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Freitag, den 24. Dezember 1926.

werdung Gottes, denn 10 Mondmonate ergaben genau 273 Tage.

sie in den ur⸗uralten Bildern des Mühlenstabes, der Weltesche,] das du einem Kunden verabreicht hast, eine unheilvolle Gier des Weltbohrers, des Weltschiffes ihre sinnvolle, wunderschöne] nach mehr in ihm entzündet und ihn auf dem Wege der Trunk⸗ Verkleidung gefunden hat. sucht weiter geschoben? Oder hat es nicht vielleicht dazu gedient, Schon drängt ein neues Bild sich vor: der Sternen-Welten⸗unheilige Leidenschaften und Lüste, die wider die Seele streiten, ee 5 5 N Dom als Mondsaal. Da drüben tief im Westen sehe ich die feine als da sind Ungebühr, Frechheit, Zank, Streit, Leichtfertigkeit in DieWeltbühne vom 9. November bringt einen Sichel aufblitzen. Der stilleGefährte der Nacht schickt sich an, Taten und dergleichen zu fördern? Je mehr er über die Sache seine Reise durch den weiten, weitenSaal anzutreten. Die nachdachte, um so peinlicher wurde ihm das Ausschenken von Alten zählten seine Schritte: alle 27,3 Tage stand er bei dem⸗ Branntwein, und um so mehr reifte in seiner Seele der Vorsatz, selben Stern. Der Mondumlauf ward zum Zeitmesser. Er ward die Unsitte, die ihm solchen Kummer bereitete, zu unterdrücken, noch mehr: er ward zum Berger des Mysteriums der Mensch⸗ koste es, was es wolle. Käthchen, sagte er eines Tages zu seiner in christlicher und DreizehnMonde ergaben ein Jahr zu 354 Tagen. Die gottesfürchtiger Gesinnung ihm ebenbürtigen Frau,die Sache wir Philister Alten rechneten aber auch nach dem Sonnenjahr, das 12 Nächte] mit dem Branntwein hat von morgen an ein Ende. Ich be⸗ dig und fein mehr brauchte als das Mondjahr. Diese 12 Nächte dienten zum] haupte, auf den Groschen, die wir mit Hilfe dieser Satanstropfen 8 0 Ausgleich der beiden Zählweisen, begannen mit dem Fest der verdienen, kann kein Segen ruhen. Damit aber die Leute nicht Winter⸗Sonnenwende und dauerten bis zurHeimkehr der J meinen, wir wollten ihnen aus Habsucht nicht mehr den Trunk Himmlischen am 6. Januar. Dies war die Zeit der 12 heiligen geben, tritt an dessen Stelle von morgen an eine ordentliche Tasse

. Nächte, der Weihe-Nachten. Das war die zeitlose Zeit, die Zeit[Kaffee. Wen's so recht ist, der mag mein Kunde bleiben, wem's S des Friedens, da ruhten Waffen, Haß, Streit und Zank. Das nicht recht ist, der mag gehen; der liebe Gott wird uns des Ver⸗ Im Gro

9 war die Zeit, wo dieHimmlischen in menschlicher Verkleid⸗lustes halber anderweitig entschädigen.Lieber Mann, sprach Reichskanzler 7

1 ung zur Erde kamen, wo Frau Holle im weißen Schneekleide sich[die Frau,du hast mir aus der Seele gesprochen. Weh getan hat herniederließ, leise unsichtbar von Haus zu Haus wandernd, um mir's schon oft, wenn ich die Schandreden hörte, die dem Schnaps 11 die fleißigen Spinnerinnen zu belohnen, die faulen zu bestrafen.] mitunter gefolgt sind. Denkst du noch an das Gesicht, das neulich Frau Holle⸗Freya ist das übersinnliche⸗göttliche Vorbild aller[der Jost machte, als er schon halb voll, wie er war, nach unserem

Mit Beginn der Weihe⸗Nachten hatte Freya(Maria), die[Die Mühe des Kaffekochens will ich gern übernehmen, und etwas] Gedanken ge

