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Nr. 43.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 8.
Die Sache ist in der That sehr ernst zu nehmen und es gilt,— so lang solcher Kuli— Import zwecks Lohndruck und Kulturerniedrigung benutzt werden soll— dem ersten Versuch energisch entgegenzutreten. Die Regierung hat die Pflicht, im Interesse der deutschen Arbeiterschaft, im In— teresse der Kultur, dem Eindringen jener asia— tischen billigen Arbeitskraft zu wehren. Wenn je, so ist hier der„Schutz der nationalen“ Arbeit am Platze.—
Krieg in Südafrika.
Der Krieg zwischen den Engländern und Buren in Südafrika hat begonnen. Vom Kriegs⸗ schauplatz liegen verhältnismäßig wenig Nach⸗ richten vor, obwohl kein Zweifel darüber besteht, daß die Buren schon seit einigen Tagen die Offensive ergriffen haben. Englischerseits wird eine strenge Telegraphen⸗Zensur geübt, so daß für England ungünstige Nachrichten kaum passieren dürften. Alle bisherigen Ergebnisse zeigen, daß man englischerseits den Gegner sehr unterschätzt hat. Das Reuter'sche Bureau meldete aus Pretoria vom 14. d. M.: Ein schweres Gefecht fand im Süden von Maseking statt. Ein gepanzerter Zug, der abgelassen war, um die zerstörte Linie wieder herzustellen, eröffnete ein Feuer auf Burentruppen. Ein Bure wurde getötet, zwei verwundet. Die Eng⸗ länder hatten 9 Verwundete. Ein zweites Treffen fand neun Meilen nördlich von Mafe⸗ king statt, woselbst die Eisenbahnbrücke zer⸗ stört war.
Unser Parteitag.
8. Die Resolution Bebel wurde mit 219 gegen 21 Stimmen angenommen. Glänzender konnte die Einheit der Partei nicht zum Ausdruck gebracht werden. Das tritt um so mehr in die Erscheinung, wenn man be⸗ rücksichtigt, daß die 21 Gegner fast nur Leipziger, Ber⸗ liner und Hamburger waren; die ersteren beiden stimmten mit nein, weil ihnen der Abschnitt 3 der Bebelschen Resolution(siehe vorige Nummer), der von einem in besonderen Fällen erforderlichen Zusammengehen mit bürgerlichen Parteien spricht, nicht gefiel; die Hamburger waren unzufrieden mit Abschnitt 4, in dem von den Genossenschaften die Rede ist.
Es wurden dann die Entschließungen der Neuner⸗ kommission gutgeheißen. Es handelt sich namentlich um Dr. Lütgenau, für dessen fernere Thätigkeit die Partei jede Verantwortung ablehnt. Lütgenau hat sich Hand⸗ lungen zu Schulden kommen lassen, die ihn als un⸗ würdig erscheinen lassen, in der sozialdemokratischen Partei noch irgend welche Rolle zu spielen. Unsere Partei stellt an ihre Mitglieder die höchsten Ansprüche inbezug auf ihre Moral.
Am Freitag Nachmittag begannen die Verhandlungen über unsere Stellung gegenüber dem Militarismus. Genosse Geyer referierte. Er ging namentlich mit Schippel in's Gericht, der unter dem Pseudonym(Deck⸗ namen)„Isegrim“ gegen unsere Programmforderung: Miliz(Volkswehr) an Stelle des stehenden Heeres, schwer gesündigt hatte. Schippel suchte sich nach Kräften zu rechtfertigen, mußte aber in der Diskussion die allerschwersten Vorwürfe einstecken. Die folgende von Geyer eingebrachte Resolution wurde angenommen:
„Der Parteitag erklärt:
Das stehende Heerwesen ist nach seiner ganzen Ent⸗ wicklung und Organisation das vornehmste Macht⸗ mittel zur Aufrechterhaltung und Befestigung der Klassenherrschaft; eine Hauptstütze für alle volks⸗ und arbeiterfeindlichen Bestrebungen; eine Einrichtung, die nur durch die schweren, stets wachsenden und unge⸗ recht verteilten Opfer an Gut und Blut möglich ist, welche die herrschende Gesellschaft besonders den arbei— tenden Klassen auferlegt.
Das Bestreben der Partei muß deshalb darauf gerichtet sein, das Heerwesen von Grund aus umzu⸗ gestalten, so daß die Wehrkraft der Nation aus einem Mittel der Unterdrückung nach iunen und steter Be⸗ unruhigung nach außen zu einem Mittel der Sicherung der Volksrechte und Freiheiten und der Verteidigung gegen fremde Angriffe wird.
Zu diesem Zwecke verlangt die Partei eine auf demokratischer Grundlage aufgebaute Organisation der Landes- und Volksverteidigung, die Kastenwesen und Gegensätze zwischen Volk und Heer unmöglich macht, jeden wehrfähigen Mann zum Waffendienst verpflichtet und seine Ausbildung zum brauchbaren Wehrmann durch eine entsprechende Jugenderziehung herbeiführt.
