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1 Nr. 47.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
immer den kleineren Teil der Besucher. Viel⸗ leicht nehmen sich mal die Gewerkschaften der Sache etwas an.— Dabei wollen wir er— wähnen, daß die Firma Markus Bauer bei Einkäufen Gutscheine verabfolgt, die gegen Theaterbillets umgetauscht werden können. Zur Hebung des Theaterbesuchs ist das gewiß förderlich.
—„Der wahre Jakob“ hat eben seine 400. Nummer erscheinen lassen. Das beliebte Witzblatt begann noch unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes seine Laufbahn und war Zeiten hindurch das einzige Blatt, das den Zusammenhang unter den Genossen herstellte. Unter Dietz' umsichtiger Leitung erfuhr das Blatt stetig inhaltliche und technische Verbesse⸗ rungen, so daß es eines der besten Blätter seiner Art ist. An der Spitze der Beilage bringt diese Nummer die Piographien der verstorbenen Ge⸗ nossen Bruno Schönlank und Karl Bürkli aus der Feder von persönlichen Freunden der Verstorbenen. Den Biographien sind wohlge— lungene Porträts beigegeben. Außerdem ist die politische Satire in Wort und Bild in der 12 Seiten starken Nummer reichhaltig vertreten, so daß wir die Anschaffung derselben unseren Lesern nur empfehlen können. Der Preis der Nummer ist 10 Pfennig.
Aus dem Rreise Wetzlar.
h. Eine grauenvolle Unthat wurde um Sonntag Abend in der Nähe des Wetzlarer Bahnhofes auf der Straße nach Hermannstein verübt. Der Schreinermeister Willy Haupt aus Wetzlar war im Begriff, sich mit seiner Gattin und noch zwei Begleitern aus der Heger⸗ schen Wirtschaft, die sie besucht hatten, nach Hause zu begeben. Unterwegs wurden sie von einem Menschen angerempelt, der alsbald mit einem Messer in der Hand auf einen der Be⸗ gleiter Haupts eindringt. Dieser zieht sich zu⸗ rück, Haupt bleibt jedoch stehen und fragt den Angreifer ganz ruhig, was er denn wolle? Aber schon hatte der Unmensch den Fragenden mehrere Stiche versetzt, die Herz und Lunge verletzten, so daß Haupt, nachdem er noch einige Schritte vorwärts gelaufen, vor seiner entsetzten Gattin tot zusammenstürzte. Der Mörder entfloh, wurde aber bald in der Person eines gewissen Nagel in Klein⸗Altenstädten, eines übelbeleumundeten Menschen, ermittelt und ver— haftet. Bei seiner Verhaftung soll er nach dem „Wetzl. Anz.“ eine geradezu viehische Roheit an den Tag gelegt und erklärt haben, daß er den Tod des Angegriffenen, den er gar nicht einmal kennt, gewollt habe. Solche Ver⸗ worfenheit und tierische Mordlust sollte man doch kaum für möglich halten.— Der Er⸗ mordete war ein in jeder Beziehung ehrenwerter Charakter, allgemein hochgeachtet und beliebt. Auch in Bezug auf seine Lebensanschauungen huldigte er fortgeschrittenen Ansichten. Mittwoch erfolgte seine Beerdigung unter so riesiger Be⸗ teiligung, wie sie Wetzlar bei Begräbnissen noch kaum gesehen hat. Der unglücklichen Familie wird selbstverständlich allseitige Teilnahme ent⸗ gegengebracht..
— Gnade Gottes. Wir lasen kürzlich im„Wetzl. Anz.“: Sämtlicken Arbeitern und Beamten aus Donsbach auf Grube „Gnade Gottes“, über 100 an der Zahl, ist am 16. d. M. zum 1. Dezember gekündigt worden. Eine Motivirung der Kündigung ist zicht geschehen. Sollte der Betrieb der Grube beschränkt werden? Wohl kaum, da die Gewerk⸗ schaft erst kürzlich Steiger gesucht und— an⸗ gestellt hat. Fernstehende Personen muß es schmerzlich berühren, wenn man erfährt, daß Leute, die fast ihr ganzes Leben auf der Grube gearbeitet, jetzt plötzlich außer Brot gesetzt werden.— Ja, ja, das vielgepriesene„Wohl⸗ wollen“ der Unternehmer sieht manchmal recht sonderbar aus. 3
* Na also! Wir teilten kürzlich mit, daß Senosse Bock in Gießen mit einem Strafzettel von dem Bürgermeister in Krofdorf bedacht vurde, weil er in der Versammlung in Glei⸗ berg eine Tellersammlung vorgenommen hatte. Uuf seine kei dem Amtsgericht in Wetzlar sofort rhobene Beschwerde, worin er auf die in der
Sache gegen Vetters gefällte Kammergerichts— entscheidung hinwies, hat der Herr Bürgermeister den Strafbefehl zurückgezogen.— Wir be⸗ merken dabei nochmals, daß in Preußen Teller⸗ sammlungen bei Versammlungen keiner poli⸗ zeilichen Erlaubnis bedürfen.
