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Nr. 17.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 3.
ihrer Strafe in die dortige Strafanstalt am Kalkberge eingeliefert wurden. Das läßt tief blicken. Angesichts solcher Thatsachen wirkt es geradezu komisch, wenn die„patriotische“ Presse die Hunnenbriefe als böswillige Er— findung der Sozialdemokraten bezeichnet.
Sozialistischer Wahlsieg.
Bei der Landtagsersatzwahl in Schal⸗ kau⸗Rauenstein(Weiningen), die am 18. April stattfand, siegte Genosse Hof mann⸗Saalfeld mit 962 Stimmen über Kommerzienrat Craemer, der 716 erhielt. Hofmann war schon bei der Hauptwahl gewählt worden und hatte, da wegen einiger Formfehler die Giltigkeit der Wahl ungesochten wurde, das Mandat vor der Un⸗ giltigkeitserklarung niedergelegt, nachdem er in einigen Sitzungen des Landtages iemperament⸗ volle Kritit an dem Ministerium geübt hatte. Die Ersatzwahl hat gezeigt, daß die Mehrheit der Wähler in Hofmann ihren Vertreter erblickt, und die Hoffnungen der Gegner sind zu Schan⸗ den geworden.— Dagegen unterlag Genosse Domscheit bei einer Nachwahl in Lippe mit nur 7 Stimmen Minorität einem in's National- soziale schillernden Gegner. Das macht den Nationalsozialen, die uns bekanntlich„ablösen“ wollen, viel Vergnügen, was wir ihnen nach so vielen Mißer folgen von Herzen gönnen!
„Sozialdemokratische Theorie und Praxis.“
Anläßlich des Aerztestreiks in Leipzig wird in zahlreichen Scharsmacher⸗, Mucker⸗ und „unpartelischen“ Orgauen unglaubliches Zeug zusammengeschwindelt und gefälscht. Sie fabeln von Gegensatz zwischen soztaldemokratischer Theorie und Praxis, bezeichnen das Vorgehen des Ortskranken⸗Kässenvorstandes als„Diktatur des Proletariats“ und behaupten, der Streik set von der Sozialdemokratie provoziert worden. Demgegenüber sei festgestellt, daß bie Führer in dem Vorgehen gegen die Aerzte waschechte Bourgeois und nichts weniger als Sbzial⸗ demokraten sind und daß samtliche Unter⸗ nehmervertreter sowohl im Vorstande wie in der Generalversanmlung der Kasse durchaus mit ihrem Vorgehen einverstanden sind. Den Herren Kommerzienrat Schwabe, Kommerzien⸗ rat Blüthner, Direkror Uhlemann, Apo⸗ theker Steinmetz und anderen, die in der Stleufrage die Führung haben, werd ein schöner Schreck in die Glieder fahren, wenn sie hören, daß sie zu den Sozialbemokraten geworfen werden und proletarische Dikratoren seien, weil sie zu den üblichen Unternehmer⸗ prattiken, die sonst immer ausnahmslos die Zustimmung der Scharfmacherblätter finden, einmal ausnahme weise und, wie der„Vorwärts“ bemerkt, bedauerlicherweise die Zu⸗ 1 0 8 sozialbemotratischer Arbeiter gefunden haben.
Den berufsmäßigen Sozialistenverleumdern dürfte übrigens die weitere Ausnützung der Leipziger Differenzen durch eine vom Kassen⸗ vorstand erlassene Ertlärung vereitelt sein. Diese ist von dem Vorsitzenden Dr. Willmar Schwabe unterzeichnet und lautet:
„In einem Teil der Presse ist es versucht worden, die Maßnahmen des Vorstandes als Auefluß einer be⸗ stimmten Parteipolitik hinzustellen. Nichts ist unrichtiger als das. Alle Beschlüsse des Vorstandes sind mit vollster Einmütigkeit und aus rein sachlichen Gründen gefaßt worden; niemals ist politischen Erwägungen irgend welcher Art der geringste Einfluß darauf einge⸗ räumt worden. Weder die abweichenden politischen Anschauungen der Vorstandsmitglieder unter einander, noch die Verschiedenartigteit ihrer bürgerlichen Berufe haben sich jemals irgendwie geltend gemacht; stets ist das Wohl der Kasse und ihrer Mitglieder der allein
aausschlaggebende Gesichtspunkt gewesen.
Es ist deshalb auch ganz verkehrt, einzelne Vorstands⸗ mitglieder für gefaßte Beschlüsse veranwortlich zu machen und der Vorstaud kann es nur bedauern, wenn in der Presse einzelne Namen genannt worden. Der Vor⸗ stand betrachtet sich als vollständig solidarisch
und jedes seiner Mitgliede. fleht für alle gefaßten Be⸗
schlüsse mit seiner Person ein.“ Das mögen sich die bürgerlichen Preßkulis, über soztaldemokratischen Terrorismus
schreien, hinter die Ohren schreiben. Von
unseren Parteiorganen ist oft genug betont worden, daß der Kassenvorstand in dieser An⸗ gelegenheit durchaus einmütig handelte und daß bei der verschiedenertigen Zusammensetzung desselben es lächerlich ist, von sozialdemokratischer Taktik zu reden.
