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Nr. 43. Mitteldeutsche Souutags⸗Zeitung. Seite 5. beauftragten Genossen im Kreise unverzüglich an f der Kreiskrankenkasfe Marburg gegen die Rechts⸗
A. Fauth, Wetzlar, Sophienstr. 26 einsenden.
h. Der„Bismarckturm“ wurde am F. eitag vor 8 Tagen in Wetzlar eingeweiht. Was dabei an Verhimmelung der alten Raketenkiste, wie Bismarck sich selbst nannte, von einzelnen Rednern geleistet wurde, übersteigt beinahe alles bisher Dagewesene. Der brutale Junker, dessen Unterdrückungswut gegen die der Arbeiter kleire Geenzen kannte, wurde den Wetzlarer Spießern als Halbgott vorgeführt. Schließlich brannte man noch ein „Freudenfeuer“ ab. Die Einwohnerschaft hatte man zur Beflaggung der Häuser aufgefordert, dem auch ver⸗ schiedene nachgekommen waren. Ein Wirt in der Sophienstraße zeichnete sich dabei besonders aus, indem er sogar seinen Neubau mit einer ziemlich defekten Flagge dekorierte. Er hat auch allen Anlaß dazu, seine Gäste sind zu neun Zehnteln— Arbeiter.
— h. Agitation für die Krieger⸗ Vereine betreibt der„Wetzl. Anz“, indem er schreibt:
„Den vor Kurzem in ihr Civil- Verhältnis zurückgekehrten Reservisten sei der Eintritt in die Krieger vereine wiederholt recht dringend an's Herz gelegt. Haben sie doch jetzt die Pflicht, das hoch zu halten, was die Armee ihnen anerzogen hat. Und dazu bietet sich die beste Gelegenheit in den Kriegervereinen, welche die Liebe und Treu für Kaiser und Reich, König ꝛc. ꝛc.
Was die Armee den Leuten anerzogen hat, ist nicht weit her und macht sich oft genug in der menschlichen Gesellschaft recht unangenehm bemerkbar, zum Nachteile der„Erzogenen“ selbst. Anstatt in den Kriegervereinen Mordspatriotis⸗ mus und Servilität zu pflegen, ist es viel besser für die Reservisten soweit sie Arbeiter ind und für die Gesammtheit, wenn sie mit der übrigen Arbeiterschaft an der Hebung ihrer Lage mitarbeiten und so dem Kulturfortschritt die 757 ebnen helfen.
a. Ueber ein Chinafest das in Oden⸗ hausen gefeiert wurde, schreibt man uns: Zu Ehren eines Chinakriegers, der hierher zurück⸗ kehrte, veranstalte der Krieger ⸗ und Gesangverein am Samstag vor 8 Tagen eine Feier. Dessen, daß der Mann mit heiler Haut in seine Heimat wiederkam und er nicht, wie mancher seiner Kameraden als Kranker oder als Verurteilter sein Vaterland wiedersah, freuen wir uns auch. Doch haben wir zu der übrigens program⸗ mäßig verlaufenen Feier einiges zu sagen. Be⸗ sonders können wir die bei dieser Gelegenheit
gehaltene Rede des Vorstehers Euler nicht
Mitteilung,
unerwähnt lassen. Neu war jedenfalls die daß der Kreuzzug schon Jahre
lang vorbereitet gewesen sei, nicht die Ermordung
des Gesanden Ketteler habe ihn veranlaßt.
Woher dem Herren Vorsteher diese Wissenschaft
lommt, verriet er allerdings nicht. Dieser a 6g sei notwendig gewesen im Interesse der ökonomischen Entwickelung Deutschlands erklärte der Redner gewichtig, in Einzelheiten wolle er sich nicht einlassen, denn die Anwesenden berständen sie ja doch nicht. Das war aller⸗ dings eine recht bequeme Beweisführung, aber seinen Mitbürgern stellte er damit zweifellos ein geistiges Armutszeugnis aus. Vielleicht sind die Einwohner Odenhausens hoch nicht alle so ganz beschränkt, denn mehr als die Hälfte derselben gehen auswärts arbeiten und wissen aus Erfahrung, daß der Chinazug die ökonomische Entwickelung licht gefördert hat, im Gegenteil macht sich Arbeitslosigkeit und Verschlechterung der Ar⸗ leitsverhälknisse überall bemerkbar. Die Oden⸗ lauser Arbeiter brauchten sich derartiges nicht lügen zu lassen, wenn sie sich mehr Aufklärung iber politische und wirtschaftliche Fragen zu berschaffen suchten. Die finden sie allerdings licht im Kriecherverein, auch nicht in irgend enem Pfaffenblaite, daß sie auf Drängen ihrer aufgeklärten Frau im Hause behalten, sondern in Anschluß an die einzige Arbeiterpartei die e völkerbefreiende Sozialdemokratie! Und deren Organ, die Mitteldeutsche Sonn⸗ tags⸗Zeitung müssen sie lesen, wenn sie zur Erkenntnis ihrer Lage kommen wollen!
