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meinden einfache Vorträge, zu welchem eine Anleitung
Seite 2. Mitteldentsche Sonntags⸗Zeitung. N Nr. 30. Die geistigen Führer des Bundes der aber nicht in der Lage seien, dem gesamten damit die Großeinkaufs⸗Gesellschaft immer mehr e en Etat ihre Zustimmung zu geben, und damit und immer vorteilhafter den Einkauf für 1
Landwirte. Dieser Tage war in verschiedenen Blättern, z. B. auch in dem„Frkftr. Generalanzeiger“ folgendes Inserat zu lesen: Christliche, ältere Herren aus dem Mittelstande, welche im Spätherbst und Winter in ländlichen Ge⸗
egeben wird, gegen feste Tagegelder übernehmen wollen,
0 1 6 2 henslauf nebst Referenzen unter B. 5 5 Der Krach
D. L. 1000 an den Verlag der„Deutschen Tages⸗ greift weiter um sich. Aus Oberhausen
zeitung“, Berlin S W., Dessauerstr. 7, einzusenden. dei Duisburg wird berichtet, daß Gerhard Das geht vom Bunde der Landwirte aus, der Terlinden, der Vorsitzende der dortigen
auf diese Art seine Agitatoren sucht, die daun gleichnamigen Altiengesellschaft durchge⸗
mit„voller Ueberzeugung“ und gegen feste braunt ist. Derselbe hat für sich 90 11
Tagegelder den Bauern die Vortrefflichkeit der Junkerpolitik beweisen sollen.— Die„Neue bayer. Landes⸗Ztg.“, ein Organ des bayr. Bauernbundes, widmet der„Zentralleitung der wie sie den Bund
Bauernfängerorganisation“, 1 0 e f i zu nennen beliebt, darob nachstehenden freund⸗ haben. Der anscheinend mitschuldige Prokurist schaftlichen Albumvers: der Gesellschaft ist verhaftet worden. An der „Also, auf, ihr„christlichen älteren Herren] Finarzar ere des Unternehmens sind eine Reihe Berlin wie in der Provinz
aus dem Mittelstande“! Im Herbst beginnt das neue große Bauerneinseifen(Hand⸗ werkszeug wird geliefert) gegen feste Tage⸗ gelder und Provision. Wir sind auch über⸗ zeugt davon, daß sich, wenn fleißig inseriert wird, wieder einige abgehauste Tagediebe finden werden, die sich als Zutreiber aus⸗ bilden lassen. Und wenn's auch schweres Geld kostet: Die Berliner Junker brauchen die Bauernstimmen, um ihre wankende politische Macht aufrecht zu erhalten. Den Bauern wird natürlich vorgemacht, daß Alles in ihrem Interesse geschehe, und die Mindergescheiten fallen darauf herein.“ Bei dieser Gelegenheit sei hinzugefügt, daß die antisemitischen Wanderapostel in ganz der gleichen Weise sich das Einseifen der Bauern angelegen sein lassen, wie jene auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege angeworbenen Bun⸗ desagitatoren.
Glänzender sozialdemokratischer Sieg in Ostpreußen!
Das Wahlresultat der Neuwahl in Memel⸗ Heydekrug, dem langjährigen Wahlkreise des Feldmarschalls Molkte, bedeutet für unsere Partei einen glänzenden Sieg, für die Brot⸗ wucherer eine empfindliche Niederlage. Für den Agrarier Matschull wurden 7016, für unsern Genossen Braun 4941, für den Frei⸗ sinnigen Schaak 2925 Stimmen abgegeben. Wir gewannen gegen die Wahl von 1898 ca. 2000 Stimmen, wogegen die agrarischen Reaktionäre mehr als 2000 einbüßten. Cs muß eine Stichwahl zwischen Braun und Matschull stattfinden, und wenn die Freisinnigen Stand halten, muß unser Genosse als Sieger aus der Wahlurne hervorgehen! Wie aber die Stichwahl immerhin ausfallen mag— die Agrarier werden alles aufbieten, um unsern Sieg zu vereiteln und auf die Freisinnigen ist kein Verlaß— eine Stimmenzunahme von 66 Prozent in einem durchaus länd⸗ lichen Kreise im eutlegensten Osten— das ist ein Resultat, das uns mit voller Befriedigung erfüllen und zu neuer angestrengter Arbeit, zu lebhaftem Kampfe gegen den Rückschritt erfüllen muß!— Die Stichwahl findet bereits am 27. Juli statt. Höchst waschlappig verhalten sich die Freisinnigen zur Stichwahl. Wie es scheint, sind sie ihrer Parole: Gegen den Brotwucher! untreu geworden; denn in der liberalen Ver⸗ trauensmäuner⸗Versammlung wurde beschlossen, sich bei der Stichwahl der Abstim mung zu enthalten. Damit ist natürlich der Sieg des Agrariers gesichert. Nette Freisinns⸗ mannen!
