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Nr. 3.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitnag.
Seite 5.
konnte. Diese Aeußerung des Oberbürgermeisters deckt sich mit den in der Stadt umlaufenden Gerüchten, wonach der Mann zunächst sein Geld gerettet habe, alsdann aus dem Hause geflüchtet sei, aus dem wenige Minuten später die verkohlten Leichname seiner Angehörigen hinausgeschafft wurden.
Fortschritte der Genossenschafts⸗ bewegung.
kk. Der Konsumverein Leipzig⸗Plag⸗ witz, der auf dem besten Wege ist, sich zum größten drutschen Konsumverein zu entwickeln, hat im Monat Dezember einen Umsatz von über 1,056,002 Mk. zu verzeichnen gehabt. Der letzte Halbjahr umsatz betrug 4,792,401 Mk. gegen 3,560,167 Mk. in der entsprechenden Zeit des Vorjehres. Vom 1. Juli bis 31. Dez. traten 2359 neue Mitglieder dem Vereine bei, 1194 gaben die Mitgliedschaft auf. Die gegen⸗ wärtige starke Entwicklung ist in erster Linie die Fruckt der Verschmelzung mit dem Konsum⸗ verein Leipzig⸗Ostvorstadt. Das Wort„Einig⸗ keit macht stark“ gilt für die Konsumgenossen⸗ schaftsbewegung in ganz besonderem Maße.
Aus der Ferienkolonie.
Gegen einen araen Soldatenschinder ver⸗ handelte das Militärgericht in Breslau. Unteroffizier Barton vom Leibkürassier⸗Regiment hatte sich schwere Mißhandlungen eines Kürassiers zu schulden kommen lassen; u. a. ließ er denselben an einer Krippe festbinden und Heu kauen. Dieser Stellvertreter Gottes wurde zu fünf Monaten Gefängniß verurtheilt.
Nachspiel zum Pternberg⸗Prozeß.
Vor der 7. Strafkammer des Berliner Land⸗ gerichts fand am Montag die Verhandlung gegen die Zeugen im Sternberg⸗Prozesse Arndt und Frl. Platho statt. Ersterer hatte in einem Artikel, den er in der antisemitischen „Staatsbürgerzeitung“ veröffentlichte, den Staatsanwalt Dr. Isenbiel beschuldigt, daß er kurz vor dem Revisionstermin in Leipzig gewesen sei, wo er vermuthlich die Richter am Reichsgericht zu Gunsten Sternbergs zu beein⸗ flussen gesuckt habe. Diesen Artikel hatte er vorher dem„Vorwärts“ angeboten, der die Veröffentlichung jedoch ablehnte. Frl. Platho erlangte Freisprechung wegen Mangels an Beweisen; Arndt wurde wegen verleumberischer Beleidigung zu 9 Monaten Gefängniß ver⸗ urtheilt. In der Urtheilsbegründung heißt es, bei der Abmessung der Strafe sei erwogen wor⸗ den, daß der Angeklagte aus den schäbigsten Motiven gehandelt habe. Mit dem Golde habe er angefangen und mit der Rache aufgehört.
Kleine Mittheilungen.
Neue Landesirrenanstalt. Für die Errichtung der dritten hessischen Landes⸗ irrenheilanstalt in Kleiulinden ist das dazu nöthige Baugrundstück vorgesehen.
71 In Großen⸗Buseck endete die Bürger⸗ meisterstichwahl mit dem Siege des bis⸗ herigen Polizeidieners Schwalb, welcher 185 Stimmen erhielt. Sein Gegner, der Bürger⸗ meister Meyer erhielt 178 Stimmen. Die Wahlbetheiligung war so stark, wie selten zuvor.
** Tod durch Kohlengas. Längere Zeit waren die Läden an der Wohnung der Wittwe Fischer in Weilburg verschlossen. Nach gewaltsamer Oeffnung fand man die Frau und ihren zwanzigjährigen Sohn infolge Aus⸗ strömens von Gas bewußtlos in den Betten. Die Frau war todt, der Sohn starb bald darauf. Arbeiter⸗Schicksal. Am Montag früh bebunglückte in einem Steinbruche bei Herrmannstein der Arbeiter Reh durch Ex⸗ ploston einer Patrone, auf die er beim Loslösen von Gestein gerieth und die wohl von früheren Sprengungen noch unversehrt im Bohrloche stecken geblieben sein mochte. Reh wurde so schwer im Gesicht verletzt, daß der Verlust des einen Auges zu befürchten ist.
Wieder Einer. Verhastet wurde in Weidenhahn der Kassirer der Darlehuskasse wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung.
