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Sonnabend, den 5. März 1927.

Was den politischen Führer vor allem auszeichnen muß, ist die Fähigkeit, das geschichtlich Gewordene in seinem Wert zu erkennen, um es zusammen mit dem, was im Staate neu sich gestalten will, mit dem klaren Blick für das in der Gegenwart Mögliche in eins zu fas⸗ sen.

Nur ein Staatsmann, dessen Tätigkeit sich in die⸗ ser Linie bewegt, wirkt staatserhaltend und schöpferisch zugleich. Und was für den Staatsmann gilt, muß auch für die Parteien gelten. Wer bei seiner staatserhal⸗ tenden Tätigkeit nur an den Schutz historisch geworde ner Rechte denkt, wird den Bestand des Staates aufs schwerste gefährden. Die neueste Geschichte liefert da für erschütternde Beispiele. Wer immer den Blick nach rückwärts richtet, eignet sich nicht zum Lenker vorwärts⸗ drängender Nosse. Wer heute noch mit dem Gedanken spielt, unsere Staatsform könnte mehr oder weniger ge waltsam geändert werden, gefährdet den Bestand des Staates. Mag es uns schwer fallen, wir können uns der Einsicht nicht mehr verschließen: Der deutsche Staat wird bei der gegenwärtigen Verteilung der Kräfte eine Re⸗ publik sein, oder er wird überhaupt nicht sein. Seien wir uns klar, daß der Kampf heute nicht mehr gegen die Republik, sondern um die Republik geführt werden muß.

Und noch eines: Wer glaubt, vom heutigen Staat fordern zu müssen, daß die derzeitigen wirtschaftspoliti⸗ schen und sozialen Machtverhältnisse in ihm für immer verankert bleiben sollen, gefährdet nicht minder den Be⸗ stand des Staates. Eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft ist die Eingliederung des Arbeiterstandes in die deutsche Wirtschaft als gleichberechtigten Faktor neben Unternehmer und Kapital. Gelingt uns die Lö⸗ sung dieser Aufgabe nicht, dann ist das soziale, wirt schaftliche und damit das staatliche Chaos unabwendbar.

So kann der Sinn der wahrhaft konservativen Idee heute nur der sein: die gestaltenden Kräfte lebendigen Christentums und die zu Dienst und Opfer bereite natio⸗ nale Gesinnung der wertvollen und besten Stützen des alten Staates in die neue Zeit hinüberzuretten und in dem neuen Staat wirksam werden zu lassen. Niemand wird leugnen können, daß diese Elemente einen unent⸗ behrlichen Baustein auch des neuen Staates bilden

müssen. Si.

Die Sthuld der weißen Nasse.

Auch eine Frage von weltpolitischer Bedeutung.

Natürlich werden sich die Leser sofort entschuldigen, jeder an seinem Teil: Ich bin unbeteiligt, ich habe da nicht gefehlt, ich bin gänzlich unschuldig, mich geht diese Sache nichts an. Andere Völker aber denken und reden ganz anders. Sie behaupten, der Hochmut der ganzen weißen Rasse sei unerträglich, die Selbstsucht und Beute⸗ gier der Europäer insgesamt sei maßlos, ihre Moral wirke unter farbigen Völkern wahrhaft verheerend. Die starke Sehnsucht vieler Rassen ist tatsächlich auf die Be⸗ freiung vom Joch der Europäer gerichtet.

Dabei ist es völlig richtig, daß jene Völker uns brauchen, wenn sie aus ihrem Tiefstande emporsteigen wollen. Sie wissen und anerkennen auch, daß sie den Europäern viel zu danken haben. Der weiße Mann hat die schreckliche Sklaverei in Afrika bekämpft, die ewigen Stammesfehden beseitigt, die Sicherheit des Lebens er⸗ möglicht, eine Menge Kulturerzeugnisse ins Land ge⸗ bracht, auch die Gabe des Christentums findet weithin Anerkennung.

