeiterschaft als Rückgrat wird zugleich auch ein Weg sein, Menschen zu bilden, die von staatsbejahendem nationalen Willen getragen sind.

Große Schwierigkeiten liegen in den Einzelheiten der Ausbildung und der neuen Berxufsgruppierung; beide unterliegen in der Industrie ja ganz anderen Bedingungen als im Handwerk. Die Handwerkslehre reicht nur in wenigen Industrien aus; in den meisten Industrien sind es nur die Regie-Arbeiter, die vor wiegend dem Handwerk entnommen werden, d. h. die jenigen Arbeiter, die zu Tätigkeiten herangezogen wer den, die nur der Instandsetzung und Aufrechterhaltung des Betriebs dienen, nicht in den eigentlichen Fabri kationsgang eingreifen und an sich betriebsfremd sind.

Für diese Aufgabe sind von seiten der großen Ar⸗ beitgeberverbände ins Leben gerufen oder stehen mit ihnen in Verbindung der Arbeitsausschuß für Berufs⸗ ausbildung in Berlin(Leiter Dr. Schurholz, Zeitschrift Technische Erziehung) und dasDeutsche Institut für technische Arbeitsschulung(Dinta), mit dem Sitz in Düsseldorf. Leiter Oberingenieur Arnhold Gelsen kirchen.

Zugleich hat sich jetzt innerhalb der Christlich nationalen Gewerkschaften aus den Kreisen der in die ser Frage besonders interessierten Berufsverbände ein Ausschuß gebildet, der je nach Zweckmäßigkeit, mit glei chen Organen der anderen Gewerkschaftsrichtungen zu sammentreten wird zu gemeinsamen Handeln: Dieser Gewerkschaftsausschuß für Berufsbildung wird auch die Aufgabe haben, zu sorgen, daß der gewerbliche Nachwuchs der Jugendlichen Berufen zugeleitet wird, in denen der erwachsene Erwerbstätige Sicherung seiner wirtschaftlichen Existenz findet.

Die Ehescheidungsreform vor dem Reichstag.

Der unter dem Vorsitz von Professor D. Dr. Kahl stehende Rechtsausschuß des Reichstages hat noch im alten Jahre mit der Beratung der dem Ausschuß vor ligenden Anträge zur Ehescheidungsreform begonnen. Bekanntlich basiert das heute geltende Recht(Bürger liches Gesetzbuch) auf dem sogen.Schuldprinzip einer der beiden Partner muß die Schuld übernehmen wobei unterschieden wird zwischen absoluten Schei dungsgründen(z. B. Ehebruch) und relativen. Dieses Schuldprinzip will nun ein demokratischer Antrag durch dasZerrüttungsprinzip ersetzen, d. h. eine Ehe soll getrennt werden können auch ohne die Voraus setzung der Schuldübernahme durch einen Teil wenn nämlich die innere Gemeinschaft der Ehegattenzer rüttet ist. Ein sozialdemokratischer Antrag will schon gegenseitige Abneigung als Scheidungsgrund gel ten lassen, während die kommunistischen Vertreter die Ehescheidung durch einfache Abmeldung des einen Part- ners oder beider Partner beim Standesamt fordern Der Vertreter des Reichsjustizministeriums, Staats- sekretär Joel, erkannte die Reformbedürftigkeit man cher Bestimmungen des geltenden Rechtes an.

Von der deutschen Not.

Nach den letzten Feststellungen des Statistischen Reichsamtes in Deutschland gibt es 721000 kriegsbe schädigte Rentenempfänger mit 30 bis 100 Prozent Er werbsbeschränkung, 1596000 Kriegerwitwen und Kriegerwaisen, 1558 000 Invalidenrentner, 831000 Witwen- u. Waisenrentempfängerinnen, 768 000 Un fallverletzte und deren Hinterbliebene. Dazu kommen noch rund 1300 000 Arbeitslose. Das ist eine unge heuer große Summe, wenn man nun noch bedenkt, daß

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Ach, was soll ich denn zwischen den reichen Nachtvögeln? Aber sie setzte es durch. Er ging mit Gerhard, und so reiste er am Mittwoch morgen heim, ohne daß er geruht hatte..

Eine unerklärliche Angst und Unruhe trieb Urle hinaus aus der beengenden Zimmerluft. War es Freude, daß heute ihre Novelle gedruckt vor ihr lag und der Verleger ihr eine große Zukunft prophezeihte? Daß er versprach, ihr helfend zur Seite stehen zu wollen, oder sehnte sie ihren Mann herbei?

Sie ging hinüber und bat ihr Mütterlein und Dorle mit spazieren zu kommen, wenn der Unterricht vorüber sei. Die frische Natur wirkt ja Wunder, findet für jeden Seelenzustand Beruhigung und Klärung. Dore nahme sie frohgelaunt bei den Schultern:

Weißt du, wohin wir gehen? Am Zigeunerlager auf dem Brachfeld vorüber, bis zum Kloster Heiligenstein, dann geht es heim. Ich bin doch auch neugierig, wo dein ränkeschmiedender Pater wohnt, und die Schülerinnen schwärmen den ganzen Tag von den Zigeunern, die hier Hochzeit halten werden. Wenn du das siehst, sammelst du neuen Stoff zu einer Novelle respektive Roman.

Die Sonne glänzte noch im vollen Tag, als sie das Brach⸗ feld erreichten. Wie fremdländisch war der Anblick des Lagers mit den buntbewimpelten Zelten, die zur Erweiterung ihrer Wohnräume aufgeschlagen waren. Die klugen schwarzbraunen Tartaren erwogen wohl vor der Wahl dieses Ortes erst alle Vorteile, durchstreiften das Land kreuz und quer, ehe sie sich hier mit behördlicher Genehmigung niederließen.

Ihres eigenen Lebens Sinnbild, die unruhige Röhr, die beständig seitwärts drängt, sich ein neues Bett erzwingend, be grenzte von der einen Seite ihr Lager, freien Ausblick bis zur bewaldeten Bergkette gewährend; im Norden und Osten jedoch bildete dichtes Buschwerk eine schützende Wand. Der Platz war von Neugierigen beständig umlagert und eine romantische Ge schichte, die sich von Mund zu Mund immer märchenhafter ge staltete, umwob bereits die Heimatlosen.

Fortsetzung folgt.