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Nr. 14.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitnng.
Seite 5.
Hessens Vevölkerungsziffer. Nach dem nunmehr endgiltig festgestellten
Ergebnis der letzten Volkszählung weist Hessen
1,120,426 Einwohner auf. Davon entfallen auf Starkenburg 489,734, Oberhessen 282,144, Rheinhessen 348,548.
Eine Versorgungsanstalt für staatliche
Arbeiter im Großherzogtum Hessen.
Durch Verordnung des hessischen Ministeriums
ist die Errichtung einer Versorgungsanstalt
für ständige staatliche Arbeiter, deren Witwen und Waisen angeordnet worden. So begrüßenswert die Neuerung ist, so krankt
sie doch an einem Hauptnachteil: die Arbetter zahlen keine Beiträge in diese Versorgungs⸗
kasse und es ist darum auch ausdrücklich be— stimmt: Ein Rechtsanspruch auf Bewilligung
oder Gewährung von Ruhegehältern, Witwen⸗ und Waisengeld steht Niemand zu. Die
Nachteile dieser Bestimmung liegen auf der Hand. Im Uebrigen wird bestimmt: Als
ständige Arbeiter gelten solche Personen, welche
mindestens 40 Wochen eines Jahres in einem krankenversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis
zu einer staatlichen Verwaltung standen. Die ständigen Arbeiter haben Aus sicht auf Ruhe⸗ gehalt, wenn sie in zehn aufeinander⸗ folgenden Jahren in einem solchen Ver⸗ hältnis standen. Der Ruhegehalt wird gewährt, wenn auf Grund der Arbeiterversicherungsgesetze eine Unfall⸗, Invaliden⸗ und Altersrente ge⸗ währt wird. Der Ruhegehalt steigt nach der Zahl der Dienstjahre von 30 bis auf 75 pCt.
des Lohnanschlages. Die auf Grund der Ver⸗
sicherungsgesetze bewilligten Renten kommen insoweit in Anrechnung, als hierdurch die Barbezüge nicht unter die Hälfte der vorge⸗
sehenen Mindestsätze jährlich herabgemindert
werden. Als Hinterbliebene gelten die Witwen, sowie die ehelichen und die ehelichen gleichzu—
achtenden Kinder des Vaters bis zum vollendeten
15. Lebensjahre. Das Witwengeld steigt von 120 Mark jährlich in der vierten bis auf 240 Mark in der ersten Klasse. Jedes Kind erhält jährlich 60 Mark.
Erfolg des Achtstundentages.
Am 1. April vorigen Jahres führte die Firma Karl Zeiß in Jena versuchsweise den Achtstundentag ein. Wie nunmehr der Leiter der Firma, Professor Abbé, in einem vor der Arbeiterschaft gehaltenen Vortrag mit— teilte, sind die in dem Jahr gemachten Er⸗ fahrungen so günstige, daß der Achtstundentag bon der Firma dauernd beibehalten werden wird. Professor Abbé teilte bei dteser Gelegenheit noch mit, daß am 1. Mai um 11 Uhr vormittags der ganze Betrieb ge⸗ schlossen, dem Personal aber der ganze Tag ausbezahlt wird.
Mildes Urteil. Vor dem Oberkriegsgericht in Metz fand am Samstag die Verhandlung gegen den Ober— leutnant Rüger statt, der bekanntlich infolge
einer Streitigkeit, die bei
der Kaiserge⸗
burtstagsfeier der Offiziere in Mörchingen
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diemeinen 1 0 zuchthaus! Ein„gewöhnlicher“ Mensch wäre
entstanden war, den Hauptmann Adams ohne
Weiteres niederknallte. Von der Verteidigung
ztladene medizinische Sachverständige verfuchten
fachzuweisen, daß der Angeklagte bei der Be— (hung der That unzurechnungsfähig gewesen et. Sie beantragten, den Angeklagten in die sychiatrische Klinik des Professor Sommer ain Gießen unterzubringen. Der Staatsanwalt bidersprach dem, und beantragte 12 Jahre chthaus und Eatfernung aus dem Heeree as Urteil lautete auf 6 Jahre Zuchthauk. ind Entfernung aus dem Heere. In der ersten Iustanz war eine Strafe von 12 Jahren uchthaus ausgesprochen worden.— Der An⸗ (klagte legte Revision ein. Wegen eines Mordes nur ein paar Jährchen
n gleichen Falle zweifellos zum Tode ver⸗ teilt worden. Unerwarteter Freispruch.