Leider werden diese Gaben durch anderes vollstän⸗ dig aufgewogen. Schon die Tatsache, daß z. B. in Af⸗ rika unter weißer Herrschaft die Bevölkerung großer Gebiete stark abnimmt, ist ein bedenkliches Zeichen. Durch die weiße Rasse wurde der Schnaps eingeführt. Auch die Geschlechtskrankheiten sind ein Geschenk von Man hört viel von der Bekämpfung der

Weißen. Diournenwege.

Roman von Clara Meller, 14. Fortsetzung

Hans schloß die Kapelle auf. Ein übersättigtes Farbenchaos drang Urle in die Augen; erst, nachdem sie sich an das Dämmer⸗ licht, welches die gemalten schmalen Fenster schufen, gewöhnt hatte, vermochte sie die einzelnen Gegenstände zu unterscheiden.

Siehft du, dies ist ein Wallfahrtsort, wo jährlich hunderte Schafhirten ihren Heiligen um Schutz für die Herden anflehen. Der Teich dort soll wunderkräftiges Wasser enthalten. Ist es ihnen nicht vergönnt, der Entfernung wegen, ihre Schafe darin zu baden, nehmen sie wenigstens große Steinflaschen voll mit zum Besprengen, dann sind' die Schafe gegen alle Seuchen gefeit.

Er sah belustigt in ihr erstauntes Gesicht. Ungläubig schüt⸗ telte sie den Kopf:Daß es noch so etwas gibt, Hans... Dann faßte sie ihn lächelnd um:Du, flunkerst du auch nicht?

Aber nein, Hexe, nein! Es ist lautere Wahrheit! Jeder Schäfer opfert auch seine beftimmte Summe in der Kapelle.

Da tönte Gerhards langgezogener Pfiff.Hier! rief Hans und eilend durchquerte er die Baumwiese.

Hans ging ihm entgegen, indessen Urle sich auf ein moos überspanntes Postament setzte, auf dem wohl ehemals ein Heili ger gestanden, womöglich der Schutzpatron selber, der einst seine Hände segnend über die Wasser des Teiches streckte.

Goldumsäumte Abendwolken spiegelten sich darin, wie Flammenzeichen, die eiligst entflohen, nun selbst die kühlen, stillen Wasser durchschauerten. Sie zog ein Notizbuch, welches ihr augenblicklich als Tagebuch diente, hervor und schrieb in kurzen Bemerkungen ihre Erlebnisse auf.Es sind kluge Männer im Haushalt der Kirche gewesen, die diese Wallfahrts orte aufstellten, setzte sie darunter,ohne Murren opferten die armen Düpierten ihre mühsam ersparten Heller, sollten sie darum hungern müssen der große Kirchensäckel versteht zu schröpfen.

Evangelische Warte

Schlafkrankheit; aber die Europäer sind es auch, durch welche die Seuche so gewaltig verbreitet worden ist. In Neuguinea wurden die Blattern eingeschleppt, die Tau⸗ senden von Eingeborenen das Leben kosteten.

Viel unangenehmer noch empfinden die Angehöri⸗ gen farbiger Rassen ihre allmähliche Zurückdrängung und die Enteignung von ihrem Bodenbesitk. In diesem Stück pflegen die Weißen mit wahrhaft erschütternder Rücksichtslosigkeit vorzugehen. Riesenhafte Strecken Landes werden europäischen Erwerbsgesellschaften zu⸗ geteilt. Später zeigen sich dann oft erst die schlimmen Folgen. In Südafrika ist die Frage des Verhältnisses von Schwarz und Weiß gerade durch die Bodenfrage zu einer ungeheuer schwierigen geworden.

Noch eins muß erwähnt werden. Es ist das sitten⸗ lose Verhalten nicht weniger Europäer. Darüber könnte man ein ganzes Buch schreiben. Aber wer mag in die⸗ sem Morast herumwühlen? Hierzu gebört auch das Saufen der Weißen. Und endlich das Verhalten gegen⸗ über dem Christentum, die Verachtung für dasselbe, die manche Weiße selbst vor den Heiden zum Ausdruck bringen.

