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Nr. 12.
Mitteldeutsche Sonutags⸗Zeitung.
Seite 8.
f Bei Künstlern, Handwerkern, Hand⸗ und Fabrik⸗
arbeitern, sowie bei Hebammen die zur persön⸗ lichen Ausübung des Berufs unentbehrlichen Gegenstände. 4. Bei Personen, die Landwirt⸗ schaft betreiben, das zum Wirtschaftsbetrieb un⸗ entbehrliche Gerät, Vieh⸗ und Feld⸗-Inven⸗ tarium nebst dem nötigen Dünger, sowie die landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die zur Fort⸗ setzung der Wirtschaft bis zur nächsten Erute unentbehrlich sind. 5. Die Bücher, die zum Gebrauche des Schuldners und seiner Familie in der Kirche und Schule bestimmt sind.— Wolche Kleidungsstücke, Geräte, Mobilien ꝛc. als unentbehrlich zu erachten sind, ent⸗ scheidet zunächst der Gerichtsvollzieher, event. auf Beschwerde hin das Amtsgericht.
Aus Marburg.
st- Am Dienstag, den 10. Oktober, wurde hier das neu erbaute Realschulgebäude seiner Bestimmung übergeben. Der Einweihungsfeier— lichkeit wohnten u. a. der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, von Zedlitz⸗Trützschler und der Regierungspräsident von Trott zu Solz bei. Daß bei dieser Gelegenheit für einige der Beteiligten die üblichen Orden abfielen, versteht sich am Rande.— Zu 9 Monaten Gefängnis verurteilte die hiesige Strafkammer einen Knecht, der durch einen Besuch des Ziegenhainer Kriegerfestes in kriegerische Stimmung geraten war und einem der heimkehrenden Krieger mit dem Messer in den Arm stach. Der Verurteilte wurde sofort ver—
haftet.
Kleine Mitteilungen.
* Gießen.(Stadttheater.) Die im Laufe dieser Woche gegebenen Vorstellungen—„Stabs⸗ trompeter“,„Schlafwagenkoutrolleur“,„Don Karlos“ und„Der neue Stiftsarzt“— waren verhältnismäßig gut besucht.„Don Karlos“ wurde als Volksvorstellung gegeben und fand den größten Beifall des bis auf die Logen ausverkaufteu Hauses. Ueber die in der kom⸗ menden Woche zur Aufführung gelangenden 5 unterrichten wir unsere Leser an anderer
elle.
Hessische Staats lotterie. Wie die „Darmst. Ztg.“ meldet, will die hessische Re⸗ gierung die Staatslotterie in eigene Verwaltung nehmen.
dz. Grünberg. Die bei den Gemeinde— obst⸗Versteigerungen erzielten Preise waren im allgemeinen verhältnismäßig niedrig. In Saaßen kam der Korb Aepfel auf 90 Pfennig bis 1 Mk. 20 Pfg. durchschnittlich zu stehen. In Lenheim berechnete sich das Simmer auf 2 M. bis 2 Mk. 50 Pf. Bei der Versteigerung in hiesiger Gemarkung wurde der Korb mit durch⸗ schnittlich 1 Mk. 30 Pf. bis 2 M. je nach den Sorten bezahlt.— Eine schöne Einnahme er⸗ zielte die kleine Gemeinde Göbelnrod. Der Er⸗ lös für Obst beträgt dort nahezu 300 Mk. Das Malter Kelterobst wird in hiesiger Gegend zu 6 bis 8 Mk. verkauft. Bei weitem teurer sind dieses Jahr die Zwetschen. Das Hundert kostete seither 20 und 25 Pfg.
* Bad Nauheim. Hier sind die Bohr⸗ maschinen zu den Bohrarbeiten für eine neue Heilquelle eingetroffen. Der Leiter der Boh⸗ rungen, Geh. Oberbergrat Prof. Dr. Lepstus, bestimmte definitiv den Platz, an dem gebohrt werden soll. Der Platz befindet sich etwa 25 Meter nordöstlich der Sprudelquellen VII u. XII. Die Firma aus Halle, welche die Bohrarbeiten übernommen hat, hofft in drei Monaten damit zu Ende zu sein; es soll 200 Meter tief gebohrt werden in einer Bohrweite von 22 Centimeter. Die alten Sprudelquellen VII und XII, die 1846 und 1855 zu Tage traten, sind 159,5 resp. 180,10 Meter tief und nur 9 Meter von einander entfernt.
