fel 0 Wi en fü wegung, Hoffelk⸗
1
alt 11
es ö gefehlt. . antise⸗ feht.
dea 16, Kah
n Jahre icker um „worden 1
fc, t ß
lg be⸗ Pf und
er. 1 1 Ich 11 der 1
9
Nr 7.
Mitteldeutsche Souutags⸗Zeitung
Seite 3.
——
walten Ließenn weill zer Angeklagte ein Opfer des munsinnigen Ducellun fugs) sist.— Der Verteidiger Rügersuchat dgelen! das Urteil Re⸗ wision beantragte un ginn 0
% Veredelndel⸗ Ellnaß pes Krieges.
Es giebt Leute, die en Völkerkriegen eine Aaultur fördern de gig ung zuschreiben Nicht selten! behauptet Militärenthustasten, die Sol⸗ baten und damit das Boelk würden durch den Krieg in Bezug tauf Charakter, Sitte, Moral, Gemüt berebelt and digeläutert.„ Allzulange
11 00 1 eln gilt Sfagnation zue Ver⸗
0 11 001 inchen sich' scthon Kriegs⸗
i 5 0 age, und, bot nicht langer
9 155 9945. f kane bent dus. Wie es damit, in W.
1 0 155 anesteht, ekfäbrt man duch die 600 hlt 7*„ die, sich kürzlich hon zeinenis Seil
1901
mer,„am, Hunenzuge Fol⸗ gendes aberichlen 25 nad 1 0 81
85d 1 ffentllich ha t diener unselige Zustand „ba hd heine nder Dien Rp heit auch unter un se⸗ ren Spild aten eon in met erschreckend zu. In n ßer Zu hh werden Soldaten zu langjährigen „Zucht haus mne„Ge fün gnisstrafen wegen Mord„ Nobzuchtiem woe Einbruch perurteilt. Wir verlieren amehr zan, Zuchthaus als an Tod. bngntheiten grafsieren-gleich falls in sehr heftiger Weise; sehr viele Typhusfälle sind zu verzeichnen.“ So veredelt“ ledebügzieg. Zwar hat sich noch mmlkallen Kriegen Verrohungf und Verwil derung „der zabetetuigtensa Soldaten gezeigt; die vielge⸗ rühmte 9 15 iplinrder n deutschen Truppen sollte 0 dent 5 1 Lubie dit oben geschilderten
0 allerdings den preußi⸗ . 1 15 a ral 3 Pu en drüber
. Gleichheechliaung der Frauen.
15* Von einem recht, erfreulichen Fortschritt ist aus Fach kreich zu berichten. Bei der Be⸗ Katting, 10 0 Gemsebegetichts⸗ Reform beschloß
0 Kain ua 5 1 1 der Sozialisten die Aeene e her Frauen für das Richt eram f. Ill Deutschland verhinderte nhisher heschrägfter Spießbürgergeist derartige „Reformen Hier darf sich die Frau zwar aus⸗ beuten lassen und gleich den. Männern auf Bauten und Zirgeleien arbeiten, das ist nicht „ unweiblich“, wohl aber ientvüstet sich unsere bürgerliche Gesell schaft baß darüber, wenn sich die Frallen zur Wahrung ihrer Juteressen zu⸗ sammelss schlies sen, und, Ihle politischen Rechte
pern, nf iin der Dicke,
achemaliger König bon Serbien, Vater des jetzigen, ist am Montag in Wien gestorben. Nuch keinem Jateinischen Sprichwort soll man won o deu“ Toten nur Gutes reden. Bei „diesem Manne, der in Bezug auf seiuen Lebens⸗ „wandel vienbrvüchtigsten einer e früheren „Zeiten ind den Schatten zu stellen suchte, ist „das beim besten Willen icht: möglich.— Im Jahres 18891 verzichtete er zu Gunsten seines damals 18 jährigen Sohnes auf die Krone, nachdem! nen p sichk im Jahre vorher von seiner 1 der schönen Natalie, hatte scheide dlassem 10 Wie gering fein Kredit war, geht au „einer Bekamtmachunger Karlsbader Geschäfts⸗ leute hervor, aidietsver steiniger Zeit öffeutlich 1 warnten,„thmiwhne) Geld. Waren zu perabfolgen. Wäre! das serbische? Volk nicht so“ furchtbar Acückstündic hätte es mit 905 langue längst
6 1 15 1497 Holes
15„Uhrühen in Ebenen. 1 1700 In Ma dwidd und anderen spanischen Städten rebelliert! das von Regierung und Pfaffen fürch Jterlich ausgesogene unde mißhandelte Volk. An = läßlich der Verheiratung des Klerikalen Grafen Caferta, mitß der Prinzessin von Asturien, kam es zu Tumulten, die zunachst von Studenten 1 ausgingen, an denen sich aber bald das ganze „Volk beteiligte Die Demonstrationen richten
8
sich besonders gegen das Pfaffentum. Zur Unterdrückung der Tumulte wurde natürlich
das ist der letzte Schluß der Regierungsweis⸗ heit 4 Polizei und Militär requiriert. Die schauderhaften Zustände zu beseitigen, daran denken die er nicht.
