Ausgabe 
1.12.1901
 
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Nr. 48.

Mitteldentsche Sonntags⸗Zeitung.

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Seite 5.

schildern, wie es hier zugeht. Wir werden jedenfalls unsere zwei Jahre aushalten müssen. Die Hauptsache ist, wenn ich wieder gesund nach Deutschland komme. Einmal nach China und nicht wieder. Dein Georg.

Man wird mit dem Manne wirlich kein großes Mitleid empfinden können.

Aus dem Rreise Friedberg⸗Büdingen.

Gegen den Zollwucher fand in Düdelsheim am Sonntag eine Protestver⸗ sammlung statt, welche so stark besucht war, daß sich das Lokal als zu klein erwies und viele umkehren mußten. Unsere Genossen hatten das gar nicht erwartet. Genosse Busold referierte. Reicher Beifall wurde dem Redner zu Teil. An der nun folgenden sehr lebhaften Debatte beteiligten sich von unserer Seite noch Genosse Harris-Himbach, von gegnerischer mehrere Bauern, hauptsächlich Antisemiten. Geuosse Busold widerlegte mit leichter Mühe ihre Ausführungen und wurde am Schlusse eine entsprechende Resolution gegen 3 Stimmen angenommen. Die Gründung eines Wahlver⸗ eins wurde sofort in die Wege geleitet, und hat derselbe schon eine stattliche Mitgliederzahl. Welcher Ort machts nach?

Aus dem Rreise Weßlar.

h. Kreiskonferenz. Vergangenen Sonntag fand im Lokale Orbig in Gießen eine recht gut besuchte Kreiskonferenz für den Wahlkreis Wetzlar-Altenkirchen statt. Genosse Beckmann⸗Gießen erstattete zunächst Bericht über den Verlauf des Lübecker Parteitages, mit dessen Beschlüssen sowie dem Verhalten des Delegierten sich die Versammelten einverstanden erklärten. Vom Vertrauensmann wurde dann der Jahres- und Kassen⸗ bericht gegeben. Dabei wird bemerkt, daß im verflossenen Jahre wohl die Agitation eine lebhaftere war, aber in Bezug auf die finanziellen Verhältnisse sind keine Fort⸗ schritte zu verzeichnen. Die Genossen werden deshalb ersucht, etwas mehr an Munition zu denken. Abrechnung und Kasse wurden geprüft und für richtig befunden. Bei der nun folgenden Neuwahl des Vertrauensmannes wurde Genosse Fauth⸗Wetzlar einstimmig wiedergewählt, Nachdem noch über verschiedene Parteiangelegenheiten eine lebhafte Diskussion stattgefunden hatte, erfolgte Schluß der Konferenz.

Aus dem Rreise Marburg⸗Rirchhain.

St. Eine Protestversammlung gegen die Erhöhung der Getreidezölle fand hier am Freitag abend im Saalbau statt. Dieselbe war don den National sozialen einberufen und hatte sich eines guten Besuches, auch von unserer Seite, zu erfreuen. Herr Redakteur v. Ger⸗ lach zerpflückte in längerer Rede den Entwurf betr. Erhöhung der Zölle und wies die Schäd⸗ lichkeit derselben für das gesamte Volk schlagend nach. Seine Ausführungen wurden von großem Beifall begleitet. Diskussion fand nicht statt, da sich Gegner nicht zum Worte meldeten. Eine Protestresolution gelangte mit allen gegen 4 Stimmen zur Annahme. 5

Kommunales. Die am Dienstag und Mittwoch d. W. hier stattgefundenen Ergänzungswahlen zur Stadtverordnetenver⸗ sammlung brachten etwas Leben in die hiesige Bürgerschaft, da es galt, den sog. Rathaus⸗ (Kandidaten⸗) Zettel niederzustimmen. Hatte auch die Wahl für uns wenig Interesse, so konnte man doch sehen, daß die Arbeiter, trotz⸗ dem keine eigenen Kandidaten aufgestellt waren, ihr Wahlrecht doch ausüben wollten, denn es war eine größere Anzahl derselben erschienen, um ihre Stimmen für die Kandidaten der bürgerl. Opposttionsliste abzugeben. Die Wahl⸗ beteiligung war gegen früher sehr stark, indem ein Drittel der Wahlberechtigten gewählt haben. Der Kandidat der Opposition, Herr Mechanikus Engel, um dessen Wahl es sich hauptsächlich handelte, gelangt mit drei anderen in Stich⸗ wahl; zwei hiervon sind zu wählen. Die Stichwahl findet am Freitag, den 13. Dez. morgens von 9 Uhr bis Mittags 1 Uhr statt. Am Samstag abend fand im Café Quentin noch in letzter Stunde eine Versammlung der Opposttion statt, in welcher auch die Arbeiter aufgefordet wurden, einen Kandidaten zu stellen, welcher die Unterstützung der Gegner des 1 55 . finden sollte. Warum so spät

äre man uns früher entgegengekommen, so

würden sicher sämmtliche Arbeiter für diese Oppositionsliste eingetreten sein und wäre dieser dann auch höchst wahrscheinlich der Sieg zu⸗ gefallen. Hoffentlich wird das Versäumte bei der nächsten Wahl nachgeholt.

