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Nr. 22.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
jährigen Zuchthausstrafe verbleibt. Für einen Mord ist das eine sehr gelinde Strafe. Man vergleiche damit die vor zwei Jahren erfolgten Löbtauer Verurteilungen!
Der Mord in der Kaserne.
Vor dem Kriegs gericht in Sumbinnen (Ostpreuß.) begann am Mittwoch der Prozeß wegen der Ermordung des Rittmeisters von Krosigk, der bekauntlich am 21. Januar in der Reitbahn der Dragoner⸗Kaserne von unbekannter Hand erschossen wurde. v. Krosigk war bei den Unteroffizieren und Mannschaften äußerst unbeliebt. Angeklagt ist der Unteroffizier Marten wegen Mordes und dessen Schwager, Sergeant Häckel, sowie der Uuterofsftzier Domning wegen Beihilfe dazu. Letzterer wurde kurz vor Ostern aus der Uuntersuchungshaft entlassen. Alle Angeklagten erklären sich für nichtschuldig. Die Vernehmung der Angeklagten und der Zeugen ergab nur bereits Bekanntes. — Wenn die Charaktereigenschaften v. Krosigk und sein Verhältnis zu seinen Untergebenen zur Sprache kamen, wurde die Oeffentlich— keit ausgeschlossen.
Was der Pastor schreibt, muß gut sein.
Folgendes Geschichtchen von der letzten Flug⸗ blattverbreitung im Militscher Kreise(Schlesten) erzählt ein Leser der erzkonservativen„Schlesis chen Stg.“:„Am Morgen des genannten Feiertages (Himmelfahrt) hatten wieder einmal verschiedene „Geuossen“ Agitationsausflüͤge in die Umgegend unternommen und auf den Dörfern die von dem ehemaligen Pastor Göhre verfaßte Flug, schrift:„Wie ich Sozialdemokratwurde verteilt. Einer dieser Agitatoren begegnete auf der Landstraße einem Gensdarmen und wurde von diesem angehalten und gefragt, was er denn da für Drucksachen herumtrage.„Das sind Schriften von einem Pastor, Herr Wachtmeister, wollen Sie hier den Namen sehen?“„So, so, na da gehen Sie nur!“ sagte der Gensdarm und ging beruhigt weiter. Die Austräger waren Mitglieder des Breslauer Arbeiter⸗Radfahrer⸗Vereins.
Fromme Geistlichkeit.
Wie den„Münch. N. N.“ aus Graz gemel⸗ det wird, wurde der Redemptoristenpater Josef Kopf vom Kreisgericht Leoben zu sechs Monaten schweren Kerkers verurteilt. Er hatte sich eines Verbrechens der Verführung beichtender Schulmädchen schuldig gemacht.— Das Mai⸗ länder Strafgericht erledigte dieser Tage, wie dem„Bund“ berichtet wird, einen sich schon längere Zeit hinziehenden Prozeß zwischen einem römisch⸗katholischen Geistlichen und einer Hal b⸗ weltlerin, die sich gegenseitig anklagten. (Unter Anderem bezahlte der Diener Gottes die Dame mit falschen Wechseln.) Es kamen so schöne Sachen zur Sprache, daß die Gerichts⸗ verhandlungen bei verschlossenen Thüren statt⸗ finden mußten. Der Priester wurde zu 15 und seine ehemalige Mätresse zu 10 Monaten Zucht⸗ haus verurtheilt.
Aus dem Wahlkreise Marburg⸗ Kirchhain.
St, Marburg, 30. Mai 1901.
— Wegen Beleidigung hatte s. Zt. der Archivar Dr. Theuner, als Leiter jener Protestversammlung gegen die Fällung schad⸗ hafter Alleebaͤume, einen Prozeß gegen den Ober⸗ bürgermeister angestrengt. Es handelte sich um eine Aeußerung, die derselbe in der Stadt⸗ verordneteusttzung von 6. Dezember v. Is. nach einem Bericht der„Oberh. Ztg.“ gethan haben sollte. Durch einen Sturmwind war nämlich einer jener Bäume entwurzelt und auf einen gerade vorüberfahrenden Fuhrmann gefallen, welcher dadurch zum Krüppel geworden ist. Der ee ee soll nun, wie die „Oberh. Ztg“ mitteilte, in obiger Sitzung ge⸗ äußert haben:„leider Gottes habe das traurige Geschick nicht einen jener Naturfreunde sondern einen andern ereilt.“ Der Privatkläger wurde aber mit seiner Klage vom Amtsgericht
und nun auch mit seiner Berufung beim Land⸗ gericht abgewiesen.