Von diesen Gesichtspunkten ausgehend, betrachtet es der Parteitag als selbstverständlich, den Punkt 3 des Parteiprogramms unverändert aufrecht zu erhalten, und fordert von den parlamentarischen Vertretern der Partei, auch künftig keinerlei Mittel für das bestehende Militärsystem zu bewilligen und jede Gelegenheit zur Propagierung der in Punkt 3 des Parteiprogramms aufgestellten Forderungen zu benutzen.“
Samstags ⸗Sitzung. Genosse Segitz, der über die Zuchthausvorlage referieren sollte, verzichtete auf eine eingehende Rede mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Zeit und unter Hinweis auf die Einmütigkeit, mit der die gesamte Arbeiterschaft das Zuchthausgesetz ablehne. Segitz legt eine Resolution vor, die einstimmig ange⸗ nommen wurde.
Nachdem noch eine große Anzahl Anträge erledigt waren, wurde beschlossen, die Parteitage in Zukunft Mitte September abzuhalten. Der nächste Parteitag findet in Mainz statt.
Der Vorfitzende Singer gab hierauf das Resultat der Vorstandswahl bekannt. Danach find zu Vorsitzenden Bebel und Singer gewählt worden. Als Kassierer ist Gerisch mit sämtlichen gültigen Stimmen wieder⸗ gewählt. Als Sekretäre wurden wiedergewählt Pfann⸗ kuch und Auer. Als Kontroleure wurden gewählt: Meister, Brühne, Kaden, Koenen, Zetkin, Ehrhart und Metzner.
Damit war die Tagesordnung erschöpft. Genosse Singer sprach den Hannoverschen Genossen den Dank aus für ihre Mühewaltung und führte weiter aus: Wenn ich einen kurzen Rückblick auf unsere Verhandlungen werfe, so liegt mir nichts ferner, als irgend etwas ver⸗ tuschen oder verschleiern zu wollen, um etwa nach außen hin künstlich einen befriedigenden Erfolg zu konstruteren. Aus vollster Ueberzeugung spreche ich es aus: Wir dürfen zufrieden sein mit den Ergebnissen dieses Parteitages. Wenn auch zu manchen Stunden in diesem Saale gleich einem Gewittersturme die Leiden⸗ schaften entfesselt waren, wobei nicht immer die zartesten Worte gewählt wurden, so meine ich, ist das, was viel⸗ leicht die Gegner als unsere Schwäche bezeichnen, doch auch in gewissem Sinne die Stärke unserer Partei. Wenn eben nicht der Eifer und die Energie, mit der bei uns die Ansichten vertreten werden, auch äußerlich in einer gewissen leidenschaftlichen Weise zum Ausdruck kommen würden, so würde unseren Diskussionen und Beschlüssen ein Teil ihres Wertes abgeben(Zustimmung). Denn auch auf diesem Parteitag hat es sich ja gezeigt, daß trotz aller leidenschaftlichen Diskussion und trotz der vorhandenen persönlichen Differenzen zwischen einzelnen unserer Mitglieder, trotz der verschiedenen Anschauungen über einzelne Fragen, doch die Partei als solche wie sie hier in ihren Delegierten vertreten ist, in fa st allen Fragen eine einheitliche Stellung ge⸗ nommen hat.
Parteigenossen! Wir haben diskutiert über unsere Theorie, über unser praktisches Programm. Trotz scharfer Gegensätze und trotz mancher Auffassungen, die in ihrer Konsequenz allerdings zu einer Aenderung unseres Pro⸗ gramms hätten führen können, haben sich doch auch die Vertreter dieser Auffassung zu den Grundsätzen be⸗ kannt, welche die Gesamtpartei vertritt, als überzeugte, ehrliche Sozialdemokraten.(Lebhafter Beifall.) Mit diesem Resultat dürfen wir, meine ich zufrieden sein, zer⸗ streut es doch von vornherein schon die Legende, die unsere Gegner sonst zweifellos verbreiten würden, wir seien gespalten und gingen auseinander. Nein, Partei⸗ genossen, das wollen wir doch vor aller Welt konstatieren: Mögen einzelne Parteigenossen Differenzen haben, scharfe Differenzen, die Partei als solche ist gebunden durch ihre Beschlüsse; durch die Ent⸗ scheidungen, die sie getroffen, hat sie erklärt: wir sind, was wir waren, und wir bleiben was wir sind!(Leb⸗ hafter Beifall.) g
Parteigenossen! Die Fragen der Taktik sind in der viel diskutierten Schrift unter dem Motto behandelt: „Was die Partei ist, das wage sie zu scheinen!“ Ja⸗ wohl, wir wollen scheinen, was wir sind, wir wollen scheinen, daß wir sind die alte Sozialdemo⸗ kratie, die in der Beseitigung der bürgerlichen Gesell⸗ schaft, in der Beseitigung der Ausbeutergesellschaft ihr Ziel erblickt; daß wir sind die alte Sozialdemokratie, die auf dem Wege zu ihrem Ziel alles, was sie der bürgerlichen Gesellschaft abtrotzen kann, ihr nur deshalb abtrotzt, um sich kampffähiger, stärker zu machen. Und wer jetzt noch behauptet, daß die sozialdemokratische Partei geneigt ist, auch nur um ein Jota von ihren Grundsätzen abzugehen, wer behauptet, daß sie geneigt ist, mit bürgerlichen Parteien insofern in Beziehung zu treten, als wir anerkennen, daß die bürgerlichen Parteien und Kreise, sie mögen einen Namen haben, welchen sie wollen, durch ihre Ueberzeugungen, durch ihre Politik geeignet seien, uns in ihre Reihen hinüberzuziehen, wer das behauptet, kennt unsere Verhandlungen nicht, kennt vor allem nicht den Geist, in dem sie geführt sind.(Bravo!) Parteigenossen! Es giebt ein Wort, das heißt: Durch Einigkeit zum Sieg! Ich ändere es ein wenig und sage
Durch Einigkeit zum Ziel und zwar zum En d⸗ ziel!(Bravo!) Wir wollen uns kräftigen in diesem Bestreben, indem wir all das, was wir fühlen, all das, was wir wollen, zusammenfassen in unseren alten guten Schlachtruf:„Die Sozialdemokratie, sie lebe hoch, hoch, hoch!“
Die Delegierten hatten sich von ihren Sitzen erhoben, stimmten begeistert in diesen Ruf ein und sangen den ersten Vers der Arbeitermarseillaise.— Damit war der Parteitag gegen 3 Uhr nachmittags geschlossen.