Achtung! Das Protokoll des diesjähr. Parteitags in Lübeck ist erschienen und ist noch eine Anzahl derselben bei den Mitgliedern der Kolportagekommission und bei Gen. Härtling, Hofstadt 24 III. zu haben.

Die Kreis⸗Krankenkasse hielt am Mittwoch vormittag hier ihre Herbst⸗ Generalversammlung ab. Es wurde zunächst die Ergänzungswahl ausscheidender Vorstands⸗ mitglieder(ein Arbeitgeber, drei Arbeitnehmer) vorgenommen. Wiedergewählt wurden Lang, Löchel und Dörr, neugewählt Happel-Drei⸗ hausen; ersterer als Vorsitzender. Alsdann er⸗ folgte die Aenderung einer Anzahl von der Regierung beanstandeter Paragraphen des Statuts, in derselben genehmer Weise statt. Nachdem noch verschiedene interne Angelegen⸗ heiten besprochen waren, erfolgte der Schluß der Versammlung.

Kleine Mitteilungen.

k Bei dem Brande der Turnhalle in Darmstadt haben sich, wie berichtet wird, schwere Fehler hinsichtlich der Bauart des Gebäudes gezeigt. Besonders wird der Mangel eines feuersicheren Verputzes der Treppen nach den oberen Stockwerken getadelt; wäre ein solcher vorhanden gewesen, so hätten sich die oben schlafenden Dienstmädchen retten können. Auch war das Wohnhaus nicht feuersicher von dem Saalgebäude abgeschlossen. Außerdem hat sich die Darmstädter Feuerwehr bei diesem Brandunglück keineswegs auf der Höhe ihrer Aufgabe gezeigt.

*** Gattenmörder. Vorigen Donnerstag erstach der Mühlenbauer Geier in Merken⸗ fritz(bei Gedern) seine Frau. Der angetrunkene Mörder war vorher mit seiner Ehehälfte in Streit geraten.

Uuhbektiebter Seelsoe ger Die durchweg katholische Gemeindevertretung in Salzschlirf wandte sich mit einer Eingabe an den Bischof zu Fulda und den Regierungs- präsidenten in Kassel, in welcher sie verlangt, daß der erst seit einem Jahre in Salzschlirf thätige katholische Pfarrer von dort wegver setzt werde..

* Gebrochene Ordnung sstütze. Von der Strafkammer in Neustadt O. Schl. wurde der Amtsanwalt Wocke wegen Sittlichkeits⸗ verbrechen zu 3 Zahren Zuchthaus verurteilt.

** Noch einer. Der Amtsanwalt Leutnant a. D. Wentz in Hanau wurde von der Strafkammer wegen versuchten Sittlichkeits⸗ verbrechens an schulpflichtigen Kindern zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Viel zu wenig!

** Skandalprozeß. In dem großen Prozeß gegen 20 gut situierte Frauen aus Weimar sowie gegen einen Einwohner aus Er⸗ furt wegen fortgesetzter schwerer Verbrechen nach 8 219 des Strafgesetzbuches(Abtreibung der Leibesfrucht), erkannte das Schwurgericht nach dreitägiger Verhandlung gegen die Haupt⸗ angeklagte Hähnlein auf zwei Jahre Zucht⸗ haus. Sämtliche übrige Angeklagte wurden, da die Geschworenen die Schuldfrage verneinten, freigesprochen.

** Wegen Unterschlagung von ca. 40000 Mk. empfangener Gelder wurde der Rendant der städt. Sparkasse in Schlüch⸗ tern, Weitzel, vom Hanauer Schwurgericht zu 1 Jahren Gesängnis verurteilt.

Partei-Nachrichten.

In Sachen der Hamburger Akkord⸗ maurer ist jetzt von der Einigungskommission das letzte Wort gesprochen worden. Sie empfiehlt, nachdem alle Einigungsversuche an dem Widerstand der Akkord⸗ maurer gescheitert sind, den Vorständen der Hamburger Wahlkreisvereine, entsprechend einer am 18. Oktober gefaßten Resolution, den Ausschluß der Mitglieder der freien Vereinigung aus den Parteiorganisationen zu

vollziehen, die nicht bis zum 1. Dezember d. J. dem Schriftführer der Kommission, dem Genossen Berard die schriftliche Erklärung abgeben, daß sie, im Gegensatz zu dem am 19. November d. J. gefaßten Beschluß der Freien Vereinigung, gesonnen sind, sich dem Zentral⸗ verband der Maurer wieder anzuschließen und sich den Beschlüssen desselben zu fügen. Das Verhalten der Akkordmaurer, die sich Parteigenossen nennen, ist geradezu unverständlich.

