ausende eseligen Im gefl. zuerst 8 Rep⸗ ing ein d des⸗ ppresse“ irungen ͤberein⸗ traßen⸗ .
len in. dummer Sperr⸗ und zu
he, her⸗ daß— n täglich wir den end, als erklären hämische pwestern“ wenn so ründliche
Schach⸗ es a b⸗ tal is⸗
Ueber ur ein „ aber die auch igkeit
egen pc estern Denun⸗ ö Blatt, fiffen — Uns ing des n denen ürdiger⸗ t vor⸗ 5.
erei ge⸗ rbeiter⸗ enannte sonder 1 ich dl 10 auc genossen r ihnen tet, so⸗ e 15 fin allg 1
eh N fie le sohialen 8 dabei
Nr. 7.
Mitteldentsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
auch auf seine ehemaligen Parteigenossen, die Antisemiten, zu reden und sprach sich über diese sehr abfällig aus. Die großherzoglich-hessischen antisemitischen Landtagsabgeordneten z. B. könn⸗ ten nur agitieren. Sollten sie im Landtag einmal mitarbeiten, dann sagten sie: „Das verstehe mer nit, mer könne nur räsonnire“. Wir wissen nicht, ob der natio⸗ nalsoziale Flottenfreund den Nachweis er⸗ bringen kann, das einer der antisemitischen Ab⸗ geordneten das wirklich gesagt hat. Daß ihre einzige Stärke thatsächlich im Räsonniren besteht, bedarf freilich keines besonderen Nachweises mehr.
Aus Niederscheld.
* Ueber die in Niederscheld(Kreis Wetzlar) abgehaltene Kaisergeburtstagsfeier be⸗ richtet die„Zeitung für das Dillthal“ sehr hübsch. Nachdem das Kaiserhoch ausgebracht war, wurden verschiedene Theaterstücke aufgeführt.„Herr Frank, Leutenantder Reserve“ so heißt es weiter —„wohnte den Aufführungen 3 und 4 auch bei und drückte seine größte Zufrieden⸗ heit über die Leistungen aus. Herr Bergver⸗ walter Nix, welcher Ehrenmitglied unseres Vereins ist, toastete auf Herrn Frank, drückte seine Freude darüber aus, daß ein Offizier in unserer Mitte sei. Herr Frank dankte für das ausgebrachte Hoch und lobte noch in kurzen Worten die große Beteiligung unseres Vereins an dieser Festlichkeit, indem er darauf hinwies, immer fester zu unserem Kaiser und obersten Kriegsherrn und zum Vaterlande zu stehen, und brachte zum Schluß ein Hoch auf den Verein aus. Glückliches Niederscheld, dem es gelungen ist, durch seine künstlerischen Dar⸗ bietungen die Zufriedenheit eines Leutenants der Reserve zu erringen!“— meint dazu die Frkf. Ztg. und wir stimmen ihr bei.
„Göttliche Weltordnung.“
In Mainz wurde ein Mann verhaftet, der
gebettelt hatte. Bei seiner Vorführung gab
er an, erst aus dem Kranken hause in Wies⸗ baden entlassen worden zu sein, und bat recht
dringend um eine hohe Gefängnisstrafe, um,
wie er sich ausdrückte, sich erholen zu können!— Die„Staatsb. Ztg.“ berichtet: Des Hunger⸗ einer Schonung bei Steinhöfel nahe Fürstenwalde das unverehelichte Dienstmädchen R. Das Mädchen war seit Oktober
todes gestorben ist in
vorigen Jahres außer Stellung. Das Magdeburger Urteil.
Zur Magdeburger Majestätsbeleidigungs⸗ Affäre bringt ein offenbar mit der deutschen Parteigeschichte gut vertrauter Genosse in der New⸗ Yorker Volkzeitung Erinnerungen, die seiner Ansicht nach dafür sprechen,„daß die Hochherzigkeit des Abg. Schmidt schlecht am Platze war, daß sein Opfer umsonst gebracht worden ist“.