Wer ist nun schuld an alledem? Die Farbigen ant⸗ worten ganz allgemein: Die Weißen sind schuld. Sie haben recht. Wir erkennen immer nur persönliche Sünden und Schulden an. Das ist ein großer und ganz verhängnisvoller Fehler. Wir Deutschen sind als Volk eine Schicksalsgemeinschaft. Geht Deutschland unter, dann gehen wir alle mit unter. Würde Europa wie einst von asiatischen Völkerschaften überflutet, dann würden auch die Frömmsten keine Schonung zu erwarten haben. Daß das Christentum in Kleinasien und Nord⸗ afrika untergegangen ist, wo es einst in herrlicher Blüte stand, sollte uns sehr ernst an unsere Pflicht mahnen. Wir alle sind mitverantwortlich für den Zustand unse⸗ res Volkes. Und unser Volk wirkt wieder auf andere Völker ein. Wir dürfen nicht bei der Sorge um unser persönliches Heil stehen bleiben. Unsere Verantwort- lichkeit vor Gott reicht weit darüber hinaus. Alles, was den Willen Gottes verwirklichen will, muß sich zusammenschließen. Geeignete Persönlichkeiten müssen an die Spitze treten und überall im öffentlichen Leben Gottes Willen, der allein im Grunde der Menschen Bestes will, zur Geltung bringen auch in unseren Be ziehungen zu den farbigen Rassen.

Solange das nicht geschieht, haben wir unsere Schuldigkeit gewiß nicht getan. Keyßer.

Regierungsbildung und Konkordatsfrage.

Durch die deutsche Presse gingen bei dem Zustande⸗ kommen der gegenwärtigen Reichsregierung verschie⸗ dene Meldungen, welche behaupteten, daß die Deutsch⸗ nationalen dem Zentrum die Versicherung gegeben haben, für das Reichskonkordat nach dem Vorbild der gleichen Partei in Bayern einzutreten. Jetzt lesen wir in einer Korrespondenz folgendes:

Von durchaus zuverlässiger und wohlorientier⸗ ter Seite wird uns mit aller Bestimmtheit ver⸗ sichert, daß bei der Neubildung der Reichsregierung nicht eine einzige stille Bindung betreffs Abschlusses eines Konkordats eingegangen worden ist. Das Wort Konkordat ist überhaupt nicht gefallen, und von dieser Angelegenheit ist mit keinem Wort ge redet worden.

Dagegen schreibt ein deutschnationales Blatt, die Pommersche Tagespost vom 17. Februar:

Die Richtlinien, auf deren allgemeiner Basis sich das neue Kabinett zusammengefunden hatte, gaben unter IV die Grundlagen, auf denen sich ein Konkordat, und zwar wohlgemerkt ein Konkordat in vollkommen paritätischer Weise aufbauen ließe.

Beachtenswert ist auch folgender Satz:

Der Protestantismus kann, sofern nur das

gleiche Recht auch für uns gewährleistet wird, gegen

Wieviel böses Blut setzt es indessen im Haushalt des Reiches? Flüche sind der Steuern Geleit; also lernt von dem klugen Mönchlein!

Hans stand und starrte zu den Wolken empor. In höchster Erregung arbeitete seine Brust. Langsam kam Gerhard näher und stellte sich dicht an das flache Ufer des Teiches.

Fräulein Benningsen, kam es unsicher von seinen Lippen, meine Mutter schickt mich, Sie zu suchen. Pater Markus wünscht Sie zu sprechen!

Sie sprang auf:Das ist ja herrlich, Herr Wendtland! Sie nickte ihm schelmisch zu.Der Seelenfischer von Heiligen⸗ stein? Jedenfalls ein Mann, der mir Interesse einflößt! Gehen wir sofort.

Urle, ich gehe mit dir. Trau schau wem!

Das wird sich auch so gehören, Lieber. Nun sieh aber nicht drein wie die verkörperte Melancholie! Sie lachte hell auf. Jetzt bemerke ich erst die fabelhafte Aehnlichkeit, nun beide Brü⸗ der gleich dreinschauen. Geht, ihr seid gar keine Männer!

