Seite 8.
Mitteldeutsche Sonntags Zeitung.
Nr. 2.
Jeder Genosse
versäumt seine Pflicht, wenn er nicht nach besten Kräften für die größtmöglichste Verbeitung der Parteipresse sorgt.
Die Interessen des werkthätigen Volkes, der Besitzlosen und Ausgebeuteten werden allein von der sozialdemokratischen Presse wahrge⸗ nommen.
Auch die sogenannten
„unparteiischen“
Blätter verfolgen nur ihre Geschäftsinteressen, spekuliren auf die Arbeitergroschen, leisten der Reaktion Heeresfolge und verdächtigen bei jeder Gelegenheit die Arbeiterbewegung.
Deshalb abonnirt nur
die Parteipresse!
Aus Nah und Fern.
„Freudiges Ereigniß“ im Frauenkloster.
Ein vielgesuchter Arzt aus dem Bezirk Staffelstein(Bayern) wurde kürzlich in ein Frauenkloster gerufen, da es hieß, die Präfektin sei schwer erkrankt. Der Arzt war jedoch in der Lage alsbald zu erklären, daß der Fall nicht in sein Fach einschlage, sondern, daß eine weise, hülfreiche Frau zur Amtirung gerufen werden möge. Wie aus Bamberg gemeldet wird, handelt es sich um die Oberin der eng⸗ lischen Fräulein in Kirchschletten bei Scheßlitz. Da der dortige Pfarrer sich weigerte, sothanes kleines Kindlein zu taufen, mußte sich der jüngste Kaplan von Bamberg hinbemühen. Die„Sün⸗ derin“ soll aus dem Hause ausgestoßen und in ihren Heimathsort verbracht werden. Wer mag aber der„Sünder“ sein?
Zur Konitzer Mordaffaire
wird berichtet, daß verschiedene Kleidungsstücke des ermordeten Ernst Winter und zwar Jacket und Weste gefunden wurden. Sie lagen un⸗ weit der Stelle, an der seinerzeit der Kopf Winters gefunden wurde. Die Aermel des Jackets sind stark mit Blut durchtränkt.
Diese Thatsache wird den antisemitischen Hetzern, die mit dem Märchen vom„Blutab⸗
zapfeln“ hausteren gehen, schwere Berlegenheit machen. Die Kleidungsstücke können übrigens erst vor wenigen Tageu am Fundort niederge⸗ legt sein, weil die 1 wiederholt abgesucht worden war. Die Beinkleider Winters fand man später mitten in der Stadt im Logen⸗ garten.— Ferner wurde am 15. der Ueber⸗
zieher des Ermordeten im Hofe der Mädchen⸗
schule gefunden. Dem Staatsanwalt war um
dieselbe Zeit ein unangenehmes Schreiben zu⸗ gegangen, in welchem angekündigt wurde, deß
der Ueberzieher auf dem Grabe zu finden werde.
Angesichts dieser Vorkommnisse und der dabei e
zu Tage tretenden Frechheit des Mörders herrsche in der Bevölkerung große Erregung. N
Giessener Kaditheater. Dienstag, den 22 Januar 1901. Flachsmann als Erzieher.
Donnerstag, den 24. Januar. Gastspiel vou Thea von Gör dau vom Niesidenz⸗
theater in Berlin. Niobe. Schwank in drei Akten von Pauldor. Freitag, deu 25. Januar 1901. Letztes Gastspiel von Thea von Gördau. Im weißen Nösl. Lustspiel in 3 Akten von Blumenthal und Kadelburg.
befindet sich jetzt
Ischuhwaarengeschäftz Adolf Bevesstein 3 351 Neustadt 31.
895
Tagesordnung: J) 2) Vorstandswahl. Prüfungscommission. Beiträge. 5) Wahl
3) Wahl
schiedenes.
5 Bollzähliges Saasen enen en es, schr erwünscht.
Sanitätsverein.
Sonntag, den 20. Januar, Nachmittags präcis 3½ Uhr auf Lony's Bierkeller.
Generalversammlung.
Geschäfts⸗ und Kassenbericht. einer Rechnungs⸗ 4) Antrag auf Erhöhung der Nickeltaschenmesser eines neuen Arztes an Stelle rikat); des setherigen Herrn Dr Schliephake.
