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dagegen über das Verhalten der englischen das Blut wallen zu machen.
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Sicherlich waren aber viele unserer Leute wie
Nr. 49.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 8.
evangel. Bürgerschule stimmte die Stadtverord⸗ netenversammlung der Anstellung eines neuen, des 18., Lehrers zu. Beklagt wurde sehr, daß die Stadt einen so geringen Einfluß bei der Anstellung ausüben könne. Der Schulvorstand könne zwar der Regierung drei Bewerber zur Auswaßl eines geeigneten Lehrers vorschlagen, aber sie sei nicht an die Vorschläge gebunden. Bisher sei die Erfahrung gemacht, daß es für Wetzlar erheblich besser gewesen wäre, wenn die Regierung den städtischen Wünschen Folge gegeben hätte, anstatt dieselben un— berücksichtigt zu lassen.
* Eine folgenschwere Spinnstuben— affaire. Wie das Gießener Amtsblatt mit— teilt, hat der Staatsanwalt in Gießen auf erhobene Anzeige gegen 12 bis 15 Burschen aus der Gemeinde Pfordt wegen eines nicht näher zu bezeichnenden Spinnstuben u nfugs Untersuchung eingeleitet. Die Opfer in der betr. Affaire waren 15⸗ und 18 jährige Mädchen aus Pfordt und dem benachbarten Queck. Die Strafanzeige ging von letzterer Gemeinde aus. Der Spinnstubenskandal ereignete sich in einer Pfordter Wirtschaft.— Das klingt ja ganz gefährlich. Hoffentlich stellt sich die Sache als weniger schwerwiegend heraus, da sonst die Mucker, denen die Spinnstuben längst ein Dorn im Auge sind, wieder ein gewichtiges Argument gegen die landesüblichen Zusammen— künfte in die Hände bekommen würden.
Englische Greuel in Südafrika.
Ganz unmenschlich haben sich die Engländer egenüber verwundeten und gefangenen Buren enommen. Aus dem Munde von Engländern selbst kommen die Beweise für die Bestialitäten der englischen Soldknechte.
Der einzige wirkliche Sieg, den die Eng⸗ läuder im bisherigen Verlaufe des Krieges er— fochten haben, war das Gefecht bei Elauds— laagte, wo etwa 1000 Buren mit 3 Geschützen auf einer Hügelkette aufgestellt, von einer zwei— bis dreimal so starken englischen Uebermacht angegriffen und geworfen wurden. Ein recht⸗ zeitiger Rückzug der exponiert aufgestellten Truppen der Buren wurde nicht angeordnet, weil der alte General de Kock, als der Kampf begonnen hatte, sich in sein Gebetbuch vertiefte, um von dem Herrn der Heerscharen Hilfe zu erflehen und dann die Sache gehen ließ wie sie wollte. So hielten die Buren auf den Hügeln aus bis zuletzt und erlitten schwere Verluste. General de Kock selbst wurde mit der Bibel in der Hand tödlich verwundet. Die Kanoniere wurden bei den Geschützen niedergemacht von den stürmenden Engländern, die über drei Bataillone Infanterie, etwa 500 Reiter und eine Batterie verfügten. Es ist schon empörend, daß den Kanonieren kein Pardon gegeben wurde, aber da läßt sich allenfalls noch einwenden, daß die Engländer nach einem verlustreichen Bajonett⸗ angriff an sie herankamen. Doch was erfahren wir jetzt aus den brieflich eingetroffenen Be— richten? Grauenvolle Dinge erzählt ein Bericht— erstatter des„Daily Chronile“, der den ganzen Kampf mitmachte, also genaueste Kenntnis von den Vorgängen haben muß. Er weiß nichts von den später ausgestreuten Lügen, daß die Buren die weiße Flagge aufgehißt und daun das Feuer wieder eröffnet hätten. Was er
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Er sagt, nach der Erstürmung der Höhe sei immer wieder das Signal zum Einstellen des Feuers gegeben worden,„aber“ fährt er dann fort,„das Feuer hörte nicht anf. Ich weiß nicht, woran das lag.“ Vielleicht leisteten die Buren an einigen Stellen noch Widerstand.
