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Nr. 20.
Mitteldentsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 3.
gebung in ihrer ganzen Nacktheit. Was die Bündler⸗ Redner dagegen vorbrachten, war mehr als schwach, nichts als Wiederholung von Redensarten. Aber im Grunde waren die Reden der Wangenheim, v. Kardorff, Lucke usw. höchst überflüssig; die Agrarier hatten die Mehrheit und machten Gebrauch von ihr. Die Ein⸗ schränkung der Produktion wurde mit großer, die Er⸗ höhung der Brennsteuer mit etwas geringerer Mehrheit angenommen; für die erstere war der größere, für die weite der kleinere Teil der Nationalliberalen. Nachdem wurde die Novelle zum Gewerbegerichtsgesetz erledigt.
Krieg in Südafrika.
Englands Blutopfer in Südafrika wachsen ins Riesenhafte. Das Kriegsamt ver⸗ öffentlicht die Verluste bis 1. Mai. Diese be⸗ laufen sich insgesammt auf 63,498 Offiziere und Mannschaften. In dieser Zahl sind die Kranken und Verwundeten, welche sich augen⸗ blicklich in südafrikanischen Hospitälern befinden, nicht einbegriffen. Es kommen also noch 35,000 Kranke und 10,000 Verwundete hinzu, so daß der Krieg bis jetzt rund 110,000 Menschen auf englischer Seite Leben oder Gesundheit ge⸗ kostet hat.
Die Streitmacht der Buren, foweit sie zur Zeit im Felde steht wird auf 165,000 Mann angegeben, trotz aller Niederlagen und Verluste in der letzten Zeit.„Der Feind schließt sich auf's Neue zu Kommandos von wesentlicher Stärke zusammen, namentlich in dem Dreieck, das der Osten Trausvaals bildet, und im Westen. Die Buren haben auch noch einige Geschütze und Munitiousvorräte.“— So heißt es in Mel⸗ dungen aus Pretoria. Damit ist wieder der englische Schwindel aufgedeckt. Wohl schon ein Dutzend Mal ist„das letzte Geschütz“ der Buren in die Hände der Engländer gefallen; die Zahl der gefangenen oder sich unterwerfen⸗ den Buren überschritt bereits bedeutend die Ziffer der gesammten männlichen Bevölkerung der Republiken. Nun auf einmal giebt es wieder starke Kommandos mit Geschützen und Munitionsvorräten.
Auch Dewet hat seine Operationen wieder aufgenommen. Er soll den Vaal wieder überschritten haben und mit über 2000 Mann in Transvaal eingedrungen sein.
Weiter wird berichtet, daß die Frau des Burengeuerals Botha sich mit Zustimmung Lord Kitcheners nach Europa zu dem Präsi⸗ denten Krüger begeben werde, um auf diesen im Interesse des Friedensschlusses einzuwirken. — Auch das zeigt die schlimme Lage Englands.
Krieg mit China.
Ueber die Entschädigungsfrage verhandeln die„Diplomaten“ schon langer als ein halbes Jahr ohne zu Ende zu kommen. Auf die zuletzt von den Mächten an China ge⸗ stellte Forderung von 450 Millionen Taels Ent- schädigung drückten die Vertreter Chinas ihre Verwunderung über die Höhe der Summe aus und wiesen auf die finanzielle Schwierigkeit hin, in welche das Land durch die Forderung versetzt wird. Wenn jedoch die Mächte auf Zahlung der Summe bestehen, so will China sich verpflichten, sie in 30 Jahresraten zu je 15 000 000 Taels zu tilgen. Die Summen werdeu teilweise durch die Steuer auf Salz und Getreide gedeckt werden. In Erwartung der Revision des Zolltarifs fordert China die Mächte auf, zu gestatten, daß der Zoll vor⸗ läufig auf ein Drittel erhöht wird.
Zur Griesheimer Katastrophe.
