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Nr. 25.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 3.
wardt, Hirschel, Böckel, sie alle sind
einander wert.
Ein neuer Bankkrach.
In Dresden ist dieser Tage die Kredit⸗ anstalt für Handel und Industrie zusammengebrochen. Damit hat, wie der Vorwärts schreibt, die große Liquidation der Gründer⸗Aera 18951900 ein für diese Aera charakteristisches Gebiet der Industrie auf die Tagesordnung der Krachereignisse gesetzt.
Das für den Aufschwung, der hinter uns liegt, charakteristische Gebiet ist das der Elek⸗ tricität. Kabelwerke, Telephon⸗Anlagen, Licht⸗ und Bahnanlagen eröffneten ein Feld für den industriellen Wetteifer. Von vornherein etablierten sich auf diesem Gebiete große Cen⸗ tralen, Riesenunternehmungen, denen gegenüber kleinere Betriebe einen schweren Stand hatten.
Die tropische Entwicklung der Elektricitäts⸗ industrie zeitigte bedenkliche Ueberspannungen, die einen heftigen und den Kapitalmarkt er⸗ schütternden Rückschlag erwarten lassen. Zu⸗ nächst find zahlreiche unwirtschaftliche kleinere Unternehmungen ins Leben gerufen. Dann aber sind gerade auf diesem Gebiet Anlagen in
Angriff genommen, zu deren Durchführung den
kleineren Gesellschaften und ihren Bankhelfern die Mittel, die Kapitalien fehlen. Das erste Opfer dieser beiden kritischen Umstände ist die Dresdener Elektricitätsbank, und ihr Lieblingskind, die Aktiengesellschaft vormals Kummer.
Alles in allem muß man sich auf weitere Krachnachrichten gefaßt machen und auch an starken Skandalen dürfte es nicht fehlen. Die schleichende Krankheit der kapitalistischen Ge⸗ sellschaft tritt mit eklen Aussatzerscheinungen an die Oberfläche. Die Gerichte werden zu thun bekommen.—
„Freie“ Wahl.
Stumms Reichstagswahlkreis hat am 13. Junt, wie wir in der letzten Nummer schon mitteilten, den nationalliberalen Bergrat Prietze zu seinem Vertreter„gewählt“. Er erhielt 15618 Stimmen, der Zentrumskandidat Fuchs 14909, während unser Genosse Leh⸗ mann nur 106 Stimmen, bekam, was bei
dem Druck, der dort auf die Arbeiter ausgeübt
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wird, nicht weiter verwunderlich ist. So war im Neunkirchener Hüttenwerk folgende Bekannt⸗ machung angeschlagen:„Wir erwarten von jedem unserer wahlberechtigten Arbeiter, daß er bei der am 12. ds. stattfindenden Reichstags⸗ ersatzwahl seine nationale Pflicht als Wähler erfüllt. Gebrüder Stumm.“ Unter „nationaler Pflicht“ war natürlich die Stimm⸗ zettelabgabe für den Scharfmacherkandidaten zu verstehen.— Als eine katholische Zeitung erzählte, daß der Bruder des verstorbenen Abg. v. Stumms geäußert habe, seine Arbeiter könnten wählen, wen sie wollten, war dieser sofort mit einer Erwiderung bei der Hand, in welcher er dies„als grobe, tendenziöse Unwahr⸗ heit und plumpes Wahlmanöver“ erklärte. Plump und tendenziös ist es also, wenn man von Jemandem behauptet, daß er die Rechte seiner Arbeiter achte! Da kommt ganz die alte Stumm'sche Anmaßung und Willkürherrschaft zum Ausdruck. Uebrigens kündigen die Zentrumsblätter den Protest gegen die Wahl an.
Majestätsbeleidigungsprozesse
treten in letzter Zeit wieder so zahlreich wie Heuschrecken auf. Daß überhaupt der Maje⸗ stätsbeleidigungsparagraph existiert, daß Jemand wegen Beleidigung eines Andern bestraft werden kann, ohne daß dieser Strafantrag stellt, ist schon schlimm genug. Noch schlimmer ist aber die traurige Erscheinung, daß ein ehrlicher Mann von irgend einen denunziatorischen Lumpen wegen einer Bagatelle in's Gefängnis gebracht werden kann. So berichtet die Chem⸗ nitzer„Volksstimme“, daß vom dortigen Land⸗ gericht der 71 Jahre alte, bisher noch unbestrafte Weber Dienelt zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Ein alter, am Rande des Grabes stehender, unbescholtener Mann muß drei Monate ins Gefängnis wegen
einer vielleicht ganz harmlosen Aeußerung! Empörend! Monarchische Gesinnung und Königs⸗ treue werden dadurch aber sicher nicht gefördert.
