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Nr. 47.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 3.
Zur Bergarbeiterbewegung in Frankreich.
Zwar wird aus den Kohlenrevieren in Frankreich ein allmähliches Wachsen des Aus⸗ standes gemeldet. Doch ist fraglich, ob die Bewegung sich je zu einem großen Ausstand entwickelt. Jedenfalls haben die nichtfranzösi⸗ schen Bergleute auf der kürzlich stattgefundenen Konferenz in Dover dringend davon abgeraten. Der französische Deputierte Basly gab in Lens die in Dover gefaßten Beschlüsse bekannt. Die englischen Vertreter erklärten, daß sich das Komitee des belgischen Bergarbeiter ⸗Ver⸗ bandes nicht an der Bewegung der französischen Bergarbeiter beteiligen wolle. Die deutschen und österreichischen Vertreter wiesen dar⸗ auf hin, daß ein allgemeiner Ausstand sowohl für die deutschen und österreichischen, wie für die französischen„Bergarbeiter ein großes Unglück sein würde. Die englischen Vertreter sprachen sich dahin aus, daß ste nicht glaubten, die Förderung in genügender Weise einschränken u können, um die Einfuhr von Kohlen nach 1 5 zu verhindern.
Aus Denain(Dep. Nord) wird berichtet, daß der Ausschuß des Bergarbeitersyndikats mit 42 gegen 3 Stimmen den allgemeinen Streik beschlossen habe. Man erwartete für Mittwoch die Arbeitseinstellung.
Soziales.
Gewinnbeteiligung der Arbeiter. Die Firma Karl Zeiß, Fabrik optischer Ap⸗ parate in Jena, zahlt für das abgelaufene Geschäftsjahr 10 Prozent Dividende glei 165000 Mk. an ihre Arbeiter. Außerdem ga die Firma bekannt, daß sie über soviel Arbeit verfüge, daß eine Verringerung von Arbeits- kräften und eine Verminderung der Arbeit nicht zu befürchten sei.
Krieg in Südafrika.
— Einen Protest gegen das Vor- gehen der Engländer und namentlich gegen die Flüchtlingslager versandte das inter⸗ nationale sozialistische Bureau in Brüssel. Das Manifest fordert die sozia⸗ listischen parlamentarischen Fraktionen aller Länder auf, an ihre Regierungen, wenn möglich an einem Tage, nämlich dem 26. No⸗ vember, eine Interpellation zu richten, um eine wirksame Intervention zu erlangen. In Ländern, wo es keine sozialistischen Deputirten gebe, sollen große Volksversammlungen abgehalten werden.
Gerüchte über eine große Nieder— lage der Engländer an der Grenze von Natal wollen nicht verstummen, wenn auch das Londoner Kriegsamt noch immer nichts davon weiß. Privatberichte halten ihre Behauptungen energisch aufrecht, und man fügt noch aus einer Durbaner Meldung hinzu, daß Kitchener durch einen Pa rlamentär brieflich Botha neue Ver⸗ handlungen anbot. Nach einem amtlichen Be⸗ richt haben die Enzländer in dem letzten Kampf bei Brackspruit neun Tote und zehn Ver⸗ wundete verloren. Vierundsechzig Engländer wurden gefangen genommen, später jedoch bis auf einen Leutnant wieder freigegeben.
Dewet läßt wieder von sich hören. Nach einer Meldung Kitcheners, die Ende voriger Woche einlief, wurde am 14. Nov. die Truppe des Obersten Bynf in der Nähe von Heilbronn von 400 Buren, deren Kommandant Dewet gewesen sein soll, angegriffen. Nach zweistündigem Kampfe wurde der Angriff ab⸗ fescklagen. Die Buren zogen sich unter Zurück⸗ assung von 8 Toten zurück. Der Verlust der Engländer W 1 Offizier und 1 Mann tot, 3 Offiziere und 9 Mann verwundet. Die Eng⸗ länder spüren also wieder die Schläge des ge⸗ fürchteten Burenführers, den sie früher schon einmal tot gesagt hatten.— Zu gleicher Zeit umzingelten 300 Buren eine starke Patrouille des Obersten Hickie, wobei die Engländer 6 Tote und 10 Verwundete verloren und mehrere Soldaten in Gefangenschaft gerieten.
Ueber die Lage der Buren habe sich Louis Botha dahin geäußert, daß sie besser
als je sei; sie seien 15000 Mann stark, gut bewaffnet und voller Kampfesfreude, während die kampffähigen Engländer kaum 40000 Mann zählten. Kitchener gehe äußerst grausam vor und lasse rücksichtslos alle verdächtigen Deutschen und Franzosen erschießen.— Der Transvaal—⸗ Gesandte Dr. Lyds äußerte in Berlin einen Berichterstatter gegenüber, daß der Krieg noch Jahre lang dauern könne.
