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Michel Anklage wegen fahrlässiger Körperver⸗
Ne. 9.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
letzung. Von dieser Anklage wurde Herr Michel in 1. Instanz freigesprochen und nur wegen freien Umherlaufenlassens eines bissigen
undes bestraft und en mit den Kosten des Verfahrens belegt. Gegen das den Herrn Ohlenburger freisprechende Urteil hat Herr Michel, gegen das den Herrn Michel wegen Körperverletzung freisprechende Urteil der Staats⸗ anwalt Berufung eingelegt. Herr Ohlenburger hat keinen Pfennig Entschädigung von Herrn Michel verlangt.“
In unserer Notiz war gesagt, daß Herr O. eine Entschädigungssumme gefordert habe. Diese Behauptung müssen wir demnach zurücknehmen. Es stimmt aber nicht, wenn in dem uns zuge⸗ gangenen Schreiben gesagt wird, die von uns mitgeteilten Thetsachen seien durchaus unwahr und verfolgten den Zweck, Herrn O. zu ver⸗ höhnen. Das lag uns fern. Wir hatten aber doch die Verpflichtung, unsere Leser von der außergewöhnlichen Nervosität des Herrn O. zu unterrichten, damit sie ihm eintretenden Falls mit möglichster Vor- und Rücksicht begegnen. Wir haben daher keine Veranlsssung, uns zu entschuldigen und unseren Gewährsmann zu nennen, was Herr O verlangt. Letzteres thut keine anständige Redaktion, am allerwenigsten eine sozialdemokratische.
t. Das Nattonalgetränk. Kürzlich war im„Wetzl. Anz.“ ein Inserat zu lesen, in welchem eine Wirtschaft in der Nähe Wetzlars zum Verkauf ausgeboten wurde. Zur beson⸗ deren Empfehlung war hinzugefügt, daß der jährliche Verbrauch 200 Hektoliter Bier und— 3000 Liter Branntwein betrage. Das ist ein riesiges Quantum Schnaps im Ver⸗ hältnis zum Bierkonsum. Der frommgläubigen Bevölkerung um Wetzlar wird dadurch ein schönes Zeugniß ausgestellt.
Gegen die Erhöhung der Getreidesölle
sprach in einer auch von Landwirten zahlreich besuchten Versammlung in Vilbel, Genosse Abg. Ulrich von Offenbach. In populärer Weise setzte er den Anwesenden auseinander, wie wenig die Getreide⸗Zölle den kleinen Bauern nützen und wie diese kleinen Leute nur als Vorspann für die große grarischen Interessen benutzt werden. Der rauschende Beifall war der beste Beweis, daß Genosse Ulrich den An⸗ wesenden aus dem Herzen gesprochen hatte. Eine Resolution, die den Reichstag auffordert jede Zollerhöhung auf Lebensmittel insbesondere auf Getreide unbedingt abzulehnen, fand ein⸗ stimmige Aunahme. Auf eine in der Dis⸗ kussion von Heren Klös gestellte Aufragé, wie es den kleinen Landwirten möglich gemacht würde, dieselben Löhne wie die Industrie zu zahlen, antwortete Genosse Ulrich, daß man einfach dafür sorgen müßte, den kleinen Land⸗ wirt von seinen vielen Steuern zu entlasten, z. B. durch Einführung der progressiven Ein⸗ kommensteuer, durch Verminderung von Heer und Marine usw. Eine weitere Diskussion wurde nicht beliebt.
Seelenjägerei.
In ein französisches Kloster ist dieser Tage eine junge, sächsische Gräfin, Nichte des aus dem Jesuitenorden ausgetretenen und protestantisch gewordenen Grafen Hoeus⸗ broech, eingetreten. Nach dem Leipz. Tage⸗ blatt war es schon seit Jahren ein offenes Geständnis, daß die junge Gräfin systematisch dahin erzogen wurde, um zur Sühne für den Schritt ihres Verwandten in ein Kloster zu gehen und ihre reichen Güter der ka⸗ tholischen Kirche zu überantworten.— Auf diese Weise wird Graf Hoensbroech noch
um Wohlthäter der Kirche und ihres 1 Goethe sprichwörtlich gewordenen guten Magens.
Kleine Mitteilungen.
