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war von Entrüstung erfüllt.
Nr. 31.
Mitteldentsche Sonntags⸗Zemung.
Seite 7.
sollten, sie mit einem gellenden Schrei herum⸗
bekommt; die Pferde, deren Brustkorb schwillt, beugen den Hals und treiben voran mit ge⸗ seuktem Kreuz; die Mittelpferde galoppieren in kleinen Sprüngen und nehmen den Boden immer mit beiden Füßen zugleich. Er erlebt sie selbst wieder, alle diese Dinge, als er ste erzählte, und regte sich auf.
Die Trunkenheit wuchs, ward zum Ueber⸗ sprudeln der Kräfte, fast zu einem wirklichen Rausch für diesen schwachen Körper.
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*
Stolz auf seine Mildtätigkeit kam der Herr herunter, sich seines guten Werkes zu erfreuen. Als er eintrat, hatte das Gespann eben seine Hauptwendung ausgeführt, und der Wagen fuhr mit Donnergeroll in die enge Straße ein, wäh— rend die Deichselpferde mit schwankenden Knieen sich von den Deichselstangen tragen ließen. Er blieb mit offenem Munde stehen: War der Kerl betrunken?
Rasch hatte sich Jacques erhoben; er fiel bei dieser allzu raschen Bewegung beinahe um, und seine Zunge, die plötzlich müde war von so viel Worten, konnte nur stammeln. Der Herr erbleichte, ward rot, von Kopf bis zu Fuß durchschüttelt von dem Zorn eines be⸗ stohlenen Menschenfreundes:„Was, Du Kerl, Du bist besoffen! Fort mit ihm, werft ihn hinaus! Ohne Umstäude!“
Die Diener, die nur schlecht ihr boshaftes Lachen verbargen, nahmen den verblüfften Mann bei den Schultern und schoben ihn zur Tür.
Der Herr sah von weitem aus dem Garten zu und wischte sich dabei die Stirn ab. Er Er fand, daß er wirklich zu gut, ja zu dumm war. Und als sie zum Gitter kamen, besann er sich s nell eines Besseren:
„Ah, holt mir die Polizet! Den Kerl da muß man mir einlochen! Hört Ihr? Daß ste mir ihn einlochen!“
Die Mutter als Erzieherin.
Du sollst Geduld haben! Dein Kind ist unartig und unfolgsam. Schon hundertmal hast du ihm etwas verboten, und es tut das Unrechte doch immer wieder aufs neue. Es soll nicht im Wasser herumplanschen. Wie oft hast du deinem Töchterchen das gesagt. Vor einer halben Stunde noch. Und nun siehst du es draußen in der frischen Pfütze, die der Regen eben hergerichtet hat, munter herumpatschen. Das Wasser spritzt hoch auf, Strümpfe und Kleider sind durchnäßt. Das siehst du mit Schrecken, und dir steigt das Blut zu Kopfe. Ju deinem bitterbösen Zorne siehst du gar nicht, wie deinem Kinde die höchste Lust aus den Augen leuchtet. Du siehst nur die nassen Strümpfe und Schuhe und das unartige, un⸗ gehorsame Kind. Und der Zorn und der Schmerz überwältigen dich, und du schreist dein Kind an und strafft es schwer:„Wie oft habe ich dir das verboten, du bist ein schlechtes Kind, ich mag dich gar nicht mehr leiden. Was soll aus dir einmal werden!“
Beruhige dich, aufgeregte Mutter! Dein Kind wird nicht schlechter als alle die anderen Kinder. Dein Kind trägt das Gesetzbuch nicht fortwährend im Kopfe. Und die Gesundheits⸗ regeln noch viel weniger. Glücklicherweise nicht!
Es wäre schlimm um das Kind bestellt, es wäre ein naseweises Streberchen, wenn es bet jedem Schritte und bei jedem Handschlag erst
immer vorher an
die hundert und tausend Vorhaltungen denken würde, die Vater oder Mutter ihm seit Jahren— selten in Ruhe, zumeist im Zorne— gemacht haben. Frage dich, Mutter, ob du dich bet allem, was du tust, auch jedesmal vorher reiflich prüfst, ob du es darsst oder nicht darfst. Was würde ein Erzieher zu tun haben, der dir jedesmal zurufen sollte: Das darfst du nicht, wie oft habe ich dir gesagt, daß das unrecht und falsch ist!