Ehringshausen. Der Holzhändler Conr. Weimer von hier ist verhaftet worden.
Obernhof a. d. Lahn. An der Abteikirche zu Kloster Arnstein, dem vielbesungenen Bau⸗ werk, sollen die Westtürme wiederhergestellt werden. Die Steinmetz. und Maurerarbeiten sind ausgeschrieben. Bereits vor 20 Jahren hat der Staat erhebliche Kosten für die Er⸗ neuerung der Kirche aufgewendet. Die West⸗
türme, welche die Glocken tragen, gehören zu den ältesten(romanischen) Teilen der Kirche und sind von dem Grafen Ludwig, der— man höre und staune nicht!— nach einem Leben in Saus und Braus schließlich Kloster⸗— bruder wurde und sein Raubnest in ein Prämonstratenser⸗Kloster verwandelte, in der Mitte des zwölften Jahrhunderts erbaut worden.
— Krieg im Frieden. Eine fast un⸗ glaubliche nachträgliche Meldung vom Kaiser— manöver entnehmen wir dem„Bad. Landesbt.“: „Ein während der Manöver vermißter Dragoner wurde am 28. v. M. bei Pforzheim in einem Graben tot aufgefunden; demselben waren beide Beine gebrochen. Der Bedauernswerte scheint vom Pferde gestürzt und, da er unbe⸗ achtet blieb, dem Hungertode verfallen zu sein.“— Ehe wir an diese grauenhafte Nach— richt weitere Bemerkungen knüpfen, warten wir ab, ob sie bestätigt wird.—
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Partei⸗ Nachrichten.
Versammlungs⸗Kalender. Sonntag, 15. Oktober:
Tabakarbeiter⸗Verband(Zahlstelle Heuchel⸗ heim), Nachmittags 3 Uhr: Versammlung bei Georg Volkmanu. Sonntag, 22. Oktober.
Friedberg. Morgens 10 Uhr: Wahlvereins⸗ Versammlung, Nachmittags 3 Uhr: Maler- und Weiß⸗ binder⸗Versammlung bei Gustav Kühn,„Zur Stadt Newyork“.
Briefkasten der Redaktion.
Nach Heldenbergen. Notiz in nächster Nummer. Wir bitten, in Zukunft die Briefe richtig frankieren zu wollen, damit wir nicht wieder Strafporto bezahlen müssen.
Nach Beilstein. öffentlicht.
Briefkasten der Expediion.
Quittungen. Fauth, W. 25.— M. Odgn. 3.—. Kn. Bdgn. 2.—. M. Wtzlr. 6.20. L. Bbg. 1.—.
Wird in nächster Nummer ver⸗
Pf. Odh. 4.20. D. Bgs. 6.—. Sch. Grßb. 2.60. Kl. Rögn. 7.20. B. Ptwl. 7.40. Opf. Lbg. 4.—. Sgfr. Altb. 10.40. Schpf. All. 2.—.
Zur Landtagswahl
Welchen Wahlmann wählst du?
Unter allen Umständen nur denjenigen, von dem du bestimmt weißt, daß er seine Stimme abgeben wird für den Arbeiter kandidaten.
Nehmen wir zum Beispiel an, du hättest
dich mit deinem alten Kameraden Karl, der wie du, Sozialdemokrat ist, in letzter Zeit veruneinigt. Dagegen hättest du in neuerer Zeit viel verkehrt mit deinem Nachbar August, don dem du aber weißt, daß er Antisemit ist. Nehmen wir nun an, Karl würde von den Sozialdemokraten, August von den Antisemiten zum Wahlmann bestimmt. Würdest du dann auch nur eine Minute im Zweifel sein, wen du zu wählen hast? Gewiß nicht! Du würdest sofort fühlen, daß bei einer Wahl nicht persön⸗ liche Zuneigung oder Abneigung, sondern lediglich die Uebereinstimmung der politischen lleberzeugang ausschlag⸗ ebend sein muß. Du würdest deine Stimme ür Karl abgeben, obwohl du mit ihm auf dem Kriegsfuß lebst. Du würdest ihn wählen, weil du bestimmt weißt, daß er dem Mann eures Vertrauens, dem Genossen Philipp Scheidemann zum Siege bei der Landtagswahl verhelfen würde, damit dieser nachher im Landtag für euch eintreten und denen auf die Finger klopfen kann, die die Arbeiter Schlammbeißer nennen.