Oeffentlichkeit auf unserem Parteitage.
Das Parteisekretariat veröffentlichte vorige Woche folgende Notiz:„Der sozialdemo⸗ kratische Parteitag findet in diesem Jahre in Lübeck statt. Für die Verhandlungen ist die dritte Septemberwoche in Aussicht genom⸗ men. Wie in Mainz beschlossen worden ist, soll auf dem diesjährigen Parteitag außer den üb⸗ lichen Partei⸗Angelegenheiten die Wohnungs⸗ frage auf die Tagesordnung gestellt werden. Als Referent ist der Genosse Dr. A. Südekum, Vertreter für Nürnberg im Reichstag, in Aussicht genommen. Der Parteitag wird wie gewöhn⸗ lich öffentlich tagen, doch ist auch die Abhaltung geschlossener Sitzungen in Aussicht ge⸗ nommen, da durch die Beseitigung des Koali⸗ tionsverbots für politische Vereine der Abhal⸗ tung solcher Sitzungen kein Hindernis mehr im Wege steht.“— Zunächst beschließt natürlich der Parteitag darüber, ob er öffentlich oder nicht öffentlich tagen will und wir sind. nicht im Geringsten im Zweifel, wie der Beschluß ausfallen wird. Wir meinen, es liegt gar kein Grund vor, von unserer bisherigen Gepflogenheit, alle Tagesordnungs⸗Gegenstände des Parteitags in voller Oeffentichkeit zu ver⸗ handeln, abzugehen. Es hat uns noch nie eniert, wenn bürgerliche Berichterstatter ver⸗ ogene Berichte über die Verhandlungen brachten. Dies aber giebt der Parteivorstand in einer längeren im„Vorwärts“ veröffentlichten Er⸗ klärung als Grund dafür an, gewisse Partei⸗ angelegenheiten in geschlossenen Sitzungen zu behandeln. Gewiß mag es Dinge geben, die man nicht gerne den sensationslüsternen, ver⸗ leumderischen Schmocks der bürgerlichen Presse auf die Nase bindet, wir können uns aber trotzdem nicht für geschlossene Sitzungen er⸗ wärmen. Wir glauben nicht, das der Parteitag dem Vorschlage des Vorstandes beitritt.
Natürlich bot diese Angelegenheit dem bür⸗ gerlichen Zeitungsgeschwister willkommenen An⸗ laß, über Prinzipienverrat, Geheimniskrämereiꝛc. der Sozialdemokratie zu orakeln. Selbstver⸗ ständlich schnappte auch der Gießener„Uupar⸗ teiische“ diesen Brocken begierig auf. Die Ge⸗ sellschaft hätte erst abwarten sollen, was hier⸗ über beschlossen wird. Uebrigens dürfte unsere Partei wenig nach dem Urteile anderer Parteien fragen, die, wenn sie überhaupt Parteitage zu⸗ sammenbringen, das Licht der Oeffentlichkeit sehr ängstlich meiden.
Wahlen in Holland.
Am 14. Juni fanden in Holland die Wahlen statt. Sie bedeuten die völlige Niederlage der Liberalen, die bisher in der Kammer die heit bildeten. Von unsern Genossen ist im ersten Wahlgang keiner gewählt, doch ist die Sozialdemokratie an zehn Stichwahlen beteiligt Die Hauptsache aber ist, daß unsere Stimmen⸗ zahl glänzend gewachsen ist. Im Jahre 1897 bekamen alle unsere Kandidaten insgesamt 13366 Stimmen; jetzt vereinigten wir 38279 Stimmen. Unsere Stimmenzahl hat sich also verdrei⸗ facht.— Die Wahl von fünf unserer Ge⸗ nossen wird als sicher gemeldet; im vorigen Parlament waren nur drei Sozialdemokraten. Gewählt wurden im ersten Wahlgang: 23 Ka⸗ tholiken, 23 Anti⸗ Revolutionäre(evangelische), 9 Liberale, 2 freisinnige Demokraten und 1 Christlich⸗Historischer. Das sind 47 Klerikale und nur 11 der Linken. Die Kammer besteht aus 100 Mitgliedern, es müssen also 42 Stich⸗ wahlen stattfinden und darunter sind 5 Wahlen, in denen zwei Klerikale einander gegenübherstehen. Das macht also 52 Mandate für die Klerikalen, die damit schon die Mehrheit haben. In zwei anderen Stichwahlen ist der Vorsprung der Klerikalen so groß, daß ihre Wahl sicher ist, wodurch die Mehrheit auf 54 gebracht erscheint. Von den übrigen Sitzen, in denen es zur Stichwahl kommt, werden die Klerikalen nichts abkriegen.— Infolge dieses Ergebnisses muß die bisherige liberale Regierung abdanken.
