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Nr. 40.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
wurde über die ganze Besatzung Bor d⸗Arrest verhängt. Die Untersuchungen sind im vollen Gange.— Weiter wird aus Kiel gemeldet, daß zwei Leute von der„Gazelle“ vor dem Kriegsgericht des 1. Geschwaders standen und zwar Oberbootmannsmaat Mix wegen Miß⸗ handlung eines Untergebenen u. der attose Ernst wegen Gehorsamsverwei⸗ erung vor der versammelten Mannschaft. Ersterer wurde zu 14 Tagen Mittelarrest, letzterer zu 4 Wochen strengen Arrest verur⸗ teilt. Nach dem„Lokal⸗Anzetger“ sollen drei Obermatrosen, welche als Schiffsjungen in die Marine eingetreten sind, in der Meutereiaffäre verhaftet sein.— Der Kommandant des Kreu⸗ ers, Reitzke scheint an den Exzessen doch nicht 10 ganz unschuldig zu sein. Er ist seines Kommandos enthoben und zur Verfügung des Chefs der Ostseestation gestellt worden. Vor⸗ läufig geht er 6 Wochen in Urlaub, während die armen Teufel von Soldaten schweren Strafen entgegensehen, vielleicht, weil sie den unbe⸗ rechtigten Zumutungen Widerstand leisteten.
Große und kleine Diebe.
Das Junkerorgan, die„Kreuzzeitung“, sagt in einem Artikel über die amerikanische Rechtspflege:
Für reiche Diebe ist der sonst kaum ir⸗
gendwo anerkannte Begriff der„Klepto⸗
manie“ in die amerikanische Justizpraxis eingeführt. Ein Anwalt, der eine junge
Ladendiebin aus der besten Gesellschaft zu
verteidigen hatte, sagte:„Nennen Sie es
Idiosynkrasie, Kleptomanie— nennen Sie es,
wie Sie wollen— nur sagen Sie nicht, daß
meine Klientin Diebstahl begangen hat.“
Freilich war sie geständig, über ein Dutzend
Mal aus verschiedenen Läden wertvolle Sachen
gestohlen zu haben, aber nach dieser über⸗
zeugenden Verteidigung erfolgte natürlich ein glänzender Freispruch. Ein sozialdemokrati⸗ sches Blatt sagte trocken:„Kleptomanie ist eine Krankheit der reichen und feinen Leute. Arme Leute müssen in's Gefängnis, reiche haben Klepto⸗ manie.“ Ganz gut gesagt; aber die„Kreuzzeitung“ hätte hinzufügen sollen, daß es bei uns genau so ist. Thatsächlich werden auch in Deutschland all⸗ jährlich eine ganze Anzahl reicher Diebe als„Kleptomanen“ freigesprochen. Aber nicht nur der Diebstahl, auch der Totschlag oder Mord findet in Deutschland mitunter eine mehr als milde Beurteilung, wenn von Angehörigen der„besseren Kreise“ begangen. Wir verweisen auf die Duellmorde, auf die Brüsewitzereien und besonders auch auf den kürzlich freigesprochenen lothringischen Schießbaron, der einen italienischen Arbeiter kurzweg niedergeknallt hat. Immer vor der eigenen Thüre kehren!
Parteitag der Demokraten.
Auch die Demokraten(Südd. Volks partel) fanden sich kürzlich in Fürth zu ihrem Partei⸗ tage zusammen. Der württembergische Land⸗ tagspräsident Payer referierte über die Thä⸗ tigkeit des eit 8, Rechtsanwalt Birndorffer über die Wohnungsfrage, Re⸗ dakteur Oeser sprach über Zolltarif und Handels verträge und zuletzt Abg. Hauß⸗ mann über Eisenbahnpolitik und„Tarife. Beim 3. Punkte wurde eine Resolution gegen Erhöhung der Getreidezölle einstimmig ungenommen. Der ae ee also in bdieser Frage Einigkeit gezeigt. Man erinnert 0 aber, daß vor nicht langer Zeit 7 schwäbische
emokratische Landtagsabgeordnete für die Getreidezollerhöhung stimmten.— Ueber die Bedeutung der Partei giebt auch der Kassen⸗ bericht Aufschluß, der vom Kassierer als relativ Pünsetg bezeichnet wird. Etwas über 4000 Mk. betragen die Einnahmen in zwei Jahren; soviel etwa wie bei unserer Partei ein mittelmäßiger Wahlkreis vereinnahmt. Das Bat wahrhaftig Herr Sonnemann allein ezahlen können!
