oschüre zesagt ag aus ag viel- chende ert und klagen lte ihn Hefäng, r junge
ht. jugend⸗ g:„die Weibern t. Ab⸗ ng neue n dieser elt sich So er⸗ r einmal n habe. Abends lich ani Frhrn, age bel „Mensch, bringen be dann für den ch Hause Abstechen men sel, yrstaunen sieder er⸗ verloren. war das! denden ge hier. der Nol⸗ General fe. Wenn ind, get
ieee
ten he ine Gall
Für dl eugten l Jonge Stäldchl u Mall Hedenllofl ml — Wit ll Ibn bih ub ein biet nder fei
rr
r
4
Nr. 43.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 8.
passierenden Bachstegs auf sich warten. Weshalb die Zögerung? Wenn erst Jemand verunglückt ist, dürfte es zu spät sein.
** Büdes heim. Hier wurde eine Frau aus Roßdorf, Mutter von 4 Kindern, die von ihrem Manne verlassen worden war, als Leiche aus der Nidder geländet.
** Dar mstadt. Die von hiesigen Blättern ausgesprochene Annahme, als ob durch den staat⸗ lichen Betrieb der neuen Landes⸗Lotterie die Veranstaltungen so sehr verzögert würden, daß in diesem Jahre die Ausgabe von Loosen nicht mehr erfolgen könne, bestätigt sich nach Aeußerungen des Finanzministers Küchler nicht. Es ist für die Oberleitung bereits eine geeignete Persönlichkeit als Direktor in Aussicht genommen. Der Betrieb soll durchaus nicht bureaukratisch ge— handhabt und für den Vertrieb der Loose soll der freien Konkurenz weiter Spielraum gelassen werden. — Abwarten!
** Miltenberg. Am hiesigen Brückenbau ereignete sich am Montag ein entsetzliches Unglück. Es stürzte am rechten Ufer ein jedenfalls zu schwach konstruirt gewesenes Fahrgerüst ein und mit ihm stelen elf Arbeiter in die Tiefe. Zwei sind todt, drei schwer und sechs leicht verletzt. Von den Getödeten war einer ledig, der andere Er- nährer von Frau und drei Kindern. Der ktl. Staatsanwalt von Aschaffenburg kam hier an zur Untersuchung des Unfalls.
** Ein 300jähriger Prozeß beendet. Der über 300 Jahre alte Waldstreit der Frei— herrlich von Thüngen'schen Gesammtfamilie gegen die Gemeinde Burgsinn(Bayern) wurde endlich vom Obersten Landesgericht als Revisionsinstanz durch Urteil beendigt, wodurch die von den Klägern gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg vom 15. Juni 1898 eingereichte Revifion als un- begründet zurückgewiesen wurde. Die Kläger wur⸗ den in die Kosten des Rechtsstreites verurteilt. Der Streitwert wurde vom Gericht auf 800,000 Mark festgesetzt. Die Gemeinde Burgsinn ist also als Siegerin aus dem langwierigen Rechts- handel hervorgegangen.
Orts ⸗Krankenkasse Giesten.
1. Von gut unterrichteter Seite wird uns ge— schrieben: Am 7. Oktober tagte die Vertreter⸗ versammlung der Ortskrankenkasse Gießen. Es war dies die letzte Versammlung für die derzeitigen Vertreter, da noch in diesem Jahre eine Neuwahl stattfinden muß. Aus diesem Grunde war auch von derjenigen Seite, welche früher die Leitung der Kasse in Händen hatte, alles aufgeboten worden, um in letzter Stunde noch zu retten, was für sie und ihren Geldbeutel zu retten war. Aber trotz Rundgang einer Liste, besonderer Einladung und Annoncierung im„amtlichen“ waren doch nur 15 Arbeitgeber und— 6 Parliere erschienen, während von Seiten der Arbeiter 32 Vertreter am Platze waren. Die auswärts wohnenden Parliere mußten eigens wegen dieser Versammlung in Gießen übernachten.— Auf der Tagesordnung stand: 1. Endgültige Abnahme der 1897er Rech— nung, 2. Jahresrechnung pro 1898, 3. Statuten⸗ änderung. Der Vorsitzende, G. Dahmer, eröffnete die Versammlung und erteilte zum Punkt 1 dem Sachverständigen, Herrn Steuerkommissariats-Ge— hülfe Möbus, das Wort. Derselbe legte in aus— führlicher Weise dar, daß nach der von ihm vor⸗ genommenen Prüfung der Rechner in 1765 Fällen Beiträge in Rechnung gesetzt und statutenwidrig nicht erhoben habe, wodurch die Kasse einen Ein— nahme-⸗Ausfall von 1084,05 Mk. im Jahre 1897 gehabt habe.— Die Ausführungen des Herrn Möbus offenbarten jedem Laten, daß der Sach— verständige unter der größten Sorgfalt die Sache geprüft hatte. Trotzdem auch Gesetz und Statut seine Behauptungen bestätigten, erlaubte sich der Rechner in seinen Erwiderungen auf die Aus⸗ führung des Sachverständigen letzteren in ganz un⸗ motivierter Weise persönlich anzugreifen. Eine kräftige Rüge des Vorsitzenden zeigte ihm jedoch, daß der parlamentarische Anstaud auch in einer Ortskrankenkassen-Versammlung gewahrt werden
Debatte, in welcher sich zeigte, daß die Arbeiter gewillt waren, den Rechner Heidt für den Ausfall verantwortlich zu machen. Hatte letzterer zu An⸗ fang noch eine recht selbstbewußte Miene zur Schau getragen, so schwand solche nach und nach während der Debatte, bis der Mann, der sonst stets von oben herab die Arbeiterschaft zu behandeln gewohnt war, zuletzt nur noch hervorbringen konnte: „Meine Herrn, haben Sie Mitleid, ich bin schon genug gestraft.“ Mitglied Judt beantragte, daß der Rechner vollen Ersatz leisten solle. Arbeit- geber Stadtv. Löber sprach für Ersatz der Un⸗ kosten der 2. Revision im Betrage von 120 Mk. Arbeitgeber Nickel beantragte bedingungslose Dechargeerteilung. Bei der Abstimmung über den Antrag Judt ergab sich, daß er mit einer Stimme in der Minderheit blieb.
