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Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 3.
kürzlich erfolgt sein.— Die Verhandlungen vor dem Berufungsgericht sollen am 18. Juli be⸗
Als den„vornehmsten Rock“
„ bezeichnete Wilhelm II. den Rock des Garde⸗
regiments zu Fuß in einer Rede, die er am
. Sonntag gelegentlich des Eintritts seines zweiten Sohnes in dieses Regiment hielt.
Anutisemitische Gemeinheit.
Von jeher leisten die Antisemiten in nieder⸗ trächtigster Verleumdung und Beschimpfung ihrer politischen Gegner das denkbar Stärkste. Was aber die antisemitische„Wiener⸗Ztg.“ in ihrer Wut über den Wahlsieg unsers Ge⸗
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alles, was man bisher selbst von dieser Sorte Meuschen gewohnt war. Dieses Schandblatt schreibt: i f „Von den einfachen Mitteln der Wahl⸗ beeinflussung bis zum offenen Stra⸗ ßenraub haben die Sozialdemokraten und ihre Helfershelfer geleistet, was nur zu leisten war. Doch damit nicht genug, setzten sie noch einen neuen Trick in Szene, der hier⸗ mit allen Geistesverwandten der Sozialdemo⸗ kraten empfohlen, für alle Zeiten aber zur Schmach und Schande dieser Partei, die Thron, Altar und Familie den Tod ge⸗ schworen hat, festgenagelt sei: Dutzende von„Priesterinnen“ der freien Liebe, von denen ein Teil als Insassinnen eines in der Novaragasse unschwer aufzufindenden Hauses festgestellt wurde, wurden mit der bekannten Talmi⸗ Eleganz aufgeputzt und in Fiaker gesetzt, um säumige Wähler für Dr. Adlers Wahl zu— interessieren. Mit was für Mitteln diese Dirnen es dahin gebracht haben, die Wahlberechtigten zu überzeugen, daß der Jude Adler der richtige Vertreter für den Bezirk Favoriten sei, das weiß außer den „Beteiligten“ nur mehr die Polizei, welche mehrere dieser Hetären abfing und ihnen ihr sauberes Handwerk zumindest für die Dauer des heutigen Tages legte. Die Arbeiter aber, welche von ihrem sauer erworbenen Verdienst zu den verschie⸗ denen sozialdemokratischen Fonds beizusteuern gezwungen sind, müssen es wissen, wohin ihre Arbeiterkreuzer gewandert sind. Billig sollen die„Pensionsvorsteherinnen“ aus der Novaragasse ihre lebende Ware nicht„außerdienstlich“ weiter geben. Einem künftigen Sueton möge es vorbehalten sein, dieses Schandkapitel aus der Geschichte sozial⸗ demokratischer Korruption festzuhalten! Für die Bundesgenossen der Sozialdemokraten muß es aber ein erhebliches Gefühl sein, Schulter an Schulter mit diesem weiblichen Abschaum der Menschheit gekämpft zu haben für den Juden Adler, in einer Reihe gestanden zu sein, mit öffentlichen Schand⸗ dirnen, als es galt, den Antisemiten ein Mandat zu entreißen.“ Andere Organe dieser sauberen Partei brachten ähnliche Schandartikel; die Rüpel der„Deut⸗ schen Zeitung“ waren aber allen ihren würdigen
Kollegen„über“. Die Wiener„Arb.⸗Ztg.“ hat
darauf den Burschen, der die agitierenden Ge⸗ nossinnen und die verschiedenen Damen aus der bürgerlichen Frauenbewegung, die sich ihnen angeschlossen hatten, so lausbübisch verleumdete, laut und öffentlich für einen ehrlosen
Schuft, für einen niederträchtigen Lump
erklärt, bedauert, daß sie seinen Namen nicht wisse, um ihn öffentlich an den Pranger zu schlagen und ihn aufgefordert, sie zu verklagen. Anderen Tags haben sich dann Frau Baronin b. Langenau und Genossin Schlesinger, die die Beteiligung der Frauen an der Wahlagitation
in die Wege geleitet hatten, in die Redaktion
Der„Deutschen Zeitung“ begeben,
um den
Schuft zu stellen. Nachdem der Chefredakteur Dr. Wähner die erste Verblüffung über den
Besuch überwunden, schrie und tobte er wie
besessen über den„Skandal“, daß eine Dame
bon adeliger Geburt für die sozialistische Partei
agitiere. Der Rest war namenlose Feig⸗ heit. Herr Wähner und seine Redakteure er⸗ klärten ein⸗ über das anderemal, es werde ja in jenem Artikel gar nicht von den agitierenden Frauen gesprochen, es seien—„andere“ ge⸗ meint gewesen. Wenigstens hatte das mutige Vorgehen der beiden Frauen den Erfolg, daß sie den Namen des Zeitungsstrolchs erfuhren, der diese Ehrlostgkeit beging: Schäffer heißt der Edle!