Von Nah und Fern.
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Herr Hirschel fürchtet sich.
* Der von den Odenwälder Bauern heim⸗ geschickte Architekt Hirschel will am kom⸗ menden Sonntag in Großen⸗Linden sprechen. Da ihm aber der Mut fehlt, sich seinen Gegnern gegenüberzustellen, so läßt er eine Mitglieder versammlung der Ortsgruppe des Bauernbundes einberufen. Nachdem dort über Holz⸗ und Kohlenbezug, sowie über„Künst⸗ lichen Dünger“ gesprochen ist, will Hirschel einen Vortrag halten über:„Die Leistungen unserer Partei(nämlich der antisemitischen) gegenüber denjenigen der Sozialdemokratie im hessischen Landtag“. Genau wie den National⸗ liberalen fehlt auch dem Hirschel der Mut, sich dem Gegner zu stellen. Er fürchtet sich, sonst würde er öffentliche Versamm⸗ lungen abhalten, zu denen jedermann Zutritt hat. Der Mann hat Angst, daß ihm vor versammeltem Volk alle die Lügen und Dummheiten nachgewiesen würden, von denen die Antisemiten leben.
Antisemitischer Schacher.
* Der früher antisemitisch⸗deutsch⸗soziale, jetzt Naumannisch-national⸗soziale Herr Erd⸗ mannsdörffer in Marburg erinnert den anti⸗ semitischen Reichstags ⸗ Abgeordneten Werner daran, daß er doch Klage gegen ihn(Erdmanns⸗ dörffer) erheben wollte, weil ihm der Vorwurf gemacht wurde, als Antisemit an jüdische Journalisten Nachrichten verkauft zu haben. Herr Werner hat wegen diesem für ihn gewiß sehr schwer wiegenden Vorwurf wiederholt mit Klage gedroht, bisher aber keine Klage eingereicht. Ebensowenig hat das der ehemalige Reichstags⸗ Abgeordnete Hirschel gethan, dem Erdmannsdörffer gleich⸗ falls den Vorwurf gemacht hat, an Juden Notizen verkauft zu haben. Herr Erdmanns⸗ dörffer tritt in dieser Sache so sicher auf, daß nicht mehr daran zu zweifeln ist, daß die Anti⸗ semiten Werner und Hirschel, die fortgesetzt den heftigsten Kampf gegen das Judentum mit dem — Munde führen, Nachrichten für„jüdisches Sündengeld“— schauderbar aber wahr!!!— an Juden verkauft haben.
Preßprozeß in Darmstadt.
Aus Darmstadt wurde am vorigen Freitag gemeldet: Die 1. Strafkammer des hiesigen Landgerichts verurteilte heute den verantwort⸗ lichen Redakteur der„Frankfurter Ztg.“, Giesen, zu 6 Monaten Gefängnis und die Redak⸗ teure Koepgen vom„Mainzer Journal“ und Malten von den„Mainzer Neuesten Nachrichten“
.
zu je 500 N. Geldstrafe. Giesen war ange⸗ klagt, wegen Aufnahme eines 8 in die 5 kfurter Ztg.“, in der der hessischen Re⸗
geworfen wurde, es sei notorisch be⸗ sie die fundamentalsten Vorschriften In
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er Verfassung frank und frei übertrete. dem Artikel wurde ferner behauptet, die Staats⸗ anwaltschaft sei durch höhere Weisung verhin⸗ dert worden, gegen den früheren Landgeri chts⸗ direktor Küchler Anklage wegen Beihülfe zum
Bankerott zu erheben. Die beiden Mai nzer Redakteure wurden wegen Abdruckes dieses Artikels mitangeklagt.— Dieser Prozeß wird zweifellos in der hessischen Kammer ein Nach⸗ spiel haben.
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