betrunken vor Erregung.„Tilgt die Majubaschmach“ war ein beständiger Schrei. Die Buren waren aber geflüchtet. Ihre Ueber⸗ reste taumelten in dem Zwielicht über eine felsige Ebene zu unserer Linken. Dort wurden ie von den Gardedragonern abgefangen, die reimal durch sie hindurchritten. Ein Korporal
abstürzten, und zwischen die Felsen rollend, den Kopf mit den Armen schützten und um Pardon baten. Sie baten, man möge sie lieber er⸗ schießen, sie baten darum, nur um dem Stich der schrecklichen Lanze durch Rücken und Eingeweide zu entgehen. Aber nur wenige entgingen ihrem Schicksal. Wir gaben ihnen, wie sie so dalagen, eben einen guten Stich ab.“ Das waren die Worte des Korporals. Am nächsten Tage waren die meisten Lanzen blutig.“
Weder der Berichterstatter selbst, noch das Blatt, das die Mitteilung bringt, findet ein Wort des Tadels darüber, daß diese Lanciers wehrlose Leute, die sich ergeben hatten, rücklings niedergestochen haben. Diese Metzelei, wohlgemerkt, geschah nicht in der Hitze des Ge⸗ fechts, denn die Lanzenreiter überfielen uner— wartet die im Rückzug begriffenen Buren. Man muß stch zur Würdigung dieser Barbarei erinnern, daß die Buren wiederholt nach heftigen Kämpfen gegen Scharen englischer Soldaten so— fort Pardon gegeben haben, sobald sie sich er⸗ geben wollten. Pretoria ist voll solcher Ge— fangener.
Was sagen aber nun die Leute in England, die sich über türkische Greuel in Bulgarien und Armenien nicht genug ereifern konnten, über diese englischen Greuel in Südafrika?
Bisher nichts, kein Wort. Hoffentlich wer— den die englischen Sozialdemokraten ihre Stimme erheben, wie sie ja von Anfang an in diesem scheußlichen Kriege gegen die Kapitalisten— klique, die ihn angezettelt, gegen deren Sold— knechte und für die Buren sich ausgesprochen haben.
9 9 9 9 e* Partei⸗Nachrichten. Versammlungs⸗Kalender. Samstag, 2. Dezember:
Heuchelheim. Arb.⸗Bild.⸗Verein abends 8 ¼ Uhr bei J. Pfaff.
Büdingen. Zwecks Vereinsgründung sind alle Ge— nossen zu abends 8 Uhr in das Lokal von Heinrich Meuser hiermit eingeladen.
Sonntag, 3. Dezember:
Wieseck. Tabakarbeiter nachm. 3 Uhr bei Wacker. Wahlkreis Wetzlar⸗Altenkirchen. Nachmittags 3 Uhr Parteiversammlung bei Löb in Gießen, Kaplansgasse. Tagesordnung: Bericht un⸗ seres Delegierten Ed. Krumm über den Partei- tag in Hannover. Dienstag, 5. Dezember:
Kartellsitzung abends 9 Uhr bei Orbig.
Der Reichs- und Landtagsabgeordnete für Karlsruhe, Genosse A. Geck, soll nach einer Meldung der„Frkf. Ztg.“ und anderer bürgerlicher Blätter beide Mandate niedergelegt haben, weil er in Konflikt mit der badischen Parteileitung gekommen sei. Der„Vorwärts“ bemerkt dazu:„Wir können auf das bestimmteste versichern, daß die Meldung gänzlich unwahr ist.“
Briefkasten der Redaktion.
Nach B. Das Bürgerliche Gesetzbuch tritt am 1. Januar 1900, also in vier Wochen, in Kraft. Ohne besondere Genehmigung darf auch ein Krieger⸗ verein keine„Kollekte“ erheben, das heißt von Haus zu Haus betteln gehen.
r.....ññ Gießener Stadttheater. Sonntag, den 3. Dezember. Nachm. 4 Uhr: Als ich wieder kam. Abends 8 Uhr: Hofgunst. Mittwoch, 6. Dez.: Siebente Volksvorstellung. Der Campagne. Freitag, den 8. Dez.: Zurück!
Der Netto-Ertrag ist für Weihnachtsbescheerung armer Kinder bestimmt.