Aus dem Rreise Marburg-Rirchhain.
St. Kommunales. Nächsten Dienstag, den 26. d. Mts. finden hier die Stadtverordneten⸗ Ergänzungswahlen statt. Von der Aufstellung eigener Kandidaten haben wir, in anbetracht der für uns ungünstigen Verhältnisse, abgesehen, da auch nicht die geringste Aussicht vorhanden ist, einen solchen hier durchzubringen. Die Kandidatenlisten der bürgerlichen Parteien kommen für uns nicht inbetracht, da es uns ganz gleichgültig läßt, welche von diesen Leuten in Zukunft auf dem Rathause sitzen werden.— Eine Sitzung der Stadtverordneten mit einer zwanzig Punkte umfassenden Tagesordnung fand am Donnerstag, den 21. ds. Mts., auf dem Rathause statt. Dieselbe bot aber für uns nichts besonders Interessantes.
— Am Elisabethmarkttag, Dienstag, den 19. ds. Mts. entstand schon morgens früh auf dem Marktplatz eine Rauferei zwischen den Budenbesitzern. Diese hatten zuerst keine Dielen zum Errichten der Buden und als endlich ein Wagen mit Brettern ankam, stürzten die Buden⸗ besitzer alle darauf los, rissen sich um die Bretter und warfen einer den andern vom Wagen herunter. Schließlich stellten zwei Schutzleute die Ruhe wieder her. Der Markt war übrigens, wohl infolge des Regenwetters, schlecht besucht. Während sonst immer an diesem Tage die Landleute der Umgend sehr stark vertreten sind.
* Wer verdächtigt? Die nationalso⸗ ziale„Hess. Landesztg.“ redet unsern Ausfüh⸗ rungen in der letzten Nummer gegenüber von „Verdächtigung“ der Nationalsozialen. Dazu hat sie kein Recht. Wir haben, weil das Blatt Hunnenthaten in Abrede stellte und die höchst windige Geschichte von der Hunnenbrieffabrik ins Treffen führte, während doch der nat.⸗soz. Führer Pastor Naumann hunnisches Vorgehen als unter Umständen gerechtfertigt erklärte, es für möglich hingestellt, daß die National⸗ sozialen noch einmal Kolonialbestiatitäten in Kulturthaten umfärben. Uns unterschiebt — wir wiederholen das— aber die„Hess. Landesztg.“, wir hätten uns die Chamberlain⸗ schen Behauptungen zu eigen gemacht. Das ist unwahr, wie jeder aus unserer letzten Nummer(Pol. Rundschau) ersehen kann. Also etwas weniger Jesuitismus, Herr Pastor!
Ein großes Brandunglück ereignete sich am Dienstag Nacht in Darm⸗ stad et. Die neue erst im vorigen Monat ein⸗ geweihte Turnhalle der Darmstädter Turn⸗ gemeinde wurde total eingeäschert. Leider sind dabei auch Menschenleben zu Grunde gegangen. Zwei Dienstmädchen fanden den Erstickungstod, eine Köchin wollte sich am Seile herablassen, stürzte jedoch aus beträchtlicher Höhe auf das Pflaster und zerschmetterte sich. Ebenso wollte der Kellner Patzer sich durch Herabspringen retten, wartete aber nicht ab, bis die Feuer⸗ wehr das Rettungstuch ausgespannt hatte und verletzte sich schwer.
Kleine Mitteilungen.
*r Vor Schreck gestorben. Die Mutter des am Sonntag vor 8 Tagen in Büdingen aus dem Fenster gestürzten und in die Gießener Klinik verbrachten Gymnasiasten Mudra begab sich an das Krankenlager ihre; Sohnes. Die Aufregung über dessen Zustand führte ihren Tod herber, sie starb in der Klinik.
