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gelische B 1 wenige össener Presse lesen: oll am kommenden Sonn ier die Festrede halten. e des Burggymnasiums, wo schristtich gegebenen Versprechens o dem derzeitigen Kultusminister statt eines evan⸗“ gelischen wiederum ein katholischer Direktor ernannt worden ist, noch keine Genugtuung gegeben hat, haben alle evangelischen Persönlichkeiten, die zu einem aus Anlaß des Ministerbesuches geplanten Festessen geladen waren, diese Einladung abgelehnt. Ebenso wird sich die evangelische Bevölkerung an der Pestalozzifeier nicht beteiligen.“ Angesichts so großer Liebe der Glau bensgenossen hatte der Doktor der Theologie, Dr. Becker, das Glück, rechtzeitig zu erkranken. Damit sah die evan gelische Bevölkerung das Hindernis als behoben an und deteiligte sich an den Pestalozzifeiern. Wir aber freuen uns, daß unsere westfälischen Glaubensgenossen solche Charakterfestigkeit gezeigt haben.
Verschiedenes. Vor 100 Jahren und heute.
Nach Feststellungen des Reichsernährungsministers wohnten vor etwa 100 Jahren noch rund 90 Prozent aller Deutschen in eigenen Häusern und nur 10 Pro zent in fremden zur Miete. Heute ist das Verhältnis genau umgekehrt.
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Ein vernüftiges Verbot.
Um dem schädlichen Ueberhandnehmen des Rau chens Jugendlicher wirksam zu begegnen, hat das Thü⸗
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gische Kreisamt in Meiningen im Wege einer Po erordnung für alle in Frage kommenden Perso⸗ liche Rauchen, auch in Gaststätten jeder Strase bis zu 150 oder entsprechender Haftstrafe verboten. zwar soll die Strafe nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern auch Eltern, Aufsichts personen und Gaststätteninhaber treffen, wenn sie das Rauchen von gendlichen dulden. Die Verordnung wird in allen Gaststätten ausgehängt. Als Jugendliche gelten unverheiratete Personen unter 16 Jahren. Wie man hört, beabsichtigt wan, in ganz Thüringen diesem Beispiel zu folgen.
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Die„Volkstümlichkeit“ der weltlichen Schule.
Auch Berlin-Schöneberg sollte, um einem dringen den Bedürfnis abzuhelfen, am 1. April des Jahres eine weltliche Schule erhalten. Trotz eifrigster Werbearbeit ist es aber nicht gelungen, eine ganze weltliche Schule zustande zu bekommen, sondern nur eine halbe. Die Meldungen sind so wenig zahlreich, daß nur die Klas sen 8 bis 5, also die ersten vier Schuljahre eingerichtet werden können. Notgedrungen werden diese vier Klas sen einer Bekenntnisschule angegliedert und der Lei tung des Rektors dieser Schule unterstellt werden. An Lehrkräften haben sich bisher ein Lehrer und eine Lehrerin gemeldet.
Aus unserer Bewegung.
Darmstadt, 1. April. Die Ortsgruppe Darmstadt der Evan gelischen Volksgemeinschaft hatte die Evangelischen zu einer Versammlung im Feierabendsaal am letzten Mittwoch einge laden. Trotz des schlechten Wetters fand sich eine stattliche An zahl evangelischer Männer und Frauen ein. Herr Dipl.-Inge nieur Ludwig eröffnete die Versammlung um 8 Ahr. Dann
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C(c— ergriss Herr Pfarrer Ide-FSöoͤchst das Wort zu seinem Vor⸗ trage Evangelischen Volksgemeinschaft im
Kon
0 ichskonkordat“. Seine Ausführungen kennzeichneten die Gefahren, die uns durch die drohende Knebe⸗ lung der Geistes- und Gewissensfreiheit von Rom aus drohen, sodaß die Versammlung ihm öfters lebhaft Beifall spendete. Anschließend forderte Herr Pfarrer Velber alle noch unent⸗ schlossen Beiseitestehenden auf, in unsere Reihen in die Kampf⸗ front für die gute Sache einzutreten; nur die Tat, die sich im engsten Zusammenschluß der Evangelischen zeige, könne uns weiter bringen. Es meldeten sich darauf im Verlauf der letzten ganze Anzahl neuer Mitglieder. Zu einer Aus⸗ sprache nach dem Vortrage meldete sich niemand zum Wort, so⸗ daß um 11 Uhr die Versammlung geschlossen werden konnte, die einen erfolgreichen und harmonischen Verlauf genommen hatte.
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* Darmstadt, 4. April. Die Ortsgruppe Darmstadt macht jetzt schon auf eine größere, voraussichtlich Anfang Mai stattfindende Versammlung aufmerksam.
Berichtigung.
Unserem Gewährsmann P. ist in Nr. 10 der„Evan⸗ gelischen Warte“ ein Irrtum infolge unrichtiger Blät— termeldungen unterlaufen. Nicht für 30 Milliarden Zigaretten wurden im Jahre 1925 verraucht, sondern 30 Milliarden Stück. Wenn man zu dieser Summe noch die Zigarren und den verrauchten Tabak rechnet kommt trotzdem eine ganz erkleckliche Summe heraus. Damit identifiziert sich die Schriftleitung, um auf mehrere Zu— schriften zu antworten, nicht mit den absoluten Nikotin⸗ gegnern, da von ihr ab und zu auch gern eine gute Zi— garre geraucht wird. Die Schriftleitung.
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8 8 Zur Konfirmation.