Das württemberg ische Budget und die Sozialdemokratie.
5 Die württembergische Kammer nahm mit 73 gegen 5 sozialdemokratische Stimmen den Etat an. Uusere Genossen gaben dabei die Er⸗ klärung ab, daß der Etat zahlreiche Posttionen in Einnahmen und Ausgaben enthalte, die ihre
ihr Einverständnis mit der Politik der Regierung auszusprechen, weil die auf eine zeitgemäße Ver⸗ fassung und eine gerechte Steuerreform gerich⸗ teten Wünsche des Volks ihre Erfüllung noch nicht gefunden hätten.—
genannte Gesellschaft umfangreiche kredite in Anspruch genommen, die er durch Vorlegung gefälschter Bücher und Bilanzen sich zu verschaffen wußte; auch scheint eine unrecht⸗ mäßige Ausgabe von Aktien stattgefunden zu
von Banken in interessiert; doch lassen sich die Verhältnisse der Gesellschaft zur Zeit noch nicht, übersehen. Das Defizit soll die Höhe von 8 Millionen erreichen.
** Ueber die Verhältnisse der verkrachten Leip⸗ ziger Bank teilte der Konkursverwalter in der Gläubiger⸗Versammlung mit, daß die Bank an der Trebertrocknungs⸗Gesellschaft mit weit über 87 Millionen Mark beteiligt sei, darum sei sie auch gestürzt. Wenn die Bestände der Kasseler Gesellschaft freihändig verkauft würden, würden 4—5 Millionen Mark erzielt; deshalb sei der Kasseler Konkursver⸗ waltung eine halbe Million zur Fortsetzung des Betriebes geliehen worden. Die Depositen der Leipziger Bank betragen über eine Mil⸗ liarde. Davon ist allerdings ein Teil zurück⸗ bezahlt. Die Aufsichtsratsmitglieder, die von der Konkursverwaltung verklagt wurden, hätten sich bereit erklärt, im Falle ihrer Verurteilung ihr gesamtes Vermögen zur Verfügung zu stellen. Dasselbe dürfe sich nach Mitteilung des Rechts⸗ anwalts Freitag auf zusammen 10 Millionen Mark beziffern.— Die Aktiven betragen 45 Millionen, die Passiven hingegen 85 Mil⸗ lionen Mark.
Zeichen der Krise.
Aus der bedeutendsten Industriestadt Sach⸗ sens, Chemnitz, kommen Nachrichten, welche die Lage der Arbeiter recht betrübend erscheinen lassen. Nach den Feststellungen, die eine dortige Zeitung vorgenommen hat, herrscht in der Maschinen⸗ und Gießerei⸗Industrie umfangreiche Arbeitslosigkeit. Von 31 befragten Firmen arbeiteten nur drei voll; 21 Betriebe hatten Arbeiter entlasen müssen oder doch ihre Leute so wenig beschäftigen können, daß sehr viele wegen mangelnden Verdienstes selbst wegblieben; neben diesen Betrieben hatten noch 3 verkürzte Arbeitszeit ohne Verminderung der Arbeiterzahl eingeführt. In einzelnen Betrieben giebt es
Thatsächlich Zollpolitik die deutsche Industrie
spruch erheben.
Ausbreitung der Genossenschafts⸗ bewegung.
schaft deutscher Konsumvereine in Ham burg steigt von Quartal zu Quartal. Er be
Vorjahres. beträgt demnach ca. 2270130 Mk.
haben.
kaum noch ein Drittel der früheren Arbeiterzahl. sind einige Tausend Arbeiter ar⸗ beitslos.— Und dabei wird durch eine unsinnige 0 noch mehr geschädigt und eine noch nie dagewesene Lebens⸗ mittelteuerung heraufbeschworen! Gegen eine derartige volksverderbliche Politik der Regie⸗ rungen muß das Volk den energischsten Ein⸗
Der Umsatz der Großeinkaufsgesell⸗
trug im ersten Halbjahr 1901 ca. 3364700 Mek. gegen 3094570 Mk. in der gleichen Zeit des Die Zunahme in diesem Halbjahr 0 Das ist ein Wachstum, wie es selbst unsere kühnsten Konsumgenossenschaftler nicht zu hoffen gewagt Sache der deutschen Konsumvereine wird es jetzt sein, mit allen Kräften dahin zu
Konsumvereine in die Hand nehmen und dadurch zugleich die Grundlage für die Entwicklung der Konsumgenossenschafts⸗Bewegung zu höheren Zielen schaffen kann.