Der Ehrenmann war nebenbei im Kirchen⸗ vorstand und Präsident des Krieger⸗ vereins. Die Unterschlagungen belaufen sich auf 9000 Mark. Lernte der im Kirchenvorstand und Kriegerverein das„Theilen“ auf diese Art? * Opfer der Bergarbeit. Auf der Zeche„König Ludwig“ bei Recklingshausen wurden schon wieder zehn Bergleute durch schlagende Wetter getödtet. Eine ordentliche Wetterführung könnte solche Katastrophen ver⸗ hüten; die kostet aber Geld und schmälert den Profit der Grubenbarone.— Auch in der Sil⸗ bergrube bei Holzappel(Lahn) ertrank ein Bergmann infolge Wassereinbruchs, drei andere konnten sich nur mit knapper Noth retten. * Zwei berühmte Persönlichkeiten sind dieser Tage gestorben. Am 16. Jauuar starb in Florenz Arnold Böcklin, einer der bedeutendsten Maler unserer Zeit. Er erreichte ein Alter von 73 Jahren.— Cbenso bekaunt war Johann Faber, der Nürnberger Blei⸗ stiftfabrikant, der dortselbst am 15. Jan. ver⸗ storben ist.
Wahlkreis Marburg⸗ Kirchhain.
St. Marburg, 17. Januar 1901. — Partei-⸗Versammlung. Wir ver⸗ fehlen nicht, nochmals auf die am Samstag, den 19. d. M., Abends 9 Uhr, bei D. Jesberg stattfindende Parteiversammlung aufmerksam zu machen. — Gewerkschaftsfest. Die Vorberei⸗ tungen zu dem am 3. Februar d. Js. im Café Quentin bahier stattfindenden Winter fest der Gewerkschaften schreiten rüstig vorwärts. Das Programm wird ein sehr reichhaltiges werden; kommen doch, außer verschiedenen Konzertstücken der als recht tüchtig bekannten hiesigen Musik⸗ kapelle Pauli und mehreren Chorliedern (darunter eines„Die Arbeit“, mit Musikbe⸗ gleitung) unseres Gesangvereins„Eintra cht“, zwei Theaterstücke u. a. m. zur Aufführung. Nach der Abendunterhaltung findet Tanz statt. So dürfte das diesjährige Winterfest seine Be⸗ sucher wohl in jeder Beziehung zufriedenstellen. — Die aktiven Mitglieder des Gesangvereins „Eintracht“ machen wir außerdem noch auf den Versammlungskalender in heutiger Nummer d. Bl. aufmerksam.
— Vermißt wird seit einigen Tagen ein hiesiger Metzgergeselle. Derselbe soll spät Abends den Zug in Kirchhain verfehlt haben und von da nach Anzefahr marschirt sein, wo man ihm in einer Wirthschaft den richtigen Weg hierher beschrieb. Seitdem fehlt jede Spur von ihm.
Arbeiterbewegung.
T Metallarbeiter⸗Maßregelung. Auf den Pantherfahrradwerken in Magdeburg sind am letzten Samstag 35 Mann entlassen worden, angeblich wegen Arbeitsmangel, in Wirklichkeit geht aber aus den begleitenden Umständen hervor, daß die Betriebsleitung mit den Entlassungen einen Schlag gegen die Orga⸗ nisation zu führen beabsichtigt, da besonders die in der Gewerkschaft hervorragend thätigen, sowie die älteren, tüchtigen Arbeiter, die schon viele Jahre im Betriebe beschäftigt sind, davon betroffen wurden. Die Arbeiter forderten die Wiedereinstellung der Entlassenen und, wenn wirklich Arbeitsmangel vorhanden sei, Reduzi⸗ rung der Arbeitszeit. Das lehnte die Firma ab, worauf am Montag die Arbeiter in geheimer Abstimmung mit 173 gegen 29 Stimmen be⸗ schlossen, die Arbeit nicht wieder aufzu⸗ nehmen.
F Buchdrucker-Maßregelung. Die amtliche Dortmunder Zeitung hat die in ihrer Druckerei arbeitenden Verbandsmit⸗ glieder aufgefordert, schriftlich zu erklären, daß sie aus dem Verbande austreten; andernfalls sollten sie ihre Stellung als gekündigt betrachten. Es handelt sich also um eine direkte Maßrege⸗ lung wegen Verbandszugehörigkeit. Der Ver⸗ band hat den ihm aufgezwungenen Kampf an— genommen.