Uusere„Ablöser“, die Nationalsozialen gielten vergangene Woche ihren Parteitag
im Gewerkschaftshause in Frankfurt ab. Pfarrer Naumann eröffnete denselben am Sonntag Abend, selbstverständlich mit einem Kaiserhoch. Dann hielten noch Damaschke und Pfarrer Esenweln aus Württemberg Ansprachen. Montag früh begannen die eigent— lichen Verhandlungen. 133 Vertreter waren anwesend. Der Jahresbericht Dr. Mauren⸗— brechers ist ziemlich hoffnungsfreudig über die gemachten Fortschritte, drückt aber am Schlusse den Wunsch nach kräftigerer finanzieller Unterstützung aus.„Wir haben mit der kleinen Summe großen Lärm in der Oeffentlichkeit gemacht“ sagte der Berichterstatter mit Offenheit und man muß es den Nattonalsozialen lassen, die Pauke verstehen sie ordentlich zu schlagen. — Sodann wurde der bekannte Exsozialist und Schuldner der„Sächsischen Arbeiterztg.“, Herr Lorenz, sanft von den Röckschößen der Nau⸗ mannianer abgewimmelt und demselben empfoh⸗ len, Anschluß bei den Konservatiben zu suchen. Den politischen Jahresbericht erstattete Redakteur Wenck. Gegen die„Tägliche Rundschau“ und deren Angriffe gegen die nationalsoziale Partei wurde Klage geführt. Nach einem Referat v. Gerlachs wurde ein Resolution gegen den neuen Zolltarif angenommen.
Die sächsischen Landtagswahlen
sind so ausgefallen, wie es bei dem skandalösen Dreiklassenwahlrecht vorauszusehen war. Kein einziger sozialdemokratischer Kandidat ist gewählt worden, obgleich in der 3. Abteilung fast nur soztaldemokratische Wahlmänner ge⸗ wählt wurden. Doch gelang es unsern Genossen nicht, in der zweiten Abteilung auch nur einen Wahlmann durchzubringen, was ja auch ganz erklärlich ist.
Es werden demnach die letzten vier sozialdemokratischen Abgeordneten aus dem Landtage verschwinden. Von den bisherigen soztaldemokratischen Mandaten gehen drei in konservativen und eins in nationallibe⸗ ralen Besitz über. Da die Konservativen auch das Mandat des zurückgetretenen„fortschritt⸗ lichen“ Abgeordneten Uhlemann an sich gerissen haben, und der 17 5 als„Fortschrittler“ ge⸗ wählte Gemeindevorstand Träber diesmal als reiner Konservativer kandidiert hat, so werden die Konservativen einen Zuwachs von fünf Mandaten gegen den Bestand der letzten Sitz⸗ ungsperiode zu verzeichnen haben. Damit sind aber die Konservativen die absoluten Herren in der Zweiten Kammer geworden, denn ste verfügen nunmehr über die absolute Majorität. Die Konservativen können nunmehr ungestört und ungehindert ihren gemeinschäd⸗ lichen Sonderinteressen im Landtage fröhnen; das werden sie namentlich bei den Beratungen über die Steuerreform thun. Die National- liberalen aber sind nun an die Wand gequetscht und hängen völlig von der Gnade der Konser⸗ vativen ab.
Hoffentlich dauert die Freude der Wahl⸗ rechtsräuber über ihren Sieg nicht allzulange. Auch in der nichtsozialdemokratischen Bevölke⸗ rung wird man sich nach und nach klar über das schreiende Unrecht, das die Reaktionäre dem Volke durch die Einführung des Geldsackwahl⸗ rechtes angethan haben und die Antwort wird bei deu Reichstagswahlen nicht ausbleiben.
Sozialdemokratische Wahlsiege.
Vorigen Donnerstag fanden die Landtags- wahlen im Fürstentum Reuß ä. L. statt, bei welchen im dritten und vierten Wahlkreise unsere Genossen siegten. Außerdem sind sie an drei aussichtsvollen Stichwahlen beteiligt.
Dagegen unterlagen unsere Genossen bet den Gemeinderatswahlen in Straß⸗ burg dem vereinigten Kuddelmuddel. Die Sozialdemokraten verloren einen Sitz. Natürlich liegt das an den dort geltenden, für uns höchst ungünstigen Gemeindewahlrecht.
