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Nr. 52.
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Mittel deutsche Sonutags⸗Zeitung.
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Seite 3.
Wenn man sich übrigens noch weiter im Reiche umsehen wollte, würde man anderwärts auf nicht minder traurige Verhältnisse stoßen. In Schlesten, Thüringen, im Rhön⸗ und Spessart⸗ gebiet wirds nicht anders sein und in den Großstädten giebts Tausende Kinder, die Hunger leiden müssen.
Nachrichten über Notstand kommen aus den verschiedensten Gegenden und ste zeigen, was es damit auf sich hat, wenn Minister in Landtagen, Bürgermeister in Stadtvertretungen auf sozialdemokratische Hinweise einfach erklärten: „Notstand existiert nicht!“
Zum Beispiel sagen die Geistlichen der Himmel⸗ fahrtsgemeinde in Berlin, Heinze und Dr. Preuß, in einem Aufrufe Folgendes:
„Noch nie haben wir für unsere arme
Gemeinde des Berliner Nordens in den Zeitungen
gebeten. Aber dieses Winters Not ist zu
groß. Gesteigerte Mieten, schlechtere Ar⸗ beitsgelegenheit wirken zusammen.“
Wer hat nun recht?
Wie es in unserer nächsten Nähe aussieht, 07 0 eine Korrespondenz im Gießener Amts⸗
latte aus Grünberg:
„Die Zahl der sogenannten reisenden Hand⸗ werksburschen wird mit jedem Tag größer. Allenthalben begegnet man auf den Land⸗ straßen den Aermsten, die, oft nur dürftig gekleidet, in Schaaren der nächsten Verpfleg⸗ ungsstation zueilen. In Grünberg wurden seit Beginn dieses Jahres bis jetzt schon 2100 Mann verpflegt, während im vorigen Jahre, das seit Errichtung der Station den höchsten Stand aufwies, nur 899 Mann beherbergt wurden.“
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Wie Hunger und Not Verbrecher züchten, dafür finden wir in unserem Magdeburger Parteiorgan einen Beleg. Dort wird aus Groß ⸗Ottersleben berichtet, daß der Junge eines Arbeiters durch Hunger verleitet wurde, seinen Schulkameraden ein Butterbrod wegzu⸗ nehmen.„Vom Lehrer zur Rede gestellt,“ sagt unser Parteiblatt weiter,„teilte der hungernde Knabe demselben mit, daß sein Vater seit längerer Zeit arbeitslos sei und vor einigen Tagen das Haus verlassen habe, ohne wiedergekehrt zu sein. Vermutlich hat also Verzweiflung, sich und die Seinen durchs Leben schlagen zu können, den Familienvater hinaus⸗ ae auf die Landstraße, vielleicht hat der
unglückliche gar seinem tieftraurigen Dasein ein Ende bereitet durch einen Selbstmord. Noch ist uns nichts näheres hierüber bekannt geworden; hoffen wir, daß unsere Vermutungen sich nicht die so wahrscheinlich stie immerhin find. Liest man doch tagtäglich nicht von einem, nein von Dutzenden solcher Verzweiflungsakte.“ Allerdings, bei den satten Kapitalisten„existiert Notstand nicht.“
Sozialdemokratischer Wahlsieg.
Bei der am 19. Dezember in Pforzheim
stattgefundenen Ergänzungswahl der Wahlmänner für den badischen 1 9 egte die von unserer Partei aufgestellte Kandi⸗ atenliste. Es stehen nunmehr bei der bevor⸗ stehenden Abgeordnetenwahl 93 sozialdemokra⸗ tische Wahlmänner 73 nationalliberalen Wahl⸗ männern gegenüber. Damit ist die Wahl des Genossen Geck gesichert.
Wieder eine Reichstagsersatzwahl.
Für den verstorbenen Abg. v. Siemens, welcher der 1 6 Vereinigung angehörte, mußte im Wahlkreise Wittenberg⸗Schwei⸗ nitz eine Ersatzwahl vorgenommen werden, die am Freitag stattgefunden hat. ür Dr. v. Leipziger(Konservativ) wurden 8024, für Dr. Barth(Jg.) 6640 und für unseren Genossen Rohrlack 2049 Stimmen abgegeben. Es hat eine Stich wahl zwischen Leipziger und Barth stattzufinden. Bei der Hauptwahl im Jahre 1898 erhielten Leipziger 7231, Sie- mens 5694 und Rohrlack 1736 Stimmen. ES sind alse erheblich mehr Stimmen abgegeben als 1898; unsere Partei hat den ganz erfreu⸗
wird natürlich dem Freistunigen gegen den Re⸗ aktionär zum Siege verhelfen.