Schließlich muß doch noch hervorgehoben werden, daß die bürgerliche Presse so verdächti „warm“ für die Angestellten eintritt. Das il doch sonst ihre Sache nie. Abgesehen davon, daß das Verhältnis der Aerzte zur Kranken⸗ kasse denn doch ein etwas anderes ist, als das der Lohnarbeiter zu ihren kapitalistischen Ausbeutern, muß doch die Thatsache festgestellt werden, daß auch die Verhältnisse der Aerzte sich entschieden gebessert haben, seitdem die Arbeiter sich um die Ortskrankenkassen kümmerten und in verschiedenen Orten Einfluß auf die Verwaltung ausüben konnten.
Auf dem fächsischen Parteitag,
der in den Osterfeiertagen in Leipzig stattfand, hat sich eine regelrechte Debatte über die Akade⸗ miker in der Partet entwickelt. Anlaß gab die Aufstellung des Genossen Göhre im Mittweidaer Kreis zum Reichstags⸗Kandidaten. Genosse Geyer schnitt die Frage an, nicht, wie er ver⸗ sicherte, aus Voreingenommenheit gegen Göhre, den er gar nicht kenne, von dem er aber wisse, daß er erst vor kurzer Zeit zur Sozialdemo⸗ kratie übergetreten sei. Wenn die Genossen im 15. Reichstags⸗Wahlkreise unter Beiseitestellung alter erprobter Genossen, die sehr viele Opfer für die Partei gebracht hätten, auf Göhre zu⸗ rückgekommen wären, so nur aus falscher Rück⸗ sichtnahme auf die Vorurteile der rückständigen Wähler gegen die Sozialdemokratie. Das sei ein schlimmes Zeichen.— Die Genossen Dr. Gradnauer und Dr. Südekum traten Geyer entgegen.— Bürgerliche Preßorgane benutzen diese Auseinandersetzung zu hämtschen Angriffen auf unsere Partei und ergehen sich in überflüs⸗ sigen und thörichten Faseleien. Gelegentlich kommen wir darauf zurück.
Der Urteutsche Köhler,
Abgeordneter zum Reichs⸗ und Landtage, Bür⸗ germeister von Langsdorf ꝛc., hat in der hesst⸗ schen Zweiten Kammer einen Antrag auf Ab⸗ änderung der hessischen Verfassung eingebracht, der die Erbfolge in Hessen anderweitig regeln soll. Danach soll die Erbfolge der Hessen⸗ Kasseler Linie ausgeschlossen, die Erbverbrüde⸗ rungs⸗Verträge zwischen Hessen, Sachsen und Brandenburg aufgehoben und die Tochter des Großherzogs, Prinzessin Elisabeth von Hessen, als Thronfolgerin proklamiert werden. Außerdeutsche Geburt und Herkunft schließen von der Thronfolge aus. Köhler giebt seinem Antrage eine längere Begründung, in der er die Genealogie der großherzoglichen Familie gehörig auseinanderpolkt und Erbverträge von anno tohak zitiert. Uns verstockten Republikanern ist ja die Erbfolge in den verschiedenen Mo⸗ narchien fürchterlich gleichgiltig; der neue An⸗ trag des Abgeordneten Köhler beweist aber wieder, mit welchem Fleiß und mit welcher Gründlichkeit er sich den parlamentarischen Ar⸗ beiten widmet und wie ungerecht der Vorwurf seiner Gemeindemitglieder war, daß er die Zeit mit„konfusen Anträgen“ vertrödele!
Deutscher Reichstag.
Am Mittwoch und die folgenden Tage stand die Novelle zum Verlag s⸗ und Urheberrecht zur Be⸗ ratung. Der Reichstag ist fortdauernd sch wach besetzt. Auf die Verhandlungen über diese Materie, bei welchen oft genug alle bürgerlichen Parteien gespalten waren, können wir nicht näher eingehen. Die Beratung des Gesetzes wurde am Samstag beendigt; es gelangte nach den Beschlüssen der Kommission zur Annahme.— Am Montag hatte man sich mit einem neuen Liebes⸗ gaben⸗Gesetz zu beschäftigen, das unsere wie immer mutig zurückweichende Regierung nach anfänglichem Wi⸗ derstreben auf agrarische Ordre vorgelegt hat: mit dem Süßstoffgesetz, das gemeinhin als das Saccharin⸗ gesetz bezeichnet wird. Es handelt sich darum, zu
Gunsten des Zuckerringes die Saccharinproduktion wenn nicht gerade totzuschlagen, so doch mindestens den ein⸗ engendsten Bestimmungen und der denkbar höchsten Be⸗
lastung zu unterwerfen. Der Erfolg der Vorlage wird der sein, daß der Preis des Saccharin, das der armen Bevölkerung bisher ein willkommener Ersatz für den Zucker gewesen ist, außerordentlich in die Höhe ge⸗ schraubt werden wird. Eben das wollen ja aber auch die Agrarier, deren extremste Vertreter, wie Dr. Rösicke⸗ Kaiserslautern und Dr. Oertel, sogar bedauerten, daß die Regierung nicht kurzer Hand zum Verbot der Saccharinproduktion geschritten ist. Die anderen Agrarier, wie raf Kanitz und Paasche, wollen sich vorab gütigst mit der jetzigen Vorlage begnügen, ohne indessen die Hoffnung aufzugeben, bei der Kommissionsberatung weitere„Verbesserungen“, d. h. Verschlechterungen für die Konsumenten einfügen zu können. Das Zentrum verhielt sich viel reservierter. In einer sachlichen Rede wies Wurm treffend nach, daß es sich hier wieder nur um eine Reichs unterstützung für die notleidenden Zuckerbarone handele. Wohl erklären wir uns gegen eine betrügerische Verwendung des Saccharins in der Nahrungsmittel- Fabrikation, aber hierzu würde ein scharf durchgeführter Deklarationszwang vollauf genügen.
