—
— — .
krolkun um kanne Boden as breu⸗ goß.— Murter,
f unber⸗
ibrauh
ö Dabei findlice aphss Marien- 9“ us
„Tele-
Sofort r alen
Gchälle hnhäuse ser. Ol wa 200 ch schhn
am nich
Ball gelegelk Jahre, idtetag el bf Göstel. ren 10 lcher l“ 115 igen il 0
2 —— a
17 rell, w aubtehe 0 1 vulde Kol,
Mitteldeutsche Sonutags⸗Zeitung.
Seite 8.
diebstahls schuldig gemacht haben sollen.— Botanischer Garten. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Direktion des botanischen Gartens, einer Anregung der städti⸗ schen Vertretung entsprechend, in dankenswerter Weise den Garten an Sonn⸗ und Feiertagen von vormittags 9—12 Uhr(statt bisher nur bis 11 Uhr) dem allgemeinen Besuch geöffnet hat. — Ueber einen Akt der Roheit schreibt man uns: Am Montag war der Maurer Ph. Jung von Hochelheim mit dem Polier W. Steinmüller von Rödgen, beide bei Birkenstock und Schneider beschäftigt, wegen einer Kleinigkeit in Wortwechsel geraten. Dabei geriet der Steinmüller dermaßen in Wut, daß er dem Jung mit einer schweren Wasserwaage einen solchen Schlag über den Kopf versetzte, daß der Jung sofort blutüberströmt bewußtlos zusammenbrach. Der Verletzte wurde später in die Klinik geschafft. Es ist gegen den gewalt⸗ thätigen Polier Anzeige erhoben.— Es ist be⸗ dauerlich, daß auch unter Arbeitern noch der⸗ artige Rüpeleien vorkommen. Das sollte man füglich der„gebildeten“ Jugend überlassen, die sich kommentmäßig die Köpfe vermöbelt.
In Wieseck hat am Montag ein Blitz ein⸗ geschlagen und die Scheune des Gemeinderats und Gastwirts Weller entzündet. Die Scheune wurde ein Raub der Flammen.
Butzbach. Das hier in Garnison stehende 2. Bataillon des Reg. 168 rückte am 2. August früh um 6 Uhr zu einem Uebungsmarsche aus und kehrte um 1 Uhr bei einer tropischen Temperatur zurück. Beim Einrücken brach ein Mann vor dem Haus des Kaufmann Wießler in Folge eines Hitzschlages zusammen und wurde in die Wießler'sche Wohnung gebracht.
Wetzlar. Harte Strafe. Der Tag⸗ löhner Daniel Qu. von Hohensolms war eines Tages von dem Fürstl. Revierförster R. daselbst angehalten worden, weil R. den Verdacht hatte, daß Qu. Holz gefrevelt habe. Qu. war über dieses Vorgehen des Beamten sehr erbost und machte seinem Ingrimm durch beleidigende Worte Luft. Angeklagt, wurde Qu. mit Rücksicht auf seine Vorstrafen verurteilt zu 6 Monaten Ge— fängnis.
Darmstadt. In Erwiderung einer Ein— gabe der vereinigten Ortskrankenkassen des Großherzogthums Hessen an das Ministerium hat dasselbe entschieden, daß Innungskranken⸗ kassen nur dann de Genehmigung der Regierung erhalten sollen, wenn dieselben gleiche Leistungen wie die Ortskrankenkassen bieten. Hoffentlich verhält sich die Regierung Neugründungen von 1055 und Fabrikskrankenkassen gegenüber ebenso.
Arbeiterbewegung.
* Aus Ortenberg(Oberhessen) wird uns geschrieben, daß in der Bau- und Möbelschreinerei von Hoffmann ein Streik ausgebrochen ist, an dem alle Arbeiter der betr. Firma beteiligt sind. Gefordert wird die zehnstündige Arbeitszeit.
Streikende Schnitterinnen. Aus Hohensolms wird gemeldet: Vor einigen Tagen strikten die auf dem hiesigen Gutshofe beschäftigten Schnitterinnen. Sie weigerten sich, die Arbeit aufzunehmen, bis eine von ihnen ge⸗ forderte Lohnerhöhung bewilligt sein würde. Nachdem ihnen eine Erhöhung um 20 Pfennig täglich zugestanden war, gingen sie wieder an's Werk. Alle Achtung vor der Energie dieser Frauen.
Die Aussperrung der dänischen Arbeiter dauert fort. Die Unternehmer wollen keinen Frieden. Sie wollen die Arbeiter aushungern. Das muß vereitelt werden. Helft den braven Dänen!
Partei⸗ Nachrichten.
Versammlungs⸗Kalender. Samstag, den 12. Au gust. Arb.⸗Bild.⸗Verein Heuchelheim bei Wirt
Georg Volkmann.
