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Nr. 33.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
ging, die Forderung auf 150 Mk. ermäßigt. Aber auch hierauf ging der Schmied nicht ein. Der Handelsmann bot nun wirklich im zweiten Termin gleich 18000 Mk. für die Hofraite, die er übrigens gar nicht kannte, an; der Schmied erstand dieselbe um den hohen Preis von 18800 Mk. und machte nun gegen den Weinberg Anzeige wegen versuchter Erpressung. Das Benehmen des Angeklagten vor Gericht war übrigens derart, daß der Vorsitzende drohte, ihn einstecken zu lassen, wenn er sich nicht mäßige. In den Urteilsgründen wurde das gemeingefährliche Thun des Angeklagten gebrand⸗ markt, der in müheloser Weise versuche, das Publikum auszubeuten. Der Gerichtshof sei des⸗ halb erheblich über das vom Statsanwalt bean⸗ tragte Strafmaß hinausgegangen. Das Urteil lautete auf zwei Monate Gefangnis nebst Tragung der Kosten. Der Angeklagte legte Reviston gegen das Erkenntnis ein.
Ueberfall. Nachdem vor einigen Tagen schon ein Bauer, der zu einem Arzt in die Stadt wollte, im Walde hinter den Schießstän⸗ den des Jägerbataillons von Strolchen über⸗ fallen und seiner Barschaft beraubt worden war, wurde am Montag abend wiederum ein Landbriefträger von drei Strolchen angefallen. Dem Briefträger gelang es, obwohl er verfolgt wurde, durch eilige Flucht der Gefahr zu en⸗ trinnen.
Kleine Mitteilungen.
* Verhaftung. Wegen Diebstahls wurde in Lich der im fürstlichen Hause bedienstete Kammerdiener Kraft verhaftet. Als fleißiger Kirchenbesucher war der Verhaftete bei den Frommen besonders angesehen und Niemand hätte Dinge dieser Art von ihm erwartet.
* Das neue Gewerkschaftshaus in Frankfurt ist jetzt vollendet. Diesen Samstag (17.) dieses Monats soll es seiner Bestimmung übergeben werden. Am Donnerstag fand eine Besichtigung aller Räumlichkeiten durch Vertreter der städtischen Behörden und der Presse statt. Für Samstag ist eine kleine Einweihungsfeier vorgesehen.— Mit Fertigstellung des Baues ist für die Frankfurter Gewerkschaftsbewegung wieder ein Schritt vorwärts gethan, besonders der Lokalmangel, der sich in früheren Jahren fühlbar machte, wenn nicht ganz beseitigt, so doch gemildert.
* Ausbrecher. Vier im Klapperfeld⸗ gefängnis in Frankfurt befindliche Gefangene, darunter ein zu Zuchthausstrafe verurteilter, brachen in der Nacht zum Sonntag auf höchst verwegene Weise aus, nachdem sie die Fenster⸗ traillen durchsägt hatten. Einer hatte sich beim Sprunge von der Mauer verletzt, ihn erwischte man wieder, die andern entkamen.
* Raubmord. In Mannheim fand man die stark verweste Leiche des schon längere Zeit vermißten Vorarbeiters Schwab mit durchschnittenem Halse in seiner Wohnung vor. Durchdringender Verwesungsgeruch hatte die übrigen Hausbewohner zur Oeffnung der Woh⸗ nung veranlaßt. Allem Auscheine nach liegt ein Raubmord vor. Zwei Italiener, die bis vor Kurzem im Hause wohnten, wurden ver⸗ haftet, später aber wieder freigelassen, da ver⸗ schiedene Umstände für ihre Schulblosigkeit sprechen. Dagegen wurde die Frau Schwabs in Untersuchungshaft genommen.
* Hüter der Sittlichkeit. Der in der Düsseldorfer evangelischen Gemeinde wirkende Pastor Duesberg hat in Folge sittlicher Verfehlungen das Amt eines Vorsitzenden des Presbyteriums niedergelegt und überhaupt seine Amtsthätigkeit eingestellt. Die Angelegen⸗ heit erregt in der Bürgerschaft peinliches Auf⸗ sehen.— Ferner wurde der Händler Schlatter in Knittelfeld bei Wien, ein angesehener Führer der dortigen Christlich⸗Sozialen(Anti⸗ semiten) und Vorstandsmitglied mehrerer christ⸗ lich⸗sozialen Vereine, wegen Schändung von Mädchen, die bei ihm einkauften, zu „ schweren Kerkers ver⸗ urteilt.
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Arbeiterbewegung.
Bei fächste(IV.) deutsche Gewerk⸗ schaftskonkreß soll auf Grund der Beschlüsse des Gewerkschaftsausschusses im kommenden Jahre in der Zeit von 18.—23. Juni in Stuttgart stattfinden.