Hierauf wurde der Antrag Löber ange⸗ nommen, trotzdem der Vater dieses Autrages, eben der Stadtv. Löber, sich die denkbar größte Mühe gab, seinen eignen Antrag zu Fall zu bringen, indem er den anwesenden Arbeitgebern unausgesetzt zurief:„Sitzen bleiben, es ist mein Antrag.“ Wahrscheinlich war Herr Löber in⸗ zwischen erft dahinter gekommen, daß noch der Antrag Nickel vorlag, der gänzliche Entlastung für den Rechner verlangte. Das merkwürdige Gebahren des Stadtv. Löber wurde übrigens vom Vorsitzenden gebührend gerügt.
Zu Puukt 2 referierte Geschäftsführer Fourier und wurde, nachdem der Rechner die Beseitigung der Anstände zugefichert hatte, dem letzteren für 1897 und 1898 Decharge erteilt. Bei dem letzten Punkt der Tagesordnung glaubte nun Herr Winn, jetzt sei der richtige Zeitpunkt zum Handeln gekommen. Der Vorstand hatte nämlich bean⸗ tragt, daß das Statut in mehreren Punkten ab⸗ geändert werden solle, damit u. a. die Mitglieder in den Genuß einer höheren Krankenrente kämen. Bei Beratung der Statutenabänderung im Vorstande glänzten die Herren Arbeitgeber durch unentschuldigte Abwesenheit, mit Aus⸗ nahme des Stadtv. Hanau, der überhaupt der einzige Arbeitgeber im Vorstande sein soll, der jeder Zeit mit wirkt und mit schafft. Bevor in den letzten Punkt der Tagesordnung eingetreten werden konnte, beantragte Herr Winn, daß die Statutenänderung ausgesetzt und eine Kommission zur Neuberatung über dieselben gewählt werden solle. Er motivierte seinen Antrag damit, daß man durch das Inserat gar nicht wisse, was ge— ändert werden soll und— das schien sein Haupt— trumpf zu sein— man müsse unbedingt einen Advokaten hierzu haben. Die verschiedenen Arbeitervertreter, namentlich der Vorsitzende Dahmer, Kontrolleur Beckmann und andere er⸗ klarten ihm jedoch, daß die Arbeiterschaft die Mithülfe eines Advokaten in den von ihr geleiteten Instituten nicht nötig habe. Auch hier ergriff Stadtv. Löber die Partei des Herrn Winn. Daß die Herren den Vorstandssitzungen fernblieben und deshalb über die Statutenänderung nicht orientiert waren, erörterten sie nicht.(Das Fortbleiben des freisinnigen Herrn Löber wäre am Ende noch zu entschuldigen, seiddem er im Flottenverein hervorragendes Mitglied ist.) Die Versammlung hatte keine Lust, die Statutenänderung noch weiter hinauszuschieben und lehnte deshalb den Antrag Winn ab, für denselben stimmten die Arbeitgeber und sämtliche— Parliere. Das Ergebnis der Statutenberatung und Abänderung kommt am besten in§ 14 zum Ausdruck. Danach beträgt die Karrenzzeit nur noch zwei Tage und das Krankengeld täglich
für die 1. Klasse Mk. 1.90(früher Mk. 1.75) 2 70 2 70 77 1.50 7„ 1 35) 5„ 1.20 4„ 0 7 7 4. 5 0 1 72 7 5 0.90) „ 1 2 1 70 0.65 7 1 0,60) 17 7 6 5„ 0.50 7 7 0.45)
Der Geschäftsführer Fourier machte die er— freuliche Mitteilung, daß sich die Kasse jetzt derart eutwickle, daß wahrscheinlich im nächsten Jahre das Krankengeld um weitere 5 Prozent erhöht werden könne.— Also auch in Gießen trifft das zu, was man anderswo längst festgestellt hat: Seitdem die Ortskrankenkasse von Arbeitern
müsse. Es entspann sich hierauf eine lebhafte
Partei ⸗ Nachrichten.