Sie lachten zu dem lieben Geschöpf hin, das so sorglos in die Höhle des Löwen ging. Ein heißes Gefühl stieg in Gerhard auf. Es war Mitleid, Liebe nicht nein, er würde sich nie dahin verirren

Dieses Mal wurden sie in das Gesellschaftszimmer gebeten. Seltsam kontrastierte die schlichte Mönchsgestalt mit dem luxuriös ausgestatteten Raum. Er reckte seine Gestalt kerzen⸗ gerade, als er nahende Schritte hörte und die halb verschleierten Augen suchten gespannt die Tür. Es ging ja ganz nach Wunsch; diese schöne Ketzerin begab sich selbst in seine Gewalt. Wie ein Blitz zuckte es jetzt auf in seinen Augen, und der faszinierende Glanz, den alle an ihm fürchteten, womit er seine Opfer zwang, flackerten darin auf.

Mit spöttischem Lächeln verfolgte Frau Petronella die le ich⸗ ten, graziösen Bewegungen ihrer zukünftigen Schwiegertochter.

Ich will Zeuge sein von A bis 3.

Auf der Warte.

In China dürften die nächsten Tage die Entschei⸗ dung bringen. Der General der geschlagenen Nord⸗ armee, Sun⸗-Chuan-fang, hat sich die Schantung⸗Armee unter dem General Tschang⸗chung⸗Tschang verschrieben, und beide wollen nun kurz vor Schanghai das Vor⸗ dringen der Südarmee, der Kantonarmee, aufhalten. Ob nach einer Entscheidung nach der einen oder ande⸗ ren Seite hin dann Friede in China wird, ist sehr zwei⸗ felhaft, denn im Norden steht der gewaltige, von Ruß land unterstützte, Tschangsolin, dessen Haltung bis jetzt ziemlich unklar ist. England und Rußland haben einen Notenaustausch vorgenommen, der ziemlich selten in der Geschichte dasteht. England erklärt, die Be⸗ ziehungen der beiden Länder zueinander seiennoto⸗ risch unbefriedigend und Rußland antwortet darauf, daß die Note der englischen Regierung von denele⸗ mentarsten Anstandsregeln abweiche. Wirklich sehr nette Süßigkeiten im diplomatischen Verkehr! Jedes Land droht dem anderen mit Abbruch der Beziehungen, veranstaltet Demonstrationen und es bleibt alles, wie es war! Zum Glück, darf man sagen. Vor 15 Jahren wäre aus einem derartigen Notenwechsel so⸗ fort ein Weltkrieg entstanden. Da Amerika lang⸗ sam, aber sicher, mit Hilfe des ihm gefügigen Präsiden⸗ ten Diaz Nikaragua in seine Tasche stecken will, wirkte es wie eine Bombe auf die stolzen Yankees, als Eng⸗ land plötzlich zum Schutze seiner Untertanen auch ein Kriegsschiff nach dem bedrohten Lande sendet. Der Schutz der Untertanen war ja einer der Vorwände Amerikas zur Landung eigener Truppen. Man sucht hüben und drüben die öffentliche Meinung zu beschwich⸗ tigen mit allen möglichen Hinweisen, die Tatsache bleibt bestehen, daß England mit der Entsendung des Kriegsschiffes eine warnende Haltung gegenüber Ame⸗ rika eingenommen hat, die in Washington nicht miß⸗ verstanden wurde, aber jetzt vertuschelt werden soll. Nachdem im Saargebiet die Präsidentenfrage akut geworden ist, kommt ein neuer Schlag: man will in dem besetzt gehaltenen Gebiet einen sog. Bahnschutz or⸗ ganisieren, selbstredend mit französischen Truppen. Wir stoßen hier auf das Problem derverschleierten Be⸗ satzung, das für Deutschland unannehmbar ist. Wieder ein Blatt aus der Geschichte des Kampfes ums Saar⸗ gebiet. Zwischen Preußen und Hamburg ist ein neuer Konflikt wegen Landaustausches ausgebrochen. Hamburg muß sich an der Elbmündung erweitern, braucht preußisches Gebiet, worauf Preußen nicht ein⸗ gehen will. Preußen wünscht vielmehr so im Stillen die Einverleibung Hamburgs, um mit den Verschluk⸗ kungen der norddeutschen Kleinstaaten(wie es 3. B. mit Waldeck schon geschah zu dem deutschen Einheits⸗ staat zu kommen. Der Ministerpräsident Preußens hat es bei einer Rede in Berlin umschrieben. An und für sich ist die Schaffung des Einheitsstaates, des deutschen Einheitsstaates, eines der erstrebenswertesten Ziele Aber diese Fragen rühren an wichtige Probleme. So fürchten manche norddeutschen Kleinstaaten, daß es nicht zu einem deutschen Großstaate, sondern nur zu einem Groß⸗Preußen käme. Auch in Süd⸗Deutschland ist man in dieser Beziehung mißtrauisch. Der Weg, den Preußen einschlägt, würde zunächst zu dem Groß⸗ Preußen nördlich der Mainlinie führen, dem Süd⸗ deutschland gegenüberstände. Die föderalistische, bezw. Einheitsfrage, dürfte in allernächster Zeit akut wer⸗ den, da in den Zeitungen schon ein reger Gedanken⸗ austausch und Kampf entbrannt ist. Nach den letzten Meldungen scheint zwischen Zentrum und Bayerischer Volkspartei eine Einigung soweit erfolgt zu sein, daß man vor dem Abschluß einer engen Arbeitsgemeinschaft steht mit der Aussicht auf völlige Vereinigung.

