Ausgabe 
13.10.1901
 
Einzelbild herunterladen

Hand de dwütschz

für d. vährend s.

el. Unt

Die Nek dlution i und pr mittelzole gen zahl.

dung eins

yu ist dot Uebergang J wurde

bedingt en wird noc pen Welle sogar daß rücke schch nde. Vll eser Bahn; ung arbel

samentarscht werden, b er die A ehnt habe

j ac 15 J icht el

en El gaullasan 1 75 11( die 5 lte,

Itecht.

Zuständen.

Nr. 41.

Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.

Seite 5.

sssitteilung machte, rief dieser aus:Was, der Borsteher wirft sich dagegen auf? Geht hin, s hat Niemand etwas zu sagen als ich! stichtig wurde auch der Leichnam vollends aus⸗ segraben. Gegen dieses Verfahren wird der bemeinderat Beschwerde erheben. Ganz mit

Denn auch der Bürgermeister muß die

geschlüsse des Gemeinderats respektieren, darf ich nicht einfach darüber hinwegsetzen. Sonst sommt man in Krofdorf bald zu russischen

a. Teurer Wohlthäter. Aus Oden⸗ sausen schreibt man uns: Wir berichteten hon früher einmal, daß der Pächter der hiesigen Jagd, ein Millionär aus Westfalen, gelegentlich Stoffreste zu Frauenschürzen ꝛc. an hiesige Be⸗ sürftige verteilen ließ. Dadurch zeigt er sich war als humaner Mannz die Geschichte kommt ber schließlich doch der Gemeinde teuer zu tehen. Am Wald gelegene Gemeindegrund fülcke nämlich, welche vor ein paar Jahren mit bis 7 Mk. pro Stück bezahlt wurden, will etzt kein Mensch mehr umsonst haben, weil das Wild alles abfrißt. Zu alledem kommt die Gemeinde auch noch für den Wildschaden auf. Der deckt nun den Fehlbetrag in der Gemeinde⸗ sasse? Uasere Nachbargemeinde Salzböden war lauer, die behielt die Jagd für sich, wenn sie uch erst darum prozessiren mußte. Die Gemeinde satsmitglieder sollten in diesen Dingen mal et⸗ Pas energischer eingreifen. Auch Zuchtochsen werden an⸗ und abgeschafft, ohne daß den Ge⸗ lutinderäten auch nur eige Mitteilüng davon hemacht wird. Hat der Gemeinderat denn blos u thun, was der Kreisbürgermeister haben will?

Aus dem Nreise Marburg⸗Rirchhain.

St. Versammlungenhaben wir in Marburg In letzterer Zeit eine ganze Anzahl gehabt und nuch noch einige in Aussicht. Die imposanteste iber war wohl die am letzten Samstag Abend im Lokale von D. Jesberg stattgefundene fentliche Versammlung, in welcher Gen. Gräf zus Franksurt a. M. über die Getreidezölle brach. Der Besuch war ein so zahlreicher, daß lumtliche Räume des Lokals überfullt waren. Der Referent entledigte sich seiner Aufgabe in längerer, allgemein verständlicher Rede und krntete stürmischen Beifall. In der Diskussion brach zunächst der nationalsoziale Redakteur Benck. Er ergänzte die Ausführungen des Vorredners in verschiedenen Punkten und er⸗ llärte, daß wenn auch in vielen Beziehungen eine Partei Gegner der Sozialdemokratie ei, sie doch in der Frage der Getreidezoller höhung und Lebensmittelverteuerung Schulter aun Schulter mit uns kämpfe. Die Ausführun en bes Redakteurs Wenck sowie diejenigen eines beiteren Redners fanden ebenfalls großen Beifall. golgende Resolution gelaugte hierauf zu ein⸗ mmiger Annahme:

Die am 5. Oktober 1901 im Jesbergschen Lokale in Marburg stattfindende öffentliche Versammlung spricht ihr Einverständnis mit den Ausführungen des Referenten aus und legt entschieden Protest gegen die geplante Erhöhung der Lebensmittelzölle ein.

