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Sonnabend, den 18. Dezember 1926.

lung der Zentrumspartei in Darmstadt gesagt:Es

gibt noch eine Treue, die Treue der Arbeitsgemein- schaft. Nach seinen eigenen Worten ist es ein ober hessischer Bauer gewesen, der das Zentrum daran mahnte, daß es der Koalition die Treue halten müsse. In der gleichen Versammlung in Darmstadt erklärte der Vorsitzende, daßursprünglich das Zentrum unter eigener Zurückhaltung den Volksentscheid dem Zwei kampf zwischen der Rechten und Linken habe überlassen wollen. Soll wirklich der Bauer aus Oberhessen das Verdienst an der Freue des Zentrums haben, wenig⸗ stens daran, daß die Nein-Parole ausgegeben wurde, die letzten Endes der Koalition die Mehrheit brachte? Das glaube, wer will! Wir sind überzeugt, daß die Nein-Parole wieder teuer erkauft worden ist. Vielleicht durch die Kreisschulratsstelle in Oppenheim!! Das Zentrum gibt doch nur, wenn es ein Gegengeschenk er

hält!. W. Auf der Warte.

Aller Augen richten sich in diesen Tagen nach Genf, dieser herrlich gelegenen Stadt an dem See gleichen Namens. Dort werden die Geschicke Europas, die Ge⸗ schicke von Millionen und Abermillionen Menschen ent⸗ schieden. Hoffentlich sind sich alle Delegierten dieser großen Verantwortung bewußt. Für die Außenstehen den bedeuten die herausgegebenen Berichte immer ein großes Rätselraten, da sie meist sehr unbestimmt gehal⸗ ten sind. Wenn wir auch in der letzten Nummer vor allzu großem Optimismus entschieden warnten, so müs sen wir die Verhandlungen doch mit einer Hoffnung begleiten, mit der Hoffnung, daß im Völkerbund der Wille zur Gerechtigkeit da sein möge. Wie alle jungen Gebilde, so hat der Bund gewiß noch seine großen Ge brechen und muß die Feuerprobe in Konfliktsfällen gro ßer, gut bewaffneter Staaten erst bestehen. Wenn er das tut, kann er zu dem segensreichsten Instrument wer den, das die Menschheit bis jetzt bildete. Hoffen wir, daß er dem Deutschen Reiche auch bei den jetzigen Ver handlungen zum Segen gereiche. Die Genfer Diplo maten der großen Staaten sind sich ja anscheinend viel einiger und viel eher bereit sich zu verständigen, als die von militärischem Geist durchdrungene Votschafterkon⸗ ferenz, der siegreiche Generäle unserer ehemaligen Geg ner zu gern ihren Stempel aufdrücken wollen. Es tut ihnen anscheinend leid, daß die Atmosphäre von 1919 oder 1923 nicht mehr besteht. Letzten Endes wird aber doch die Vernunft siegen müssen, ob die Botschafter konferenz dabei mittun will oder nicht. Auch sie ist in gewissem Sinn dem Völkerbund und damit den dor⸗ tigen Delegierten unterstellt. Stresemann und Briand dürften ihr Möglichstes tun, um die Aera der Verstän⸗ digung nicht zu gefährden. Sehr geschickt spielt in die Tagung hinein die Verleihung des Friedensnobel⸗ preises seitens Schwedens an Stresemann und Briand als die Hauptfriedensträger der letzten Jahre. Diese Auszeichnung dürfte ihren Einfluß auf den Geist der Genfer agung ebenfalls nicht verfehlen. Inter⸗ essant ist ja auch, daß zur gleichen Zeit Meldungen durch die Blätter laufen, die von Geheimklauseln des Ver⸗ sailler Vertrags handeln und bis jetzt nicht dementiert sind. Ein Grund mehr zu seiner Revision. Trotz Völkerbund tauchen aber immer wieder neue Konflikts⸗ stoffe auf. Der schon von jeher unruhige Balkan hat seine Sensation. Zwischen Albanien und Italien wurde ein Vertrag abgeschlossen, durch den sich Jugoslawien bedroht fühlt. Mussolini hat damit seine Politik wie⸗ der ein Stück vorwärts getrieben und seine stille Er⸗ oberung gemacht. Jugoslavien, das Italien zuliebe seine Verbindungen mit Frankreich gelockert hat, sieht sich von seinem Freunde bedroht. Der Außenminister