* Zum Tode verureilt hat das Schwurgericht in Hanau den 22 jährigen Bauernburschen Johann Gläser von Herolz bei Schlüchtern, der den mit seinen Eltern ver— feindeten 71 Jahre alten Bauer Fuchs ermordet hatte. hae, Flüchtiger unparteiischer Zeitungsunternehmer. Der Verleger des
Mannheimer„General⸗ Anzeiger“, Juilleriat⸗Chasseur, ein geborener
Schweizer, hat heimlich die Flucht ergriffen, weil gegen ihn ein Verfahren wegen Sittlich⸗ keit sverbrechen anhängig sein soll. Dieser Herr spielte in den Mannheimer„besseren Kreisen“ eine bedeutende Rolle.
** Wiedereiner. Wegen Sittlichkeits⸗ verbrechens, begangen an Kindern unter 14 Jahren, verurteilte die Strafkammer zu Ratibor(Schlesien? den 53jährigen Pfarrer Fürstbischöflichen Konsistorialrat Emil 157 aus Koederwitz, zu zwei Jahren Zucht—
aus.
Arbeiterbewegung.
Metallarbeiter ⸗Ausstand in Offenbach. Seit Montag vor 8 Tagen befinden sich die Arbeiter der Alum inium⸗ Fahrradwerken von Gebr. Giese& Co. im Ausstand. Anlaß zur Arbeits⸗Einstellung gab ein am vorhergehenden Samstag seitens der Fabrikleitung erfolgter Anschlag folgenden Inhalts:
Von Montag, den 11. Nov. ds. Js., werden alle Stunden-, Akkord⸗, Tage⸗, Wochen⸗, und Monatslöhne, sowie ander⸗ weitige Bezüge unserer Arbeiter, Vorarbeiter und Meister um 25 Prozent ver⸗
mindert. Nach Beendigung der allgemeinen un⸗ günstigen Geschäftslage sollen die Löhne
wieder erhöht werden.
Gebr. Giese& Co.
Als die gemachten Versuche zur Zurück— nahme des Anschlags, wobei von Seiten der Arbeiter auch der Vorschlag einer Arbeits- zeitverkürzung gemacht wurde, scheiterten, legten am Montag sämmtliche beschäftigten Metallarbeiter, darunter auch die Vorarbeiter und Meister, die Arbeit nieder. Den ohnehin mäßigen Lohn, um ein Viertel kürzen! Ein solch unerhörtes Vorgehen muß selbst den ruhigsten und zufriedensten Arbeiter aufregen. Zuzug ist streng fern zu halten!
Versammlungskalender.
Samstag, den 23. November. Gießen. Sozialdem. Wahlverein. Abends 9 Uhr Mitgliedersammlung im Lokale Orbig. T.⸗O.!: Die letzten Stadtverordnetenwahlen. Sonntag, den 24. November. Oeffentliche Metallarbeiter-Versammlung auf (Siehe Inserat.)
Gießen. Lonys Bierkeller.
e*———— Aus dem Gießener Standesamtsregister.
Aufgebotene. 15. November: Andreas Rein⸗ hardt, Heizer mit Dorothea Findt dahier. 16. Heinrich Decker, Metzger mit Anna Schlapp dahier. 19. Heinrich Häuser, Schriftsetzer dahier mit Elise Bähr in Kirchhaiu. Karl Frieling, Taglöhner mit Doris Broders dahier. 20. Karl Malkomesius, Trichinenschauer mit Anna Kraus dahier. 21. Johann Kloos, Taglöhner mit Katharine Vorneschlag dahier.
Eheschließ ungen. 16. November: Georg Lantelme, Fußgendarm dahier mit Katharine Magold in Elpenrod. Karl Wilke, Schutzmann in Worms mit Christine Guldan dahier. Adolf Schmall, Schlosser mit Minna Nahrgang dahier. 18, Heinrich Simmer, Friseur dahier mit Anna Mühlensiepen in Frankfurt a. M. 20. Karl Borst, Photograph mit Marie Schulze dahier.
Geborene. 10. November: Dem Schutzmann Heinrich Schnabel e. T. 15, Dem Schuhmacher Wil⸗ helm Wagenbach e. T. 17. Dem Lackierer Karl Reu⸗ ling e. S. 18. Dem Kutscher Johannes Fölsing e. T.
Gestorbene. 15. November: Ferdinand Par⸗ thier, 48 Jahre alt, Korbmacher. 18. Philippine Metzger, geb. Walz, 69 Jahre alt, Ehefrau. 20. Do⸗ rothea Pfeit, 1 Jahr alt. Marie Müller, geb. Weidig, 77 Jahre alt, Witwe.
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National-sozialer Verein, Giessen. Freitag den 29. November Vortrag des Herrn Dr. Maurenbrecher: Die Lukunkt der deutschen Landwirtschaft. Café Ebel. Abends 9 Ahr. Gäste willkommen.
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