Aus dem Rreise Marburg⸗Nirchhain.
dt. Ein interessanter Prozeß um am Dienstag vor hiesigem Amtsgericht zur Verhandlung. Es handelte sich um eine Klage
anwalts-Firma Handschuh und A uth dahier um einen Ersatz⸗Anspruch, den die Kreiskraukenkasse(vertreten durch Gutsbesitzer Grebe⸗Niederweimar) auf dem Rechtswege gegen den Bauunternehmer Bieker in Cölbe geltend machte, die aber abgewiesen wurde, weil er nach den Vorschriften des Kranken- Ver⸗ sicherungsgesetzes binnen vier Wochen nach Aus⸗ stellung einer beizubringenden Bescheinigung hätte angestrengt werden müssen. Der Kläger berief sich darauf, daß die Rechtsanwaltsfirma jedenfalls nicht mit der nötigen Sorgfalt verfahren sei und ihre Pflicht als Anwalt nicht erfüllt habe. Er beantragte, die Firma zum Kostenersatz von 54.90 Mk. zu verurteilen.— Das am 22. ver⸗ kündete Urteil lautete dem Antrage der Klage gemäß auf Ersatz der eingeklagten Summe und Tragung sämtlicher durch den Prozeß ent⸗ standenen Kosten seitens der verklagten Firma.
— Innungsfreuden. Ein der hiesigen Zwangsinnung angehörender Meister, welcher (entgegen dem Statut) einen ihm von einem auswärtigen Arbeitsvermittlungs⸗Bureau em⸗ pfohlenen Gehilfen eingestellt hatte, der schon bei einem anderen hiesigen Innungsmeister ge⸗ arbeitet hatte, wurde, da seit seiner letzten hie⸗ sigen Beschäftigung noch kein halbes Jahr ver⸗ strichen war, wegen dieses fürchterlichen Ver⸗ gehens mit einer Geldstrafe von 10 Mark bedacht. Der Mann wandte sich beschwerde⸗ führend an den Bezirksausschuß, da er nicht gewußt habe, daß der Gehilfe innerhalb des letzten halben Jahres hier beschäftigt gewesen ist. Wo bleibt da die gesetzlich gewährleistete Gewerbefreiheit?
— Explosion. Am Mittwoch nachmittag erfolgte in den unter der Aula im hiesigen Universitätsgebäude liegenden Räumen, wahr⸗ scheinlich durch angesammelte Gase in der neuen Dampfheizungsanlage, eine äußerst heftige Ex⸗ plosion, durch welche eine große Verwüstung angerichtet wurde. Der Luftdruck war so stark, daß sämtliche Fenstersche iben und auch Möbel⸗ stücke zertrümmert wurden; sogar ein Teil des großen, starken, eichenen Eingangsthores wurde weggerissen. Leider erlitten auch zwei von den dort beschäftigten Arbeitern ziemlich starke Brand⸗ wunden im Gesicht und an den Händen, sodaß deren sofortige Ueberführung nach der chirur— gischen Klinik angeordnet werden mußte. Die 101 kamen glücklicherweise mit dem Schrecken
avon.
Gemeindewahlen in Hessen.
Erfreulichen Zuwachs unserer Stimmenzahl zeigte die Gemeinderatswahl in Kostheim bei Mainz. Zwar wurden wiederum, was dort von vornherein als sicher anzunehmen war, Zentrunsleute gewählt, nur ein einziger Sozial⸗ demokrat befindet sich unter den sieben neuge⸗ wählten Gemeinderäten— doch sind gegen die letzte Wahl 70 reine Zettel für unsere Partei mehr abgegeben worden.— Für ungültig erklärt wurde die Gemeinderatswahl in Mombach bei Mainz, weil irrthümlich zehn statt nur neun Gemeinderatsmitglieder gewählt worden waren.— Für unsere Partei recht erfolgreich waren die Wahlen in Undenheim und Flonheim(Kreis Alzey). In ersterem Orte brachten unsere Genossen vier, in letzterem zwei ihrer Kandidaten durch.
Die Ausstellung für Unfallverhütung in Frankfurt bleibt noch bis Sonntag den 27.
