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Nr. 42.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 3.
die„Berl. Volksztg.“— eine bürgerliche, aber gut demokratische Zeitung, folgendermaßen:
„Das Parkett der Stadtverordnetenversammlung ist ein Boden, auf dem die Sozialdemokratie Triumphe über Triumphe feiert. Wer sich auf der Tribüne auf⸗ hielt, als unten über die Lindenangelegenheit(d. i. die Frage der Ueberführung der Stadtbahn über die Straße „Unter den Linden“; nach dem Wunsche des Kaisers soll die Bahn jene Straße unte rirdisch kreuzen, wäh⸗ rend nach dem Projekt Ueber führung vorgesehen ist. D. R.) verhandelt wurde, der konnte bemerken, wie das gesamte Publikum, das seinem Aeußern nach durchaus nicht aus Anhängern der Marxschen Lehre bestand, durch die Worte Singers elektristert und durch die der bürgerlichen Redner enttäuscht wurde.“
Das ist eine scharfe, aber durchaus berechtigte Kritik der Wasserstiefler!
Böse Ge schichten
sagt man einem Berliner Stadtverordneten nach. In der„Welt am Montag“ war ohne Namensnennung ein bekannter einflußreicher freisinniger Stadtverordneter betrügerischer und unehrenhafter Handlungen im Geschäfts⸗ leben und des Mißbrauchs seines Einflusses als Stadtverordneter beschuldigt worden. Auf Ersuchen des Stadtverordnetenvorstehers hat der Redakteur des Blattes den Stadtverordneten Leopold Jacobi als denjenigen bezeichnet, dem die Angriffe gelten. Herr Jacobi erließ nun eine Erklärung, daß er sofort die notwen⸗ digen Schritte ergriffen habe, damit in gericht⸗ licher Verhandlung die böllige Unwahrheit der gegen ihn ausgesprochenen Verleumdungen ben werde.— Am Dienstag erstattete der Angegriffene vor einer Wählerversammlung Bericht über seine Thätigkeit. Dem Antrage, Jacobi möge bis zur Klarstellung der gegen ihn erhobenen Angriffe auf das Mandat ver- zichten, trat Stadtverordneten⸗Vorsteher La n⸗ gerhans mit der Motivierung entgegen, daß man dann der Verleumdung Thür und Thor öffne. Schließlich stellte die Versammlung Jacobi wiederum als Kandidaten auf.— Eine ähnliche Geschichte wird aus Lichtenberg(bei Berlin) berichtet. Dort versuchte nämlich ein Agent des Fürsten Henckell von Donnersmark die Mitglieder der Gemeindevertretung zu be⸗ stechen. Es handelte sich um die Frage der Ausgemeindung des dem Fürsten gehörigen Terrains aus der Gemeinde Lichtenberg. Unsere Genossen in der Gemeindevertretung deckten diese unverschämten Bestechungsversuche auf, wobei der Parteigenosse Grauer mitteilte, daß am Tage der Gemeinderatssitzung ein dunkler Ehrenmann bei ihm erschienen sei und ihm 10000 Mk. geboten habe für den Fall, daß er am Abend der Ausgemeindung zustimme. Diese wurde infolge der Enthüllungen natürlich abgelehnt und der Schluß akt dieser Geschichte dürfte sich vor dem Strafrichter abspielen.— Man sieht, mit welchen Mitteln der Kapitalismus 5— 80 Falle der Großgrundbesitz— arbeitet.
Abgeordneter als Schwindler entlarft.
Stadtverordneter und Landtagsabgeordneter Heusinger in Ko burg, seines Zeichens liberaler Redakteur, mußte seine Mandate nie⸗ derlegen, weil sich herausgestellt hat, daß er sich den Doktor⸗Titel aus eigener Machtvoll⸗ kommenheit zugelegt hatte, um damit seinen Mitbürgern zu imponieren und besser„empor“ zu kommen. Möglicherweise verstand er auch noch auf mancherlei andere Art das Glück zu korrigieren. Und wie mag dieser tapfere Ord⸗ nungsmann oft mündlich und schriftlich gegen „verderbte und vaterlandslose“ Sozialdemokratie gedonnert haben!
Rönigstreuer Mörder.