3,376,000 Unterschriften hat die sozialdemo⸗ kratische Petition gegen den Brotwucher bisher erhalten. Das ist eine ganz enorme Zahl, wie sie noch niemals ein öffentlicher Aufruf erreicht hat. Die Zahl der Zollgegner ist natürlich noch viel größer, weil in zahlreichen Bezirken Unterschriften gar nicht oder nur lässig eingesammelt woreen sind.

Wahlsieg. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Brandenburg wurden in der dritten Abteilung sämt⸗ liche sozialdemokratischen Kandidaten mit 2200 Stimmen gewählt. Die gegnerischen Kandidaten erhielten nur etwas über 700 Stimmen.

Versammlungskalender.

Samstag, den 30. November.

Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei LöbWiener Hof. Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.

Sonntag, den 1. Dezember.

Gießen. Gesang⸗VereinEintracht, Mitgl. des Arbeiter-Sängerbundes Rhein- und Maingau. Abends 8 Uhr Zusammenkunft bei Mitgl. Na u imMainzerhof, Grünbergerstraße.

Montag, den 2. Dezember.

Gießen. Schneiderverband. Abends ½9 Uhr Versammlung bei Orbig.

Dienstag, den 3. Dezember.

Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends 9 Uhr Sitzung bei Orbig.

Büdingen. Wahlverein. Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat Versammlung. 2 Aus dem Gießener Standesamtsregister. Aufgebote. 23. November: Ludwig Nos, Tag⸗ löhner in Wolf mit Wilhelmine Becker in Alten⸗Buseck. 24. Karl Hofmann, Schreiner in Lich mit Marie Wenzel dahier. 26. Jakob Sandor, Schauspieler mit Anna Rehder, Schauspielerin dahier. Gustav Becker, Ober⸗ Lokomotivführer dahier mit Adele Hackemann in Wun⸗ storf. 27. Johann Beck, Zeitungsexpedient mit Dorothea Waag dahier. Eheschließungen.

23. November: Otto Heib, Schlosser mit Christiane Schultheiß dahier. Philipp Möbus, Fuhrmann mit Elisabethe Henkel dahier. 26. Emil Jüngst, Dr. phil. in Essen a. Rhr. mit Luise Prinz dahier.

Geborene. 15. November: Dem Taglöhner Josef Schumann e. S. Dem Agent Johann Baum e. T, 18. Dem Bäckermeister Ludwig Rühl e. S. Dem Metzger Wiegand Wagner e. T. 20. Dem Buchhalter Hugo Engel e. T. 21. Dem Besitzer einer chemischen Wäscherei Karl Herr e. S. 22. Dem Bahnarbeiter Heinrich Rethwisch e. S. 23. Dem Goldarbeiter Karl Schmidt e. S. 24. Dem Küfermeister Julius Well⸗ höfer e. T. 26. Dem Privatdozenten und prakt. Arzt Dr. Hans Koppe e. T. Dem Kapellmeister Paul Polster e. T.

Gestorbene. 21. November: Moses Hammer⸗ schlag, 56 Jahre alt, Kaufmann. 22. August Hofmann, 55 Jahre alt, Metzgermeister. 23. Lina Geyer, geb. Bartels, 54 Jahre alt, Ehefrau. 25. Hermann Löhlein, 54 Jahre alt, Professor. 26. Friedrich Hattenhauer, 35 Jahre alt, Kellner. 28. Elisabethe Münch, 84 Jahre alt, Privatin.

Gießener Stadttheater.

Sonntag, den 1. Dezember 1901: nachmittags 4 Uhr Kindervoystellung! Goldlieschen oder: König Faulpelz u. Prinz Lustig, abends 3 Uhr:

Das Volk, wie es weint und lacht. Volksstück mit Gesang von Kalisch, Musik von Conradi. Dienstag, den 3. Dezember 1901:

III. Volksvorstellung!

Haus Lonei.

Luftspiel in 4 Akten von A. O Arronge. Mittwoch, den 4. Dezember 1901:

7 voltstümliche Vorstellung!

Die Zuillingssehwester.

Luftspiel in 4 Akten von Ludwig Fulda. Freitag, den 6. Dezember 1901:

Gasispiel von Willy Loehr vom Hoftheater in Darmstadt. Romea und Julia. Trauerspiel in 5 Akten von William Shakespeare.

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