4 irdischen Spinnerinnen. Trunk hinaustaumelte? Wie ein Mensch sah er nicht mehr aus. ö

heilige Mutter Gottes, ihre Spindel abgesponnen, die senkrecht Schlechtes soll es nicht sein, was die Leute bekommen werden.

im Mondsaal aufgerichtet steht, ihr Spinnrad stand still bis zum

Als am anderen Tage die Kunden kamen, hieß es:Brannt⸗

Ende der 12 heiligen Nächte. Ihr Spindelstab aber ist nichts wein, ihr Leute, gibt es von nun an nicht mehr, aber eine Tasse] ken und wie anderes als die Weltesche, der Mühlenstab, ihr Gespinst ist das] Kaffee steht zu Diensten. Da gab es aber üble Gesichter und] Beamtenkörp

prangende Sternenmeer, das zu den Weihe-Nachten abgesponnen] verdrießliche Worte, auch Spott und Hohn dazwischen in Menge.

ist, d. h. seinen Umschwung vollendet hat, um alsdann zu neuer Die Leute betrachteten es gewissermaßen als ihr gutes altes leit erfüllen Ausfahrt anzuheben. Glaube von der Ewigkeit des Lebens, von] Recht, nach geleisteter Zahlung mit einem Glas ihres Lieblings-] aus tausend

der Unzerstörbarkeit des schaffenden Geistes in schönstem Mär- getränkes regaliert zu werden, und daß der Bauer am Alt⸗ chenkleide! Das kleinere, sichtbare Abbild des größeren, unsicht⸗]S hergebrachten hängt wie die Klette am Kleid, ist bekannt. Nicht baren Spindelstabes seht ihr des Abends im Süden leuchten, den] wenige gingen fort mit der Erklärung, in so ein Haus nimmer Sternenhimmel beherrschend: wir nennens, weil wir unsere] zurückzukehren, Kaffeebrühe hätten sie schon zu Hause getrunken Heimat verloren haben, mit den GriechenOrions Gürtel. u. a. m. Andere zankten förmlich den Krämer, hießen ihn einen] gesteht. Der bloß des römisch-katholischen deutschen Volkes hat scheinbar garnicht gemerkt, wie er mit dieser gut katho⸗ lischen Anmaßung seinen trefflichen evangelischen Be⸗

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Auch derHimmlischen Frau, derMutter Gottes, der ewigen Pietisten, an dem ein Pfarrer verdorben sei usw. Die Folge war, Liebe, hat die Hand des Künstlers ein feines Bildnis und Gleich⸗J daß unser Freund, der in Kriegszustand gegen den allgewaltigen nis gesetzt: als feines Tonfigürchen seht ihr sie in den Läden[König Schnaps geraten war, einen vereinsamten Laden bekam. der Stadt, die Krone auf dem Haupt, den Spindelstab in der[Fast niemand mehr aus der Amgegend kehrte bei ihm ein; selbst amten ins Gesicht patscht.Der katholische Beamte in Rechten und das Lichtkind auf dem Arm, das die Weltkugel trägt! die nächsten Nachbarn hielten sich etwas zurück. Sein Geschäft

Ihm und seinerhimmlischen Muter und seineshimm- ging, wie man sagt, entschieden den Krebsgang. Mutlos aber

lischen Vaters laßt uns allzeit gedenken und dienen! DesLicht] wurde der Mann nicht. Sagte ihm doch sein Gewissen, daß er] Konfliktsfall

kindes Geburt laßt uns immerdar feiern, in uns selber soll es auf dem rechten Wege sei, und nicht einen Augenblick zweifelte immer von neuem geboren werden, damit wir uns fleißig üben er an der Wahrheit des Spruches:Bleibe fromm und halte dich Staat zu stehen hat und oft genug gestanden ist. Die in allem was recht, gut, edel, treu und licht ist. Treue um Treue! recht, denn solchen wird es zuletzt wohl gehen.sauerteigige Etwa ein halbes Jahr mochte die Ebbe in unseres Freundes Beamten geheimnisvollen Schrift des Sternenhimmels und des mensch⸗] Laden gedauert haben, da gab es auf einmal überraschend Wen⸗ lichen Herzens zu finden und zu lesen vermögen. Uebet auch darin! dung.