Kompetentes Urteil äber die Antise⸗ miten.
Der ehemalige hessische„Bauernköͤnig“ Dr. Böckel, der, nachdem er von den Hirschel und Köhler„entthrout“ war, beim Bunde der Land⸗ wirte Unterkunft fand, erklärte kürzlich, die 1 antisemitischen Reichsboten seien in vier
arte ien gespaltet. Keiner gönne dem andern einen Brocken. Viele seinen überhaupt keine ernsthaften Politiker. Was ein paar ver⸗ nünftige Leute gut machen, werde alsbald von ein paar anderen Leuten wieder verdorben. Was jetzt an Mißgriffen und Zwistigkeiten in der Partei“ geleistet werde, übertreffe alles bisher Hagewesene. Bruhn, der Mann, der durch das Geld seines Schwiegervaters an die Spitze der „Staatsbürger⸗Zeitung“ gelangt sei, bilde sich zum Parteipascha aus und merkwürdiger⸗ weise fügten sich die aunderen. Er habe immer noch geglaubt, es sei ein Friede möglich; noch in der großen Jubiläums versammlung habe er den Versuch gemacht, aber es sei nicht 10 08 Böckel schloß mit der Aufforderung, dieser Rich⸗ tung, welche die ganze antisemitische Bewegung „lächerlich“ mache, eine deutsche Absage zu erteilen.— Mag 1255 stimmen. Höchstens könnte man hinzufügen, daß, wenn es sich darum handelt, den Antisemitismus lächerlich zu machen, ein Führer den andern zu über⸗ bieten sucht.
Soziales.
Die Einführung des Proporttonal⸗ wahlrechts zu den Gewerbegerichtswahlen hatten unsere Genossen in Frankfurt bean⸗ tragt. Die Stadtverordnetenversammlung lehnte jedoch dasselbe ab, trotzdem der Stadt⸗ rat Dr. Flesch entschieden dafür eintrat. Bei dem Proportional verfahren entscheidet bekannt⸗ lich nicht die einfache Mehrheit, sondern jeder Liste oder Partei gelten soviel Kandidaten als gewählt, wie ihr nach der für sie abgegebenen Stimmenzahl im Verhältnis zu der Ge⸗ samtstimmenzahl zukommen. Es ist das gerech⸗ teste Wahl system, weil bei diesem Verfahren auch die Minderheiten ihre Vertretung erhalten. Den Zünftlern paßte das aber nicht, sie hegten die Befürchtung, daß dadurch die Sozialdemo⸗ kraten die unbestrittene Mehrheit im Gewerbe⸗ gericht erhielten. Daß die Herren dadurch den christlichen Arbeitern die Möglichkeit nehmen, auch eine Vertretung im Gewerbegericht zu er⸗ halten, scheint diese Handwerksretter wenig zu genteren.
Entwickelung eines Konsumvereins.
Großartigen Aufschwung hat der Dres⸗ dener Konsum⸗Verein„Vorwärts“ genommen. Im Monat November hat er in seinen 30 Verkaufsstellen einen Umsatz von 500,724 M. erzielt. Die Zahl der Mitglieder ist auf 21,882 gestiegen. Der Umsatz im November des Vor⸗ jahres betrug 445,727 M., die Zunahme stellt sich demnach auf 54,998 M. Angesichts der kritischen Geschäftszeit, die gegenwärtig herrscht, muß dieses Resultat ein ganz ausgezeichnetes genannt werden. Eine sso hoch entwickelte Ge⸗ nosseuschaft kann für Tausende von Arbeitern äußerst segensreich wirken.
Die Sozialdemokratie im hohen Norden.
In Norwegen haben vor Kurzem die Gemeindewahlen stattgefunden. ür die Sozialdemokratie haben dieselben recht günstige Ergebnisse geliefert. Da dort auch das Frauen⸗ stimmrecht eingeführt ist, war von Seiten der Frauen eine lebhafte Wahlbeteiligung zu be⸗ merken. In der Hauptstadt Christiania er⸗ hielten unsere Geuossen 14 Sitze, ihre Stimmen⸗ ahl stieg von 1104 im Jahre 1898 auf 4485.
nter den gewählten Sozialdemokraten befinden sich 2 Frauen.
