Nr. 14.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
man so allerlei, daß es Einem nicht danach ist, als ob wir nur einen, einen und denselben Herrgott hätten!“
Der Alte nickte nachdenklich.
„Und die Sozialdemokraten...“
Da ermunterte sich der Alte wieder:„Von denen halt' mir's Maul!“ winkte er energisch ab.
Nein, soweit will er doch seinem Pastor, der ihm den Himmel vermittelt, nicht wider⸗ streben. Freilich, den Heinrich kennt er nun, und wie die paar Worte doch in seinem eigenen alten Schädel rebellische Gedanken und in seinem Rheinländerblut rebellische Wellen erregt haben! Ach, fort damit! So lange war es demütig gewesen, die paar Jährchen bis zum Grabe hielt ers noch, die gingen auch noch hin unter dem
Hie und da ein Stern, sonst Dunkelheit. Aber schwach hoben sich dennoch die Kontouren des Berges mit der Ruine vom schwach erhellten Himmel ab.
Diese prachtvollen, entzückenden Linien. Diese stille Gewalt, die zwang das erregte Gemüt zu Ruhe und Andacht. Und leise sangen dazu die fließenden Wasser des Rheins ihre ewige Melodie voll Sanftmut und Klarheit. Singen sie von ihrem Ziele, dem hoheitsvollen Meere, raunten sie von Vergessenheit und Ruhe? Wer weiß es!!
Jedoch, Heinrich war kein Gottesleugner. Aber wo sein Gott wohnte, da war helliger Boden. Und wer sich ihm nahen wollte mit frömmelndem und heuchlerischem Wort und Tun, den schreckte er aus dem Dornbusch. Nun, dem
Humoristisches.
Ein Pessimist. Salomon Blitzableiter, seines Zeichens Trödler, steht in seinem Geschäftslokal, zur Seite die liebende Gattin. Er rechnet seinen Profit aus. Da tritt ein Mann herein, legt eine Mark auf den Tisch und sagt:„Hier, das haben Sie mir heute Morgen zuviel herausgegeben!“ Vor Ueberraschung blelbt Salomon sprachlos. Als das seltsame Phänomen ver⸗ sch wunden ist, bricht er in die Worte aus:„Um Gottes⸗ willen, Sarah, was muß ich dem zuviel herausgegeben haben, wenn er mer e Mark wiederbringt!“
Die„höhere“ Tochter. Backfisch(im Guts⸗ hof eine Henne beobachtend, die gerade ihre Küchlein unter ihre Flügel kriechen läßt):„Sieh nur, Mama, wle herzig! Eben säugt die Henne ihre Jungen!“—
findet jeder⸗
alten Joch. J Der Heinrich aber wax aufgestanden und hingusgegangen in die kühle Nobembernacht.
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Herrn Pastor wird sein guter Alter des Hein⸗ richs Meinung unverfälscht übermitteln.
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