Nach einem Schlußwort des Referenten [turde die Versammlung geschlossen. Am Montag Abend fand im Saale des Café Quentin ene von den Vorständen des Bürger⸗ und es Hausbesitzervereins einberufene Versamm⸗ lung mit der TagesordnungKommunale Bahlen statt. Der Referent führte u. a. ds, es sei kein Unglück, wenn auch ein Ver⸗ heter derjenigen, die nur 5 Mk. Steuern zahlten, af dem Rathause sitze. Wir meinen, es wäre itschieden besser, wenn lauter solche Leute dort Iißen. Es wurde eine Kandidatenliste zusammen⸗ testellt und die dort Verzeichneten zur Wahl Uimpfohlen. Samstag, den 12. ds. M. findet in Jesbergschen Lokale die konstituirende Ver⸗ emmlung des Arbeiter⸗Konsumvereins

intt, worauf wir hiermit alle Interessenten Aafmerksam machen.

Kommunales. Eine Sitzung der Stadt⸗ serordneten fand am Donnerstag, den 10. Okt., sachmittags auf dem Rathause statt, in welcher icht weniger als 24 Punkte auf der Tages⸗ (rdnung standen. Die Herbstübung der

hiesigen Pflichtfeuerwehr wurde am Mon⸗ tag Nachmittag an verschiedenen Plätzen der Stadt abgehalten. Diese Uebungen erinnern uns lebhaft an alte Zeiten und sollte man es kaum für möglich halten, daß in einer Universitäts⸗ stadt noch solche jämmerliche Feuerlösch-Ein⸗ richtungen bestehen. Wenn wir hier nicht eine gutgeschulte Freiwillige Feuerwehr besäßen, wäre es bei einem Brande traurig bestellt, denn es fehlte z. B. bei Spritze Nr. 3 fast alles, was zum Löschen nötig ist, so daß die Manunschaft unverrichteter Sache wieder entlassen werden mußte. Für unentschuldigtes Fehlen bei der Uebung zieht die Stadt eine Strafe von je 1 Mk. ein. Es ist die höchste Zeit, daß hier endlich einmal eine Aenderung zum Bessern eintritt.

5 Wehrda brach Dienstag in dem Hause Arbeiters Schmidt Feuer aus. Da dieser Ort glücklicherweise seit langen Jahren von Brandkatastrophen verschont blieb, hatte man im Gefühle absoluter Sicherheit alle Vor⸗ sichtsmaßregeln vernachläsfigt. Zunächst war

der Schlüssel zu den Hydranten nirgends zu

11 u des

finden, als man denselben aber endlich zur Stelle brachte, fehlte es an einem passenden Schlauch und nachdem man nach langem Suchen einen solchen gefunden, fehlte das

Mundstück dazu, sodaß man das Wasser vom Hydranten nur zum Füllen der Spritze be⸗ nutzen konnte. Mit der Herbeischaffung der letzteren hatte es auch seine Schwierigkeiten, denn das Schloß am Spritzenhause war ein⸗ gerostet und konnte erst nach langen Bemühungen geöffnet werden. Mit Hilfe der herbeigeeilten Feuerwehr von Cölbe gelang es dann, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Der Abgebrannte ist glücklicherweise versichert, so daß der Schaden nicht allzu groß sein dürfte.

Gemeindewahlen in Hessen.

In Michelstadt(Odenwald) wurde der erste Sozialdemokrat, Genosse Dingeldein in den Gemeinderat gewählt.

Kleine Mitteilungen.

Mi dem Rebobver schoß in Büdingen ein 17 jähriger Mensch, der Glas⸗ arbeiter Wolf aus Schlesien auf seine Geliebte, weil diese sich weigerte mit ihm abzureisen. Der Schuß traf das Mädchen in den Mund, durchlöcherte die Wange, ist aber nicht lebeus⸗ gefährlich. Der Thäter entfloh, kehrte aber dieser Tage zurück und stellte sich der Polizei.

** Grausigen Selbstmord verübte der Arbeiter Schnürlen aus Aulen-Dieburg am Samstag Nacht dadurch, daß er sich in der Nähe von Büdingen vom Bahnzuge überfahren ließ. Sein Körper wurde voll ständig zermalmt.