Wieseck. Arb.⸗Bild.⸗Verein bei Ad. Ziegler.
Sonntag, den 3. September, im großen Weinrich'schen Saale in
Lollar Kreis- Konferenz
für den Wahlkreis
Gießen ⸗ Grünberg ⸗ Nidda.
Tages⸗Ordnung:
1) Kassen⸗ u. Geschäftsbericht des Kreis⸗Vertrauens⸗ manns.
2) Neuwahl des Vorstandes für den Kreis⸗Wahl⸗ Verein.
3) Die Thätigkeit des hessischen Landtags und die bevorstehende Neuwahl im Gießener Landkreis.
Referent: Gen. Scheidemann. 4) Der deutsche Parteitag in Hannover. Referent: Gen. Krumm.
Wir fordern hiermit die Parteigenossen im 1. hessi⸗ schen Reichstagswahlkreis auf, Stellung zur Kreis⸗ konferenz zu nehmen und Delegierte zu wählen. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl ist es dringend erforderlich, daß die Kreiskonferenz gut be⸗ sucht wird. 5
Der Der Kreis⸗ Vertrauensmann: Vorsitzende des Kr.⸗W.⸗V.: A. Bock. Ph. Scheidemann.
Auf Beschluß des Landes-Komitees findet die dies ⸗ jährige
Landes⸗Konferenz
der Sozialdemokraten des Großherzogtums Hessen
in Mainz
Sonntag, den 10. September, Vorm. 10 Uhr, im Saale der„Restauration zur Wanz““ statt.
Die Tagesordnung lautet:
1. Geschäftsbericht des Landes⸗Komitees. Referent Genosse Ulrich- Offenbach.
2. Rechnungsablage. Referent Genosse Orb-Offenbach. 3. Bericht der Landtagsfraktion. Referent Genosse Haas⸗-Mainz.
4. Die bevorstehende Landtagswahl.
Referent Genosse Cramer-Darmstadt.
5. Einlaufende Anträge.
6. Wahl des Landes⸗Komitees.
Parteigenossen! Sorgt allerorts dafür, daß die Landes⸗ Konferenz zahlreich besucht wird. Dis⸗ kutiert die Tagesordnung und sendet die nötigen Anträge rechtzeitig an den mitunterzeichneten Genossen Ulrich ein!
Offenbach a. M., den 5. August 1899. Das Landes⸗Komitee.
C. Ulrich, Vorsitzender J. Orb, Kassirer Gr. Marktstr. 25. Groß-Hasenbachstr. 12.
Eingesandt.
Viele Wirte und sonstige Geschäftsleute, die fast ausschließlich auf die Arbeiterkundschaft an gewiesen sind, können sich doch aus lauter Angstmeierei nicht dazu verstehen, die M. S.⸗Ztg. auszulegen oder— wenn es sich um Kaufleute u. s. w. handelt— in derselben zu annoncieren. Dieser Wirt meint, wenn er die M. S.⸗Z. auflegt, nehme es ihm vielleicht dieser oder jener sich als Staatsstütze fühlende Spießbürger übel, der alle vier Wochen für 10 Pfg. Bier bei ihm trinkt. Und jener Geschäftsmann fürchtet, daß am Ende ein Beamter, der fast alle seine Bedarfsartikel aus Special⸗ geschäften am Orte oder von auswärtigen Versandt⸗ häusern bezieht, sein Schächtelchen Wichse nicht mehr bei ihm kaufen würde, wenn er in der M. S.⸗Ztg. annonciert.
Auf einzelne Leute aus sogenannten„besseren Kreisen“ nehmen die Wirte un) Geschäftsleute die größte Rücksicht. Die große Masse ihrer Kunden, die Arbeiter, durch deren ständigen Besuch und Ein⸗ kauf viele Geschäftsleute überhaupt erst existenzfähig sind, wird aber auf das rücksichtsloseste behandelt.
Laßt euch das nicht gefallen, ihr Arbeiter in Stadt und Land. Verkehrt nur bei solchen Wirten, die die M. S.⸗Ztg. aufliegen haben und berücksichtigt bei euren Einkäufen in erster Linie solche Geschäfte, die auch in der M. S.⸗Ztg. annoncieren. Von denjenigen Ge⸗ schäftsleuten, die nur in gegnerischen Blättern in⸗ serieren, müßt ihr annehmen, daß ihnen an Arbeiter⸗ kundschaft nichts gelegen ist. Solche Geschäftsleute dürft ihr also durch eure Kundschaft nicht belästigen.
Wenn sich die Arbeiter und besonders auch die Ar⸗ beiterfraueu nach dem Gesagten richten, werden gar manchem Geschäftsmann bald genug die Augen aufgehen.
Gießen, 8. August 1899.
Franz F.
Anfrage aus Lollar.