Hessischer Landtag.
Am Dienstag Vormittag trat die Zweite Kammer zu einer kurzen Tagung zusammen. Während der Sommerferien sind die Sitzungsräume des Hauses her⸗ gerichtet worden, wofür der Präfident der Regierung überflüssigerweise dankt.
Nach Uebergang zur Tagesordnung wird zunächst ein Antrag des Abg. Leun betr. die Portofreiheit der Postpackete an Militärpersonen dem Aus⸗ schusse überwiesen.— Zu dem Antrag des Abg. Ulrich und Genossen, die Milderung der Arbeitslosig⸗ keit iu Hessen erklärt Staatsminister Rothe, daß seitens der großh. Regierung alles geschehen sei, um einer event. Arbeitslosigkeit in Industrie und Gewerbe entgegentreten zu können. Die Regierung halte es im Uebrigen für ihre Pflicht, der Frage ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Ministerialrat Braun giebt dem Hause einen eingehenden Bericht über die von der großherzoglichen Regierung seit Jahren angestellten Erhebungen über die Lage des Arbeitsmarktes der In⸗ dustrie und des Handels, aus welchen hervorgeht, daß in allen drei Provinzen vorerst von einem allgemeinen Notstand nicht gesprochen werden könne.(So?) Ja, in der Forst⸗ und Landwirtschaft sei noch ein bedeuten⸗ der Mangel an Arbeitskräften vorhanden, und fremde Arbeiter müßten hier noch herangezogen werden.(Wird wohl nicht ganz stimmen!) Die Zement⸗, Leder⸗ und Eisenindustrie habe mit einer ungünstigen Konjunktur zu rechnen. Arbeiterentlassungen seien nur in Offen⸗ bach, Worms und Mainz vorgekommen, doch könne von einem eigentlichen Notstand auch hier nicht gesprochen werden. Das Material berechtige zu folgenden Schlüssen: Ein eigentlicher Notstand bestehe in Hessen zunächst nicht; durch in Aussicht genommene Staatsbauten ꝛc. werde die Regierung einer etwa eintretenden Arbeitslosigkeit nach Kräften vorzubeugen suchen. Aus diesem Grunde beantrage er, den Antrag Ulrich zur Kenntnis zu nehmen und von einer Vorlage wegen der Arbeitslosigkeit abzu⸗ sehen. Abg. Ulrich begrüßt das Vorgehen der Re⸗ gierung, glaubt aber bemerken zu sollen, daß in den Großstädten die geschilderten Zustände nicht zutreffen, sodaß dort das größte Elend vorherrsche. Eine allge⸗ meine Depression werde nicht ausbleiben und die Regie⸗ rung möge daher bei Zeiten Vorsorge treffen. Die Versuche, außerdeutsche Arbeiter als Lohndrücker zu ver⸗ wenden, müsse er entschieden zurückweisen. Redner be⸗ antragt hierauf, seinen Antrag dem Ausschuß zu über⸗ weisen. Dies geschieht. Ebenso werden noch eine Reihe weiterer Anträge dem Ausschuß überwiesen, insbesondere der Antrag Backes, die israelitischen Religtons⸗ lehrer im Großherzogtum Hessen betreffend, der An⸗ trag des Agb. Köhler⸗Langsdorf, die Schächtfrage in Hessen betreffend.
Mittwoch wurde über die Eingabe einer Anzahl Israeliten verhandelt, die sich über die Zurücksetzung ihrer Glaubensgenossen bei Anstellung von Beamten im Staatsdienst beschweren. Die Antisemiten sprachen natür⸗ lich gegen die Anstellung jüdi' Richter. Schließlich fand der Ausschuß⸗Antrag, welcher die Erwartung aus⸗ spricht, daß bei der Anstellung der Beamten der prin— zipielle Standpunkt der religiösen Gleichberechtigung be⸗ wahrt werde, mit großer Mehrheit Annahme.
pon Uah und Lern.
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Hessisches.