* Stur mwetter richtete am Sonntag fast in ganz Norddeutschland und in Belgien bedeutende Verheerungen an. Vielfach waren die kolossalen Regengüsse von Gewitter begleitet. In Gießen riß der Sturm das Zirkuszelt

n Sr

zusammen, welches fast ve wurde. Ferner wurde eine mit 4 Personen besetzte Droschke in Frankfurt durch an umgeworfen, sowie in einem Café an hnhofe(Hote f

die Erkerscheiben eingedrückt und son wüstungen im Lokale angerichtet. Wei ein fünfstöckiger Siloneubau am Mannheimer Hafen, den Mühlenbesitzern Werner und Nikolai gehörig, ein, wodurch ein bedeutender Schaden

berursacht wurde. 2 wurden

Zahllose Bäume entwurzelt oder umgebrochen, namentlich in der Frankfurter Gegend und in der Mainebene. In Brüssel stürzten drei Häuser ein; dort wurden auch durch einen vom Sturm umge⸗ stürzten Baum zwei Personen verletzt, die in einem Leichenzuge gingen. Infolge des an⸗ haltenden Regens stiegen Mosel, Saar und die oberen Nebenflüsse des Rheins bedeutend, so daß Hochwasser eingetreten ist. 1315

* Rudolf Virchow, der berühmte Berliner Gelehrte, einer der bedeutendsten Chirurgen, beging am 10. Oktober seinen 80. Geburtstag in voller körperlicher und geistiger Frische. Zahllose Gl wünsche wurden dem Jubiliar dargebr⸗

Rechtssprechung.

Eine merkwürdige Entscheidung fällte das Gewerbegericht in Dresden. Der Kläger Rülker, Heizer und Maschinist in der Sächs. Tapetenfabrik, verlangte eine Anzahl geleisteter Ueberstunden mit je 50 Pfg. bezahlt. Weil er aber mit einem festen Wochenlohn von 25 Mk. eingefellt war, sieht das Gericht die Forderung als nicht berechtigt an. Kläger zog seine Klage zurück. Ist etwa bei Wochen⸗ lohn die Arbeitszeit unbeschränkt? fragt mit Recht unser Dresdener Parteiorgan. Jeder Arbeiter ersieht daraus, wie notwendig es ist, bestimmte Abmachungen in Bezug auf Bezahlung der Ueberstunden zu treffen. Am Besten ist es, wenn Ueberstunden möglichst vermieden werden.

Partei- Uachrichten.

Sozialdemokratisches Reichstags⸗Hand⸗ buch. Von Max Schippel verfaßt, erscheint jetzt im Verlage der Buchhandlung Vorwärts das sozial⸗

demokratische Handbuch, dessen Herausgabe oft von Parteitagen und Versammlungen verlangt wurde. Das

Werk soll in 35 Lieferungen zu je 20 Pfg. erscheinen, jeweils nach Schluß der parlamentarischen Legislatur⸗ perioden sollen Nachträge zum Handbuch ausgegeben werden, so daß jeder Besitzer des Handbuchs über alle politischen. Vorgänge auf dem Gebiete der Reichspolitik vollständig auf dem Laufenden erhalten wird. Unserer vorigen Nummer lag ein Prospekt mit ausführlichen Angaben über Zweck und Inhalt bei; wir verweisen darauf und empfehlen jedem Arbeiter und Partekgenossen die An⸗ schaffung des Werkes aufs Wärmste. Für Arbeiter, die in der Partei oder Gewerkschaft thätig sind, ist die Auschaffung geradezu eine Notwendigkeit.

Das Kommunal⸗ Programm haben wir in der vorigen Nummer zum Abdruck ge⸗ bracht. Das Lan deskomitee forderte bei Veröffentlichung desselben die Kreisorganisations⸗ Vorsitzenden bezw. Vertrauensmänner auf, um⸗ gehend mitzuteilen, wie viel Exemplare sie da⸗ von gebrauchen, damit die Versendung beginnen kann. Die Abgabe erfolgt unentgeltlich.