Sollst du nun dein Kind ruhig weiter im Wasser patschen lassen? Gewiß nicht! Du sollst es herausholen, du sollst ihm auch Vorhaltungen machen, aber nur in kurzen, bestimmten Worten und ohne das fürchterliche Aufgebot an mora⸗
lischer Entrüstung. Du sollst nicht durch schreck— liche Ausrufe dem Kinde den Glauben an sich selbst zerstören. Das Kind darf es und soll es fühlen, wenn es den Eltern Kummer bereitet hat. Das Kind soll gehorchen lernen. Das Kind soll daran gewöhnt werden, das Schlechte, das Falsche, das Ungehörige, das Gefährliche zu meiden. Aber du mußt das nicht durch einige erregte, in der Aufregung herausgeschleu⸗— derte Verbote und Gebote erreichen wollen. Durch ruhige, konsequente Gewöhnung, durch kurze Bestimmtheit erreichst du viel mehr als durch lautes Schelten und leidenschaftliche Ver⸗ wünschungen und Ausrufe. Eine Mutter muß Geduld haben. Durch ungeduldiges Zerren und Reißen bringst du die Knospe nicht zur Blüte, sondern du zerstörst sie. Wenn dein Kind, die zarte Menschenknospe, schön erblühen soll, so zerre und reiße nicht daran, sondern übe dich in Geduld!—
(h. sch. in der„Gleichheit“.)
Allerlei..
Sechzig Millionen Einwohner zählt Deutschland gegenwärtig. Nach dem Statistischen Jahrbuch des statistischen Amtes ist die mittlere Bevölkerung des Jahres 1905 auf 60 164000 Köpfe geschätzt gegen 59 364000 im Jahre 1904 und 58 569000 im Jahre 1903. Von 1903 zu 1904 hätte hiernach die Bevölkerung um 795000 und von 1904 zu 1905 um 800000 zugenommen. Die am 4. Dezember d. J. statt⸗ findende Volkszählung wird zeigen, wie weit das rechnungsmäßige Ergebuts von dem wirk— lichen abweicht. Doch groß wird der Unter— schied nach den Erfahrungen bei den früheren Volkszählungen jedenfalls nicht sein. Die 50. Million überschritt die Einwohnerzahl Deutsch⸗ lands im Jahre 1892; 1870 betrug die Be⸗ völkerung des heutigen Deutschen Reiches 40,8 Millionen, 1855 36,1, 1816 24,8 Millionen.
Man kann ungefähr berechnen, daß sich die
Bedölkerung des Reichs seit 72 Jahren ver⸗— doppelt hat.
Ausreichenden Schlaf für unsere Schulkinder.
Es ist eine wenig beachtete Tatsache, daß im Sommer im allgemeinen ein ausreichender Schlaf viel schwieriger zu erzielen ist wie im Winter. Zum Zustandekommen desselben ist nämlich die Fernhaltung aller Reize durchaus notwendig, vor allem also Ausschaltung des Lichtes. Die Kürze der Nächte beeinträchtigt demnach die Länge des Schlafes in ganz er— heblichem Maße. Ein ausreichender Schlaf ist aber nicht nur dem Erwachsenen, sondern auch dem Kinde überaus notwendig. Das Schul- kind wird durch zr kurzen Schlaf mehr ge⸗ schädigt wie durch die anstrengendste Arbeit; Ermattung und Nerposität stellen sich ein, während ein ausreichender Schlaf die Wider⸗ standsfähigkeit erhöht. Die wiederholt festge— stellte Tatsache, daß Kinder, welche nicht ge— nügend schlafen, öfter erkranken als diejenigen, welche ausgeschlafen haben, hat neuerlich auch die Schulkommisston in Stockholm wieder beob⸗ achtet. Sie konstatierte, daß nicht ausgeschlafene Kinder zu einem Viertel mehr unter Krank⸗ heiten leiden, wie andere, und setzte demgemäß die Schlafzeit für Schulkinder fest. Kinder von 4 Jahren sollen mindestens 12 Stunden schlafen, solche von steben Jahren 11 Stunden, solche von 9 Jahren 10 Stunden, von 12 bis 14 Jahren 9 bis 10 Stunden, junge Leute von 14 bis 21 Jahren 8 bis 9 Stunden. Im Winter ist es nicht schwierig, diesen Anforde⸗ rungen zu genügen. Im Sommer schlafen die Kinder dagegen sehr schwer ein, so lange es noch hell ist. Man soll aber die Kinder nicht zu früh zu Bett bringen, ehe Schlaf sich ein⸗ stellt; auf der andern Seite kann man den Schlaf im Sommer etwas rascher herbeiführen, wenn man die Lichtreize ausschaltet und daher das Schlafzimmer verdunkelt; auch laue Bäder und Waschungen wirken einschläfernd.