Man kann sich denken, daß unsere Genossen in Oesterreich Manches überwinden müssen im Kampfe mit solchem ekelhaften Lumpenzeug. Zwar geben unsere„Urteutschen“ ihren öster⸗ reichischen auch nichts nach. In einer Be⸗ sprechung der Wahl Adlers giebt beispielsweise das Offenbacher Antisemitenblatt, das Organ des Herrn Hirschel— der bekanntlich so wenig wie sein wiedergewonnener Freund Böckel es als schimpflich für einen antisemitischen Agitator ansieht, wenn er für jüdische Berichterstatter Artikel gegen Bezahlung liefert— einige duf⸗ tende Schimpfblüten. Nachdem es herausge⸗ rechnet hat, daß bei der Wahl ein— Rück⸗ gang der Sozialdemokrakie zu verzeichnen ist, schmäht es die sozialdemokratischen Wähler als Lumpenproletarier und den Vorwärts als„ver⸗ worfenes Blatt.“ Man sieht, sie suchen ihre schmutzigen Vorbilder von der Donau möglichst getreulich zu kopieren.
Eine andere Gemeinheit und Tölpelei des Offenbacher Antisemiterichs sei bei dieser Ge⸗ legenheit festgenagelt. Hirschel und Co. erzählen ihren rückständigen Lesern, daß unser Münchner Parteiblatt im Parteibetriebe erscheint und geifern:
„Der Geschäftsführer heißt natürlich Cohn. Eine seiner ersten Thaten war, Setzmaschinen auzuschaffen, wodurch eine große Anzahl Schriftsetzer brotlos werden.“
Erstens wird in unsern Parteidruckereien An⸗ schaffung von Maschinen ꝛc. von der Vertre⸗ tung der Parteigenossen beschlossen, der Ge⸗ schäftsführer hat also dabei nichts weiter zu „thaten“; zweitens brauchte bei der erfreulichen Entwickelung des Geschäfts kein Setzer entlassen zu werden.— Gleichgültig, verbrennt den Juden, wie kann er sich erlauben Maschinen einzustellen! Etwas anderes ist's, wenn ein Großagrarier landwirtschaftliche Maschinen einstellt! Jeden⸗ falls stellen die Antisemiten ihre Blätter mit der Handpresse her und lassen ihre Typen nach alter Sitte aus Holz schneiden— aus purer Arbeiterfreundlichkeit.
S
Krieg in Südafrika.
Buren⸗ Bosheiten. Am 4. Juli wurde ein von Pietersburg kommender Zug, fünf Meilen von Naboonsspruit, von Buren in die Luft gesprengt. Ein Offizier, elf Soldaten, ein Lokomotivführer, ein Heizer, ein Schaffner und vier Eingeborene, wurden getötet. Dies ist der erste Fall dieser Art auf der nörd⸗ lichen Linie. Pietersburg liegt ca. 300 Klm. nordwärts von Pretoria.
Englische Verluste. Die amtliche Ver⸗ lustliste verzeichnet an Getöteten, Verwundeten und Vermißten für den Monat Juni 171 Offiziere, 731 Mann. Seit Beginn des Krieges sind gefallen und an Krankheiten verstorben 16717 Offiziere und Mannschaften. Also sieb⸗ zehntausend Tote kostet bis jetzt der Buren⸗ krieg auf englischer Seite. Noch größer dürfte die Zahl der völlig dem Siechtum Anheimge⸗ fallenen sein. f
In einem Berichte Kitcheners über die aus⸗ geführten Operationen heißt es, daß die Buren Unterstützung von seiten der Kapholländer er⸗ hielten. Sowohl Lebensmittel als auch Re⸗ kruten erhielten die Buren von dieser Seite geliefert, ebenso würden ihnen Mitteilungen über die Bewegungen der Engländer.
Konferenz sozialdemokratischer GGemeinde⸗ vertreter Hessens.
