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Nr. 20.
Mitteldeutsche Sountags⸗ Zeitung.
Seite 5.
W. Eine Bauarbeiterversammlung, die am Samstag im Lokale des Herrn Geißler tagte, nahm einen Vortrag des Genossen Diehl⸗ 1 über den Bauarbeiterschutz entgegen.
er Referent wies darauf hin, daß die Orga⸗ nisationen der Unternehmer nicht etwa, wie es zu wünschen wäre, den Zweck hätten, die Unter⸗ bietungen bei Submissionen zu verhüten, son⸗ dern vielmehr den, die Arbeiter an der Er⸗ reichung günstigerer Arbeitsbedingungen zu hindern. Höhere Ziele verfolgten dagegen die Arbeiterorganisationen. Bei dem Kampfe um bessere Löhne, um mehr Schutz gegen Un⸗ fälle, um Verkürzung der Arbeitszeit, handele es sich um Dinge, die für die Gesamtheit des Volkes von großer Bedeutung sind. Weil ge⸗ setzliche Bestimmungen für den Bauarbeiterschutz noch nicht vorhanden sind, muß der Erlaß und die Durchführung geeigneter Schutzvorschriften mittels guter Organisation zu erreichen gesucht werden. Es müßten deshalb, wie die Junker nach höheren Zöllen, so die Bauarbeiter immer wieder schreien nach besseren Schutzvorschriften. Nach längerer Diskussion wurde eine Baukon⸗ trollkommission gewählt, deren Vorsitzender H. Weiershäuser, Wettergasse 37 ist.
2——— Partei Nachrichten. Ueber die Krankheit des Genossen Schönlank wird mitgeteilt, daß es sich um eine schwere Gehirn⸗ affektion handelt und auf vollkommene Wiederstellung unseres unglücklichen Genossen leider wenig Aussicht vorhanden ist.— Auf Erfindung beruht aber die Meldung der freisinnigen Breslauer Zeitung, daß man soztaldemokratischerseits bereits an einen Nachfolger im Reichstags⸗Mandat gedacht habe und die Personen der Genossen Bernstein und Th. Metz ner⸗Berlin in Frage kämen. Bis jetzt hat sich noch keine Partei⸗ Instanz mit dieser Frage, viel weniger mit einer Kandi⸗ datenfrage, beschäftige.
Versammlungskalender.
Samstag, den 18. Mai.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb„Wiener Hof“.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Mittwoch, den 22. Mai.
Gießen. Bäcker. Nachmittags 4½ Uhr Versamm⸗ lung bei Löb.
e Samstag, den 25. Mai.
Lauterbach. Wahlverein. Abends ½9 Uhr Mitgliederversammlung bei Gastwirt Kaut.
Briefkasten.
Wegen der Verlegung der Druckerei konnte bei dieser Nummer eine Beilage nicht mehr hergestellt werden; wir bitten also unsere Leser wegen des etwas knappen Textes um Nachsicht.
Die Quittungen mußten wiederholt wegen Raum⸗ mangel zurückgestellt werden. Bestimmt in Nr. 21.
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Aus dem Gießener Standesamts register.
Aufgebotene. 9. Mat: Franz Jahnsohn, Gen⸗ darm hierselbst mit Frieda Seum in Nidda. 10. Lud⸗ wig Dern, Metzger in Watzenborn mit Maria Faber daselbst. 13. Wilhelm Rühl, Kaufmann hierselbst mit Luise Keßler dahier. 14. Heinrich Opper, Fabrikarbeiter in Hausen mit Marie Bellof, Fabrikarbeiterin in Großen⸗ Linden. 15. Friedrich Schieß, Wirt hierselbst mit Ka⸗ tharine Wiegel dahier.
Eheschließ ungen. 11. Mai: Paul Niewisch, Schriftsetzer hierselbst mit Wilhelmine Reh dahier. Adam Weber, Former hierselbst mit Marie Schneider dahier. Justus Krafthöfer, Maschinenschlosser in Höchst a. M. mit Ernstine Erb dahier. Nicolaus Kratz, Finanzaspirant in Darmstadt mit Friederike Keller dahier. Ludwig Jung, Postbote hierselbst mit Elisabeth Wiederhöfer dahier.
Geborene. 4. Mai: Dem Maurer Ludwig Frey eine Tochter. 5. Demselben ein Sohn. Dem Post⸗ schaffner Karl Hofmann eine Tochter. Dem Oeconomen Hermann Haubach eine Tochter. 7. Dem Kaufmann Theodor Vaubel ein Sohn. 8. Dem Spenglermeister Emil Dörr eine Tochter. 9. Dem Oberpostassistenten Heinrich Pitzer ein Sohn. Dem Schlosser Franz Bepler eine Tochter. 13. Dem Schutzmann Georg Stock ein Sohn. Dem Bäckermeister Ernst Muth eine Tochter.