Also wählt nur Wahlmänner, von denen ihr wißt, daß sie für euren Kandidaten Scheidemann stimmen wollen, einerlei ob nun der betreffende Wahlmann Müller oder Schulze heißt, Gemeinderat oder Tagelöhner, Bauer
oder Händler ist.
Letzte Nachrichten.
s. Hannover, 12. Okt. Die Diskussion um die Bernsteinfrage wurde heute Abend nach drei— tägiger Dauer zum Abschluß gebracht, nachdem 29 Redner zum Wort gekommen waren. 14 Redner standen noch auf der Rednerliste verzeichnet, als Schluß der Debatte angenommen wurde. Freitag früh nimmt Bebel das Schlußwort, dann wird abgestimmt über die von ihm eingebrachte und von uns in der heutigen Nummer zum Ab— druck gebrachte Resolution. Zweifellos wird die Resolution einstimmige Annahme finden. — In der dreitägigen Debatte fiel manches scharfe Wort. Aber die Einheitlichkeit in der Auf— fassung unserer Aufgaben ist wohl nie klarer zum Ausdruck gekommen, als gerade bei der sogenannten Bernsteinfrage. Zum Entsetzen unserer Gegner, die diesmal ganz bestimmt auf die längst erwünschte Spaltung gehofft hatten, steht unsere Partei einiger denn je da. Was wir von vornherein gesagt haben, ist glänzend bestätigt worden: Ueber den besten Weg, der uns zum Ziel führen soll, bestehen Meinungsverschiedenheiten. Ueber das Ziel selbst sind wir einig.
— Wie die„Bad. Landesztg.“ mitteilt, ist von dem an anderer Stelle unseres Blattes mitgeteilten Manöver-Unfall„an maßgebender Stelle nichts bekannt.“
— Zum Polnaer Mädchenmord wird gemeldet: In Polna zirkuliert das Gerücht, der Bruder der ermordeten Hruza hätte ein⸗ gestanden, seine Schwester ermordet zu haben. Bekanntlich wurde die Crmordung des Mädchens von den Christen als Ritualmord dargestellt.
Gewerbegerichtswahl. 1
Samstag, den 21. Oktober l. J., Nachmittags von 12 bis 6 Uhr, findet im Bürgermeisterei-Gebäude die Neuwahl der Beisitzer zum Gewerbe-Schiedsgericht statt.
Während des kurzen Bestehens dieser volks⸗ tümlichen Rechtsprechung hat es sich gezeigt, daß solche bei richtiger Handhabung in vielen Bezieh⸗ ungen nur Vorteilhaftes für die Arbeiterbevölkerung bietet.
Damit diese Vorteile erhalten und noch mehr ausgenützt werden können, muß die Besetzung dieses Volksgerichts eine unabhängige und vor— urteilslose sein.
Zur Wahl schlägt aus diesem Grunde das Gewerkschaftskariell nachstehende Arbeiter vor und ersucht die Arbeiterschaft sich an der Wahl zahl⸗ reich zu beteiligen und ihre Stimme auf dieselben zu vereinigen, nämlich: Georg Dahmer, Spengler, Heinrich Männche, Schreiner, Adolf Hensel, Schriftsetzer, Gustav Krüger, Dreher, Heinrich Baum, Glaser, Christian Petersen, Schneider, Paul Kretzig, Tapezier, August[Bock, Drechler, Gustav Holtberg, Brauer, Joh. Rudolf, Cigarreum., Wieseck, Joh. Schäfer, Lackierer, Steinberg, Wilh. Laucht, Maurer, Gleiberg.
Das Gewerkschaftskartell.
esse Stadttheatef
Sonntag, den 15. Oktober 1899:
Hopfenraths Erben. Volksstück mit Gesang in 5 Akten von Wilken. Musik von Michaelis.
Dienstag, den 17. Oktober 1899: Der Compagnon.
Lustspiel in 4 Akten von Adolph L Arronge. Mittwoch, den 18. Oktober 1899:
Ein Sommernachtstraum. Von Shakespeare. Musik von Mendelssohn⸗ Bartholdy.
Freitag, den 20. Oktober 1899: Gastspiel von Carl Schönfeld:
Krieg im Frieden. Lustspiel in 5 Akten von Moser u. Schonthan.
Reif⸗Reiflingen Carl Schönfeld als Gast.