leber die Ursache der Explosion wird unseru Frankfurter Parteiorgan von fachmän⸗ nischer Seite geschrieben:„Es hat in den Ver⸗ handlungen im Reichstag eine merkwürdige Meinungsverschiedenheit geherrscht über die Explosipität der Pikrinfäure(deren wissenschaft— licher Ausdruck Trinitrophenol ist; der Name Pikrinsäure leitet sich ab von pikros griech.= bitter, da sie von sehr bitterem Ge⸗ schmack ist). Um die Frage zu entscheiden,
wenden wir uns an die wissenschaftlichen Werke. Danach explodiert Pikrinsäure, wenn sie rasch auf höhere Temperaturen erhitzt wird. Durch Schlag ist sie nicht zur Explosion zu bringen. Die pikrinsauren Salze hingegen exblo⸗ dieren sehr leicht durch Schlag. Herr v. Po- sadowsky meinte, man müßte— wenn man alle bei einem Brande explosiven Körper in Betracht zöge— alle Spiritus- und Petroleum⸗ lager unter die strengen Bestimmungen, die für Sprengstofffabriken gelten, bringen. Die Sache liegt doch etwas anders. Der Herr Graf ist kein Chemiker, da kann man ihm den Irrtum nicht übel nehmen. Spirituslager explodieren nur, wenn sie fest verschlossen sind und in Folge Erhitzung die Spannung in dem Behälter eine so große wird, daß er gesprengt wird. Es findet dabei aber keinerlei Zersetzung des Spiritus statt, die erst eintritt, wenn der Spiritus mit dem Sauerstoff der Luft verbrennt. Au⸗ ders ist es mit der Pikrinsäure, die sich hierin genau wie alle anderen Explosipstoffe verhält; sie zersetzt sich in sich selbst, d. h. sie zerfällt plötzlich unter großer Wärmeentwickelung in ihrr meist gasförmigen Bestandteile, die beson⸗ ders unter dem Einfluß der hohen Temperatur einen außerordentlich großen Raum einzunehmen bestrebt sind.
Die Explosion scheint also nicht anders er⸗ klärt werden zu können, als daß in Folge des eutstandenen Brandes die feuchte Pikrinsäure getrocknet und auf eine Temperatur erhitzt worden ist, bei der eine Explosion eintreten mußte, die um so heftiger war, als sich den sich bildenden Gasen kein genügender Abzug bot.
Wie entstand nun aber der Brand? Es wird vermutet, durch elektrischen Kurzschluß sei eine Welle in Brand geraten und durch die Welle geriet das Dach in Brand. Hier liegt meiner Anficht nach der Schwerpunkt. Wenn das Dach anbrannte, so muß es ein Holzdach gewesen sein! Wie ist es nun möglich, daß ein Raum, in dem sich Stoffe befinden, die bei einem Brande explosionsfähig sind, mit einem Holzdach gedeckt war? Werden denn Gebäude, in denen große Meugen Spiritus aufbewahrt werden, mit Holzdächern gedeckt? Wäre diese Vorsicht nicht außer Acht gelassen worden, vielleicht wäre daun das Unglück ver⸗ mieden worden, wenn nicht die Sache doch noch etwas anders gelegen hat. Die Frage, ob nicht doch schon versuchsweise nach dem Benzolver⸗ fahren, bei dem der Weg zur Pikrinsäure über das sehr explosive Trinitrobenzol führt, gearbeitet worden ist, scheint mir noch keines⸗ wegs erledigt zu sein.
In einer andern Zuschrift eines Prakttkers an dasselbe Blatt wird behauptet, daß die Explosion nicht durch die durch den Brand getrocknete Pikriasäure erfolgte, sondern daß— Pulverfässer, die in diesem Raume lagerten, in die Luft geflogen sind, wodurch denn auch die Pikrinsäure zur Explosion gebracht wurde.
Eine Erklärung des Bürgermeisters von Griesheim giebt die Gesamtzahl der Getöteten ebenfalls auf 24 an. Auf der Fabrik Beschäf⸗ tigte halten trotzdem die angegebene Zahl nicht für richtig. Es sollen noch eine Anzahl nicht abgeholter„Lohndüten“ sich auf dem Bureau befinden, woraus man schließen müsse, daß noch mehr Personen fehlen.
Arbeiterbewegung.
T Die Darmstädter Bäckergehilfen sind gestern in den Streik eingetreten, nachdem Verhandlungen zwischen Meistern und Gehilfen⸗ organisation ergebnislos blieben. Höhere Lohn⸗ forderungen der Gesellen sind Gegenstand des Streites.
Nach wenigen Tagen konnte der Ausst erfreulicherweise beigelegt werden; die Arbe geber verstanden sich zu einer kleinen Lohn⸗ erhöhung.