T Die streikenden Spitzenweber von
Calais(Frankreich) ersuchen die deutsche Ar⸗ beiterschaft um Unterstützung. Der Parteivor—
stand hat bereits 1000 Mark für die Ausstän⸗ digen bewilligt. Gelder für diese aimmt die General⸗Kommission der Gewerkschaften in Empfang.—
Zum Handschuhmacherausstand in Halberstadt. Die Firma Steinmann u. Bondy, welche, wie schon bekannt, zum großen Verdruß des Fabrikanten⸗Vereins ihre Arbeiter wieder einstellte, wurde von genanntem Verein aufge⸗ fordert, dieselben wieder zu entlassen. Als die⸗ sem Wunsche nicht entsprochen wurde, bedrohte man sie mit allen möglichen Maßnahmen. Der Ausschluß aus dem Fabrikantenverein wurde der Firma per eingeschriebenen Brief mitgetheilt. Das Angebot des Oberbürgermeisters, zwischen den streikenden Parteien zu vermitteln, wurde von den Fabrikanten abgelehnt.
Partel-Machrichten.
Ein braver Genosse gestorben. Donnerstag voriger Woche starb in Falken⸗ stein im sächsischen Vogtlande der Parteigenosse Hans Künzel, Redakteur der Vogtländischen Volks⸗Zeitung. Künzel war mit der Partei⸗ bewegung im Vogtlande eng verwachsen und hat stets eine aufopferungsvolle Parteithätigkeit entfaltet. Lange Gefängnißstrafen, die er sich in seiner öffentlichen Thätigkeit zuzog, unter⸗ gruben seine Gesundheit und nun ist er ihnen vollends erlegen. Die Parteigenossen werden sein Andenken in Ehren halten.
Von Eduard Bernstein, dem ehemaligen Redakteur des Züricher„Sozialdemokrat“ be⸗ richtet der Vorwärts, daß die gegen den Ge⸗ nossen schwebenden Strafverfahren nicht mehr erneuert würden, er also nach Deutschland zu⸗ rückkehren könne. Auch sein Leidensgenosse und Exilgefährte Julius Motteler, der„rothe Post⸗ meister“, der die Expedition des Sozialdemokrat besorgte, kann aus den gleichen Gründen in die Heimath zurückkehren.
Wahlkreis Gießen ⸗Grünberg⸗Nidda.
Kreis⸗Kouferenz.
Gemäß der in der letzten Kreis⸗Konferenz in Großen⸗ Buseck gefaßten Beschlüsse beruft der unterzeichnete Vor⸗ stand die erste Kreis⸗Konferenz für 1901 hiermit auf Sonntag, den 10. Februar Vormittags 10 Uhr nach Daubringen in das Lokal W. Albach ein.
Die vorläufige Tages⸗Orduung ist wie folgt fest⸗ gesetzt:
1. Geschäfts⸗ u. Kassenbericht vom II. Halbjahr 1900.
2. Neuwahl des Vertrauensmannes.
3. Die nächste Reichstagswahl.
4. Ausbau der Organisation im Kreise.
5. Unsere Presse.
Die Genossen im Kreise werden ersucht, die Wahl von Delegirten baldigst vorzunehmen, sowie etwaige Anträge dem Vorsitzenden des Kreiswahlvereins G. Beck⸗ mann, Gießen, Grünbergerstr. 44 einzusenden.
Der Vorstand des Kreiswahlvereins.
Versammlungs⸗Kalender. Samstag, den 19. Januar.
Gießen. Sozialdem. Wahlverein. 9 Uhr Versammluug bei Orbig. b
Heuchelheim. Arbeiterbildungsverein. Abends 81½ Uhr Versammlung bei Wirth Ludwig Mandler.
Marburg. Oeffentliche Parteiversammlung. Abends 9 Uhr bei D. Jesberg.
Sonntag, ven 20. Januar. Steinberg⸗Datzenborn. Arbeiter⸗Bildungs⸗ verein. Abends 7¼ uhr General⸗Versamm⸗ lung im Lokale„Zur Wilhelmshöhe“. Tagesordnung: 1. Rechnungsablage; 2. Vorstands⸗ wahl; 3. Verschiedenes. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen wird gewünscht. Der Vorstand.
Narburg. Gesang verein„Eintracht“. Nach⸗ mittags ½4 Uhr Generalversammlung bei D. Jesberg.— Nächste und darauffolgende Woche jeden Dienstag und Donnerstag Abends 9 Uhr Gesangsstunde.
Montag, den 21. Januar.
Gießen. Schneiderverband. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Gießen. Tapezierer⸗Verband. Abends /9 Uhr Versammlung bei Lö b. Tagesordnung: 1. Kon⸗ ferenz in Offenbach; 2. Abrechnung vom Vergnügen;
Abends
3. Verschledenes. Vollzählich erscheinen.!