Der Mannheimer Bäckerstreik ist beendet. Eine Anzahl der größten Bäckereien haben ihren Gehilfen Lohnerhöhungen zugestanden und sich auf diese Weise mit denselben geeinigt. Wenn die Organisation genügend gestärkt ist, wollen die Gehilfen für Abschaffung des Kost⸗ und Logiswesens energisch eintreten.
Der Streik der Flaschenmacher dauert fort, hat in den letzten Tagen sogar an Ausdehnung zugenommen. Immerhin ist noch ein kleiner Teil der Arbeiter stehen geblieben, wodurch die Lage der Streikenden erschwert wird.— In Dresden nahm sich die Polizei der Unternehmer liebevoll an, indem sie ver⸗ schiedene ausländische Glasmacher rücksichtslos des Landes verwiesen hat. Darunter befinden sich auch Verheiratete, denen man aufgab, binnen 3 Tagen das Königreich Sachsen zu verlassen! Auf erhobene Beschwerde hielt die Kreishaupt⸗ mannschaft den Ausweisungsbefehl aufrecht. Die Betroffenen wenden sich nunmehr ans Ministerium.
Rechtssprechung.
Wegen Verrufserklärung verbunden mit Beleidigung verurteilte das Schöffengericht in Nürnberg einen Arbeiter zu 10 Tagen Gefängnis. Bei einem Sreik hatte der Augeklagte zu einem Arbeits willigen gesagt: „Streikbrecher, schämst Du Dich nicht?“— Hätte der Mann lieber einen ttalienischen Arbeiter totgeschossen, da konnte ihm nichts passieren.
Partei- Machrichten.
Zum Schiedsspruch in Sachen der Ham⸗ burger Akkordmaurer. Gegen die von uns in Nr. 30 mitgeteilte Entscheidung des Schiedsgerichts, den Ausschluß der Hamburger Akkordmaurer betreffend, reichten die Hamburger Wahlvereine Beschwerde an die Kontrolleure ein. Diese haben in ihrer Sitzung am 9. August den Spruch des Parteischiedsgerichts beraten und gutgeheißen. Nunmehr werden die Hamburger Genossen den Parteitag als letzte Instanz anrufen.
Versammlungskalender.
Samstag, den 17. August.
Gießen. Sozialdem. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. T.⸗O.: 1. Bericht von der Kreiskonferenz; 2. Stellungnahme zur Landes⸗ konferenz.
Sonntag, den 18. August.
Heuchelheim. Arbeiterbildungs verein. Nach⸗ mittags 3 Uhr Versammlung bei Hch. Volkmann. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gewünscht.
Montag, den 19. August.
Gießen. Glaserverband. Abends 9 Uhr Ver⸗ sammlung bei Orbig.— Tapeziererverband. Abends 1/9 Uhr Versammlung bei Lö b(Wiener Hof).
Samstag, den 24. August.
Wieseck. Arbeiter⸗ Bildungsverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei G. Schneider.
Rödgen und Trohe. Abends 9 Uhr Volks ver⸗ sammlung bei Schneider in Rödgen. Tages⸗ ordnung: Die Zollpolitik. Ref. Vetters.
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Aus dem Gießener Standesamtsregister. Auf gebotene. 6. August: Jakob Platte, Kauf⸗
mann in Essen a. Rhr. mit Hermine Waswuth dahier.
7. Ludwig Raab, Feldwebel hierselbst mit Maria Betz
in Eschenrod. 10. Georg Gries, Kgl. Amtsgerichts⸗
sekretär in Friedewald mit Lina Lyncker dahier. Georg
Jost, Gr. Regierungsbaumeister hierselbst mit Elisabethe
Fleckenstein in Darmstadt. 13. August Rühl, Bureau⸗
Vorsteher hierselbst mit Margarethe Arnold dahier.
Joseph Wiegand, Eisenformer hierselbst mit Anna Messer
in Hofheim. Jakob Dany, Friseur mit Ottilte Sinden⸗
struth dahier. Eheschließungen.
3. August: Friedrich Winkler, Bildhauer mit Lina Wagner dahier. Georg Rüger, Blumenhändler mit Karoline Ritze dahier. Gustav Güldenpfennig, Schlosser mit Elise Ruppert dahier. 10. Heinrich Storck, Schlosser mit Elisabethe Wießner dahier. Johannes Martin, Taglöhner mit Elisabethe Grölz, geb. Bachmaun, dahier. Peter Castein, Kommis
mit Mathilde Garn dahier. 12. Heinrich Gebhardt, Gr. Regierungsassessor in Darmstadt mit Käthe Blumen⸗ hagen dahier. Dr. Karl Gaehtgens, prakt. Arzt in Königswalde mit Gertrude Curschmann dahier.