Versammlungskalender. Samstag, den 12. Oktober. Gießen. Sozialdem. Wahlverein. Die Versamm⸗ lung fällt aus. Kreiswahlverein. Abends 8 Uhr Vorstandssitzung bei Orbig. Heuchelheim. Arbeiterbildungsverein. Abends 1/9 Uhr Versammlung bei B. Keil. Sonntag, den 13. Oktober. Gießen. Glaserverband. Morgens 10 Uhr Ver⸗ sammlung bei Orbig. Montag, den 14. Oktober. Gießen. Tapeziererverband. Abends ½9 Uhr Versammlung bei Löb(Wiener Hof).

Quittungen.

Strck.⸗G. Mk. 3.40. Br.⸗Rdgn. Fth.⸗Wtzlr. Mk. 29.. Ogsd. Mk. 6.40. Kbch.⸗Wek. Pf.⸗Odh. Mk. 1.. ⸗Ndfl. Mk. 13. Grgr.⸗G. Mk. 1.80. Mglf.⸗Gbg. Mk. 1.25. Dhm. Mk. 6.60. Echt.⸗Gbg.

Eth.⸗Tr. Mk 2.20. Mk. 2.20. Ly.⸗G. Mk. Kch.⸗Bss. Mk. 9.. 0 Mk. 32.80. Ly.⸗G. Mk. Mhl.⸗G. Mk. 25.. Mk. 38.40. Wch.⸗Bst. Ifflr.⸗Idbg. Mk. 30.. E.; Mk. 5.60. Ly.⸗G. Mk. 9.. R.⸗Hchhm. Mk. 26.40 Frey⸗Gbtch. Mk 2.60. Fz.⸗Och. Mk. 2 40. Hdch.⸗Kzbch. Mk. 4.60. Br.⸗Rdgn. Mk. 2.. Mhr. Eckh. Mk. 5. Ly.⸗G. Mk. 3.50. Kch.⸗Kfd. Mk. 5.. Mth.⸗Bgl. Mk..65. Ullch.⸗Noͤst. Mk..95. Grgr.⸗Mbg. Mk. 29.. Obg.⸗G. Mk. 7.20. Pf.⸗Odh. Mk. 1.. Klmr.⸗Wtzbrn. Mk. 7.20. Ly.⸗G. Mk. 2.. Ptr.⸗Grßl.

Mk. 4.20. Stmr.⸗Elb. Mk. 1.. Gge.⸗Hdbgn. Mk. 7.20. Schmdt.⸗Lgstrn. Mk 3.20. Mhl.⸗G. Mk. 21.. Stck.

G. Mk. 3.20. Bsr. Rogn. Mk. 2.20. Fth.⸗Wezlr. Ml. 30.. Ly.⸗G. Mk. 4.. Fhbch.⸗Otbg. Mk. 7.20. R.⸗Hchhm. Mk. 26.60. Schfr⸗Wlmstr. Mk. 14.50. Kbch.⸗Wek. Mk. 37.60. Lth.⸗Tr. Mk. 1.80. Mhl.⸗G. Mk. 4. Lcht.⸗Gbg. Mk. 5.60. Ly.⸗G. Mk. 18.. Ppl.⸗Lllr. f Mk 4.60. Ggr.⸗Mbg. Mk. 28.20.

r.⸗Lbch. Mk. 6.40. Fy.⸗Gbtch.

25. Vtu.⸗Bdgt Sg.⸗Hst. Mk. 8.40

Och. Mk. 2.. Z.⸗Noh. Mk. 3..

fdf 7.. Hdch.⸗Kzbch.

Mk. 2.60. Wtwe. Wir Ly.⸗G. Mk. 3.. K

Mk. 4.40. Mglf. Gbg. 3. Nh Mk. 2.80. g. Mk. 3.. Wzl.⸗Igsdf, Mk, 3.20. E.⸗Dhm.

9 5 2

Kl.⸗Rdgn. Mk. 7.80. Wwe. Wtr.⸗bch.

Sttr.⸗Mkftz. Mk. 4.50. Stck.⸗G. Mk. 3.40.

Mk. 24.60. Ly.⸗G. Mk. 2.75. K.⸗G. 1

2 Schfr.⸗Gbck. Mk. 3.50. N.⸗Sch. Mk. 1.80.

Schck.⸗Schtz. Mk, 12.75.