Aus der Zweiten Kammer. Ein Antrag der Abgg. Ulrich und Genossen verlangte Vor⸗ lage eines Gesetzentwurfs, betreffend Ueber- führung der Apotheken in Staats⸗ betrieb, wonach neue resp. heimgefallene Konzessionen fernerhin an Private nicht mehr erteilt und die bestehenden Apotheken auf dem Wege des allmählichen Ankaufs vom Staate erworben werden sollen. Das Ministerium des Innern, das über diese Angelegenheit um Meinungsäußerung ersucht wurde, hat ein Antwortschreiben erlassen, in dem u. A. gesagt ist:„Den Ankauf der bestehenden Apotheken
durch den Staat halten wir für nicht angezeigt. Außer den neun Gemeindeapotheken und den 10 rein persönlichen Konzessionen, die unver— käuflich aber vererblich sind, bestehen im Lande 97 Apotheken, deren Besitzer das Recht haben, einen geeigneten Nachfolger für die Konzession vorzuschlagen, dem, wenn nicht ganz besondere Gründe vorliegen, die Konzession zu erteilen ist, wobei das Recht des Vorgängers zugleich mit übergeht. Der Erwerb dieser Konzessionen durch den Staat würde nach den heutigen Verhält- nissen mindestens 15 Millionen Mark be⸗ anspruchen, wozu noch eine nicht unbeträchtliche Summe als Entschädigung für das den zehn unveräußerlichen Apotheken zustehende Recht der Vererbung hinzukommen würde. Es erscheint um so weniger angezeigt, diese Summe aufzu⸗ wenden, als die reichsgesetzliche Regelung des Apothekenwesens schon seit längerer Zeit zur„Erwägung“ steht und sich gar nicht voraus⸗ sehen läßt, nach welcher Richtung Aenderungen sich vollziehen werden.“ Die Regierung spricht sich daher mit aller Entschiedenheit gegen den Ankauf der Apotheken durch den Staat aus. Der Vierte Ausschuß, der den Ulrich'schen Antrag vorberaten hat, ist zu folgendem Beschluß gekommen:„Hohe Zweite Kammer wolle an Großherzogliche Regierung das Ersuchen richten, unter Beobachtung der seitherigen Praxis bei Vergebung neuer oder Wiedervergebung heimge— fallener Apothekenkonzessionen in erster Linie Gemeinden oder Kommunalverbände zu berück— sichtigen, und damit den Antrag Ulrich und Genossen für erledigt erklären.“
Ergebnisse der Volkszählung. Nach den amtlichen Aufstellungen betrug die Bevölke⸗ rung in Hessen am 1. Dez. 1900 1,119,893 Personen inkl. 18,885 aktive Militärpersonen gegen 1,039,020 inkl. 18,167 Militär am 2. Dez. 1895. Auf die drei Provinzen verteilt, gestalten sich die Zahlen wie folgt: Starkenburg 489,512 (444,562), Oberhessen 281,047(271,524), Rhein⸗ hessen 348,334(322,934) Einwohner. Gemeinden von mehr als 10,000 Einwohner hat Hessen 5 und zwar Mainz mit 84,251(76,946), Darm⸗ stadt mit 72,381(63,745), Offenbach mit 50,468 (39,408), Worms mit 40,705(33,175), Gießen mit 25,491(22,924) Einwohner.(Die in Klammern befindlichen Ziffern bedeuten das Ergebnis der 1895er Volkszählung.)
Die Finanzlage des Großherzog— tums Hessen ist in Folge des unerwarteten rapiden Rückgangs der Einnahmen der Eisen⸗ bahngemeinschaft eine recht bedenkliche, da man ca. 1 Million Mark Mindereinnahme befürchtet, und auch noch die Matrikularbeiträge die Ueber⸗ weisungen des Reichs um nahezu 2 Millionen zu übersteigen drohen. Man rechnet mit einem Defizit von nahezu 3 Millionen Mark, welches voraussichtlich durch eine Er— höhung der Vermögenssteuer um rund 60 Pro⸗ zent gedeckt werden soll, sodaß die Vermögen statt mit 55 Pfg. pro Tausend, mit ca. 85 Pfg. Steuer belegt werden dürften. Eine pro— gressive Vermögenssteuer hat keine Anssicht auf Annahme bei der Regierung, da das eine Aen— derung des Vermögenssteuergesetzes nötig machte, während eine gleichmäßige Erhöhung der Steuer durch den Wortlaut des Gesetzes gegeben ist.
Gießener Angelegenheiten.
— Die Volksversammlung am Mon⸗ tag, in der Frau Louise Zietz aus Hamburg über„den Kampf ums Dasein während der Krise“ sprach, war recht gut und auch von einer Anzahl Frauen besucht. Das Orbig'sche Lokal war bis auf den letzten Platz besetzt, aber bei derartigen Versammlungen sollte es viel zu klein sein. Die Rednerin entledigte sich ihrer Aufgabe in sehr eingehender und gewandter Weise; ihren Ausführungen folgte die Versamm⸗ lung mit großer Aufmerksamkeit und spendete am Schlusse reichlichen Beifall. Eingangs ihres Vortrages wies die Rednerin darauf hin, daß in der Industrie etwa 5 Millionen Frauen beschäftigt sind. Sie werden zu allen möglichen Arbeiten verwendet; man sehe sie heute in Ge⸗ werbebetrieben thätig, in dem man früher keine Frauenarbeit gekannt habe. Sogar auf den Hoch bauten werden in verschiedenen Gegenden