Die vom Landeskomité einberufene Gemeinde⸗ vertreterkonferenz, die am Sonntag im Offen⸗
bacher Saalbau stattfand, war äußerst zahlreich besucht. Etwa 100 Vertrauensleute und Ge⸗ meindevertreter waren anwesend. Nachdem Genosse Ulrich die Erschienenen herzlichst be— grüßt hatte, gab er bekannt, daß nach den dem Landeskomité zugegangenen Mitteilungen in Hessen sozialdemokratische Gemeindevertreter vorhanden sind im Kreise Mainz 7, Gießen 20, Darmstadt 39 und im Offenbacher Kreise 66. Sodann erstattete Ulrich das Referat über „Programm und Organisation der sozialdemokratischen Gemeinderäte in Hessen.“ An der Hand des vom Landes⸗ komite veröffentlichtengommunalprogramm⸗ entwur fs besprach er eingehend die Aufgaben, die unsern Genossen in den Gemeindevertretungen zufallen. Bei dem Programm handele es sich nur darum, eine Richtschnur zu schaffen; eine Schablone könne aber nicht festgelegt werden. Anklammern an das einzelne Wort sei nicht nötig, das Programm müsse den Genossen ge⸗ nügend Bewegungsfreiheit lassen, den Verhält⸗ nissen in den Gemeinden gerecht zu werden. Eingehend erörterte Redner die Frage der Be⸗ teiligung an den Bürgermeisterwahlen. Mit Recht sage Gen. Cramer, man solle einen Versuch machen, man werde aber keine geeigneten Kandidaten finden.— Dem Referat folgte eine sehr eingehende Diskussion. Tiefel⸗ Mainz sprach sich wie später Genosse Krumm⸗ Gießen bezüglich des Oktrois dahin aus, daß man dort, wo keine andere Deckung vor⸗ handen sei, schrittweise vorgehen müsse. Cra⸗ mer⸗Darmstadt spricht für Beteiligung an den Bürgermeisterwahlen. Nach längerer Verhand⸗ lung faßt die Konferenz folgenden Beschluß:
„Die sozialdemokratische Partei des Landes hat keine Ursache mehr, sich der Ausübung des Wahlrechts zu dem Bürgermeister⸗ und Beige⸗ ordnetenamt zu enthalten. Es ist deshalb im Entwurf die Beteiligung an diesen Wahlen, unter der Voraussetzung, daß nur tüchtige und prinzipienfeste Männer zu Kandidaten bestimmt werden, aus⸗ gesprochen und bei der nächsten Landeskonferenz die Aufhebung des sogenannten„Mainzer Beschlusses“ zu beantragen.“
Nach weiterer Durchberatung des Programm⸗ entwurfes schloß Genosse Ulrich gegen 3 Uhr mit Dankesworten an die Erschtenenen.— Die Beschlüsse bedürfen natürlich der Bestätigung durch die Landeskonferenz, die am 1. Sept. in Offenbach stattfindet.
Pon Nah und Fern.
Mitteilungen aus unserem Leserkreise sind uns jederzeit will⸗
kommen. Die Ehre unserer Sache gebietet natürlich strengste
Gewissenhaftigkeit bei Uebermittelung von Nachrichten.— Wir
bitten, alle zum Druck bestimmten Einsendungen nur auf einer Seite zu beschreiben.
Eubmissionswesen in Hessen.
Ueber diesen Gegenstand wurde neulich der „Köln. Ztg.“ geschrieben:„Das hessische Finanz⸗ ministerium beschäftigt sich mit einem Gesetz⸗ entwurf über das Submissionswesen; es will die Klagen über die Art der Vergebung, die Zuschlagserteilung und die sogenannten Mittel⸗ preisverfahren einer besonderen Prüfung unter⸗ ziehen. Dem Handwerkerstand will man dabei eine gewisse Mitwirkung sichern und besonders dahin wirken, daß bei größeren Unternehmen die selbstausführenden Handwerker und nicht die Generalunternehmer bevorzugt werden. Erklärungen nach dieser Richtung wurden in der Plenarsitzung der hessischen Handwerks⸗ kammer gemacht und mit lebhafter Freude auf⸗ genommen.“ Die Maßnahmen der hessischen Regierung bewegen sich seit einiger Zeit in einem erfreulichen Gegensatze zu der Politik der meisten deutschen Bundesstaaten. Aber ob diese hier in Aussicht gestellten, gewiß ganz gut gemeinten Bestimmungen geeignet sind, das Handwerk zu„heben“, muß bezweifelt werden.
Leichenschau in Hessen.
Bisher liegt die Leichenschau auf dem Lande gewöhnlich in den Händen von Handwerkern. Das Ministerium, Abteilung für Gesundheits⸗ pflege, hat nunmehr in einem Rundschreiben an die ärztlichen Kreisvereine befürwortet, daß
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