Die niederländischen Gemeinderats wahlen
in ihrem weiteren Verlaufe mehrere glänzende Siege für die Sozial⸗ demokratie ergeben. In Groningen wurden zwei Genossen, in Arnheim ebenfalls zwei in der Stichwahl gewählt. In Rotterdam 1 wurde gegen alle Erwartung der Sozialdemokrat Spiek⸗ man in der Stichwahl gegen den Liberalen mit 925 gegen 845 Stimmen gewählt. Im ersten Wahlgang hatte Spickman 593, der Liberale 780 Stimmen. In Almeloo, Dordrecht, Haar- lem und noch einem Dutzend kleineren Orten wurden in der Stichwahl Sozialdemokraten gewählt. Von den neun größeren holländischen Städten haben jetzt sechs einen oder mehrere Sozialdemokraten im Gemeinderat.
Wahlen in Frankreich.
Vergangenen Sonntag fanden in Frankreich die Generalratswahlen statt. Die Ge⸗ neralräte sind die parlamentarischen Körper⸗ schaften der Departements(Regierungsbezirke) und die Wahlen dazu sind insofern von poltti⸗ scher Bedeutung, als ste ein Bild von der Stimmung im Lande geben und weil die Ge⸗ neralräte bei den Senatwahlen mitwirken. Gewählt wurden 557 Republikaner, 477 Radikale und sozialistische Radikale, 33 Sozialisten, 209 Konser vative, dar⸗ unter 29 Nationaltsten. 85 Stichwahlen sind erforderlich. Die Republikaner gewannen 47 Sitze. Die Wahlen zeigen also die weitere Befestigung des republikanischen Gedankens.— Mehrere Minister befinden sich unter den Ge⸗ wählten.
Sozialistischer Sieg in Italien.
Bei den Gemeindewahlen in San Remo siegte die Liste unserer Genossen gegen die der übrigen Parteien mit großer Mehrheit. Damit ist die Stadtverwaltung von neuem don den Sozialisten erobert, die sie schon einmal zwei Jahre hindurch in Händen hatten. Damals, als Genosse Mombello Bürger⸗ meister war, haben die Sozialisten viel für die Stadt gethan und noch mehr in Angriff ge⸗ nommen. Sie haben alle kleinen Einkommen von der kommunalen Haus⸗ und erdsteuer befreit und diese für die höchsten Einkom⸗ men bis auf die Summe von 1000 Lire jähr⸗ lich erhöht, sie haben trefflich funktionierende Schulkantinen eingerichtet und gingen an die Verstaatlichung des Sanitäts⸗ dienstes, als der Stadtrat aufgelöst wurde. Es war das in dem traurigen Mai des Jahres 1898. In Turin bereitete man mit großem Klimbim die Ausstellung zu Ehren des fünf⸗ zigjährigen Bestehens der Verfassung vor. Natürlich war Genosse Mombello als Bürgermeister unter lehnte die Einladung verdient, in der Geschichte des Sozialismus vermerkt zu bleiben. Es hieß darin, daß er, als von Sozialisten gewählt, es nicht im
haben
als das Privileg einer Klasse. Gleich⸗
zeitig Stadtrates zum 1. Mai, das die ganze Stadt zur Teilnahme am Fest der Arbeit auf— Das war 0 Der Stadtrat wurde
„ref. orabend der Gründung einer
-aufgelöst, am städtischen Apotheke.
Arbeit wieder auf.
Zum chinesischen Konflikt. Noch immer sitzen
volle Zustimmung gefunden hatten, daß sie
streben, daß dieses Wachstum weiter anhält,
den Eingeladenen. Er in einem Brief ab, der
Einklang mit setner Aufgabe fände, an Festen zu Ehren der Verfassung teilzunehmen, so lange die von dieser gewährten Freiheiten nichts wären
mit dem Brief erschien das Manifest des
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Bei den Neuwahlen, die auf die blutigen Ereignisse von 1898 folgten, erlag die sozialistische Liste. Jetzt, nach drei Jahren, nehmen die Sozialisten die unterbrochene
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die Diplomaten aller Nationen in Peking und beraten die Frieden ⸗
Unte
bell
60 seit Dal Veld bei
S SS
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