. ur b
abmörden r Schun zum Tod. verurteilt fen. Studiosuz ktor Ou schenschaf versug Schwe ht. Lehe 5 Näheres in„Stel dem ab m Kellue or Schloß die Be. er weigert u Reden im gleiche ihlte auc m Beglff „ übelft em Glo ne schwel Verletzt, t ärztlich e Hunfel⸗ eißt Zi hl die ge
auf del nit eilen werbe erat saol sind gal 5 Kriegel das bal gewese fützlicee Errichll notwelhl ter all
Nr. 32.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
gehen. Das faßten die Arbeiter als Ablehnung auf und stellten mit Ausnahme eines einzigen, namens Befort, der vorher ebenfalls die Forderungen unterschrieben hatte, die Arbeit ein. — Die 10 stündige Arbeitszeit wird in allen übrigen Gerbereien zum Teil bei höheren Löhnen innegehalten, nur bei Dietrich wurde 11 Stunden gearbeitet. Ebenso war die Ueberzeitarbeit an der Tagesordnung, in letzter Zeit wurde öfters morgens 3 Uhr begonnen. Der Werkführer hat sich bei den Arbeitern äußerst unbeliebt gemacht; zu seinem Posten hat er sich weniger durch geschäftliche Tüchtigkeit, als vielmehr durch andere, weniger lautere Mittel aufge⸗ schwungen.(Trotzdem hat sich erfahrungsgemäß die Jorderung der Entlassung oder Einstellung eines Arbeiters stets als schwer durchführbar erwiesen.) Ehrenpflicht für jeden Gerber ist es, seine Kollegen in ihrem Kampfe zu unterstützen.
— Erkläret mir... Im Berichte der Handwerkskammer, Abteilung Wetzlar, wird u. a. gesagt, der Sekretär der Kammer, Hein⸗ zenberg, habe mehrfach an den Sitzungen der Schneiderin nung teilgenommen. Nun exi⸗ stiert aber in Wetzlar gar keine Schneiderinnung, sondern nur eine Vereinigung selbständiger Schneider und die hat Herrn H. nie zu sehen bekommen.
Gemeinderatswahlen in Hessen.
Einen glänzenden Sieg für unsere Partei brachten die am Freitag voriger Woche stattgefundenen Wahlen in Isenburg. Alle sozialdemokratischen Kandidaten wurden bei sehr lebhafter Wahlbeteiligung mit großer Mehrheit gewählt. Von 15 Vertretern, die der Isen⸗ burger Gemeinderat zählt, sind sieben Sozial⸗ demokraten; es fehlt unsern Genossen also nur noch eine Stimme an der absoluten Mehrheit. Das erfreuliche Resultat entschädigt einiger⸗ maßen für die Schlappe, die sich unsere Geuossen in Langen durch ihre Lässigkeit zuzogen.— Ferner wurden zwei unserer Genossen in Klein⸗Krotzenburg gewählt. Von 364 Wahlberechtigten stimmten 331 ab. Die von unserer Partei aufgestellte Liste, auf der auch drei Nichtsozialdemokraten standen, ging mit großer Mehrheit durch.— Vollständiger Sieg unserer Genossen wird aus Hausen bei Offen⸗ bach gemeldet. Unsere drei Kandidaten er⸗ hielten 170, 105 und 94 Stimmen, zwei Gegner brachten es nur auf 78 und 85 Stimmen. Ebenso siegten wir in Dietes⸗ heim. Dort fielen auf unsere drei Kandidaten 172, 162 und 155 Stimmen; die Gegner er⸗ hielten nur ca. 100.— In Großger au unterlag unsere Liste.
Zwei Zugentgleisungen.
Am Montag früh entgleiste bei der Station Oberrad der Lokalzug Offenbach⸗Sachsenhausen. Ein Personenwagen wurde dabei völlig umge⸗ stürzt, daß die Räder nach oben standen. Leider ist auch ein Menschenleben zu beklagen. Der Schaffner Jeckel starb an den erhaltenen Verletzungen nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Außerdem sind mehrere Per⸗ sonen, wenn auch nicht schwer, verletzt. Schuld an dem Unfall soll falsche Weichenstellung sein; der Weichensteller Diehl wurde verhaftet— Eine Unglücks bahn scheint die neueröffnete Strecke Friedberg⸗Hom burg zu sein. Am Sonn⸗ tag Abend sprang schon wieder ein Packwagen aus dem Geleise, das dadurch längere Zeit gesperrt war. Wir haben schon neulich auf das mangelhafte Material hingewiesen, das beim Bau dieser Strecke verwandt wurde.
Ein ehrlicher Demokrat.