Zu Anfang der achtziger Jahre, so lauten die Erinnerungen, schrieb Albert Dulk in Stutt⸗ gart ein Flugblatt, das ein anderer Genosse Der Betreffende ward zu einem Jahre Gefängnis verurteilt, worauf Dulk sich selbst dem Gericht als Verfasser stellte. Dulk wurde ebenfalls zu einem Jahr Ge⸗ er dem anderen
Genossen eine Erleichterung der Strafe verschafftt
hätte. In Dresden wurde zur selben Zeit ein
Genosse zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt
und zwar wegen angeblicher Verbreitung ver⸗ botener Schriften. Der Verurteilte war unschuldig.
Die Dresdener Genossen veranlaßten den wirk⸗
lichen Thäter, sich dem Gerichte zu stellen und
ein neues Verfahren in dem Falle zu erwirken.
Das neue Verfahren für den zuerst verurteilten wurde abgelehnt und der wirkliche Thäter
dann ebenfalls zu sechs Monaten verurteilt.
verantwortlich zeichnete.
fängnis verurteilt, ohne daß
Von Rechts wegen!
Es sei sehr zu fürchten, daß es in dem jetzigen Magdeburger Falle gerade so gehen wird. Auf den eigenen Antrag Schmidt hat der Reichstag die Ermächtigung erteilt, den Genossen Schmidt in Anklagezustand zu versetzen, was der Reichs⸗
tag sonst stets ablehnt. Wer war Goethe?
Wer bisher der Ansicht war, daß Wolfgang Goethe Deutschlands größter Dichter sei, hat
sich bitter getäuscht. Er lasse sich belehren von dem klerikalen„Pfälzer Volksboten“, der in Kaiserslautern erscheint. Dieser kommt nach einer Aufzählung von Goethe's Frauengestalten in einer moralischen Würdigung zu folgendem Schlusse:„Das sind die hervorragenden Etappen des moralischen Lebens dieses angebeteten Littera⸗ turhelden, der ein vollendeter Wüstling und ein sittenloser Schurke, der das Lebensglück vieler anständiger Frauen zertreten und ihre Tugend und Ehre den niederen Instinkten seiner bestialischen Leiden⸗ schaften herzlos opferte.“ Na, nun wissen wir wenigstens, woran wir sind.
Arbeiterbewegung.
Der nächste Gewerkschaftskongreß findet von Montag, den 8. Mai 1899 ab in Frankfurt a. M. statt. Anträge, welche auf die Tagesordnung kommen sollen oder auf die be⸗ kannt gegebene Tagesordnungspunkte Bezug haben, sind bis zum 25. März 1899 an die General⸗ kommission einzusenden. Sämtliche bis dahin ein⸗ gegange Anträge werden veröffentlicht, damit sie in den Gewerkschaften diskutiert werden können. Der Kongreß wird am 8. Mai morgens 9 Uhr, eröffnet werden und dürfte voraussicht⸗ lich fünf Tage dauern. Ausführlicheres finden die Arbeiter in den verschiedenen Gewerkschafts⸗ blättern.
Gewerbe⸗Inspektion.
* Arbeiter und Arbeiterinnen, die über ge⸗ sundheits⸗ und gesetzwidrige Zustände an ihren Arbeitsstellen zu klagen haben und deren Gesuche von den Unternehmern nicht berücksichtigt werden, thun am besten, wenn sie dem Herrn Ge wer be⸗ inspektor für Oberhessen Mitteilung machen, damit dieser für Abhilfe sorgen kann. Herr Fabrikinspektor Engeln wohnt in Gießen, Westanlage Nr. 39 und ist bestimmt jeden Montag Nachmittag von 12—8 Uhr zu sprechen. Selbstverständlich beobachtet er strengste Verschwiegenheit in Bezug auf die Personen, welche ihn um Vermittelung ersuchen. Jeder Arbeiter und jede Arbeiterin kann sich vertrauens⸗ voll an den Gewerbeinspektor wenden. Es ist seine Aufgabe, darüber zu wachen, daß die Ge⸗ setze, welche zum Schutze von Leben und Gesund⸗ heit der Arbeiter getroffen wurden, von den Unternehmern auch streng beobachtet werden.