Ijt die Kosirmation etwas wert? Die Eltern, welche ihre detanwachsenden Sohne und Tochter zum Konfirmanden⸗Anter richt geschickt haben, haben diese Frage bejaht. Sie haben sich's Har gesagt oder fühlen es wenigstens: die Kinder haben nicht bloß einen Leib, der gepflegt werden muß; nicht bloß einen Ver stand, der entwickelt und geüdt werden muß; sie haben auch einen Charakter, eine Seele! Und daß der Charakter an einem Menschen das Wichtigste ist, weiß jeder ebenso genau wie dies: der bestgepflegte Leib kann ruiniert werden, wenn der Charak ter nicht gestählt ist gegen gemeine Triebe und Versuchungen;
der klügste und geübteste Verstand nützt dem Menschen nichts, ja ist sogar noch zum Schaden, wenn der Charakter in der
Ja, ihr lieden Eltern, ihr habt daran recht getan, uns Pfarrern eure Söhne und Töchter zu üdergeben. Wie sollte ein Charakter sich gesund entwickeln ohne ion! Moͤchten nur unsere Konfirmanden das in le aufnehmen und auswert was wir ihnen mit viel und Ernst gegeden daben. wäre für sie selbst am schrecklichsten und schlimmsten, wenn dieser wichtigste Anterricht von idnen nicht fürs sgenützt würde.
Unser Unterricht will ja aber viel mehr als bloß den Cha rakter bilden! Was ist doch ein Konfirmand? Einer, der im
Selbstsucht stecken geblieben ist. Ja.
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sestgemacht wird! Ja, ihr lieden Konfirmanden, in e Menschentum Wurzel geschlagen haben im
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noch mehr Bestand und insere so schoͤne und doch
Welt. Behaltet es auch.
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Wirkl. 8 sichtbare
so jämmerlich
wenn euch Vater und Mutter nicht mehr den Tisch decken und auch ihr schofsen müßt ums Brot:„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ und wer nur fürs Brot lebt, verdient nicht den Namen Mensch. Ja, ihr lieben Konfirmanden, in euch soll der Glaube Wurzel geschlagen haben, daß Gott mit Euch Großes vorhat für diese unsichtbare Welt. Eure Brust soll sich bei die sem Gedanken weiten und euer Sinn hoch werden. ist ein schoͤn Ding, wenn man hier auf Erden etwas Tüchtiges lernen und werden kann. Gott will euch aber Großes werden lassen für die Ewigkeit. Wenn du schon Fleiß tust, um wirklich Mei
in deinem Fach zu werden, so nimm es noch viel gewissen
ster dafter wahr, wie du wachsen sollst zu deiner ewigen Bestimmung. Ja, ihr lieben Konfirmanden, der Glaube an den lebendigen Gott der Bibel soll in euch Wurzel geschlagen haben! An den Wundergott, dessen Güte und Weisheit keiner mit dem Ver stande fassen kann! An den Gott, der keinen Menschen als Nummer ansieht, sondern jeden in seiner Liebe segnen möchte für Zeit und Ewigkeit! Ja von diesem wunderherrlichen
Cbristenglauben soll eine Pflanze schon in eurem Herzen auf gewachsen sein, daß ihr nicht verständnislos die schöͤnen Bibel
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der Fr
rt und sagt, sondern euer d schon mitzittert in hei ihr auch diesen Spruch glaubt, darüber an t und ihn tut:„Gib mir mein Sohn, dein Herz, und laß deinen Augen meine Wege wohlgefallen!“ Ja, so ist unser Christengott, so ist euer Gott: Er dittet jeden Konfirmanden, desonde gnung in herzlicher Sorge um seine
d sein Wohlergehen: schenk mir dein Herz und geh' ch meinen Weg, damit ich dich segnen kann dein
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Wer andern hilft, hilft sich selbst.
Der Kirchenvater Antonius hatte einen Bruder, der häufig von großer Traurigkeit und schweren Gedanken und Anfech⸗ tungen geplagt wurde. Eines Tages kam er wieder und klagte Antonius die schwere Last die sein Herz bedrückte. Dieser er⸗ widerte ihm:„Du mußt Krankenpfleger werden und anderen Trost und Hilfe bringen, dann wirds besser mit dir werden.“ Der Geängstigte hielt dies erst für einen Scherz, doch er gehorchte dem Wort und erfuhr bald, daß er ihm wohl geraten hatte. An der fremden Not wurde sei eigen Herz wieder warm und weit, und durch den Dienst an anderen kam er aus sich selbst heraus. Er lernte lieben und für andere und sich selbst beten. er alte, getroste Glaube, wie er ihn früher hatte, zog wieder in sein Herz, und er wurde noch vielen zum Segen.
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Sie kommen wieder.
In dem in Rußland amtlich veröffentlichten Verzeichnis der Festtage, an denen die Arbeit verboten ist, sind neben den kom⸗ munistischen(Todestag Lenins, Tag der Pariser Kommune. Gedenktag bolschewistischen Revolution u. a.) auch eine stlicher Feiertage festgelegt: 2. Weihnachtsfeiertag, rfeiertag, Himmelfahrt, Pfingsten. Mariä Verkündigung
Nachdem man früher, wie die Religion selbst, so auch die kirchlichen Feiertage mit allen Mitteln bekämpft hat, liegt in dieser Wiederzulassung das unfreiwillige Eingeständnis, daß man sich über die Widerstandskraft des christlichen Volksbe⸗ wußtseins ganz erheblich getäuscht hat.
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Zur bevorstehenden Konfirmation lassung halte ich mich Herren
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