Gestorbene. 9. Mai: Christine Zinßer, geb. Ohr, 77 Jahre alt, Privatin dahier. 11. Konrad Kaus, 22 Jahre alt, Musketier dahier. 12. Philipp Brand, 58 Jahre alt, Briefträger i. P. dahier. 13. Theodor Zinßer, 76 Jahre alt, Kreisarzt i. P. dahier. 14. August Tischer, 70 Jahre alt, Privatmann dahier.
Hessischer Landtag.
Am Montag den 13. Mai begannen wieder die Verhandlungen der Zweiten Kammer. Auf der Tagesordnung steht zuerst der fürsorg⸗ liche 1 des Abg. Köhler⸗Langsdorf wegen der Erbfolge in Hessen, über den die Kammer zur Tagesordnung übergeht.— Zu dem zweiten Gegenstande: Aufbesserung der Pensionsverhältnisse verschiedener Beamtenkategorien, erklärt der Finanzminister, daß, wenn man die Wünsche der Petenten be⸗ rücksichtigen wolle, belaste man das Budget mit 300,000 Mk., wofür neue Steuern gesucht werden müßten. Abg. Morneweg und Dr. David traten für diese Forderung ein, Weid⸗ ner und Jöckel sprachen sich dagegen aus. Mit 18 gegen 17 Stimmen wird schließlich der Antrag der in Frage kommenden Beamten für er⸗ ledigt erklärt.— Auch die vom Abg. Mol- than gestellten Antrag betreffend Errichtung einer Handelshochschule in Hessenhat der Ausschuß beantragt, für erledigt zu erklären. In diesem Sinne beschließt die Kammer mit großer Mehrheit. Die Abgg. Molthan und David befürworteten die Errichtung einer derartigen Schule in Mainz sehr lebhaft.— Am Dienstag, den 14. Mai, wird ein Antrag Ulrich's betreffend die Neuregelung der Dienstverhältnisseder Staatsbeamten nach einer Erklärung des Staatsministers Rothe, daß bereits ein Entwurf eines neuen Beamten⸗ gesetzes in Arbeit sei und dem Haus demnächst zur Beratung unterbreitet werde, vorerst für erledigt erklärt.— Ebenso beschließt das Haus über den Antrag des Abg. Ulrich auf Er⸗ richtung einer technischen Mittelschule in Offenbach. Zu dem Autrag Frenay und Ulrich, die Gewerbeaufsicht betreffend, bemerkt Abg. Dr. David, daß noch zahlreiche Mißstände in einzelnen Fabriken bestehen. Im letzten Jahre seien 334 Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen zum Schutz der jugend— lichen Arbeiter festgestellt und auch die Be— stimmungen für die Arbeiterinnen würden viel⸗ fach durchlöchert. Die Regierung hat die Pflicht, hier Abhilfe zu schaffen, um alle Garantie zu bieten, daß das Schlachtfeld der Arbeit nach und nach weniger gefährlich werde. Es empfehle sich daher, Hilfsarbeiter aus den Kreisen der Arbeiter zu entnehmen, denn wer nicht im Betrieb gestanden, könne auch nicht darüber reden. Er hoffe, daß die Vermehrung der Aufsichtsbeamten im nächsten Budget vorgesehen werde. Ministerialrat Braun bemerkt, die Regierung spare nicht an Fabrikaufsichtsbeamten. In das diesjährige Budget seien drei neue Stellen eingestellt und würden nach Bedürfnis vermehrt werden. Er stellt noch fest, daß der Verkehr der Regierung mit den or gani⸗ sierten Arbeitern ein ersprießlicher und die Sache förderlicher gewesen sei, während er dies von den nichtorganisierten nicht behaupten könne. Nach weiterer Debatte wird der Antrag vorläufig für erledigt erklärt.— Mittwoch stand zunächft der Antrag Haas⸗Mainz(Soz.) und Dr. David auf Errichtung eines eines neuen Justizgebäudes in Mainz. Abg. Haas schildert die Mißstände bei dem jetzigen Gebäude, das heute in keiner Weise mehr ge— eignet sei. Justizminister Dittmar versichert, daß die großherzogliche Regierung gerne eine baldige Henderung herbeiführen wolle. Er hoffe, daß diese Angelegenheit zufriedeustellend gelöst würde. Der Gesetzeutwurf der Dis— ziplinarverhältnisse der nichtrichterlichen Beamten wird ohne Debatte angenommen, desgleichen die Regierungsvorlage wegen Er⸗ weiterung und Neueiarichtung des Betriebes der Grube„Ludwigshoffnung“, wofür der Be— trag von 93,000 Mk. bewilligt wird.