—
Partei⸗Nachrichten.
Areis⸗ Konferenz für den Wahlkreis Gießen ⸗Grünberg⸗Nidda am 26. Februar, nachmittags von 1 Uhr ab im Herbertschen Saale zu Hausen.
Tagesordnung:
1. Abrechnung des Kreisvertrauensmanns. 2. Ab⸗ rechnung des Kassterers vom Kreis-Wahl- Vereins. 3. Bericht der Delegierten über den Stand der Bewegung in ihren Orten. 4. Die bevor⸗ stehende Landtagswahl für Gießen⸗Land.(Ref.: Scheidemann.) 5. Ausbau der Organi⸗ sation im Kreise.(Referent: Bock.) 6. Unsere Presse.(Ref. Krumm.)
Für jeden Ort sind bis zu drei Delegierte stimm⸗ berechtigt. Mandatsformulare sind bei dem Genossen Orbig-Gießen, Rittergasse, in Empfang zu nehmen oder per Postkarte zu bestellen.
Die Genossen werden ersucht, sofort Stellung zur Kreiskonferenz zu nehmen und die Wahl der Delegierten vorzunehmen.
Die mit der Abrechnung noch im Rückstande be⸗ findlichen Organisationen in Watzenborn-Stein⸗ berg, Leihgestern, Klein⸗Linden, Daubringen, Hausen, Trohe und Rödgen werden um umgehende Einsendung der fälligen Beträge ersucht, damit der Kassierer bis zur Kreis⸗Konferenz genaue Rechnung legen kann.— Die neuen Beitragsmarken sind durch Genossen H. Baum, Gießen, Bahnhofstraße 13, einzufordern.
—
Friedberg. Für hier und Umgegend ist ein Ge⸗ werkschaftskartell gegründet worden. Alle Zu⸗ schriften und Anfragen sind zu richten an Gustav
Kühn, Haagstrasse 11.
Versammlungs⸗Kalender. Sonntag, den 12. Februar: Heuchelheim. A.⸗B.⸗V. bei Wirt L. Germer. Vortrag über den Stand der Zigarrenindustrie im Kreise Gießen. Es wird ein Referent anwesend sein. Ganz besonders sind Nichtmitglieder zu dieser Versammlung eingeladen. Alsfeld. Wahlverein. Nachmittags 3 Uhr Ver⸗ sammlung auf der Pfefferhöhe. Samstag, den 18. Februar: Gießener Wahlverein bei Orbig, abends pünkt⸗ lich 9 Uhr: 5 Partei⸗Versammlung, zu der alle Genossen, auch diejenigen, welche nicht Mitglieder des Vereins sind, ausdrücklich eingeladen werden. Tagesordnung:
1. Miliz oder stehendes Heer? Eine taktische Streitfrage.
Referent: Redakteur Scheidemaun.
Korreferent: Stadtv. Ed. Krumm.
2. Der Maulkorbzwang im Reichstag.
Referent: Chr. Petersen.
Diskussion zu jedem Punkt.
3. Wahl der Delegierten für die Kreis-Konferenz in Hausen.
Briefkasten der Redaktion.
Unsere Leser mögen verzeihen, daß wir uns heute ein wenig mehr, als uns lieb war, mit dem„Gießen. Anzeig.“ beschäftigen mußten. In Zukunft wird das hoffentlich nicht mehr erforderlich sein. Je weniger das Blatt in Arbeiterkreisen gelesen wird, um so weniger Ursache haben wir, das Blatt zu beachten.
Marburg. Können Sie durch weitere Zeugen beweisen, daß die Jäger Steine klopfen mußten? Wenn nicht, so lassen wir lieber die Finger davon.