stellt sein Amt zur Verfügung, und hilfesuchend streckt

Evangelische Warte

man seine Arme nach neuen Freunden aus. Paris und damit Frankreich, waren selbstredend bestürzt. Sie trauen schon lange nicht mehr ihremFreunde Musso⸗ lini. So unter der Hand haben sie aus nichtigen Grün⸗ den umgruppiert und starke Trupnenaufgebote an die italienische Grenze geworfen. Gewiß nicht zum Zeichen der Freundschaft! In Italien ist die Opposition tot. Sie kann nicht mehr wagen, aufzutreten. Die Hetze gegen ihre früheren und heutigen geheimen Führer wird fortgesetzt. Man scheut nicht vor Mord und Brand- stiftung zurück. Ja, man glaubt noch ein gutes Werk zu tun. Ist denn in diesem Land, das doch die Spitze des Katholikentums, den Papst, beherbergt, kein Funke christlichen Gefühls mehr vorhanden? In Berlin, dem Reichstag und der Regierung kriselt es einmal wieder. Arme Regierung, die auf Eiern lauf muß, jeden Augenblick gewärtig, durch ein Mißtrauensvotum zu der Armee der pensionierten Minister gejagt zu wer⸗ den! Selbstredend müssen sich die Parteien und ihre Blätter auch möglichst naiv benehmen. Ein tuypisches Beispiel sind die Enthüllungen desVorwärts über deutsch⸗russische Waffenlieferungen gerade in dem Augenblick, in dem in Genf die so überaus wichtigen Verhandlungen beginnen! Wenn auch eine englische Zeitung den Anfang gemacht hat, so war es doch nicht nötig, die zurückliegende Angelegenheit so stark aufzu bauschen. Auf die Botschafterkonferenz dürften der⸗ artige Unklugheiten ihre Wirkung nicht verfehlen. Da zu kommt auch noch in demselben Augenblick der russi⸗ sche Außenminister Tschitscherin und nennt den Völker⸗ bund eine Mausefalle, in die Rußland nie ginge, und macht lebhafteste Propaganda gegen England. Die Rede, in Rußland gehalten, wäre nicht schlimm, es aber in Deutschland während Völkerbundsverhand⸗ lungen zu tun, diskreditiert uns. In Hessen schwei⸗ gen sich die Koalitionsblätter über ihrenSieg ziem⸗ lich aus. Dafür hat in der Zentrumspresse eine ganz gewaltige Agitation gegen die Volksgeweinschaft ein⸗ gesetzt. Allen voran marschiert dasMainzer Jour nal, das sich in der Behandlung des einen Flugblattes garnicht genug tun kann und alle paar Tage seine Leser mit neuen Artikeln füttert. Wir trösten uns mit dem Spruche: Das wird von dem einen gelobt, wogegen der andere tobt.

Mainzer Journal und Evangelische Vollsgemeinsthaft.

DasMainzer Journal, das Zentrumsorgan, be⸗ schäftigt sich in der Nummer vom 7. Dezember spalten⸗ lang in verschiedenen Artikeln mit unserer Bewegung. Es stellt sich dabei furchtbar entrüstet, daß die Evange⸗ lische Volksgemeinschaft ein Flugblatt verbreitet hat, in dem das Zentrum einige Wahrheiten gesagt bekam. In erster Linie werden einmal dieeinigen 100 Jesui⸗ ten in Schutz genommen, sowie die Orden, die angeb⸗ lich zu nichts weiter dienen alsdas sittlich-religiöse Elend und die soziale Not in den eigenen Reihen zu bannen. Wunderbar sieht das gedruckt aus. Aber warum, liebesJournal, setzt man denn diese Orden in rein evangelische Gegenden und schickt rührige Send boten in die umliegenden Dörfer? Wo sind denn da dieeigenen Reihen?(Siehe Ilbenstadt!).