Werbt für dieEvangelische Warte

Jetzt würde sie lernen, ihren Nacken zu beugen vor der zwingen⸗ den, göttlichen Gewalt, und dann, ja dann würde auch sie dieselbe als Tochter willkommen heißen können, das fühlte sie.

Mit gewinnendem Lächeln ging Urle auf Pater Markus zu und streckte ihm die Hand hin:Grüß Gott, Hochwürden, Sind Sie gerüstet bis an die Zähne bewehrt?

Er maß sie mit unverhohlenem Erstaunen:Die gebenedeite Mutter Gottes helfe, daß nur Worte des Friedens in diesem Hause gewechselt werden.

Ludmilla steckte ihren Kopf zur Tür herein:Hochwürden, ich lasse mir nicht gern eine Gelegenheit entgehen, wo ich Ihre glaubensvollen Worte hören kann, darum dringe ich unge⸗ rufen ein.

Aber das Unglaubliche geschah. Pater Martus ließ sich durch ihre Schmeichelworte nicht beirren; ihre Anwesenheit wurde höflich aber bestimmt abgelehnt.

Urle atmete erleichtert auf. Diese Frau, die mit lächelnder Miene tief verletzen konnte und sich dann demutsvoll in den Glaubensmantel hüllte, war ihr zuwider.

Pater Markus, im Vollgefühl seiner Macht, nahm neben Urle Platz. Hans, dem die Aufregung aus jeder Bewegung zuckte, saß ihr gegenüber. Im kleinen Bibliothekzimmer abet, in der tiefen Fensternische, lehnte Gerhard, nachdenkliche Falten auf der Stirn. Er hatte sehr sorglos in den Tag gelebt; zum ersten Male reihte er die Kette der Dienste, die dieser Pater der Familie erwies, aneinander; sie glänzte ihm in neuer, an⸗ derer Beleuchtung. Nur gut, hier durfte er als Vormund ein, Wörtchen mitreden. f

Sie wissen, Fräulein Benningsen, wir nennen Ihren Glau⸗ ben das leichte Gläubchen; denn schwer ift der unsrige, schwer seine Pflichten zu erfüllen. Sie lebten bisher fessellos; denn Iht

Glaube setzt keine Schranken. Urles Augen leuchteten fast überirdisch:Sie kennen unsern Glauben nicht; denn nur Unkenntnis redet so. Was ist denn

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De Hethalt Meihne chen e Aagbe naht di Line N et Gel hen; lacht m osser! wie, s chte Inn zu sasen? Juhlen chrtier In un Aung,