41
auskommen.
Juden.
Wolfgang,
Deutscher Reichstag.
Der Reichstag sah am Mittwoch das Gespenst der Lex⸗Heinze
Wieder wurde die„Unmoral“ or die. Schranken gefordert; wieder feierte das eff seine Orgien, wieder focht Herr Roeren an der Spitze eines schwarzen Gewalthaufens von Jufi⸗ kern, Lonsürserten und gescheltelten Pfaffen für das, was er Eben, Moral, güte Sitte, Anstand nennt.— Es wurde der Antrag auf Aufhebung der Theater⸗ zensu rs wiederum beraten. Zuerst sprach dazu der Abg. Basserm ann. Seiner ede fehlte es nicht an glücklichen Wendungen; er billigt die Grundtendenz des Autrages, hat- aber„Bedenken“ gegen die völlige Aufhebung der Thealerzens sut; echt nationalliberal sucht er nach einem Mittelweg; er glaubt einen solchen ge⸗ funden zu haben, indem er„für gewisfe Fälle“ der Poltzei das Recht“ lwvorbehält, Aufführungen zu verbieten. Zu diesen„gewissen Fällen“ gehbren„unruhige Zeiten“; 3 zu solchen untuhigen Zeiten rechnet auch ein Maun wie Bassermann, der doch! sonst' mit Recht als einer der sozlalpolitisch Fortgeschrittensten unter den Nationallibe⸗ ralen gilt, Streik bewegungen. Herr Bassermann schlug schließlich Kom missionsberatung vor. Da⸗ von wollen aber die Konservativen und die Zentrums⸗ leute nichts wissen; sie halten es für bequemer, den Anträg kurzer Hand in den Papierkorb zu werfen. Der Zentrumsmann Roeren hjelt seine schon von der Heinze⸗ zeit her hekaünten Reden; ihm ist die Zensur, wie sie heute geübt wird, noch zu milde(); nur von poljti⸗ schen Anspielungen will er gnädigst einige mehr durch⸗ lassen als der Zensor. Nebenbei entdeckte Herr Roeren zur Abwechslung einmal! wieder sein partikularistisches Herz, indem er den Antrag als einen Eingriff in die Landesgesetzgebung bezeichnete; das Zentrum ist bald partikularistisch, bald unitarisch, wie sich's gerade trifft und wie es seinen jeweiligen Interessen am besten paßt. Herr Pachnicke wies darauf hin, daß Staaten wie Hambuyg und Braunschweig auch ohne Zensur Eine gründliche Abrechnung mit der „Theaterzensur, mit der Prüderie und der Heuchelei hielt in einer einstündigen, humoristisch⸗satirischen Rede Abg. Stadthagen. Unser Genosse ließ die Geißel des Spottes auf dem Rücken jener Herren tanzen, die aus ihrer berdorbenen Phantasie heraus, die sie natür⸗ lich auch bei anderen voraussetzen, nach dem Zensor, nach der Polizei und der Knechtung der Kunst schreien. Ein Aristophanes, meinte Stadthagen, würde uns not⸗ thun, der wie jener alte Athener mit souveränem Spott unsere literarischen und politischen Zustände geißelt; aber die Zensur, setzte er spfort unter großer Heiterkeit hinzu, würde seine Stücke nicht zur Aufführung gelangen lassen.— Donnerstag wurde in einer langen Sitz⸗ ung die Beratung des Reichs justizetats fortges setzt. Dabei kam es zu lebhaften Debatten. Es ging, wie ein Gewitter über die deutsche Justiz nieder; unsere
dem Gtabe entsteigen.
eintreten. Sie that es auch vorzüglich.