Die Kommunalwahlen in Hammerfest, der nördlichst gelegenen Stadt Europas, führten
lichen Zuwachs von 300 Stimmen zu verzeichnen. Sie giebt in der Stichwahl den Ausschlag und
zu einem vollen Sieg der sozialdemokratischen
Liste. Man hatte hier von der Proportional⸗ wahl Abstand genommen, da sich die Parteien dahin geeinigt hatten, daß auf die Liste der Sozialdemokratie neben den 12 eigenen Kandi⸗ daten auch 4 Liberale und 4 Konservative auf⸗ geführt wurden. Der Hammerfester Fischer⸗ und Arbeiterverein hatte vor den Wahlen ein paar gutbesuchte Versammlungen veranstaltet, woran Leute aller Parteien teilnahmen. Die Frauen beteiligten sich sehr rege an der Wahl.
Frankreich.
Handels minister Millerand gab vorige Woche in einer Rede, die er gelegentlich eines Banketts hielt, seine Absicht zu erkennen, bei den nächsten Wahlen wiederum in seinem alten Bezirk zu kandidieren. Er werde sich den Wählern mit demselben Programm vorstellen; er habe nicht ein Wort zu ändern, nicht einen Artikel davon abzuschneiden, es sei denn, daß es sich um Forderungen handele, die mittler⸗ weile durch Gesetz realisiert sind.— Weiter erklärte er, das Alterspensionsgesetz werde bald vorgelegt werden.
Konflikte in Süd⸗Amerika.
Zwischen den beiden südamerikanischen Re⸗ publlken Chile und Argentinien droht Krieg auszubrechen. Die beiden Staaten sind wegen der Grenzregulierung in Streitigkeiten geraten, haben ihre diplomatischen Beziehungen abgebrochen und rüsten mit Eifer zum Kriege. — Obwohl Argentinien viel größer als Chile ist, steht es militärisch hinter seinem Gegner zurück.— Auch in der Republik Venezuela sind revolutionäre Unruhen ausgebrochen. Mit diesem Staate ist auch Deutschland in Streit geraten, weil deutsche Geldleute Schuld⸗ forderungen an Venezuela haben.
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Krieg in Südafrika.
Neue Verstärkungen schickt England nach Südafrika. Außer denen von 1200 Mann für das in Südafrika stehende Gardebataillon, die Befehl erhalten haben, den Abmarsch für Monat Januar vorzubereiten, werden wahr⸗ scheinlich noch weitere 1000 Mann für einen spätern Abmarsch ausgewählt. Weitere 2000 Mann Peomanury sollen laut Befehl sofort einberufen und im Laufe der Monate Januar und Februar nach Südafrika gesandt werden. Ein Armeebefehl verfügt sodann die Aufstellung sechs weiterer Milizbataillone.
In Graffreinet begann am Mtttwoch der Prozeß gegen den Burenkommandanten Scheepers, der u. A. der Ermordung des Engländers Arson, der Zugzerstörung und der Grausamkeit gegen Gefangene beschuldigt wird. Die Gesamt⸗ zahl der gegen Scheepers schwebenden Anklagen beläuft sich auf dreißig.
Ueber neue Kriegs⸗Pläne der Buren wird berichtet: Die Buren im Felde veranstalteten in der letzten Zeit Zusammen⸗ künfte, um neue Feldzugspläne für den Sommer zu vereinbaren; darunter befindet sich ein Marsch nach Natal durch die Drakensberge. Der Leiter des Unternehmens soll Dewet sein und Botha soll mit ihm zusammenwirken. Der Feind ist gut beritten und mit Vorräten wohl versehen.
Botha brachte den Engländern am 20. Dez. eine gehörige Schlappe bei. Er griff mit 800 Buren Oberst Damants Vorhut bei Tafelkop in der Orangekolonis an und besetzte trotz tapferen Widerstandes das Kopfe, das die Hauptmacht und die Geschütze beherrschte. Die Verluste der Engländer sind schwer. Oberst Damont ist schwer verwundet, zwei Offtziere und 20 Mann tot, drei Ofsiziere und 17 Mann verwundet.— Auch De Wet griff mit zirka 800 Buren den General Dartuell bei Land⸗ berg im Bethlehemdistrikt an. Darüber be⸗ richtet Kitchener, daß die Buren 20 Mann ver⸗ loren hätten.— Schwere Verluste erlitt eine englische Truppe berittener Infanterie, welche in Transvaal die Farmen absuchte, durch das Kommando Britz, das 200 Mann
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stark die Engländer überrumpelte.