Unserer heutigen Auflage liegt ein Prospekt des Warenhauses Adolf
der Gardedragouer, der mit dabei gewesen ist, erzählte mir, daß die Buren von ihren Pferden
Unterhaltungs-Cril.
Wiegenlied für meinen Jungen.
Schlaf, mein Kücken,— Racker, schlafe! Guck: im Spiegel stehn zwei Schafe, Bläkt ein großes, mäkt ein kleines, Und das kleine, das ist meines! Bengel, Bengel, brülle nicht, Du verdammter Strampelwicht.
Still, mein süßes Engelsfüllen: Morgen schneet es Suckerpillen, Uebermorgen blanke Dreier, Nächste Woche goldne Eier,
Und der liebe Gott, der lacht, Daß der ganze Himmel kracht.
Und du kommst und nimmst die Spenden, Säst sie aus mit Sonntagshänden Und die Erde blüht von Farben Und die Menschen thun's in Garben.— Herr, den Bengel kümmert nischt', Was man auch für Lügen drischt.
Warte nur, du Satansrachen: Heute Nacht, du kleiner Drachen, Durch den roten Höllenbogen Nommt ein Schmetterling geflogen,
Zusch dir auf die Nase, hu. Deckt dir beide Augen zu;
Deckt die Flügel sacht zusammen, Daß du träumst von stillen Flammen, Von zwei Flammen, die sich finden, Nölle, Himmel still verbinden.—
So, nun schläft er; es gelang; Himmel, Hölle, Gott sei Dank.
Rich. Dehmel.
Die Gol dprobe. Von K. Pauli.
„Und nun sollst Du auch erfahren, warum ich Deinen freundlichen Besuch erbeten habe“, sagte der Baron Edgar von Bogner zu seinem Freunde, dem Artilleriehauptmann Senius, nachdem er ihn durch alle Räume seiner vor 1 zu langer Zeit gekauften Villa geführt atte.
„Ich denke“, erwiderte der Angeredete,„Du wolltest mir Dein Besitztum zeigen.
„Ja gewiß, das auch, aber eigentlich handelt es sich um was Anderes, ich will eine Gold⸗ probe veranstalten!“
„Dann hättest Du Dich doch besser an einen Chemiker gewendet!“
„Ach, Du verstehst mich nicht!“ rief lachend der Baron,„es handelt sich nicht um kaltes Metall, es handelt sich um viel kostbareres Gold, um das Vertrauen!“
„Wieso?“
„Höre! Du kennst doch meine Frau! Du weißt, daß sie in jeder Weise vollkommen ist, aber sie hat einen kleinen Fehler, sie ist etwas abergläubisch!“
„Das sind die meisten Frauen!“
„Gewiß, aber alles muß seine Grenzen haben, und deshalb will ich meine kleine Frau auf die Probe stellen, ob ihr Vertrauen zu mir oder ihr Aberglaube stärker ist!“
„Ich bin gegen jedes Auf⸗die⸗Probe⸗stellen, was die Frauen anbetrifft!“ sagte mit eigen⸗ tümlichem Lächeln der Hauptmann.„Kannst Du das Experiment nicht allein ausführen?“
„Nein“, entgegnete der Baron,„Dich, gerade Dich brauche ich dazu. Du bist als gewissen⸗ hafter Mensch bekannt, als Tugendspiegel bei⸗ nahe verschrieen, meine Frau hat zu Dir ein unbegrenztes Vertrauen——“
„Und?“ unterbrach ihn der Andere. „„Und dieses Vertrauen soll ihr die Absicht⸗ lichkeit des kleinen Scherzes garantieren, denn, wer kann mit— Du wirst mich schon ver- stehen!“ Damit zog er den Freund fort und ließ ihn nicht eher los, bis sie in dem reizend eingerichteten Boudoir der jungen Frau standen. Dort nahm der Baron ein Kästchen maurischer Arbeit vom Kaminsims, öffnete es und zeigte dem Hauptmann ein kleines Fläschchen, das eine wasserhelle Flüssigkeit enthielt.
„Siehst Du dieses Fläschchen?“ fragte er.
Baer hier bei, worauf wir hiermit hinweisen.
„Da ich nicht
t blind bin“, entgegnete der Hauptmann,„muß
ich es wohl sehen!“
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