1 Das sind so einige Gedanken und Zeichen, die wir in der

Werner. eine gar große Lust nach einer guten Tasse Kaffee verspüren ðéʃʃ * mochten, und der Umsonstkaffee schmeckt ja bekanntlich noch 9 8 8 5 1 4 besser als der gekaufte, dann kamen andere, die seither weg et mierer 2 elde II Ein Prozeß zwischen Glas und Tasse. geblieben waren, und brachten auch noch Freunde mit(denn in. l 5 9 10.

In dem Dorfe F., das zum größten Teile von den Nach- Gesellschaft verbirgt man die Schamröte leichter, als wenn man

10 kommen französischer Emigranten bewohnt wird, d. h. solcher J so allein dasteht mit einem Bündlein Schuld auf dem Rücken).Evan Leute, die in der Zeit der Hugenottenverfolgung um ihres prote- Daß der Pfarrer, der Bürgermeister und die Kirchenältesten in

stantischen Glaubens willen das schöne Frankreich verlassen muß⸗[dem ProzeßSchnaps contra Kaffee mannhaft auf die Seite des

ten, wohnte vor längeren Jahren ein Spezereikrämer, der beim des Kaffees getreten waren, kam auch hinzu; kurz, das Ende vom

Ankaufe seines Geschäftes einen keineswegs löblichen, in jener[Liede war, daß der Laden des Spezereikrämers auf einmal von ö

Gegend eingenisteten Brauch übernommen hatte. Es war näm⸗ so zahlreichen Kunden besucht wurde wie nie zuvor, besonders

Erst kamen einige wenige, die bei naßkalter Witterung

g. Wa Reichsgeschaf Mainze gemeinschaft,

lich üblich, daß die Krämer denjenigen ihrer Kunden, die bis zu weil der freundliche und wohlwollende Mann das Vorgefallene hier der zwe einem gewissen Betrage Waren kauften, jedesmal nach geschehe- ganz vergessen zu haben schien und jedermann so zuvorkommend ge zeinschaft

nem Kaufe ein Glas Branntwein verabreichten. Auch unser und reell bediente, daß es eine Freude war. Sein Geschäft kam Spezereihändler hatte sich dem Brauche, so sehr er ihn auch als] täglich mehr in Aufnahme. Nach einiger Zeit mußte er Bau⸗ lischen Volksgemeinschaft. rechtschaffener Mann und Christ in seinem Herzen mißwilligte, ge- leute bestellen, weil die alten Räume nicht mehr ausreichten.Es 5 fügt. Aber je länger er es tat, je öfter er an die große, grüne] war, so äußerte er,als wenn der Segen aus einer Himmels⸗ Flasche herantrat, um daraus dasFeuerwasser zu holen, von mulde über meinen Kramladen ausgegossen worden wäre. Dem dem er wußte, daß es schon so unsäglich viel Unheil in der Welt Herrn sei gedankt; was ihm in schwerer Zeit in Morgen- und angerichtet habe, um so mehr fühlte er einen Druck in seinem[ Abendsegen täglich ihm aus Vaterherz gelegt, er hat es erhört. ö Gewissen.Ist es recht, so rief ihm die innere Stimme zu,[ Wie ist mir so leicht in meinem Gemüte, seit ich den Bann ge- schusses statt. daß du um des leiblichen Gewinnes willen Seelengefährliches[brochen und mit Gottes Hilfe den unsauberen Geist aus meinem

verbreitest? Hat nicht vielleicht gerade das Glas Branntwein,! Laden vertrieben habe! AusLicht und Leben. bogen wird

Mas jeder Evangelif

der in ziemlich kurzer Folge sich ablösenden Reklame⸗ artikel für Dr. Carl Sonnenschein, dieseSäule im Neubau des katholischen Deutschland. DieKöl⸗ nische Zeitung Nr 856 druckt ihn auf drei Spalten ab. Dabei werden ein paar Lichtstrahlen Sonnenschein'schen Geistes wiedergegeben. Zunächst seinkluges und stol⸗ zes Wort:Unser eheloses Pfarrerhaus verhütet, daß

Schönheit katholisch als aus engstirnigem, kaninchen⸗ glücklichem Protestantismus ein Philister! Na, also!