Der Reichstag
ist vertagt worden. Es gelang den Agrariern nicht, die Branntweinsteuervorlage durchzudrücken Bei der namentlichen Abstimmung fehlt eine Stimme zur Beschlußfähigkeit, weshalb die Beratung abgebrochen werden mußte. Darauf verlas der Reichskanzler die Vertagungs verordnung.
Das Meisterstück.
Erzählung von Robert Schweichel.
5(Fortsetzung.)
Meister Weigand blätterte ein wenig in dem Hefte und sagte dann:„Wie hier kurz vermerkt steht, war der Doktor derweilen im Reiche um⸗ hergeschweift vom Böhmerland bis Basel am
Rhein, ohne eine Heimstatt zu finden. Denn der Luther, der sich gegen Diejenigen, so nicht mit ihm in das nämliche Horn stießen, Alles für erlaubt hielt, schrie und schrieb lästerlich wider ihn, und wo der Münzer sich verteidigen wollte, in solcher Stadt wurden die Drucker mit schwerer Strafe bedroht, auch in's Gefäng⸗ niß geworfen und er sebst fortgewiesen. Na konnte er keine Schrift ausgehen lassen, um so gewaltiger hat er auf allen Wegen gepredigt vom christlichen Leben und von der gemein⸗ samen Werkthätigkeit wie bei den ersten christ⸗ lichen Gemeinden. Und so hat er hier gepredigt in der Marienkirche und in der ganzen Umgegend in allen Dörfern. Er und der Pfeifer gingen fleißig in die Rathssitzungen, und wenn Recht gesprochen wurde, so geschah es nach dem, was die heilige Schrift für Christen als recht und billig anführt. Alle geistlichen Häuser wurden gesäubert, und die Weiber und Mädchen waren fleißig, sich aus den Meßgewändern und Caselen schöne Kleider zu schneidern; Münzer selbst ließ seiner Frau daraus Gewand und Koller machen Die Beute aus den katholischen Kirchen, Klöstern und Schlössern wurde zusammengethan und Alles, was Bauern und Bürger dazu gaben was just nicht wenig war. Dean die Begeis⸗ terung, so er entzündete, war ein gewaltig Feuer. Hatte Münzer früher gelehrt, daß man in den ursprünglichen Stand der Gleichheit zurückkehren müsse, so wollte er jetzt die Ge⸗ meinschaft der Güter, wie sie unter den ersten Christen geherrscht hatte. Und er teilte aus dem Gemeinsamen Vorrat den Bedürftigen das Notwendige mit au Korn, Lebensmitteln ein Stück Zeug zur Kleidung. Er selbst ging in einem einfachen, pelzverbrämten Rock oder in einem weiten Propheten mautel, und seinem jungen Gesicht gab er durch einen starken Bart ein Aussehen wie ein Erzvater. Und es war auch in ihm ein mächtiger Geist wie in den Propheten, und gewaltig wie in Moses, und es war nichts Uareines in ihm. Nach jeder seiner Predigten ließ der Pfeifer durch Chöre von Jünglingen und Mädchen die Verheißungen Jehova s an die Söhne Juda's absingen: „Morgen werdet Ihr auszieheu, und der Herr wird mit Euch sein.“ Er bereitete alles auf den Auszug vor; zer ließ in dem ehemaligen Barfüßerkloster Geschütz gießen und schickte Leute mit Geld nach Nürnberg, damit ste Pulver kauften. Aber er wollte den richtigen Augen- blick abwarten; denn er wußte gar wohl daß wir Thüringer nicht in den Waffen geübt waren wie die Franken und Schwaben. Allerwärts wollten die armen Leute schon zum Schwert reifen, und er selbst mahnte mündlich und in riefen, die so schneldig waren wie das Schwert Gideon's, die Bauern und Bergleute in Thüringen und auf dem Harz zum Zuzug auf, und die Schwaben und Franken um Hülfe. Aber schon waren die vielen Fürsten und Herren auf mit Mann und Roß. Die sächsischen Herzöge, die Grafen von Maasfeld und allen doraus der Landgraf Philipp von Hessen kamen daher ge⸗ zogen, und ihren Weg färbte das Blut der N. heb e l und Prädikanten a he unzer sich ihnen entgegen, so geri ö 005 Macht war, und sollen au Fratenhunse 1 er auf die Herren stieß, nicht mehr als g um ihn gewesen sein, darunter viel Weiber und selbst Kinder. Der Landgraf von Hessen ließ ihnen sagen, so sie ihre Hauptleute ads