Das Ritnalmordmärchen kam dabei auch aufs Tapet. Das Haus hatte das zweifelhafte Vergnügen, den Produktionen det Herrn Webetikaun von Sonnenberg beiwohnen zu dürfen“ Er sprach über Konitz im schönsten Pückler⸗Stil und offenbarte seine h ühtigens längst bekannte brünstige Sehnsucht pach Aufhebung der Gleichberechtigung der Eine gebührende Antwort erteilte den Juden⸗ hetzern Genpsse Stadthagen der mit Recht die Konitzer Vorfälle auf den sozialen Tiefstand der dortigzn epölkerung zurückf ührte. Die Art und Weise, wie
bai und nach, ihm Heine dem Wee mil 171 50 1175 Sch fe eütgegentraten, stach vorteilhaft ab bon ß e Bech; Loburg Methode, durch Aeußerun en hochgestellter Personen die Apostel des Rasfenhasses widerlegen zu wollen. Im Gegensatz! zu den tleueren Gepflogenheiten der Zentrumspartei, der er auzehört, nahm Abg. Spahn benergisch die bekaunte Reichsgerichtsentscheidung) in Sachen des Streikposten⸗ stehens gegen die unqualifizterbaren Angriffe der Ham⸗ burger Nachrichten in Schutz und vertrat nachdrücklich
gezenüber dem Staatssekretär Nieberding das Recht des
Reichstags, Gerichtsurteile einer Kritik zu unterziehen. Eine formpollendete Rede hielt Genosse Rechtsanwalt Heine. Er wandte sich gegen die neuliche Erklärung des preußischen Jusflizministers im Abgeord⸗ netenhause 1 verlangte Gleichheit der Konfessionen und Parteien por dem Gesez. Das Geschrei der Rechten,
das bei dieser Stelle erscholl, bewies, daß die Junker nicht die einfachsten Grundsätze des Rechtsstaates aner⸗
kennen!, Ferner unterzog Heine eine Anzahl in Maje⸗ stätsbeleidigungsklagen ergangener Urteile einer ätzenden Kritik und beleuchtete u. a. auch die verschiedenen Pro⸗ zesseß gegen Maximilian Harden. Nach Rickert, der unter dem Skandal der Rechten auf Liebermanns An⸗ zapfungen antwortete, ergriff unser Genosse Ha ase das Wort. Er ging auf die Verhältnisse der Landarbeiter
ein, schilderte den furchtbaren Druck, dem sie von Gesetz⸗
ind, in ttefflichen Ausführungen.
Partei mußte wieder in erster Linie für die Weil 8
gebung, Gerichten und besonders der Polizei aus gesetzt Als Ostpreuße und Königsberger Rechtsanwalt kann er das Schalten und Walten des Junkertums, aus allernächster Nähe betrachten. Liebermann von Sonnenberg brüllte dann noch einige antisemitische Redensarten in den Saal. Genosse Heine gab hierauf noch Kine wuchtige Erklärung ab. Der Staats sekretär Nieherding hatte ihn aufgefordert, An⸗ schuldigungen, die er gegen Mitglieder des Richterstandes erhoben, draußen zu wfederholen. Darauf versetzte Heine: er spreche hiertäm Reichstage kraft des Mandats, das ihm seine Wählerbertellt: im übrigen habe es die (Praxis der deutschen Behörden so weit gebracht, (daß die Tribüne des Reichstags der einzige Ort sei, an dem gewisse Din ge zur Sprache gebracht werden können.