Aehnlich äußerten sich die Freisinnigen. Schließlich wurde die Vorlage an eine vom Zentrum beantragte Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen.— Am Dienstag hatte sich der Reichstag mit einer neuen Liebesgabe an die Agrarier zu befassen. Cs handelt sich um die Novelle zum Branntweinsteuer⸗ gesetz. Montag die Zuckerbarone, Dienstag die Groß⸗ schnapsbrenner. Man sieht, die Sache hat Methode. — Man muß sagen, die Agrarier haben es verstanden, den Reichsschatzsekretär v. Thielmann, der früher als ihr Gegner galt, gründlich mürbe zu schlagen. Er sprach am Dienstag beinahe noch mehr als am Montag wie ein in der Wolle gefär's ter Agrarier. Während es sich in der That bei dem neuen Gesetzentwurf darum handelt, die Produktion künstlich einzuschränken um die Branntweinpreise in die Höhe zu treiben, wußte Herr v. Thielmann ein Langes und Breites von der Notwendigkeit, den Branntweinkonsum herabzumindern, die Erzeugung des Brennspiritus auf Kosten der Schnaps⸗ fabrikation zu begünstigen und von anderen derartigen schönen Dingen und Vorsätzen zu erzählen. Natürlich fehlte nicht die„Not der Landwirtschaft“ und die Be⸗ hauptung, daß die Konsumenten keinen Schaden haben würden, iu der Rede des Regierungsvertreters. Die Agrarier stimmten ihm natürlich zu. Die Redner der Linken wandten sich natürlich entschieden gegen die Vorlage. Von unserer Partei sprach Wurm, der das heuchlerische Gethue der Liebesgabenpolitiker gebührend geißelte. Auch diese Vorlage ging an eine Kommission.
Krieg mit China.
Der Brand des Walbdersee'schen Quartiers und des berühmten Asbesthauses soll nach weiteren Nachrichten nicht durch Brandstiftung hervorgerufen sein; wie er jedoch eutstanden, bleibt noch einigermaßen dunkel. Der verkohlte Leichnam des bei der Katastrophe umgekommenen Generals Schwarzhoff wurde gefunden und bereits beerdigt. Mau vermutet, daß Schwarz⸗ hoff in der Absicht seinen Hund zu retten in das brennende Gebäude zurückkehrte und durch niederstürzende Balten erschlagen wurde.— Daß auch das angeblich„unverbrennliche“ Asbesthaus ein Raub der Flammen geworden ist, findet man allgemein höchst merkwürdig. Man müßte darüber lachen, wäre nicht auch ein Menschenleben zu beklagen.
— Auf eine etwas unverständliche Stelle in dem Telegramm Waldersees kommt der „Vorwärts“ zurück. Es hieß darin zum Schluß:„General von Gayl, Oberstleutnant von Boehn, Major Lauenstein, Hauptmann Wilberg, Leutnant von Rauch und uch haben fast ganze Habe verloren.“— Wie kam es, fragt unser Zentralorgan, daß dem Grafen dieser Verlust der„Habe“ so zu Herzen geht? Es kann sich doch höchstens nur um ein paar Habseligkeiten handeln, wie sie der preußische Soldat im Felde mit sich führt. Daß Heer⸗ führer„Habe“ mit sich führen, ist allerdings im 18. Jahrhundert bei den französischen Heeren, die Friedrich II. schlug, Sitte gewesen und unsere Schulbücher wissen sich nicht genug zu thun im Hohn über die kostbare„Habe“ der Wälschen. Aber heutzutage nehme doch ein Heerführer in preußischer Einfachheit nur das mit, was unbedingt notwendig sei. Freilich ist Graf Waldersee ein steinreicher Mann, ein vielfacher Millionär— aver es ist doch wohl nicht anzunehmen, daß ihn sein Vermögen nach China begleitet hat. Was ist das also für eine„Habe“, über deren Verlust er klagt?