Oktober Abends geöffnet. Vielfach geäußerten Wünschen entsprechend, wurde der vorher auf den 21. Oktober festgesetzte Schluß noch soweit hinausgeschoben. Ihre Besichtigung ist auch für jeden Arbeiter empfehlenswert.
Kleine Mitteilungen.
Von der Eisenbahn überfahren wurde am Dienstag ein Heufuhrwerk in Orten⸗ berg. Der Fuhrmann konnte trotz aller An⸗ strengung das Unglück nicht verhüten. Ein Pferd wurde vom Zuge zermalmt.
* Leichenfund. Im Walde bei Dietz (Lahn) fand man an einer einsamen Stelle die Leiche eines Lehrers aus der Breslauer Gegend, der Anfang August aus Ems, wo er sich zur Kur aufhielt, verschwunden war. Alle Wert⸗ sachen fand man noch bei ihm; er hat offenbar Selbstmord verübt. Neue Hochschule. Die Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften il Frankfurt wurde am Montag eröffnet. Dabei waren u. a. auch die Minister Möller und Studt anwesend.
e Partei- Nachrichten.
Karl Bürkli. Im Alter von 78 Jahren starb am Sonntag Abend iu Roßau bei Zürich der Veteran der schweizerischen Sozialdemokratie Karl Bürkli. Schon als sehr junger Mann nahm er die Lehren des Sozialismus in sich auf, mit denen er durch Anhänger Fouriers bekaunt geworden war, als er sich in Paris aufhielt. Er diente der Sozialdemokratie bis an sein Lebensende; war ihr erster Vertreter im Züricher Kau⸗ tonsrat, dem er fast ein halbes Jahrhundert angehörte.
Versammlungs kalender. Samstag, den 26. Oktober. Gießen. Sozialdem. Wahl vereln. Versammlung fällt aus. Sonntag, den 27. Oktober. Friedberg. Nachmittags 3 Uhr: Oeffentliche Ver⸗ sammlung der Nicht gewerblichen Arbeiter. T.-O.:„Gelernte und ungelernte Arbeiter“. Ref.: Gen. Letsch⸗Vilbel. Montag, den 28. Oktober. Gießen. Glaserverband. Abends ½9 Uhr Ver⸗ sammlung bei Orbig.— Tapeziererbverband. Abends ½9 Uhr Versammlung bei Lö b(Wiener, Hof).
Briefkasten. F. ⸗Wetzlar. Die antimonarchische Rede des Antisemiten stand bereits in voriger Nummer.— K.⸗
W. 100. In J. sind etwa 20 Stimmen abgegeben worden.— Mehrere Einsendungen mußten zu⸗ rückgestellt werden.
— *. 5 Gießener Stadttheater. Sonntag, den 27. Oktober 1901 4 Uhr nachmittags: Die Dame von Maxim. 8 Uhr abends: a Letztes Gastspiel von Carl Schönfeld: „Kenn“ oder Genie und Leidenschaft. Dienstag, den 29. Oktober 1901 Johannisfeuer
von Hermann Sudermann.
Mittwoch, den 30. Oktober 1901 “Volks⸗Vorstellung! Die Anna-Lise.
Donnerstag, den 31. Oktober 1901
Die Hoffnung
Seestück in 4 Akten von Hayermanns. Freitag den 1. November 1901
Haus Lonei. Lustspiel in 4 Akten von L Arronge.
J Ugem befläge
75 HKanarien-Konkurrenzsänger.
Eiutrittspreise: Donnerstag nach der Eröffnung und Sonntag bis 1 Uhr Mittags 50 Pfg.
à Person, während der übrigen Zeit 30 Pfg. à Person.— Kinder unter 10 Jahren zahlen die Hälfte. — Klassen der Volksschulen in Begleitung der Lehrer am Samstag Vormittag bis 11 Uhr Mk. 3.— pro Klasse.— Es wird gebeten, ev. Besuch von Schulen vorher schriftlich anzumelden.
II. Proy.-Verbands-Ausstellung oberhess. Geflüigelzüchter-Vereine in den großen Räumen des Etablissements„Philosophen wald“ zu Giessen. SO Stämme Rasse-, Nutz- und Zler geflügel.
Abteil, für Vögel-Geräte u.-Gebauer ete.
Eröffunng der Ausstellung Donnerstag, 31. Oktober, Nachm. 3 Uhr, sowie Freitag, 1., S Samstag, 2. und Sonntag, 3. November, Vorm. von 8½ bis Abends 71 Uhr.
verbunden mit der
l. Hage-Ausstengz