„„ In Heldenbergen fiel der neunjährige Sohn des Maurers Reul infolge des Glatteises
schütterung sein Tod herbeigeführt wurde.— Im gleichen Orte sind in der Nacht vom 22.
auf den 23. Februar dem Metzger Rothschild
sämtliche Hühner im Stalle erfroren.
r Risiko der Arbeit. Der Arbeite P. Lorenz aus Groß⸗Welzheim wurde in der dortigen Blech⸗Emballagen⸗Fabrik von der Maschine erfaßt und fürchterlich zugerichtet. Ein Arm mußte ihm amputiert werden.
* Raubmordprozeß. Das Schwur⸗ gericht Hanau vernrteilte einen gewissen Hilpert, der im vorigen Jahre in der Nähe von Gelnhausen den Handwerksburschen Neu⸗ mann tötete und beraubte, zu 15 Jahren Zuchthaus ung 10 Jahren Ehrverlust.
* Arbeiterentlassungen. Auf der Grube Pauline der Gewerkschaft Karlsglück soll 110 Arbeitern gekündigt worden sein, weil die Grube infolge Rückganges der Metallpreise 12 ab 1. März außer Betrieb gesetzt werden oll. * Gewerkschaftshans in Fraukfurt. Nunmehr ist das neue Heim der Frankfurter Arbeiter an der Stoltzestraße soweit fertig ge⸗ w ellt, daß mit der inneren Einrichtung begonnen werden konnte. Das Haus enthält außer einem großen Versammlungssaale eine Anzahl kleinere Zimmer für Büreau, Kommissionssitzungen, kleinere Versammlungen ꝛc. Die Kosten des Unternehmens stellen sich ohne die innere Aus⸗ stattung auf ca. 600000 Mk.
* Vom Zuge überfahren. Im Frank⸗ furter Hauptbahnhofe versuchte am Dienstag Abend der Maler Il mstadt aus Oberursel in den eben abgehenden Zug zu springen, glitt jedoch aus, geriet unter den Zug und wurde so schwer verletzt, daß er auf dem Traus⸗ port nach dem Krankeghause starb.
Aus dem Wahlkreis Marburg⸗ Kirchhain.
St. Marburg, 28. Februar 1901
— Sittlichen Anstoß hat hier dieser Tage ein in der Elwertschen Buchhandlung aus⸗ gestellies großes Oelgemälde des jungen, ralent⸗ vollen Kasseler Malers C. Armbrust erregt. Das Bild zeigte Anakreon als nackten Jüng⸗ ling mit einer Leyer im Arm. Auf Veran⸗ lassung der Polizei mußte dasselbe unter Hin⸗ weis auf§ 184 des St.⸗G.⸗B., der von der Strafbarkeit der Ausstellung u nzüchtiger Abbildungen usw. handelt, aus dem Schau⸗ fenster entfernt werden. Dies geschah auch; aber am Schaufenster ist seitdem folgendes Plakat zu lesen:„Das Originalgemälde Anak⸗ leon“ von C. Armbrust ist für Kunstver⸗ ständige im Geschäftslokal ausgestellt. Diese feine Rache des Kunsthändlers, der gleichzeitig sein Schaufenster mit lauter— Böcklius aus⸗ staffiert hat, erregt hier allgemeine Heiterkeit.
— Schwurgericht. In der diese Woche beginnenden Frübjahrssessiou des Schwurge⸗ richts kommen folgende Fälle zur Verhandlung: 1. Montag, den 4. März: Ehefrau Weichel aus Biedenkopf, wegen Meineid. Dienstag, den 5. Närz: Dienstmagd Katharine Rink aus Hartenrod, wegen Kindesmord. 3. Mitt- woch, den 6. März: Kürschner Merkel aus Kassel, wegen Urkundenfälschung. 4. Donners⸗ tag, den 7. März: Dienstmagd Maria Reu⸗ meyer aus Dodenhausen, wegen Kindesmord. 5. Freitag, den 8. Marz: Knecht Ammen⸗ häuser aus Dilschhausen, wegen Körperver⸗ letzung mit tötlichem Erfolg. Gegen letzteren war das Verfahren kürzlich eingestellt worden, wurde aber neuerdings wieder aufgenommen.
— Stu dentische Roheit. Bei einer vor kurzem in illenburg stattgehabten studentischen Zusammenkunft wurde des Nachts auf der Straße ein Polizeibeamter von einem Studenten durch einen gefährlichen Stich schwer verletzt. Behufs Feststellung des Thäters fanden bereits zahlreiche Ver⸗ nehmungen biesiger Korpsstudenten statt, ebenso in Gleßen. Und diese gebildeten Herren sind zum Teil in späteren Jahren dazu berufen, über andere Leute zu Gericht zu sitzen.
