16. — Vor⸗
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Nr. 18.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeuung.
Seite 7.
„Da oben! Da oben!“ rief nun plötzlich eine Stimme.„Klaus! Klaus! Was willst Du da oben auf den Turme?“
Alles schaute in die Höhe. 1
Klaus hatte den alten Turm von innen erklettert, dessen Plateau nur mit Lebens gefahr zu erreichen war. 5
Wirren Blicks stierte er auf die Untenstehen⸗ den, unter denen sich seine besorgten Kinder und die laut jammernden Enkel befanden.
„Halt!“ schrie er plötzlich mit einer von ihm bisher nie gehörten Stimme von oben herab, als er sah, daß beherzte junge Männer Versuche machten, zu ihm herauf zu klettern.
„Ihr werdet zu spät kommen. Hört: Ich war nicht dabei!“
Mit verzweifelnder, kreischender Stimme hatte er den letzten Satz hinausgebrüllt, daß alle Zuhörer entsetzt zusammenfuhren.
„Klaus ist irrsinnig geworden!“ hieß es nun allgemein.
Klaus redete weiter:
„Mein ganzes Leben“ sagte er,„habe ich, der ich doch zu Euch gehörte, Euch verlacht und auch verraten. Denn ich stand auf der Seite Eurer Feinde! Und ich hatte meine Kinder verstoßen, weil sie sich euch angeschlossen hatten. Dies alles ist Euch bekannt. Nun aber sitze ich an dem Tische, den Ihr gedeckt und genieße die Früchte Eurer Arbeit, die
recht tat, weil ich nicht dabei war. O, tut dies weh! Tut dies weh!“
Und er faßte sich an den Haaren und schrie von neuem wie ein Besessener:
„Sagt es meinen Lieblingen: ihr Großvater war nicht dabei!“———
Ein Sprung, ein lauter Aufschrei der schreckensbleichen Festgenossen und Klaus stürzte in die Tiefe, mit zerschmetterten Gliedern liegen bleibend.
Klaus war sofort tot.
Ein herzergreifendes Bild war es, als sich nun die beiden Enkelkinder auf Klaus' Leiche warfen und in einem fort ihren Großvater riefen.
„Großvaterle! Gutes Großvaterle, steh' doch auf, Du darfst nicht tot sein!“
Klaus' erwachsene Kinder und seine näheren Bekannten waren wie niedergeschmettert vom Schmerze und fanden keine Erklärung 8 den Vorgang. Niemand hatte jemals Klaus so reden hören, niemand hatte ihm auch jemals Vorwürfe gemacht.
Das Fest wurde sofort abgebrochen.
Klaus wurde auf eine rasch zusammen⸗ gezimmerte Bahre gebettet und mit den Blumen und Guirlanden bedeckt, die zur Ausschmückung des Festplatzes verwendet worden waren.
Ein kühner Turner holte die rote Fahne vom Turme herunter und trug sie der Bahre voran, als sich der Zug in Bewegung setzte, dem Dorfe zu, von Trauermärscheu der Musik⸗
Die so fröhlich begonnene Maifeier hatte somit ein baldiges und recht trauriges Ende gefunden. N
Die Geschichte des alten Klaus aber und sein tragisches Ende durcheilte bald alle Lande, und was Klaus im Leben nicht war, wurde er nun umso erfolgreicher im Tode: ein Agi⸗ tator für die Sache der Arbeiter.
Schiller worte.
Freiheit.
Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, Und würd' er in Ketten geboren.
* Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht, Vor dem freien Menschen erzittert nicht!
Recht auf Revolution.
Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht.
Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, Wenn unerträglich wird die Last— greift er Hinauf getrosten Mutes in den Himmel
Und holt herunter seine ew'gen Rechte,
Die droben hangen unveräußerlich
Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst— Der alte Urstand der Natur kehrt wieder,
Wo Mensch dem Menschen gegenübersteht. Der Güter höchstes dürfen wir verteidigen Gegen Gewalt.
Erfolge Eurer Kämpfe, Eurer Leiden! Jeder Blick von Euch sagt mir, daß ich schweres Un⸗
kapelle begleitet.
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