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[Engländer verloren
Krieg in Südafrika.
Friedensverhandlungen. Daß nach den empfindlichen Niederlagen, welche die Eng⸗ länder in der letzten Zeit erlitten und angesichts der ungeheuren lawinenartig anschwellenden Opfer, die der Burenkrieg erfordert, die Frie⸗ denssehnsucht auf englischer Seite bedeutend stärker ist, als bei den Buren, läßt sich leicht denken. Lord Kitchener stellte deshalb auch den Telegraph zur Verfügung, um Verhand⸗ lungen zwischen Präsident Krüger und der Transvaalregierung in Standerton zu ermög⸗ lichen. Es verlautet, daß die Burenführer dem Präsidenten die militärische Lage objektiv dargelegt und betont hätten, nach ihrer Meinung wäre es unmöglich die Engländer zu hesiegen, es wäre ihre Pflicht, dem Blutvergießen Einhalt zu thun und den Friedensschluß unter ehren⸗ vollen Bedingungen zu beschleunigen. Krüger hingegen zeigt sich weniger zum Frieden geneigt. Es heißt, er werde einen Erlaß veröffentlichen, in dem er die Verantwortung für einen Frie⸗ densschluß ohne Sicherung der völligen Unabhängigkeit der Republiken ablehnt. Doch haben die Burenführer die Hoffnung auf eine absolute Unabhängigkeit aufgegeben; sie sind nach neueren Meldungen bereit, in Frie⸗ densverhandlungen auf Grund der Angebote
Lord Küthheners einzutreten und folgende For⸗
derungen hinzufügen:
1. Eine angemessene, wenn auch nicht voll⸗ ständige Amnestie für die Natal⸗ und Kap⸗ kolonierebellen holländischen Stammes.
2. Eine Kompensation für die Ver⸗ brennung von Farmen, die Hinwegführung des Viehes usw.
3. Die Beteiligung der alteingesessenen Bevölkerung an der konstitutionellen Ver⸗ tretung der neuen Kolonien.
4. Eine angemessene Begleichung der Verpflichtungen, die das Burenregiment während des Krieges hat eingehen müssen.
er Einfluß Krügers und Leyds auf die Verhandlungen soll sehr gering sein.
Heftige Kämpfe haben in der letzten Zeit wieder stattgefunden. Kitchener berichtet, daß am 6. Juni eine englische Kolonne unter Ellirt mit Dewets Truppen zusammenstieß. Die dabei 20 Mann. Darunter drei Offiziere. Die Buren ließen 17 Tote und drei Verwundete zurück. Den Eng⸗ ländern sollen mehrere Wagen, darunter ein mit Munition beladener, in die Hände gefallen sein.— Eine schwere Schlacht erlitten die Engländer ferner in der Nähe von Wil⸗ mansrut, 20 Meilen südlich von Mieddel⸗ berg in Trans vaal, dort wurden 250 berittene Viktoriaschützen, welche getrennt von Beatsons Abteilung marschirten, in ihrem Lager bei Steenkopspruit von einer überlegenen Sreit⸗ macht der Buren überrascht. Diese Feinde krochen bis auf kurze Schußweite heran und überraschten das Lager mit einem mörderischen Feuer. Auf englischer Seite wurden zwei Offiziere, 16 Mann getötet, vier Offi⸗ ziere, 38 Mann verwundet; zwei Offiziere und 50 Mann entkamen nach Beatsons Lager, die übrigen wurden gefangen, später jedoch wieder freigelassen. Zweit Maxim geschütze fielen in die Hände der Buren.
Weiter wird aus London berichtet, daß nach dort eingegangenen Privatnachrichten die Engländer in dem Gefecht bei Hartebeestfontein 15 Geschütze verloren haben. Der Sieg der Buren bedeutet für die Engländer den Verlust des ganzen südwestlichen Ge⸗ biets von Trans vaal. Nur die Stadt Zeerust ist in den Händen der Engländer geblieben. Kitchener hatte bekanntlich diesen Sieg den Buren zugestanden.
Die Streitkräfte der Buren betragen nach zuverlässigen Mitteilungen noch immer 18000 Mann, von denen 6000 Rebellen in der Kapkolonie stehen, die täglichen Ausfälle werden
durch Fremdenzuzug besonders von fran⸗ zösischer Seite gedeckt. Ebenso ist nochfür
18 Monate Kriegsmaterial vorhanden.