„Es lebe Kaiser Wilhelm II.“, so rief der am Mittwoch in Görlitz wegen Ermordung und Beraubung seiner 76 jährigen Tante hin⸗ gerichtete Raubmörder Emmerich aus, als er am Fuße des Schaffots stand. Nachdem ihm nämlich die Kabinetsordre verlesen war, in welcher der Monarch auf das Begnadigungs⸗ recht verzichtet, wurde ihm auf seine Bitte die Unterschrift des Kaisers gezeigt. Darauf brachte er das Hoch aus und wandte sich dann an den
Scharfrichter mit den Worten:„Machen Sie es kurz“, worauf in 5½ Sekunden der Gerech⸗ tigkeit genügt war. Was würde wohl die Scharfmacherpresse gesagt haben, wenn es dem Raubmörder eingefallen wäre, ein Hoch auf die — Sozialdemokratie auszubringen? fragt unser Leipziger Parteiblatt. Natürlich würde sie sich beeilt haben, den Verbrecher der Sozialdemo⸗ kratie an die Nockschöße zu hängen, wie das vor einigen Jahren in Straßburg geschah, wo ein Verbrecher thatsächlich ein Hoch auf die Sozialdemokratie bei seiner Hinrichtung aus⸗ brachte. Damals war das reaktionäre Zeitungs⸗ geschwister aller Schattierungen sofort bei der Hand, den Verbrecher als abschreckendes sozial⸗ demokratisches Beispiel hinzustellen.
Autisemitische Gaunerei.
Die antisemitische Partei— wenn wir von einer solchen ohne näheren Zusatz reden, so meinen wir immer diejenige Zimmer⸗ mann'scher Couleur, welche sich offiziell als„Deutsch⸗soziale Reformpartei“ bezeichnet und zu der auch die hessische Compagnie unter Führung der Häuptlinge Köhler und Hirschel nebst Herrn Hans Pinsel gehört— die anti⸗ semitische Partei also fühlt sich berufen und hält es für ihre Aufgabe den jüdischen Geist u bekämpfen, die angeblich spezifisch jüdischen
raktiken im Erwerbs- und Wirtschafts leben auf das Gründlichste auszurotten. Deshalb zieht auch die antisemitische Presse jeden Misse⸗ thäter rücksichtslos an's Tageslicht und zeigt ihn und seine Sünden mit tiefer Entrüstung dem Volke— vorausgesetzt natürlich, daß er einer andern Partei angehört. Von anti⸗ semitischen Schwindlern, deren im Laufe der Zeit gar nicht wenige auftauchten, schweigt man Hüglich. Noch heute wissen z. B. die Leser des Offenbacher Arizona ⸗Kikers, genannt „Volkswacht“ nichts von der schon vor einem halben Jahre erfolgten Verurteilung der anti⸗ semitischen Leuchten Krüdecke und Kreutz zu mehrjährigen Gefängnisstrafen wegen ganz gemeiner Betrügereien und Unterschlagungen. Von Bonkatz, der im vorigen Jahre hessische Bauern um die Kartoffelgelder prellte, verl autete auch kein Wort. Trotzdem weiß die Oeffentlich⸗ keit, daß es mit der so oft betonten antisemi⸗ tischen Moral nicht weit her ist; verschiedene Vorkommutsse(Ahlwardt, Lieferarbeiten anti⸗ semitischer Reichstagsabgeordneter für den „Juden“ Hamburger ꝛc.) haben das klar be⸗ wiesen. Eine ganz besondere Skandalgeschichte aber, die die Echtheit der antisemitischen Korruption auf's Neue erweist, spielte sich jetzt mit dem antis. Parteiblatte in Dresden ab. Dieses ward vor etwa 8 Jahren mit 250,000 M. Aktien⸗ kapital gegründet, vor einigen Monaten wurde es um(nominell) 58,000 M. an einen Herrn aus Oesterreich verkauft. Daß die Herren Aktionäre(mit Ausnahme weniger, die vorsichtig genug waren), keinen Pfennig erhielten, ist selbstverständlich. Es waren zwar größtenteils „kleine Kapitalisten“,„Leute aus dem Mittel⸗ stand“, denen mit der Gründung eines Partei⸗ organs geholfen werden sollte,— es ist ihnen auch von einigen Tausend Mark geholfen worden, die in Form von Gehalten, Agstationsfonds ꝛc. in die Taschen der antisemitischen Führer flossen. — Es kommt aber noch besser. Als der neue Käufer die Druckerei übernommen hatte, samt dem Blatt, sah er, daß er— betrogen worden war. Er drohte den Herren Liqutda⸗ toren, die als Verkäufer des liquidirten Preß⸗ unternehmens„Deutsche Wacht“ fungirten, mit einem Prozeß, worauf sich die Mitglieder des Aufsichtsrates und einige wohlhabende„Freunde“ verpflichteten, den„Fehlbetrag“ von etwa 9500 M. baar zu ersetzen. Kennzeichnend für die Art und Weise, wie dieser Fehlbetrag zu Stande kam, ist aber, daß in die Verkaufs⸗ inventur Guthaben von notorischvermögens⸗ losen Leuten, von Einem, der hinter Schloß und Riegel sitzt, von längst bezahlten Posten zꝛc. als Aktiv posten iengestellt waren, ganz abgesehen von„Veruntreuungs“⸗Guthaben, deren es auch einige gab. So sieht die ehrliche Wirtschaft der Antisemiten unter sich aus, und diese Presse, die laut aufschreit, wenn ein Kauf⸗ mann, der zufällig Jude ist, Konkurs ansagt,
sie wird selbst in geradezu strafbarer Weise geleitet, ihre Macher müssen es sich gefallen lassen, wenn ihnen mit Recht der Vorwurf gemacht wird:„Kehrt vor eigner Thür.“ Die antisemitische Moral hat in Dresden also wieder ein gehöriges Loch bekommen, falls es noch Esel giebt, die den Antisemitismus der Lieber⸗ und Zimmermänner für echt halten. Die geschäftliche Moral dieser Politiker ist durch die falschen Bilanzen der Deutschen Wacht erwiesen, die politische Moral kennt man zur Genüge.