Maßlos wird sich darüber entrüstet, daß die Volks⸗ gemeinschaft dem Ultramontanismus eine Reihe von Vorwürfen macht und die evangelischen Belange ener⸗ gisch vertritt. Das Zentrum will anscheinend bis jetzt kein Wässerchen getrübt haben. Die Volksgemeinschaft beschwört den Kulturkampf herauf!!

Aber, ihr Herren vomJournal, nicht wir, son⸗ dern ihr habt ja mit dem bayerischen Konkordat den Kulturkampf eröffnet. Ihr waret ja viel früher auf dem Plan wie wir. Gerade deswegen haben wir uns

Dornenwege.

Roman von Clara Meller. 4. Fortsetzung.

Endlich war wieder Ruhe im Hause, das unwirtliche Chaos nur erzählte von den heiteren Stunden und die Mägde gingen mit überwachten Gesichtern ihrer Arbeit nach.

Nur auf Frau Petronella Wendtlands Gesicht war das frische Karmin um keine Nüance bleicher, sie schloß das Fenster ihres Schlafzimmers und öffnete aufatmend das enge Mieder der Taille. Da scholl von Rheindorf das Geläute zur Frühmesse. Sie horchte auf, Bruder Innozenz war hier, sie mußte zur Kirche, es koste was es wolle. Er würde ja Bruder Markus alles, alles erzählen, bis in die jüngsten Details, was ihre Person betraf. Schnell legte sie ihr Kostüm zum Kirchgang an, nahm Gebetbuch und Rosenkranz und wollte die Treppen hinabeilen, doch vor dem Schlafzimmer ihres jüngsten Knaben verlangsamte sie die Schritte, trat an das Himmelbett und strich kosend über das niedliche Köpfchen.

Frau Weierstraß, waschen Sie Gesichtchen und Arme des Kleinen mit Weißwein ab nach dem Bade, es soll eine pracht⸗ volle Haut erzeugen, ich komme nach dem Kirchgang direkt zurück.

Aergerlich gab Xaver Wendtland der Haustür einen Fuß⸗ tritt, daß sie zuflog und pfiff durch die Zähne, ein Zeichen, daß er unangenehmen Gedanken nachhing und er den inneren Grimm noch nicht ausgewettert hatte.

Wo ist Madame, herrschte er das Zimmermädchen an, das vergeblich versuchte, dem Herrn in dieser Stimmung zu ent⸗ rinnen.

Hier bin ich, rief sie selbst, noch echauffiert vom schnellen Gehen und trat in das Eßzimmer. Traut, froh der Antwort enthoben zu sein, lief zur Küche.

Für wen ist hier mehr gedeckt, hat einer von den drei eng⸗ lischen Eleven Besuch, oder der lange Däne?

Bruder Innozenz wird bei uns speisen, Mann, ich meine auf eine Person mehr oder weniger kommt es nicht an. Wir können jet ushalde!

Wie fernes Wettergrollen bebte es in seiner Stimme:Bru der Innozenz? So? Dann esse ich noch lieber mit den Knech⸗

ten am Tisch und sehe zu, wie sie linkisch ihre fünfzackige Gabel der unbeweglichen vorziehen, ehe der Anblick des falschen Mond

scheingesichtes mir den Bissen im Halse würgt!

aver, bist Du toll, den frommen Mann so zu schänden!

Frommen Mann, ja, ja, gottvoll, der in seiner Frömmig⸗ keit Zwietracht und Unglück in alle Familien säet, warum wird denn bei solchem Gelichter alles vertuscht, was? Ich bin ein gläubiger Christ und gebe mir redliche Mühe meine Christen⸗ pflicht zu erfüllen, dazu gehört aber nicht, daß man jeden Galgen⸗ strick durchfüttert. Hole der Kuckuck diese Tagediebe!

Trotzig warf sie den Kopf zurück:Und Bruder Innozenz bleibt! Da brach maßloser Zorn aus seinen Augen, er schlug mit der Faust auf den Tisch, daß Gläser und Teller klirrten:Hier nicht, da mit ihm wo du willst, mein Tischtuch besudelt er nicht!