Vorigen Freitag verstarb in Frankfurt der frühere Redakteur der„Kleinen Presse“ Franz Schreiber. Der Verstorbene war ein sehr begabter Journalist, der bedeutende sozialpolitische Kenntnisse besaß und vor allem es mit seiner Demokratie ehrlich meinte. Des⸗ halb stand er denn auch auf dem linken Flügel der süddeutschen Volkspartei, neigte mehr den wirtschaftlichen Anschauungen unserer Partet zu. „Es ist sehr zu bedauern“, schreibt unser Frank⸗ furter Parteiorgan,„daß dieser hochbegabte
Mann nicht die Kraft gewann, konsequent zu handeln und sich ganz in den Dienst der Sache zu stellen, zu der ihn seine Neigung zog. Statt dessen ließ er sich in früheren Jahren mitunter zu dem Gegenteil hinreißen, und wir selbst hatten mit ihm seiner Zeit recht unliebsame Polemiken auszufechten. Indessen während der letzten Zeit war dies nicht mehr der Fall; und so wollen denn auch wir nicht länger mit dem toten Helden der Feder hadern, sondern ihm gerne die gebührende Ehre zollen.“
Aus dem Wahlkreise Marburg⸗ Kirchhain.
St. Marburg, 8. August 1901.
— Parteiversammlung. Am Samstag, den 17. d. Mts., abends 9 Uhr, findet im Lokale von D. Jesberg hier eine öffentliche Parteiversammlung statt, in welcher außer der Abrechnung der Kolportagekommisston und Neu⸗ wahl der Revisoren Stellung zu den in letzter Zeit die Gemüter beschäftigenden kommunalen Angelegenheiten genommen werden soll. Das Referat hierzu hat ein mit diesen Sachen ver⸗ trauter hiesiger Parteigenosse übernommen, der seiner Aufgabe vollkommen gewachsen ist. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Parteigenossen, speziell aber der Kommunal- Wahlberechtigten, in dieser Ver⸗ sammlung zu erscheinen und dadurch zu zeigen, daß sie nicht nur für die allgemeinen großen Ziele unserer Partei ein Interesse haben, sondern auch für die Aufgaben, die uns auf dem kommunalen Gebiete erwarten, wenn wir die Lage der besitzlosen Klassen verbessern wollen.
— Eine Stadtverordnetensitzung findet am Donnerstag, den 8. d. Mts. im Rathause statt. In derselben wird u. a. über den Erlaß einer Polizeiordnung betr. Reinigung der Schornsteine, sowie eines Statuts betr. die Erhebung von direkten Gemeindesteuern und die Abfuhr der Fäkalstoffe Beschluß gefaßt werden.
— Akademisches. Endlich ist für die Bewohner unserer schönen Universitätsstadt etwas mehr nächtliche Ruhe eingetreten, indem die Studenten ihre Sommerferien angetreten haben. Zum Schluß des Semesters fanden noch zum allgemeinen Gaudium, speziell der Straßenjugend, einige ulkhafte Studentenaufzüge statt, indem verschiedene Commilitonen wegen Duell⸗ u. dgl. Affären zum Carcer geleitet oder von dort abgeholt wurden.— Unsere Polizisten und Nachtwächter dürften sich aber wohl am meisten der nun eingetretenen Ruhe freuen.
R. Einen Arbeits nachweis haben die Holzarbeiter errichtet. Derselbe befindet sich bei C. Müller, Hirschherg 12.—
Kleine Mitteilungen.
** In Lich wurde am vorigen Sonntag eine Ausstellung von Schülerarbeiten der gewerblichen Lehranstalten in Oberhessen er⸗ öffnet, die bis zum 18. Aug. dauern soll. Ausgestellt sind Zeichnungen und Modelle der Gewerbeschulen zu Gießen, Friedberg, Alsfeld und Büdingen ꝛc. Die Webschule zu Lauter⸗ bach ist mit Weberarbeiten und Zeichnungen, sowie mit dem Lehrmaterial vertreten.
* Wegen Kindesmord sind in Flen⸗ sungen 2 Frauen, Muttter und Großmutter des ermordeten Kindes, verhaftet worden. Sie haben die That eingestanden.
* In selbstmörderischer Absicht sprang am Mittwoch voriger Woche in Alsfeld ein Mann aus dem Fenster seiner im 3. Stock belegenen Wohnung. Die Verletzungen sind ziemlich schwer; vorher hatte er die Pulsadern zu öffnen versucht.
* In Oberrad bei Frankfurt brannte die Schuhfabrik von Strauß u. Ko. in der Nacht zum Mittwoch vollständig aus. Maschinen, Vorräte ꝛc. wurden vernichtet.
* In Kassel⸗-⸗Wehlheiden vernichtete ein Großfeuer die Schreinerei Hch. Spohr Ein 13 jähriger Junge rettete dabei sein erst wenig Monat altes Schwesterchen vom Flammentode.