— Mord. In der Nacht vom Pfingst⸗ sonntag auf Montag wurde in unserem fried⸗ lichen Marburg eine schreckliche Mordthat be— gangen. Der in der Vorstadt Weidenhausen wohnhafte Tischler David Krantz, ein ruhiger, nüchterner Mann, hat aus bis jetzt unaufge⸗ klärten Motiven seiner Frau den Hals durch⸗ schnitten und dann versucht, sich selbst die Puls⸗ adern zu öffnen, was ihm aber nicht gelang. Er entfernte sich dann aus der Wohnung und soll eine Zeit lang brütend am Ufer der Bahn gesessen haben, worauf er sich gegen 4 Uhr morgens zur Polizeiwache im Rathaus begab und dort angab, daß er seiner Frau den Hals abgeschnitten habe. Zwei Wachtleute wurden sofort nach K.“s Wohnung geschickt und fanden leider dessen Angaben bestätigt. Die Frau lag mit durchschnittener Kehle tot im Bette. Der Mörder wurde natürlich sofort nach dem Ge— fängnis abgeführt und sieht man der weiteren Entwickelung des traurigen Dramas mit Spannung entgegen. K. ist Vater von dret unmündigen Kindern. Als er bei der Obduktion zur Leiche geführt wurde, fiel er in Ohumacht.
Kleine Mitteilungen.
* Die Weinernte in Hessen betrug im Herbst 900340 714,1,3 Hektoliter; sie stellt einen Gesammtwert von rund 12 504 380 Mk. dar.
* Durchgebrannt. Der Verleger, Drucker und Redakteur des„Vogelsberger Boten“ in Sedern, A. Vonalt, ist spurlos verschwunden. Ueber sein Vermögen soll Konkurs eröffnet sein. — Gbenfalls durchgebrannt ist vorige Woche der Immobilienmakler Hertz in Frankfurt. Ihm legt man Unterschlagungen in der Höhe von 60,000 Mk. zur Last.
Auf Sand gebaut. Die neue Husaren⸗ kaserne in Mainz kann nicht bezogen werden, da der Bau durch Nachgeben des Moor- und Sandbodens sich zu senken beginnt.
** Wozu der Majestätsbeleidigungs⸗ paragraph gut ist. In Mainz beging ein beschäftigungsloser Arbeiter vor einem Schutzmann Majestätsbeleidigung, damit er Unterkunft im Gefängnis fände.
* Angenehme Flitterwochen. Der Gärtner Horn, in Kastel bei Mainz der erst seit einigen Wochen derheiratet ist, schleppte Dienstag Nacht seine Frau bei einem Spazier⸗ gang in einen in der Gemarkung liegenden Steinbruch, um sie dort zu ermorden. Zum Glück wurde er bei diesem schrecklichen Versuch von Krämpfen befallen und die Fran konnte sich flüchten. Als Horn am anderen Taze von der Polizei verhaftet werden sollte, floh er, verfolgt von Schutzleuten an den Rhein und stürzte sich in den Strom. Plötzlich aber schwamm er wieder zum Ufer zurück und ließ sich dort von der Polizei festnehmen.
Durch Blitzschlag wurden mehrere Personen am dritten Pfingstfeiertage im Frank⸗ furter Stadtwalde verletzt. Diese waren, wie üblich, zum„Wäldchestag“ in den Wald bei Niederrad gegangen, als sich kurz vor 5 Uhr, um die Zeit, wo sich große Menschenmengen im Walde befanden, ein heftiges Gewitter entlud. Der Blitz schlug in eine Gruppe hoher Fichten, wodurch eine Anzahl in der Nähe be— findliche Personen verletzt und betäubt wurden, glücklicherweise ohne erheblichen Schaden zu nehmen.
— Erschossen hat sich in Frankfurt der Gerichtsassessor bei dem Kriegsgericht, Hoertsch, angeblich wegen eines Nervenleidens. — Auf der Festeburg bei Frankfurt stürzte der Hausbesitzer Schnell in seinen ca. 40 Meter tiefen Brunnen, als er eine Reparatur an demselben vornehmen wollte. Er konnte nur als Leiche von der Feuerwehr ans Tageslicht befördert werden.— Am Samstag verbrannte in Frankfurt ein 2½ jähriges Kind. Ver⸗ mutlich hatte es, während es allein in der Wohnung war, mit Streichhölzern gespielt.