Vollzähliges Erscheinen, der wichtigen Tagesordnung Der Vorstand.
375 Stück um M. 3.50.
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gehend, 8 jähr. Garantie; 1 pracht⸗ volles Collier aus orientalischen Perlen, modernster Damenschmuck für Arm, Hals oder Haar, mit Patentverschluß; 1 hochelegantes (amerik. Fab⸗ 1 prachtvolle Lederbörse; 1 ff. Cigarettentasche(Neuheit); 1 hochelegante Cigarrenspitze mit Bernstein; 1 feines geb. Notiz⸗ buch; 1 Garnitur ff. Doublegold⸗ Manschetten⸗ und Hemdenknöpfe
6) Ver⸗
Ortskrankenkasse Gießen.
Mit Wirkung vom 1. 1. 01 stehen unseren Kassen⸗ deren Familienaugehörigen, folgende
mitgliedern nebst Aerzte zur Verfügung: 1. Für die Stadt Gießen, a) Herr Dr. Zinßer, Westanlage 35,
Sprechstunden: Vormittags von 8— 9 Uhr, Nach⸗ mittags von 2-3 Uhr, Sonntags nur von 8-9 Uhr.
b) Herr Dr. Ploch, Asterweg 9, Sprechstunden wie Herr Dr. Zinßer. c) Herr Dr. Hanau, Nordanlage 21,
Sprechstunden: Vormittags von 9— 10 Uhr, Nach⸗ Sonntags nur von
mittags von 2—3 Uhr,
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Chinapolitik und Sozialdemokratie vor dem Reichstage.
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910 Uhr. 2. Für Wieseck, Herr Dr. Schaaf, Sprechstunden wie bekannt. 3. Für die Orte Watzenborn, Steinberg, Hausen, Kleinlinden, Dutenhofen, Münch holzhausen, Herr Dr. Kipper, Gießen, Sprechstunden wie seither. 4. Für die Orte Großlinden, Allendorf a. d. Lahn, Leihgestern, Hörnsheim, Hochelheim, Lützel⸗ linden, Dornholzhausen, a) Herr Dr. Kipper, Gteßen. b) Herr Dr. Platz, Groß-Linden. 5. Für den Ort Angerod, 1 Sue Dr. Bockler und Gengnagel in Großen— useck.
In allen anderen Bezirken bleibt die Behandlung der Herren Aerzte wie seither.
In denjenigen Orten, in welch u die Kassen⸗ mitglieder oder deren Angehöriger die Wahl
zwischen zwei ode. inehreren Aerztenh ben, darf
während einer Krankheit der Arzt nicht ewechselt
werden.
Der Vorstand.
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Christenthum und Sozialisauus 10 Pfg. als besonders empfehlenswerthe Schriften stets vorräthig
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Wir h tten Ende vorigen Mo⸗ nats eine Sendung Vulneral von Ihnen bekommen und meine Frau hat dasKrampfadergeschwür schon seit einigen Tagen ganz ge⸗ heilt. Schon am vierten Tage der Kur waren die Schmerzen weg und nach 8 Tagen war der Fuß ganz zugeheilt, so daß sie jetzt ganz ohne Schmerzen ist und auch ohne Schmerzen gehen kann, was seit 5 Jahren nicht der Fall war. Ich und meine Frau sprechen Ihnen hiermit unseren herzlichen Dank aus und kann Ihre„Vul⸗ meral Präparate“ Jedem aufs Wärmste empfehlen, denn wir haben schon viele Aerzte gebraucht und Niemand konnte meiner Frau helfen und sie ist jetzt mit Gottes Hilfe nach einer achttägigeu Kur vollständig ge⸗ heilt. Nochmals unseren herzlich⸗ sten Dank für die so schnelle Heilung.
M.⸗Gladbach, 12. Juli 1900.
Adolf Jensen und Frau,
Vulneral Créme, gesetzl. geschützt⸗
Verlag der Mitteld. Sonntagszeitung(E. Krumm), Gießen. Verantw. Redakteur: F. A. Vetters, Gießen. Druck von E. Ottmanns Druckerei Gießen.
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