* Gegen den Baron Stietenkron wurde am Donnerstag vor dem Kriegsgericht in Niederweiler bei Saarburg wegen Er⸗ schießung des Italieners Fossi verhandelt. Freitag dauerten die Verhandlungen noch fort.
* Zum Krosigk⸗Proze ß. Die Revisionsverhandlung gegen die der Ermordung des Rittmeisters Krosigk ange⸗ schuldigten Unteroffiziere Marten und Hickel soll am 15.—20. August in Gumbinnen stattfinden.
Versammlungskalender.
Samstag, den 10. August.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb„Wiener Hof“.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Montag, den 12. August.
Gießen. Schneiderverband. Abends ½9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Samstag, den 10. August.
Marburg. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Mit⸗ glieder⸗Versammlung bei Müller, Hirschberg 12.— Metallarbeiter. Mitglieder⸗Versammlung bei Jesberg, Wehrdaerweg.— Buchdrucker-Be⸗ zirks verein. Bezirks⸗Versammlung bei Jesberg.
Samstag, den 17. August.
Wieseck. Arbeiter⸗ Bildungsverein.
9 Uhr Versammlung bei G. Schneider.
Briefkasten.
Langsdorf. Nächste Nummer. Im Uebrigen seid doch froh, daß Ihr so einen berühmten Bürgermeister habt!— Brgr.⸗Gießen. Diese Erzählung wurde in der„M. S.⸗Ztg.“ vor Jahren schon veröffentlicht. Gute, für unsere Genossen passende Romane sind nicht leicht zu finden. Ihren Wunsch, gute Volkslieder abzu⸗ drucken, weil deren Text vielfach nicht bekannt sei, haben wir berücksichtigt. 2———— Aus dem Gießener Standesamts register.
Geborene. 27. Juli: Dem Wirt Wilhelm Dreher e. S. 28. Dem Stationsgehülfen Philipp Göbel e. S: 30. Dem Eisenbahnbetriebsingenieur Oskar Klose e. S. 31. Dem Taglöhner Friedrich Menz e. S. 1. August. Dem Kaufmann Wilhelm Textor e. T. Dem Bahn⸗ werkstättearbeiter Franz Henn e. S. Dem Kaufmann Rudolf Bohn e. T. Dem Schreiner Johannes Pitz e. T. 2. Dem Kaufmann Samuel Elsoffer e. S. 3. Dem Maschinisten Wilhelm Semmler e. S. 4. Dem Schuh⸗ macher Heinrich Stoll e. S. Dem Vizefeldwebel Hein⸗ rich Ewald e. S. 7. Dem Lehrer Otto Görlach e. T.
Gestorbene. 1. August: Frieda Fourier, 5 Mo⸗ nate alt. 2. Julius Schadt, 3 Monate alt. Johannes Fischer, 43 Jahre alt. 4. Wilhelm Schmincke, 5 Mo⸗ nate alt. Katharine Wiesmüller, 7 Monate alt. 5. Otto Schädlich, 2 Jahre alt. Ludwig Schmidt, 5 Monate alt. 8. Margarethe Meier, 6 Monate alt.
Arbeiterbewegung.
1 In Nordhausen dauert der Tabak⸗ arbeiterstreik noch fort. Die Arbeiter werden ersucht, nur Kautabak der Firmen: Grimm& Triepel, Hendeß& Schu⸗ mann, Walter& Sevin, Altenstädt & Bachrodt, Steinhard& Hellmund zu konsumieren.
+ Der amerikanische Stahlarbeiter⸗ streik hat sich noch weiter ausgedehnt und dauert fort.
T Zum Generalstreik der Glasar⸗ beiter. In einem flammenden Aufruf an die gesamte Arbeiterschaft des In⸗ und Aus⸗ landes legt der Vorstand des Zentralverbandes der Glasarbeiter Deutschlands die Ursachen dar, die zum Generalausstand der Flaschenarbeiter führten. Seit dem 1. August 1900 sind 180 Glasarbeiter in Schauenstein ausständig, seit dem 1. März 1901 540 Glasarbeiter des Glaskönigs Heye in Nienburg. Die Arbeiter kämpfen um ihr Vereinigungsrecht. Um den im Kampfe gegen den übermächtigen Fabrikau⸗ tenring fast verblutenden Arbeitsbrüdern zu Hilfe zu kommen, beschlossen die Flaschenarbeiter fast einstimmig, die Arbeit niederzulegen. Am 27. Juli sind 4700 Flaschenarbeiter in den Ausstand eingetreten. Die Arbeiter werden ihre Arbeitsbrüder nicht im Stich lassen!— Briefe sind zu richten an Gustav Hamann, Berlin S80., Lausttzerstr. 26, I.
1 Ueber 300 Mannheimer Bäcker⸗ gehilfen sind am Montag in Ausstand getreten.
Abends