— Verschwunden ist seit einigen Tagen
auf der Straße hin. Dabei stürzte er so un⸗ glücklich auf den Kopf, daß durch Gehirner—
der Maurer P. B. aus O. Derselbe Vetrieb
ein Grabsteingeschäft in der Ockershäuser Allee und soll zahlreiche„Verwandte“ hinterlassen haben, welche über sein plötzliches Scheiden sehr betrübt stud.
— Kommunales. Am Montag, den 4. und Dienstag, den 5. März, Nachm. 5 Uhr, finden im Rathaussaale Sitzungen der Stadt- verordneten stat.. Die Tagesordnung hierfür umfaßt 22 Punkte. Höchst sonderbar erscheint uns darunter der 4. Punkt, welcher lautet: „Beschlußfassung betr. Zahlung einer Ent⸗ schädigung an den Stadthaumeister für Be⸗ nutzung seines eigenen Fahrrades im Dienste der Stadt.“ Die„Hess. Landesztg.“ brachte im Anschluß hieran ein„Eingesandt“, in welchem der Vorschlag gemacht wird, der T.⸗O, noch folgenden Punkt zur Beratung anzufügen: „Zahlung einer Entschädigung an den Rats⸗ diener für Benutzung seiner eigenen Stiefel⸗ sohlen im Dienste der Stadt.“— Kommentar hierzu überflüssig.
— Burenversammlung. Am Mitt⸗ woch Abend fand hier im Museumssaale eine äußerst zahlreich besuchte öffentliche Versamm⸗ lung statt, welche auch, trotzdem ein Eintritts⸗ geld nicht unter 30 Pfg. erhoben wurde, eine Anzahl Arbeiter beiwohnte. Herr Buren⸗ kommandant Jooste schilderte in fesselnder Rede die grauenhafte, aller menschlichen Ge⸗ Gesittung hohnsprechende Kriegsführung der Engländer gegen das freie, tapfere Burenvölk⸗ chen und erntete lebhaften Beifall. Schließlich gelangte dieselbe Resolution wie in Gießen zur Annahme.
Der hessische Laudtag trat am Mittwoch wieder zusammen. An diesem Tage und am Donnerstag wurde die Regierungsvorlage über die Gemeindeum⸗ lagen beraten.
Arbeiterbewegung.
Keinen Lohn erhielten seit drei Mo⸗ naten die Bergleute der Blei- und Silbergrube „Mehlhach“ bei Rohnstadt im Westerwald. 100 Bergleute haben daher die Arbeit nieder⸗ gelegi und nehmen die Hilfe des Gerichts in Anspruch.
Partei Nachrichten.
Der Parteivorstand macht bekannt: Vielfachen Anfragen gegenüber, die an den Parteivorstand gerichtet werden, diene zur Ant⸗ wort, daß die Petitionsbogen gegen den Ge⸗ treidewucher erst zur Versendung gelangen nach Bekanntwerden der neuen Zollvor⸗ lagen. Mögen die Genossen bis dahin durch unermüdliche Agitation nur dafür sorgen, daß diese Bogen dann mit Hunderttausenden von e versehen an den Reichstag zurück⸗ ommen.—
Genosse Singer erkrankte vor einigen Tagen ernstlich an Mager⸗ und Darmkatarh. Er befindet sich jedoch bereits wieder auf dem Wege der Besserung und er dürfte sich bald wieder an den parlamentarischen Arbeiten
beteiligen. Versammlungs⸗Kalender.
Samstag, den 2. März.
Gießen. Sozialdem. Wahlverein. 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Friedberg. Wahlverein. Abends 8 ¼½ Uhr Versammlung bei Ihl, Stadt New⸗York. Tages⸗ Ordnung: Hat die Landwirtschaft Vorteil von den Getreidezöllen? Ref. H. Busold.
Sonntag, den 3. März.
Harheim bei Vulbel. Nachmittags 4 Uhr Oeffentl. Volks versammlung. Tagesordnung:„Protest gegen den Brotwucher und die Scharfmacherpolitik.“
Schlitz. Nachmittags 4 Uhr Versammlung bei Gastwirt Schmidt. Zahlreiches Erscheinen er⸗ wünscht.
Trohe. Arbeiterbild ungsverein. Nachmittags 4 Uhr Versammlung bei Konrad Volk.
Montag, den 4. März.
Gießen. Schneiderverband. Abends 9 Uhr
Versammlung bei Orbig. Dienstag den 5. März. Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends 9 Uhr
Abends
Sitzung bei Orbig.