Am Freitag hatte sich der Reichstag mit einem Erbschaftsstück der Flottenvorlage, der Scha um⸗ weinsteuer, und in, Verbindung mit ihr mit dem „Weingesetz“ zu beschäftigen. Uebrigens besteht weiter kein Zusammenhang zwischen den beiden Vorlagen; man hat sie wohl nur wegen der verwandten Materien, die sie behandeln, an deinselben Tage zur Beratung gestellt. — Unsere Genossen Schlegel⸗Eßlingen und Ehrhardt⸗ Ludwigshafen präzißerten den ablehnenden Stand⸗ punkt der Sozialdeß jofkaten. Wir haben keinen Grund, die Kosten der Flo tenborlage zu bewilligen; außerdem rifft die Steuer ilch die leichten Fruchtweins, dle in
Achwaben und son weiter ein Volksgelränk bilden, und schädigt ferner kleilte Prodüzeuten in den Welngezenden. Die Darlegungen unserer Redner werden natürlich nicht verhindern, daß konservative Demagogen mit der Be⸗ hauptung haüsieren gehen werden, die Sozialdemokratie wolle keine Luxussteuern. Herr Schrempf machte schon heute den Anfang damit. Die Vorlage ging an eine Kommission.
Die Beratung 555 Etats des Reich ssch atza mts am Montag war nur von kurzer Dauer und bot wenig Bemerkensweples. Höchsttns, daß dabei die Ka⸗ pitulation des Reichsschatzamts vor den Agraxiern klar zu Tage trat.— Dann kam der Etat der Reichs⸗ eisenbahn verwaltung an die Reihe. Hierbei gei⸗ ßelte Genosse Segitz, indem er an das furchtbare
Offenbacher Eisenbahnunglück anknüpfte die Fiskalität, die sich in der Eisenbahnver⸗ waltung breit und breiter macht, die Plusmacherei, die rücksichtslose Ausbeutung der Arbeiter und Beamten, die geringe Rücksichtnahme auf das Publiknm. Herr Schlumberger, der nationalliberale Abg. für Mül⸗ hausen i. E. bezeichnete die den Arbeitern in der Eisen⸗ bahnverwaltung gezahlten Löhne als„außerordentlich hohe“! Der Mann ist ein reicher Millionär, der nie wußte, wie ein Gisenbahuarbeiter mit täglichem Verdient von 2½ Mark ect Unterhalt einer Familie ermöglicht. — Mit der Berctimg des Reichseisenbahnetats kam man auch am Dienstag noch nicht zu Ende.
Krieg mit China.
Ueber die Frieden Svorschläge wird noch emmer unterhandelt. Die Kaiserin meint, die von den Mächten geforderte Bestrafung stehe in gar keinem Verhältnis zu den Vergehen und
weigert sich, die früheren Abkommen auszu⸗
J
führen.— Die JLuropäische Diplomatenkunst zaigt sich hier ima schönsten Lichte.
Ehwlliche Spitzbuben. Die Franzosen geben wenigstens zurück, was sie gestohlen haben. 180 Kisten chinesische Beutestücke, die der fran⸗ zösische General Frey mitbrachte, wurden bei seiner Rückkehr ain) Marsaille angehalten und mußten nunmauf Grund eines ministeriellen 2Beschlusses wieder nach China transportiert
19955 zurückgegeben werden.
Krieg in Südafrika.
Schalk Burger hat den Sitz der Buren⸗ regierung nach Täsberg, einem beinahe unein⸗ nehmbaren Ort nördlich von Middelburg ver⸗ legt. Die Buren beginnen mit der Zerstörung der Goldminen Ernst zu machen. Der Schaden der an den Werken von Kleinfontein und Brack⸗ gan angerichtet wurde, soll sich auf 6 Millionen Mark belaufen
Zwischen Louis Botha und den Engländern unter Smith⸗Darrien fanden heftige Kämpfe statt, die für die Engländer mit schweren Ver⸗ lusten endeten. Sie mußten sich nach sechs⸗ stündigem Kampfe mit einem Verlust von 29 Todten, 74 Verwundeten, 22 Gefangenen zu⸗ rückziehen. Die Verluste der Buren betrugen 2 Kommandanten, 2 Feldkornets, 20 Mann tot, über 50 Verwundete.
Englischerseits wird berichtet, die Engländer stehen im Begriff, vier große Offensiv⸗Beweg⸗