Wann werden wohl die Diäten ausgezahlt für die Feuerlöschmannschaften, die vor langer Zeit die Pflicht nach Staufenberg rief? Da in Lollar im Uebrigen bei der Feuerwehr alles tadellos funktioniert, so ist es sehr verwunderlich, daß in dem angefragten Fall eine so große Verzögerung zu verzeichnen ist.
Lollar, 10. August 1899.
Einer für Viele.
Briefkasten der Redaktion.
Nach Marburg. Die Schilderung dieser neuen Affäre Scheibe veröffentlichen Sie wohl besser im Fach⸗ blatt. Wenn Herr Scheibe ruhig duldete, daß ein Un⸗ schuldiger für etwas von ihm(Scheibe) Begangenes gekündigt wurde, also vielleicht langdauernder Arbeits⸗ losigkeit überliefert wird, so wäre es u. E. Pflicht sämtlicher Kollegen der Hamel'schen Dru kerei gewesen, wie ein Mann für den Gemaßregelten einzutreten. Es hätte sich ja dann auch herausgestellt, ob der Buch⸗ druckereibesitzer Hamel, wie es nach den Aeußerungen Scheibes der Fall zu sein scheint, nur mit Genehmigung der Redaktion der„H. L.“ Setzerpersonal entlassen kann.— Ich habe das Material den Scheibe-Akten einverleibt.
M. B. 100. Möblierte Zimmer werden in Mar⸗ burg ortsüblich monatlich bezahlt; lediglich Studenten zahlen— resp. bleiben schuldig— semester weise. Wie die Zahltermine, so die Kündigungsdauer. Wenn der Vermiether Ihre Kündigung Anfang Angust an⸗ nahm und keinerlei Einwendungen machte, so hat er dadurch bekundet, daß er einverstanden mit Ihrem Zimmerverzicht war.
Marktbericht.
Gießen, 5. August.(Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter p. Pfd. 1.10 bis 1.25 Mk., Hühnereier p. St. 7—0, 2 St. 13—41 Pfg., Enteneier 1 St. 7—8 Pfg., Gänseeier p. St. 10 bis 11 Pfg., Käse 2 St. 5—6 Pfg., Käsematte per St. 3 Pfg., Erbsen p. tr. 20 Pfg., Linsen p. Ltr. 32 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0.75— 0.90, Hühner per Stück Mk. 1.00— 1.20, Hahnen per Stück Mk. 0.60— 1.00, Enten per Stück Mk. 1.90— 2.40, Gänse per Pfund Mk. 0.00— 0.00, Ochsenfleisch per Pfund 68— 74 Pfg., Kuh⸗ und Rindfleisch per Pfd. 62— 64 Pfg., Schweine⸗ fleisch per Pfd. 60—72 Pfg., Schweinefleisch, ge⸗ salzen, per Pfd. 76 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 60 bis 66 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50—70 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 6.50— 8.50, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. Mk. 7.00— 8.00, Milch per Liter 16 Pfg., Kirschen per Pfd. 00—00 Pfg.
Grünberg, 5. Aug. Am Markttage, 5. August wurden auf dem hiesigen Frucht markte folgende Frucht⸗ arten ꝛc. zu den beigesetzten Durchnittspreisen verkauft: 00 Doppel⸗Zentner(à 100 kg) Weizen zu 00,00 M., 2 D.⸗Z. Korn zu 15,24 Mark, 0 D.⸗Z Gerste zu 00,00 Mark, 10 D.⸗Z. Hafer zu 15,06 Mark, 0 D.⸗Z. Erbsen zu 00,00 Mark, 0 D.⸗Z. Linsen zu 00,00 Mark, 25 D.⸗ Samen zu 22.12 Mark, 9 D.⸗Z. Kartoffeln zu 6 00 Mark.
Treue um Treue!
Unterm Zuchtbauskuss ist es doppelt Pflicht der Arbeiter und Arbeiterinnen für die Parteipresse zu wirken. Sie ist der zuverlässigste Führer und Kämpfer für das arbeitende Volk in Stadt und Land. Die„M S..“ wird ihren Grundsätzen treu bleiben und unerschrocken für Recht und Wohlfahrt der Kleinen in Dorf und Stadt weiter kämpfen. Diejenigen Leser, denen die„M. S.⸗Z.“ seit Jahren ein lieber Freund, werden ihe nicht nur die Treue be- wahren, sondern als ziel- und pflichtbewußte Proletarier ihrem Parteiblatt wieder neue Abonnenten zuführen.— Was die„M. S.⸗Z“ ihren Lesern bietet, zeigt sich am besten bei einem Vergleich mit anderen Blättern!— Die Bezugsbedingungen der„M. S.⸗Z.“ sind am Titel der vorliegenden Nummer angegeben. In Orten, wo wir noch keine Austräger haben, werden solche von uns jederzeit angenommen.