** Schaaren von Bergarbeitern verunglückt. Massenhafte Opfer hat in der vergangenen Woche die Bergarbeit gefordert.
Im Herrmannsschachte bei Waldenburg i; Schl. wurden durch einen Grubenbrand 21 Bergarbeiter getötet. Etwa 80 Berg⸗ leute fielen einer Explosion in der Universal⸗ Kohlengrube bei Cardiff(England) zum Opfer. 20 Menschenleben vernichtete eine Grubenexplosion tim Staate Tennesee in Amerika.
e Reichstagsmandat erledigt. Der Zentrumsabgeordnete Bender, Vertreter des Wahlkreises Neuwied, ist in Vallendar ge⸗
storben. Er hat dem Reichstage seit 1878 angehört. * Graf Wilhelm Bismarck, der
zweite Sohn des Fürsten Bismarck, Oberprä⸗ sident der Provinz Hannover, starb am Donnerstag in Varzin. In den achtziger Jahren war er Landrat in Hanau.
f Wieder einer. Das Landgericht in Landshut hat am Samstag einen niederbayeri⸗ schen katholischen älteren Landgeistlichen wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, be⸗ gangen an zwei schulpflichtigen Mädchen, zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.
Versammlungskalender.
Samstag, den 1. Junk.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Lob„Wiener Hof“. Vortrag über die Stilarten.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Dienstag, den 4. Junk.
Gießen. Gewerkschaftskartell.
Sitzung bei Orbig.
Briefkasten.
D. Wieseck. In Ihrem Falle findet eine Rück⸗ zahlung der Invaliden⸗Beiträge nicht statt. Es verhält sich damit so, wie bereits mündlich mitgeteilt.
F. Wetzlar. War für diesmal nicht möglich. Nächfte Nummer! Quittung folgt.
—.—.— Aus dem Gießener Standesamtsregister.
Aufgebotene, 24. Mai: Reinhold Rehme, Hand⸗ schuhmacher hterselbst mit Emilie Semmler dahier. Richard Felber, Schlosser hierselbst mit Bertha Denz dahier. Gustav Homberger, Fabrikant hlerselbst mit Jenny Speyer in Osnabrück. 25. Peter Diehl, Werk⸗ meister in Oberschöneweide mit Karoline Vaubel dahier. 28. Theodor Palm, Arbeiter in Quedlinburg mit Marie Brambeer, Arbeiterin daselbst. Emil Würz, Schlosser hierselbst mit Wilhelmine Müller in Niedershausen. 30. Friedrich Dörr, Metallgießer in Wiesbaden mit Johanna Schelper dahier.
Eheschließungen. 24, Mal: Jakob Stecker, Fabrikarbeiter hierselbst mit Elisabethe Leismann dahier, Karl Leschhorn, Fuhrmann hilerselbst mit Marie Keßler in Rödgen. 25. Albert Stoll, Kaufmann hierselbst mit Johanna Noll dahier. Maximilian Jaskowsky, Kauf⸗ mann hierselbst mit Margarethe Müller dah ier. 29. Martin Hotz, Pfarrverwalter in Ober⸗Gleon mit Luise Albach dahier.
Geburten. 17. Mai: Grünewald eine Tochter. Schwalb eine Tochter. Kaspar eine Tochter.
Abends 9 Uhr
Dem Heizer Christian 19. Dem Geometer Wilhelm 22. Dem Schneider Heinrich 24. Dem Schmied Karl Schneider eine Tochter. Dem Goldarbeiter Eduard Völker eine Tochter. 25, Dem Rangirmelster Balthaser Wisker eln Sohn. Dem Oberleutnant Gustav Stephan eine Tochter. Dem Händler Adolf Sieglinger eine Tochter. Dem Hilfsbremser Heinrich Wilker ein Sohn. 28. Dem Schlosser Wilhelm Krämer eine Tochter.
Gestorbene. 25. Mai: Willy Schäfer, 2 Monate alt. 26. Kaspar Janz, 1 Jahr alt. Anna Gatzky, 2 Monate alt. 28. Karoline Jöckel, 62 Jahre alt, Privatin dahier. 29. Karoline Krauskopf, 74 Jahre alt, Rentnerin dahier. 30. Wilhelm Hofmann, 11 Mo⸗ nate alt.
Stiftungsfest
des Arbeiter-Bildungsvereins Heuchelheim Sonntag, den 9. Juni Die Mitglieder der Gewerkschaften, des Sozialdemokratischen Wahlver—⸗ eins und des Gesangvereins„Eintracht“ versammeln sich Mittags 1 Uhr auf der Pulvermühle. 1 Uhr Abmarsch nach Heuchel⸗ heim mit Mufik. Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein Das Gewerkschaftskartell.