Geborene. 3. August: Dem Weißbindermeister Friedrich Zutt e. T. Dem Kaufmann Jakob Althaus e. T. 6. Dem Fuhrmann Wilhelm Hahn II. e. S. Dem Arbeiter Peter Stoll e. T. 8. Dem Metzgermeister Ludwig Klein e. S. Dem Straßenkehrer Wilhelm Müller II. e. S. 10. Dem Eisendreher August Gnn⸗ trum e. S. 13. Dem Bildhauer Leonhard Ludäscher e. T.
Gestorbene. 8. August: Oskar Dreher, 12 Tage alt. 9. Valentin Neumann, 44 Jahre alt, Standes⸗ amtsgehülfe. 11. Margarethe Metzger, geb. Bender, 70 Jahre alt, Hospitalitin. Elise Neun, 6 Monate alt. 12. Karl Strack, 17 Jahre alt. Hermann Kraft, 53 Jahre alt, Mechanikus. Heinrich Michel, 73 Jahre alt, Wollspinner. 13. Johann Schmidt, 9 Monate alt. Eleonore Seitz, geb. Lich, 54 Jahre alt, Privatin. 14. Mathilde Schlatter, geb. Dietz, 46 Jahre alt, Ehefrau. 15. Peter König, 42 Jahre alt, Gastwirt. Katharine Stühler, 4 Monate alt.
Gemeinderatswahlen in Hessen.
Bedeutende Erfolge errang unsere Partei bei der Gemeinderatswahl in Wixhausen bei Darmstadt. Von unsern vier aufgestellten Kandidaten wurden drei mit großer Mehrheit Neude trotzdem gegnerischerseits die größten
nstrengungen gemacht wurden.— Bei der am Montag stattgefundenen Wahl in Bieber errangen unsere Genossen in hartem Kampfe 4 Sitze. Gewählt wurden die Genossen Herzing, Groh, Mahr und Gresser mit 317, 295, 288 und 286 Stimmen. Außerdem wurden zwei Kandidaten der„Bürgerpartei“ gewählt.
Konferenz der Gewerbegerichtsbeisitzer.
Von der Organisationskommission der Arbeitnehmer-Gewerbegerichtsbei⸗ sitzer Deutschlands wird an diese folgender Aufruf gerichtet:„Am 10. und 11. September findet in Lübeck die Versammlung des Ver⸗ bandes deutscher Gewerbegerichtsbeisttzer statt. Es werden die Arbeitnehmerbeisitzer auf⸗ gefordert, soweit es noch nicht geschehen ist, bei der Gemeindeverwaltung den Antrag zu stellen, auf Gemeindekosten Beisttzer zu delegieren, im Ablehnungsfalle jedoch möglichst auf Kosten der Gewerkschaften auf dem Verbandstage zu er⸗ scheinen. Die Organisationskommission der Ge⸗ werbegerichtsbeisitzer ersucht die Delegierten der Arbeitnehmerbeisitzer, schon am 9. September in Lübeck anwesend zu sein. Daselbst findet im Gewerkschaftshause eine Vorbesprechung statt, und ist der Beginn derselben auf 6 Uhr Abends festgesetzt.
Alle Vertreter der Arbeitnehmer wollen sich bis spätestens 1. September beim Vorsitzenden der Organisationskommission Franz Matißek, Leipzig, Ranstädter Steinweg 12, melden.
Ende des Falles Ziethen.
Der Barbier Ziethen, der in Berlin 1884 wegen Ermordung seiner Frau zum Tode ver⸗ urteilt und dann zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt wurde, ist im Zuchthaus zu Verden gestorben. Der Fall Ziethen hat bekanntlich seit vielen Jahren die Oeffentlichkeit beschäftigt. Eine sehr starke Bewegung hatte sich geltend gemacht, um das Wiederaufnahmeverfahren durchzusetzen, da in sehr zahlreichen Kreisen, auch unter vielen Juristen, auf Grund des Verhandlungsergebuisses und der späteren Selbstbezichtigung eines Lehrlings von Ziethen, die Ueberzeugung von der Unschuld Ziethens vorhanden war. Männer, wie unser Lieb⸗ knecht, Egidy u. A. hatten an der Spitze dieser Bewegung gestanden. Aber alle Anträge auf Wiederaufnahme des Verfahrens wurden stets von den Gerichten abgelehnt. Jetzt hat der Tod allem Kampf ein Ende gemacht.
Patriotische Feste.
Ueber ein Turnerfest und Wett⸗Turnen, das vom Turnerbund„Mainthal“, dem hessische und bayrische Vereine angehören, am 4. Aug. im bayrischen Orte Hör stein bei Seligenstadt abgehalten wurde, schrieb man der „Darmstädter Ztg.“: Das erste Preis⸗Turnfest
fand wieder alles Erwarten einen wenig
erfreulichen Abschluß. Unzufriedene
Elemente verursachten bei und nach der Preis⸗
verkündigung allerlei Exzesse, die rasch in