Zum ersten Mal fehlte Frau Wendtland ohne triftigen Grund an der Mittagstafel. Die beiden Töchter, Brigitta und Bettina fragten wiederholt, warum sie fehle, aber statt Antwort war der Vater überaus lustig geworden, Gerhard und Rudi lachten mit den Eleven um die Wette und man saß eine halbe

gegen die Uebergriffe von katholischer Seite zu wehren, Ihr Berichterstatter vomJournal, geht doch einmal in die Vororte eures Verlagsortes und fragt schon ein⸗

mal in eurer nächsten Umgebung, wie es da aussieht.

Ich glaube, es ist besser, wenn man da nicht deutlicher

wird, sonst könnte man gerade demJournal allerhand

erzählen. And wenn dasJournal behauptet, seine helle Freude daran zu haben, wenn die Evangelischen

den Geist des Evangeliums in ihren Reihen wecken wol⸗

len, so klingt das sehr stark nach Hohn. Denn es greift an, was der Evangelische Bund in seinen Blättern zu⸗ sammenstellt und nennt alles Verleumdung, schreibt aber selbst alle paar Tage Artikel in seine Zeitung, die die schärfsten Angriffe gegen die evangelische Kirche ent⸗ halten.(Siehe Sätze Kettlers usw.) Anscheinend liest z. B. der Herr Berichterstatter aus Oberhessen, der den ersten Artikel schreibt, diese Sachen garnicht!

Der Grundsatz des katholischenNeudeutschland; Erst bist du katholisch wird ganz besonders in Schutz genommen. Das wäre die christliche Lehre: Erst gehörst du deinem Gott und damit der Religion, die dich mit Gott verbindet. Dies ist echt jesuitisch gedacht! Auf gut deutsch heißt das: Erst bist du römisch⸗katholisch, hast die Lehren deiner Religion und die vom Papst erlasse⸗ nen Verordnungen, selbst wenn sie sich gegen dein Volk richten zu befolgen, dann fängst du erst an, Staatsbür⸗ ger zu sein. Vielleicht bietet sich einmal in der nächsten Zeit Raum und Gelegenheit, um jesuitische Lehren und Betriebsamkeit ganz gehörig darzulegen.

Der Wildermannsche Ausspruch, der den Protestan⸗ tismus im preußischen Landtag als Irrlehre hinstellte, wird wieder in gedrehtem Unschuldssinne behandelt. DasJournal schreibt im Anschluß daran:Auch wenn wir die protestantische Kirche als die wahre von Chri⸗ stus gestiftete nicht anerkennen, so verdammen wir nicht ihre Anhänger sondern hoffen und wünschen, daß alle im Glauben Getrennten ihr ewiges Ziel erreichen. Gut gesprochen, aber warum wird denn da in den Misch⸗ ehen so furchtbar gearbeitet? Warum setzt man Ster⸗ benden die Pistole auf die Brust und verlangt von ihnen Umtaufe der Kinder, andernfalls man selbst den treue⸗ sten Katholiken, die ihre sämtlichen Pflichten erfüllt haben, mit der Verweigerung des christlichen Begräb⸗ nisses droht?

Es liegt der Evangelischen Volksgemeinschaft wahr⸗ lich nicht im Sinn, aggressiv vorzugehen, sondern sie ist nur bemüht, die Evangelischen zusammenzufassen und sich gegen die Uebergriffe der katholischen Kirche in Ge⸗ meinde, Parlament und wo es sonst möglich ist, zu wehren.

Daß wir in Hessen die Simultanschule vertreten, ist demJournal ein mächtiger Balken im Auge. Ja⸗ wohl, ihr Herren, erinnert ihr euch noch der Heidel⸗ berger Tagung, auf der ihr Tausende evangelischer Leh⸗ rer in den Kot gezogen und beleidigt habt? Wo ihr ihnen Uebergriffe in unzähligen Fällen vorwarft, die ihr bis jetzt noch nachzuweisen habt? Wo sind denn die Beweise? Soll diese Sache, wie so viele andere, auch im Interesse der Koalition wieder einschlafen? Wir werden von der Volksgemeinschaft aus in dieser Frage nicht ruhen, denn die Lehrer in unseren Reihen sind mitangegriffen. Ehrenwerte Männer nehmen wir stets in Schutz. Warum wehrt sich denn dasgerechte Journal nicht dagegen oder ist es im Besitze derun⸗ zähligen Anschuldigungen? Wir zweifeln sehr stark daran, sonst hätte es schon längst Gebrauch davon ge⸗ macht! Wenn man uns in einem weiteren Artikel Volksverhetzung vorwirft, so soll dasJournal seine Führer sich einmal an die eigene Nase greifen lassen.