+ In der Waggonfabrik zu Kelsterbach entstanden Di tzen, die zur Verhängung Sperre von Seiten der Arbeiter führten. Der Glasarbeiter⸗Streik in Nien⸗ burg dauert noch fort. Der Millionär Heye will unter folgenden Bedingungen die Leute
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wieder arbeiten lassen: 1) Aus dem Glasar⸗ beiter⸗ʃerband auszutreten, 2) das Verbands⸗ buch im Komptoir abgeben, 3) die Gastwirt⸗ schaft Friedrich Henkel innerhalb zweier Jahre nicht mehr betreten. Diesen Unternehmerüber⸗ mut müssen die Arbeiter zurückweisen; sie be⸗ dürfen aber dazu der Unterstützung der gesamten Arbeiterschaft.— Die aufgelöste Zahlstelle des Glasarbeiterverbandes wurde auf Gerichtsbe⸗ schluß wieder freigegeben. Gummiarbeiterstreik in Harburg. Sämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Ver⸗ einigten Gummifabriken Harburgs, etwa 1200, legten in Folge fortwährender Maßregelungen die Arbeit nieder. Der Betrieb ruht, 370 Ar⸗ beiterinnen befinden sich seit 7 Wochen im Ausstande.
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Von Kah und Fern.
Nttteilungen aus unserem Leserkreise sind uns jederzeit will⸗
kommen. Die Ehre unserer Sache gebietet natürlich strengste
Gewissenhaftigkett bei Uebermittelung von Nachrichten.— Wir
bitten, alle zum Druck bestimmten Einsendungen nur auf einer Seite zu beschreiben.
Sießener Angelegenheiten.
Geradezu skandalös ist die Art, wie das Gießener„unparteiische“ Organ die Ar⸗ beiterbewegung herunterreißt. In Hamburg wurden anläßlich der Maifeier etwa 90 Kupfer⸗ schmiebe gemaßregelt. Es legten deshalb ca. 200 Mann die Arbeit nieder. Von Seiten der Unternehmer— es kommen hierbei meist die Schiff⸗werfte in Betracht— wurde den übrigen Metallarbeitern Aussperrung angedroht, wenn die Kupferschmiede nicht die Arbeit wieder aufnehmen würden. Es fanden zwischen den Parteien Verhandlungen statt und im Laufe derselben sollen die Arbeiter ein Schreiben an die Arbeitgeber gerichtet haben, in dem ein Satz, wie die G. N. N. wissen wollen, folgender⸗ maßen gelautet habe:
„Vorstehende Forderungen sind bis Dienstag, den 7. Mai, Abends 8 Uhr, zu beantworten, widrigenfalls am Mittwoch, Morgen, den 8. Mai, die Arbeit nieder⸗ gelegt wird.“
Und daran kgüpft das saubere Blatt folgendes Gesudel, bei dem seine„Unparteilichkeit“ augen⸗ füllig zutage tritt: „Man mag der beste Arbeiterfreund der Welt sein und kann es doch den Arbeitgebern nicht verübeln, wenn sie auf die se Zuschrift
genau so aus dem Walde zurückrufen, wie es hineingeschallt hat. Nur rüde Gesellen, die von der Verhetzung zwischen Arbeitern und Arbeitgebern leben, können Arbeitern, die um die Verbesserung ihrer Lage bemüht sind, raten, einen solchen Ton anzuschlagen.
Zu der Frechheit kommt auch noch Dum m⸗
heit hinzu, wenn derartige Rempeleien zu
einer Zeit erfolgen, wo Tausende von Ar⸗ beitskräften zu feiern gezwungen sind, die
Arbeitgeber durch den Streik also gar nicht
in Verlegenheit kommen können. Wer be⸗
zahlt die Zeche? die Arbeiter. Und wer ist schuld? die gewerbsmäßigen Hetzer.“
Wir bezweifeln zunächst, daß die oben zitierte Briefstelle wirklich so gelautet hat. Nach unserer Erfahrung pflegen die Arbeiter solche Schriftstücke viel höflicher abzufassen als es die Arbeitgeber thun. Wenn die Arbeiter sich so ausdrückten, billigen wir das gewiß auch nicht, aber die von den G. N. N. daran ge⸗ knüpften Bemerkungen stellen sich doch als eine Scharfmacherei niederträchtigster Art dar.
— Entweder der geschäftskundige nationallibe⸗ rale Deserteur war nie in einer Arbeiterver⸗ sammlung und hat keine Ahnung, wie die Or— ganisationen ihre Angelegenheiten erledigen, oder er fälschte bewußtermaßen. Denn das weiß heute jedes Kind, daß sich die Gewerkschaften von Niemandem, auch nicht von gewerbsmäßigen Hetzern“— wer sollen die überhaupt sein? in ihre Angelegenheiten hineinreden lassen. Sle brauchen auch Niemanden. Meint man mit
„gewerbsmäßigen die Beamten der Arbeiterverbände? diese bemühen sich, bel jedem Gewer pfe um gütliche Beilegu in f nur einigermaßen mög⸗ lich ist ese vodurch sie sich schon