M.⸗M. Der„erste Steuermann“ ist Herr Erd⸗ mannsdörffer, der Verfasser der Broschüre: Dem Ab⸗ grund zu. Gruß!
Lesen Sie das heutige Gedicht: An viele!
Alsfeld. Einsendung mußte wegen Raummangel zurückgestellt werden.
Für die Dresdener Opfer des Schwurgerichts eingegangen: Redaktion und Setzer der„M. S.⸗Ztg.“: P. S. 2. r d W I., E c Mk., W. K.—.50 Mk.
Briefkasten der Expedition. Kaltennordheim S. Liebknecht Emser Depesche noch nicht eingetroffen. Sobald dieselbe erhalten, werde Ihnen umgehend zusenden. Waldkappel Sch. Sonntags⸗Zeitung kostet (Kreuz-Band) nicht 20 oder 25 Pfg. pro Monat, sondern pro ½ Jahr 1.00 Mark!
Quittungen. Sch. Bch. 1.— Ab. Dch. 8.40. R. G.— 20. B. Pttw. 12.20. R. G. e
Dbgn. 5.40. Ggn. Rdr. 2.—. Pr. Nll. 2 Dr Ehgstrn. 10.60. Pf. G. 3.85. Stbg. Schfr. 6.60. Mhl. G. 65.—. Kch. Kfd. 8.. Kch. G. 10.—. Eschw. P. 18.60. Eschw. Sp. 3.60. Kchn. Hch. 9.—. G. K. G. 1.50. Sch. H. 25.20. H. Sch. 7.—. Albsh. Rbch. „dd Jestr gg! am Wgur. Nhm. 6.—. G. N. Wmr 1.—. Kbch. Rp. 2.—. B. Gbtch. 1.60. K. b. S.— 80. Sg. Wek. 28.20.
Dsch. Bg. 6.80.— Sch. N. Mrl. 3.—. Ob. C. D.
H. M. 4.80 Wzl. Lgd. 1.60. F. Wtzlr. 25.—. Hfm.
Gr. L. 1.—. Wgnr. Erdl. 10.—. L. P. 4.—. Gge.
Holgn. 8.40. Wtzb. 6.80. N. G. 75.—. M. G. 7.
W. K. 2.—. Hzl. O.— 80 Sg. Ochst. 1.20. Amtlich ermittelte Preise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände. Januar 1899.
In Gießen gezahlte Preise: 5 Durchschntte⸗
böchste drigse el. G 1 11 8 Weizen... 100 Kilo. 17.50 17.00 17.25 17.40 Roggen„„ 186.2515.00 15.544 15.14 Gerste.„„ 18.50 13.00 15.75 16.64 Goff:„„ 116.0 15.0015.500 14.70 e„„ 6.50 480 5.65 5.50 Sir„„ 00„ e Kartoffeln.„„ 6.50 6.00 6.31 5.95 Erbsen..„„ 31.00 29.00 30.000 25 88 Bohnen„„ 36.0034.00.35.00 28.27 Linsen„„ 42.00 40.004100 37.55 Weizenmehl.. 1 Kilo 0.44 0.38 0.41 0.37 Roggenmehl...„„ 9360 034 0.35 0.28 Batter 5 2.30 1.80 2.080 2.16 Milch 1˙ Liter 0.16 0.16 0.60 0.17 Ei ns 10 Stück 1.00 0.70 0.85 9.83 Brot, gem... 1 Kilo—.——.— 0.24—.28 Brot, Roggen..„„—.—-LA—= 0.21 0.23
mit ohne mit 115
Beilage Beilage[Beilage Beilage
Ochsenfleisch... 1 Kilo 1.40 1.60 1.40 1.66
Kuh- u. Rindfleisch,„ 1.26 1.40128 1.49
Nalbstene„„ 1 nee
Hammelfleisch..„„ 1.00 1.20[ 1.21 1.46
e 110100 113
Schweinefleisch.,„ 1.44 1.52[1.35 1.62
————
—
—