Die Landtagswahlen in Baden
stehen bevor, die Agitation ist bereits lebhaft im Gange. In Mannheim beschlossen die
Demokraten für den sozialdemokrattschen Kandidaten einzutreten. Auch in Karlsruhe
schweren Ver
Seite 3. gehen die Demokraten mit unsern Genossen zusammen. Vollmar sprach dort am Mitt—
woch in einer großen, von 3000 Personen be— suchten Versammlung. Der Demokrat Rechts⸗ anwalt Muser, der dort das Wort ergriff, warf den Freisinnigen polttische Heuchelei vor; er segne die Stunde, wo sich in Baden Freistinn und Demokratie getrennt hätten.— Die Wahlmännerwahlen finden bereits am 4. Oktober statt.
ee im Schwarzburg⸗ Nudolstadt.
Das kleine Fürstentümchen Schwarzburg— Rudolstadt, das man nur mit Mühe auf der deutschen Landkarte findet, macht in letzter Zeit viel in Sozialistenvernichtung. Der„Ruhm“ der königlich sächsischen Staatsmänner läßt jedenfalls die von Schwarzburg nicht schlafen. Kürzlich verbot die Regterung den sozialdemo⸗ kratischen Landesparteitag und als Antwort darauf hatten unsere Parteigenossen zahlreiche Protestversammlungen einberufen, die fast alle verboten wurden. Der Landrat in Rudolstadt hatte sämtliche Versammlungen seines Bezirks auf Grund des Gesetzes vom 5. Januar 1894 verboten,„weil mit den Versammlungen eine Demonstration der sozialdemokratischen Partei gegen die Staatsregierung wegen Verbots des Parteitages in Grafinau bezweckt und deshalb Gefahr für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu befürchten sei.“— Derartige Schildbürgerstreiche werden natürlich den Fort⸗ schritt unserer Bewegung auch in Thüringen nicht aufhalten.
Krieg in Südafrika.
Kitchener hat eine neue Proklamation erlassen, die über den Verkauf der Güter der noch im Felde stehenden Burghers gemäß der in einer seiner früheren Proklamationen bekanntgegebenen Bedingungen Bestimmungen trifft. Danach wird die Unterhaltung der Familien solcher Burghers, die noch nach dem 15. September im Felde stehen, als eine Last angesehen, für die aus dem Vermögen dieser Burghers Deckung zu nehmen ist. Die Prokla⸗ mation regelt im einzelnen die Art der Ver⸗ wertung dieser Güter und die Verwendung des Erlöses.
Kämpfe. Donnerstag vorige Woche griffen die Buren mit etwa 1500 Mann, die unter Grobelaars Kommando standen, das Fort Prospektan. Der Kampf dauerte den ganzen Tag und wurde am folgenden aufs neue von den Buren aufgenommen.— Ferner berichtet Kitchener vom 2. Okt.: Der Nachtangriff Delareys auf das Lager des Obersten Kekewich hei Moedwill am 30. September wurde vom Feinde, der etwa 1000 Mann zahlte, mit großer Energie eee Nach zwei⸗ stündigem, erbitterten Nahkampfe wur den die Buren mit beträchtlichen Verlusten zurückgetrieben. Englischerseits sind die Verluste schwer. Zwei Offiziere und 31 Mann fielen, elf Offiziere und 48 Mann wurden schwer, dret Offtziere und 26 Mann leicht verwundet. Außerdem wurden etwa 40 Mann verwundet, von denen man nichts 7 1 weiß. Meldungen von
usten des Feindes bei den Forts Itala und Prospect bestätigen, daß 250 Buren getötet und 300 verwundet sein sollen.
Vom Rücktritt Lord Kitcheners
war in der letzten Zeit vielfach die Rede. war wurden diese Gerüchte widerrufen. ifferenzen desselben mit dem Kriegsminister haben jedoch bestanden. Englische Blätter er⸗ klären dazu, Lord Kitchener finde seine Hände mehr oder weniger gebunden und mache, da ihm nicht gestattet werde, jedes zweckmäßige Mittel zur Beendigung des Krieges zu ver⸗ suchen, seine Stellung zum Gegenstande ernst⸗ licher Erwägung. Kitchener wünsche die Verhängung der Todesstrafe über Rebellen, anstatt Gefängnisstrafen von geringer Dauer, auch verlange er neue, ausgebildete Truppen und die Verkündigung des Standrechts in Kapstadt und an anderen Orten.