Nr. 553 führte er aus:Unser Staatswesen kann nur dann sich wieder aufrichten von seinem tiefen Verfall, wenn ein geistig und sittlich hochstehender Beamten⸗ stand vorhanden ist, wenn alle Beamten, jeder an seiner Stelle, niemand ist auszunehmen, von hohen idealen

pflichten herangehen. Der katholische Beamte ist in weit höherem Maße berufen, in diesem Sinne zu wir⸗

bewußtsein, eine Gewissensfrage mit der Beamtentätig⸗

wie Angehörige anderer Weltanschauungen. Das ist mal wieder etwas reichlich von dem guten alten

Wilhelm Marx, selbst wenn man ihm als römischen, Bannerträger von vornherein mildernde Umstände zu⸗

weit höheren eines schlechten Witzes, wenn man daran denkt, daß im

ser Beamte ohne Zaudern für die Kirche und gegen den

brache ist Martin Luther Marx entschieden über läßt sich freilich nicht leugnen. Leider.

Ober⸗-Lais, 20. Dez. Aus Gründen, die in der

erst zurückstellen. Gensingen, 21. Dez. Vom 22.24. Januar findet

te der hiesigen Mitglieder und Freunde der Evange⸗

ergehen noch. Am sofortige Rücksendung der Frage⸗ ö

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the wissen muß.

Sonnenschein⸗Strahlen.

werden. Und zum Schlußliebenswür⸗ menschlich:Immerhin ist es besser, in

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aurer römisch⸗katholischer Teig.

berliner kath. Beamtenverein hat jüngst Dr. Marx gesprochen. NachGermania

tragen, an die Erfüllung ihrer Berufs⸗ ein Sauerteig die Gesinnung des ganzen ers zu durchtränken mit dem tiefen Pflicht⸗

zu müssen, eine Samariterarbeit an dem Wunden blutenden Volkskörper zu leisten,

tüchtige Reichskanzler des ganzen nicht

1 Maße berufen, das macht den Eindruck zwichen Staat und römischer Kirche die 4

Durchtränkung der Gesinnung des ganzen rs in der Behandlung der deutschen

rte nicht erörtert werden können, muß die tsstelle die Erwiderung auf die Angriffe r Journals gegen die Evangelische Volks⸗⸗ insbesondere gegen unser Flugblatt, vor⸗

ite Rednerkursus der Evangelischen Volks⸗ statt. Die auswärtigen Teilnehmer sind

Presseausschuß.

Am Samstag, den 8. Januar 1927, findet in Stockheim(Oberhessen) nachmittags 3 Uhr im Gasthof Hartmann am Bahnhof eine Sitzung des Presseaus⸗

Nähere Einladungen an die Mitglieder

gebeten. Der Vorsitzende.

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vorm. Wilh. Keller

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Ueber die technische Ausführung der in me

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iner Druckerei gedruckten und besonders gut eingebundenen Tauf-, Vonfirmations, Trau⸗

und Sterbe-Register sind ungewollt

mir mehrere Dankschreiben von Pfarrämtern zugegangen.

5 Die Herren Pfarrer bitte ich, meine Formularhandlung, die mehr als 1000 verschiedene Formulare ) Anstalten etc. umfaßt, auch den Herren Kirchenrechnern un

d anderen Organisationsmännern zu empfehlen. 9.

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gegründet 1785

für alle Behörden, Vereine,

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