Wir haben noch nie behauptet und werden es nie tun, daß der Katholik einVolksgenosse zweiter Güte ist, aber wir warnen auch davor, uns als solchen in den

mehr, daß ihr Mann fröhlich sein konnte, wo sie mit innerem Zorn hier oben saß.

Pater Markus betet ja nicht umsonst jeden Tag um Ihr Seelenheil, doch das sind ja Dinge, die eigentlich der Mund nicht aussprechen will, fuhr Pater Innozenz seufzend fort, seine demütige Stellung nicht einen Augenblick verändernd. Interessiert horchte sie auf, es schmeichelte ihrer Eitelkeit, daß er noch immer ihrer gedachte. Schon als Schüler hatte er die Augen zu der reichen, tollen Nella erhoben, aber sie sagte ihm kurzer Hand, die Mutter hätte ihr verboten, sich mit ihm aufzuhalten, er sei ja nur eines Kleinbauern Sohn! Später dann, er wollte umsatteln, ein anderes Studium ergreifen, um ihretwillen! Aber sie setzte sich über alle sentimentalen Anwandlungen hinweg. Einer tiefen, heißen, alle Hindernisse überbrückenden Liebe, war diese Frauenseele nicht fähig.

Bruder Innozenz dehnte seinen Besuch lange aus, trotzdem er

wußte, daß er ein lang anhaltendes Gewitter heraufbeschwot, aber

Stunde länger beim Diner, was sonst nur Sonn- und Festtags

gestattet wurde.

Die Tür von Frau Petronellas Zimmer stand weit offen und

ließ den Duft der Blumen aus dem langen Gang, der mit seinen eng aneinander gereihten Fenstern, trefflich in ein Gewächshaus umgewandelt war, hereinströmen. An dem zierlich gedeckten Tisch saß Bruder Innozenz und seine Gastgeberin drückte den Kopf in

die weichen Polster des hochlehnigen Armstuhls.

Gelobt sei Jesus Christ in Ewigkeit Amen! Hat er nicht

auch der Menschheit unversöhnlichen Haß, ihren Spott und Hohn getragen? Hält er mich wert zu leiden, wie er litt, so neige ich willig mein Haupt, denn alle Ungläubigen sind mit Blindheit ge⸗ schlagen und sehen nicht die guten Früchte, die unsere Saat bringet!

Vom Speisezimmer schallte das herzliche Lachen der jung⸗ frohen Gemüter herauf. Es erbitterte Frau Petronella immer

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er mußte den Sinn dieser Frau in die rechte Form kneten, das Eisen schmieden so lange es glühte, einen Schritt vorwärts rücken in dem Reich der verhaßten Kinder der Welt. Als er sich dann endlich verabschiedet hatte, voll Segensworte für die, so unter dem Dach dieses Hauses weilten, schritt er lächelnd durch den Torbogen und sah triumphierend zu den Schutzheiligen empor, die noch ebenso unbeweglich, vielleicht nur etwas verwitterter in den Mauernischen standen, die Ernte war gut gewesen, er nahm die Hälfte des Gewinnes von Frau Petronella Wendtland

mit heim.(Fortsetzung folgt.) Pfarrer Erwin Gros 7. Nach längerem schweren Leiden ist am 2. Dezember in

Gensenheim Pfarrer Erwin Gros im Alter von 61 Jahren ge⸗ storben. Durch seine volkstümlichen Erzählungen, von denen Der Bauernpfarrer,Der Lehrer von Hartenhausen undDas leuchtende Haus wohl die bekanntesten und besten sind, hat sich der Verstorbene einen Namen gemacht. Den Lesern der Warte ist er bekannt geworden durch die schöne ErzählungWer mich bekennet.

Wir sind ja nur da, um uns