„Mir ist etwas ins Auge geflogen!“
das ist der Schmerzensruf, der jetzt in der Zeit der Ausflüge ins Freie, bei den Staub⸗
wolken des Sommers wieder alltäglich ge⸗ worden ist. Man sieht, wie von den Betroffenen ihr Auge eifrig gerieben wird und doch der Schmerz nicht nachläßt. Im Gegenteil, er verschlimmert sich dadurch nur, und der ein— gedrungene Fremdkörper sitzt meist umso fester im entzündlich geröteten Auge. Besser ist es schon, das unverletzte Auge zu reiben, um auf diese Weise auch die Tränenabsonderung des anderen anzuregen, die oft den Störenfried herausbefördert. Auch ein kühles, sofort vor— genommenes Augenbad mit reinem Wasser tut gute Dienste. Hat man Oliven- oder Mandelöl zur Hand, so tröpfle man wenige Tropfen da— von ins Auge und wasche es nach einiger Zeit mit warmem Wasser wieder aus. Es gelingt so oft, Staub, Asche, Splitter ꝛc. zu entfernen. Frisch gelöschter Kalk muß schnell mit reichlich kaltem Wasser ausgewaschen werden, da sonst das Auge leicht unheilbar erblinden kann.
Splitter.
Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, daß tüchtige Menschen wären undankbar gewesen. Goethe.
*
* * Das ist der im Leben gefährlichste Stolz, der nicht aus eigener Wertschätzung, sondern aus fremder Geringschätzung hervorgeht.
Grillparzer. *
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Nichts gewinnen als Geld, und alles ver— lieren, nämlich die Ehre, heißt in der Welt immer noch: sein Glück machen.
A. Ritter.
Nur darum?
Sind nur darum Europas Staaten, Daß die Soldaten grünen und blühn? Müssen für drei Milllonen Soldaten Unsere zweihundert Millionen sich mühn?
Freilich, das ist das Glück das moderne, Das uns gelehrt hat Soldaten erziehn! Ganz Europa ist eine Kaserne,
Alles Dressur und Diszipliy.
An das Volk.
Was willst du redlich sein? Mit treuer Hand
Die Deinen nähren, und das Vaterland
Mit Arbeit schmücke! für und für?
Der groß; Krieg steht vor der Tür.
Noch gestern war es nichts; nur über Nacht
Hat dich der Sturmwind, um dein Glück gebracht. Er kam— was kümmert's dich woher—
Geh fort! Man ruft dich ins Gewehr.
Geh aus der Werkstatt du, geh du vom Pflug! Für dech, du Tier, zu wissen ist's genug,
Der große Krieg kam übers Meer,
Gieb du dein Glück, dein Leben her! L. Thoma im„Simplicissimus“.
Humoristisches Nach der Parade.„Also bloß 17 Mann haben den Hitzschlag kriegt? A Glück, daß d' So ldaten koa Geld nit kosten!— Herrgott, wenn dös Rösser g'west wären!“(Südd. Postill.)
Empfehlenswerte sozialistische Schriften. Von der Expedition der Mitteld. Sonnt.⸗Zeltung Gießen, Rittergasse 17, sind zu beziehen: Die Neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. Allwöchentlich ein Heft. Preis 25 Pfg. Wahrer Jakob; Süddeutscher Postillon. Witzblätter. Erscheinen alle 14 Tage. Preis 10 Pfg. Freie Stunden. Beste Romanlitteratur. Ille striert. Wöchentlich ein Heft à 10 Pfg. Die Volksschule, wie sie sein soll. Von Otte Rühle. Preis 30 Pfg. Sozialdemokratisches Reichstagshandbuch. Von Max Schippel. Ein Führer durch die Zeit— und Streitfragen der Reichspolitik. In 37 Lieferunge à 20 Pfg. Gebunden 2 Mk. Wilhelm Liebknecht. Sein Leben und Wirken. Unter Benutzung ungedruckter Briefe und Aufzeichnungen. Herausgegeben von Kurt Eisner Mit Porträts und Abbildungen. Preis 30 Pfz.
Christliche Arbeiterpflichten. Jesuftische Fragen und sozialbemokratische Antworten. Preis 20 Pfg.