Die Strafkammer in Metz verhandelte irzlich gegen den Pfarrer Thilmont,
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Direktor einer Besserungsanstalt für katholische Knaben wegen Sittlichkeits⸗ verbrechen. Zwölf Belastungszeugen sagten übereinstimmend gegen ihn aus. Der Staats⸗ anwalt beantragte 6 Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. Das einige Tage später verkündete Urteil lautete jedoch auf Freisprechung.
Ein erschütterndes Familiendrama hat sich in Lüneburg abgespielt. Dort ver⸗ giftete die Frau des Rittmeisters v. Tungeln ihre drei kleinen Töchter durch Morphium. Darauf suchte sie sich selbst auf dieselbe Weise zu töten, doch vorerst ohne Erfolg. Die un⸗ glückliche Frau fürchtete, da ihre älkeste Tochter an Epilepste leidet und ihre Mutter geisteskrank ist, für die Gesundheit ihrer Kinder, und diese Befürchtungen steigerten sich bei ihr zu Wahn⸗ vorstellungen.— Kurze Zeit nach ihren Kindern starb sie ebenfalls an den Folgen der Vergiftung. — Frau v. Tungeln war die Tochter des verstorbenen nationalliberalen Reichstagsabge⸗ ordneten und Geschichtsschreibers v. Treitschke.
Ein Aerztestreik.
Seit Langem liegen die Aerzte in Leipzig mit dem Vorstand der dortigen Ortskranken⸗ kasse in Konflikt. Der hat sich nun soweit zugespitzt, daß sämtliche Aerzte, 143 an der Zahl, das Vertragsverhältnis kündigten. Das Vorgehen des Kassenvorstandes wurde von den Kassenmitgliedern gebilligt; man glaubt den Kassenmitgliedern trotzdem ärztlichen Beistand gewährleisten zu können.
Aus der Haft enutlassen
wurde der Genosse Laadtagsabgeordneter Opi⸗ ficius in Pforzheim,(Baden) dessen Verhaf⸗ tung wegen der im dortigen Lebensmittelbedürf⸗ nisverein vorgekommenen Uuregelmäßigkeiten erfolgt war. Damit wird unsere in vorige Nummer ausgesprochene Vermutung, das O. sich in keiner Weise an dem Vereinseigentum vergangen hat, bestätigt.
Kleine Mitteilungen.
** Defraudation. Stationsassistent Fiege in Vilbel wurde am Dienstag wegen Unterschlagung und Fälschung der Bücher ver— haftet und nach Gießen übergeführt. Der Verhaftete soll an dem neulich gemeldeten Kassendefekt die Schuld tragen.
Gewerbegerichtswahlen. Unsere Parteigenossen in Köln errangen bei der am 29. März vorgenommenen Gewerbegerichtswahl einen glänzenden Sieg. Die Liste der freien Gewerkschaften erhielt 9062 Stimmen, während es die Christlichen nur auf 4300 brachten. Ein äußerst erbitterter Wahlkampf ging voraus. Immerhin zeigt die hohe, auf die christliche Liste entfallene Stimmen⸗ zahl, noch bedeutende Rückständigkeit innerhalb der Kölner Arbeiterschaft an.— Bei der in Altenburg stattgehabten Gewerbegerichtswahl siegte bei der Wahl der Beisitzer aus dem Arbeitnehmerstande die vom Gewerkschaftskartell aufgestellte Liste mit 1437 Stimmen. Eine von einem konservativen Vereine aufgestellte Liste brachte es auf— 51 Stimmen. Das Gewerbegericht, um das die Arbeiterschaft elf Jahre gekämpft hat, ist für Altenburg eine neue Einrichtung.
Aus dem Wahlkreis Marburg⸗ Kirchhain.