Versammlungs⸗ Kalender.
Samstag, 21. Oktober: Heuchelheim. A.⸗B.⸗V. Abends halb 9 Uhr bei Wirt Ludw. Mandler. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und recht zahlreich zu erscheinen.
Dienstag, den 24. Oktober: Kreis⸗Wahl⸗Verein. Vorstandssitzung Abends 9 Uhr bei Orbig.
Sonntag, 29. Oktober: Vereinigte Gewerkschaften. Nachmittags halb 4 Uhr General-Versammlung bei Orbig.
Das Cartell. Quittung. Für die Landtagswahlen von H. Schmidt 50 Pfg. Von Wieseck 18,45 M.— Für den Parteitag 10.— M. von Wieseck.
Parteigenossen! Auf dem Parteitag in Hannover wurden die Genossen Bebel, Singer, Auer, Pfannkuch und Gerisch wieder mit der Führung der Parteigeschäfte betraut. Unmittel⸗ bar im Anschluß an die Verhandlungen hat die Konstituierung der Parteileitung stattgefunden und wurden unter anderen folgende Beschlüsse gefaßt: Die Adresse des Partei⸗Bureaus ist wie bisher:
J. Auer, Berlin SW., Katzbachstr. 9. Sämtliche für den Parteivorstand bestimmten Briefe und sonstigen Zusendungen sind an die vorstehende Adressen zu richten; alle Gel d⸗ sendungen sind dagegen an den Partei⸗ kassierer
Albin Gerisch, Berlin S W., Katzbachst. 9, zu adressieren.
Beschwer den über den Parteivorstand, dessen Geschäftsführung und Entscheidungen nimmt
H. Meister, Hannover, Langestraße 1 entgegen.
Briefkasten der Redaktion. W. in B. Wir können beim besten Willen den Sinn Ihres Briefes nicht enträtseln. Druckfehlerberichtigung. In der dritten Notiz unter„Letzte Nachr.“ in voriger Nummer muß es in der letzten Zeile„Antisemiten“ heißen, nicht Christen.
Briefkasten der Expediion.
Quittungen. Nll. Fr. 1.80. Pfg. G. 5.85. Dthfr. Ogstrn. 8.40. Wbr. G. 1.— Bolte Lollar 3. Quartal 39.80.
Kch. Noflstdt. 3 Quartal 12.40. Kch. Kfdf. 3. Quart. 38.40. Dbg. Alsfd. 14.60. Hp. Bohm. 7.80. Wch. Bft. 3.— Th North. 1.20. Sg. Hehst. 2.20. Schmidt Dschlg. 0.70. Hchstdt Kchn. 8.60. M. Obsch. 3.—. B. Dllbg. 2.40. P. Grßl. 2.80. Ccht. Glbg. 12.20. Dlm. S. 1.— B. Rdgn. 4.60. Mhl. G. 58.80. Mhr. Eckh. 3.—. Schmpf. All. 2.—. Fth. Wtzlr. 35.—. G. Dbrgn. 10.—. Wzl. Hdf. 3.60. Gge. Hoͤbgn. 8.20. S. Slgth. 2.—. Vkm. Hchhm. 26.40. Z. Noͤh. 5.—. Str. G. Z. 4.80. H. Hbch⸗ 3.—, Vtzbg. Bckr. 10.20. Grgr. Mbg. 33.60. Chr. Lg. Schtz. 12.40. Kft. Angersbach 9.40. Rg. Etbch. 31.20. Z. Fon. 1.—. Hzl. Obh.—.7. Rtr. G. 1.20. Hhn. Lbch.—. 20. L. Weck. 30.60. Krgr. G. 40.—. Frlch. Gbg. 3.—.
—— Gewerbegerichtswahl.
Samstag, den 21. Oktober von 12 bis 6 Uhr im Bürgermeistereigebäude.
bless el. II
Sonntag, den 22. Oktober 1899: Zweites Gastspiel von Carl Schönfeld
Madame Bonivard. Schwank in 3 Akten von A. Bisson. Duyg! Carl Schönfeld als Gast.
Dienstag, den 24. Oktober 1899: Drittes Gastspiel von Carl Schönfeld
Krieg im Frieden.
verwaltet wird, macht sie die besten Fortschritte.
Reif⸗Reiflingen Carl Schönfeld als Gast.
— 2
SSF