Aus der besten der Welten.
Ein tief trauriges Bild aus der heutigen Ordnung, die von ihren Verteidigern als die „gottgewollte“ bezeichnet wird, entrollte eine Verhandlung vor der neunten Strafkammer des Landgerichts J in Berlin. Dort halte sich dieser Tage der 72 jährige Töpfer Otto Salbach zu verantworten, ein Mann, welcher nicht weniger als 37 Jahre in Gefängnissen und Zuchthäusern zugebracht hat. Jetzt war er wieder dabei er⸗ tappt worden, als er einen Bodendiebstahl begehen wollte. Zwischen dem Präsidenten und dem Angeklagten entwickelte sich folgendes Ge⸗ spräch. Präs.: Aber Salbach, was sollen wir nun mit Ihnen anfangen, wir müssen Sie ja wieder ins Zuchthaus schicken. Angekl.: Ja, Herr Präsident, es wird wohl nicht anders werden. Was soll ich alter Mann denn weiter machen als stehlen? Arbeiten kann ich doch nicht mehr. Präs.: Wäre es denn nicht besser, Sie nähmen die Wohlthätigkeit Ihrer Mit⸗ menschen in Anspruch? Angekl.: Ach, Herr Präsident, ich habe das letzte Mal wegen Bettelns zwei Jahre Arbeitshaus erhalten, das thue ich nicht wieder. Lieber gehe ich ins Zuchthaus, das ist doch meine Heimat. Präs.: Sollten Sie denn nicht in irgend einem Asyl Unterkunft finden? Angekl.: Wenn ich wieder heraus- komme, werde ich es versuchen, aber welches Asyl nimmt denn einen alten Zuchthäusler auf? Als der Angeklagte das auf zwei Jahre Zuchthaus lautende Erkenntnis vernahm, war er augenscheinlich sehr zufrieden, er erklärte, die Strafe sofort antreten zu wollen.
Fortschritte der Sozialdemokratie
zeigten auch die am 11. Oktober vorgenommenen Wahlen zum böhmischen Landtage. Man⸗ date konnten unsere Genossen bei dem reaktio⸗ nären Wahlgesetz natürlich nicht gewinnen, doch zeigen die sozialdemokratischen Stimmenzahlen gegen die letzte Wahl eine bedeutende Steigerung. Gewählt wurden 35 Jungtschechen, 10 Deutsch⸗ fortschrittler, 10 Altdeutsche und einige sonstige Reaktionäre.
Unruhen in Epanien.
In Sevilla kam es bei Gelegenheit eines allgemeinen Ausstandes zu Ruhestörungen. Wie berichtet wird, hätten die Streikenden Gewalt⸗ thätigkeiten gegen die nicht am Streik Beteiligten verübt, Läden und das Karmeliterkloster mit Steinen bombardiert. Bei der tendenziösen Berichterstattung der amtlichen Telegraphen⸗ bureaus läßt sich ein abschließendes Urteil über diese Vorkommnisse nicht abgeben. Aufstände in Spanien finden in der dort von den korrupten Behörden und den Pfaffen geübten Unterdrückung des Volkes ihre ganz natürliche Erklärung.
Anarchistenhetze in Amerika.
Durch das Attentat Czolgosz haben die Yankees auch den Anarchistenkoller bekommen. Joh. Most wurde zu einem Jahre Ge⸗ fängnis verurteilt wegen eines Artikels, den er in seinem Blatte Freiheit veröffentlickt hatte. Der Artikel ist vor 50 Jahren geschrieben und von Most nur wieder abgedruckt worden, stammt af offenbar von einem bürgerlichen Ver⸗ fasser.
Thronwechsel in Afghamistan.
Kürzlich starb der Emir von Afghanistan, Abdurrhaman. Diese Thatsache ist deshalb bemerkenswert, weil in jenem astatischen Reiche sowohl England als Rußland ihren Einfluß zu vermehren trachten und beider Interesse schon oft in Konflikt gerieten. Obwohl dort