St. Marburg, 28. März 1901. — Lokalvergrößerung. Unser Gen. D. Jesberg hat sich endlich dazu entschlossen, sein Lokal durch Hinzufügung eines dritten größeren Zimmers und Eutfernung eines Teiles der Zwischenwand zu erweitern, sodaß einem oftmals recht fühlbaren Platzmangel demnächst abgeholfen sein wird. Wir begrüßen diesen Entschluß mit Freuden, ist es uns doch dadurch möglich geworden, die diesjährige Maifeier hier in der Stadt zu begehen. Seither waren wir wegen Mangel an einem passenden Lokal gezwungen, nach auswärts zu wandern, was
manchmal, besonders bei ungünstiger Witterung, recht unangenehm war. Aber auch für die Versammlungen der einzelnen Gewerkschaften ist die Lokalvergrößerung von Bedeutung; ebenso für die Parteiversammlungen. Hoffent⸗ lich werden die hiesigen Arbeiter künftig durch zahlreichen Besuch der Versammlungen wie der Wirtschaft unseres Gen. Jesberg, diesem für seine Aufwendungen Dank wissen; für gute Speisen und Getränke ist, wie seither, aufs beste gesorgt.
Duellfexerei. Am Montag fand zwischen einem Beamten und einem Studenten ein Pistolenduell im Walde in der Nähe Biedenkopf's statt. Beim zweiten Gang er⸗
hielt der Student einen Schuß in die Shulter. ————
Kon trollversammlungen im Kreise Gießen finden wie folgt statt. Für Gießen und die dazu gehörigen Orte im Os waldsgarten:
Am 12. April, vorm. 8 Uhr: Reser⸗ visten der Infanterie, die in den Jahren 1893 und 1894 eingetreten sind; Vormittags 10 Uhr: Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1895 und 1896 eingetreten sind. Nachmittags 2 Uhr: Reservisten der In⸗ fanterie, welche in den Jahren 1897, 1898, 1899 und 1900 eingetreten sind, sowie sämtliche zur Disposition der Truppenteile und der Er— satzbehörden entlassenen Mannschaften der In⸗ fanterie. 4
Am 13. April, vor mittags 8 Uhr: Wehrleute des 1. Aufgebots der Infanterie. Nachmittags 2 Uhr: Reservisten, sowie zur Disposition der Truppenteile und der Ersatz⸗ Behörden entlassenen Mannschaften aller übrigen Waffen.
Am 13. Avril, vormittags 8 Uhr: Wehrleute 1. Aufgebots aller übrigeu Waffen. Vormittags 10 Uhr: Ersatz⸗Reser⸗ visten der Jahraänge 1894, 1895, 1896, 1897, 1898, 1899 uud 1900. Nachmittags 2 Uhr: Ersatz⸗Reservisten der Jahrgänge 1888, 1889, 1890, 1891, 1892 und 1893.
In Lollar, Grünberg, Lich, Hungen finden die Kontrollversammlungen am 16., 17., 18. und 19. April statt.
Wahlkreis Gießen Grünberg Nidda. Die von der Konferenz in Daubringen be⸗ schlossene, im April abzuhaltende
Kreiskonferenz
findet Sonntag, den 21. Avril, Nach⸗ mittags 1 Uhr im Lokale des Genossen Orbig in Gießen statt. Tagesordnung: J. Ausbau der Organisation. II. Verschiedenes. Wir bitten, die Wahlen der Delegierten sofort vorzunehmen. Der Vorstand des Kreiswahlvereins.
Versammlungs⸗Kalender. Samstag, den 6. April. Friedberg. Nichtgewerbl. Arbeiter. Abends
8 Uhr Versammlung in Stadt New-Nork. Alle Mitglieder haben zu erscheinen und das Mit⸗ gliedsbuch mitzubringen. Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb„Wiener Hof“. Donnerstag den 11. April. Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends 9 Uhr Sitzung bei Orbig. ——— Holzversteigerungen im Gießener Stadtwald. Donnerstag 11. April, vormittags von 9½ Uhr ab, im Distrikt Fernewald; Zusammenkunft an der St angswiese beim Pflanzengarten. Zur Ver⸗ steigerung kommen: 4 Eichen- u. 115 Fichtenstämme; 1786 Fichtenstangen; ferner Buchen- Eichen- Birken⸗ und Nadel⸗ Scheit und Knüppelholz; vieles Reisig.
Briefkasten. Quittung. Für das Liebknechtdenkmal ging weiter: B. S. Hachenburg: Mk. 0.50.
Der Vertrauensmann, H. P. Marburg. Es liegt da eine Verwechs⸗ lung mit Ihrem Sohn vor.
Die Schuld daran liegt nur an uns. Das Unglück ist aber doch nicht so groß!
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e eee r Partel-Nachrichten.


