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Mitteidentsche Sountags⸗ Zeitung.
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wollte, kam die Zusage, daß die Fleischbeschau dem Stadt⸗Tierarzt übertragen sei. Der Stadtkasse find aus dieser landrätlichen Fürsorge zirka 300 Mk. Schaden erwachsen. So werden im Oberwesterwaldkreise öffent⸗ liche Interessen gefördert.
* Vergiftung durch Konserven. In Lim⸗ burg kostete ein Dienstmädchen von Büch senerbsen, die etwas verdächtig aussahen und zog sich dadurch eine schwere Vergiftung zu. Die Erbsen werden in Gießen amtlich untersucht.
Aus dem Nreise Marburg⸗Rirchhain.
r. Zur Maifeier findet Montag, den 1. Mai eine Versammlung bei Jesberg statt, in der ein noch zu bestimmender Genosse aus Frankfurt sprechen wird.
O Gegen das Fürsorgesetz hatte sich ein hlesiges Arbeiter- Ehepaar, dem wegen einer Gefängnis⸗ strafe die Erziehung seiner jetzt 17 Jahre alten Tochter entzogen worden war, vergangen und stand deshalb am Dienstag vor der Strafkammer. Das Mädchen war hier im Elisabethhause erzogen und in der Gegend von Melsungen in Dienst gegeben, wegen schlechter Behand⸗ lung jedoch entlauren. Die Dienstherrin hatte dem Mädchen auch die Gefängnisstrafe seiner Eltern vor⸗ geworfen. Lieber wolle es sich umbringen, als wieder in den Dienst zurückkehren, hatte es zu seinen Eltern gesagt. Die Dienstherren bekundete vor Gericht, das Mädchen gut behandelt zu haben. Da die Eltern den jetzigen Aufenthalt des Mädchens nicht angaben, wurde der Mann zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt, die Frau freigesprochen. Das Fürsorgegesetz hat sich hier als ein Mittel erwiesen, Dienstherrschaften, die nach ihrer eigenen Ansicht ihre Mädchen gut behandeln, billiges Dienstpersonal zu beschaffen.
Aus dem Gerichts saal.
Wegen Verleitung zum Meineid verurteilte die Gießener Strafkammer am Dienstag den Arbeiter Faitz aus Gießen zu 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Er hatte seine Mutter veranlaßt, bei dem von dieser geleisteten Offenbarungseide den Besitz von 1200 Mk. zu verschweigen. Deswegen wurde die alte Frau vom letzten Schwurgericht zu 1 ½ Jahre Zuchthaus bestraft. Und das alles wegen 100 Mk., um die sie ihren eigenen Schwiegersohn bringen wollte.— Am gleichen Tage verurteilte die Strafkammer 3 junge Burschen aus Klein⸗Linden zu 9, 7 und 6 Monaten Gefängnis, weil sie zwei junge Leute aus Großen⸗Linden abends überfallen und roh mißhandelt hatten.— Ein umfangsreicher Meineidsprozeß spielt sich vorige Woche vor der Strafkammer in Hanau ab. Füuf Männer und drei Frauen, meist aus Unter⸗ altenweiher in der Rhön hatten sich wegen Meineids zu verantworten. Schachtmeister Müglich erhielt acht Jahre Zuchthaus, Landwirt Rehm sieben Jahre, Bauer Müglich 6/ Jahre, Metzger Hohmann 3 ¼ Jahre, Witwe Monika Weber und deren Tochter Josefa 1 Jahre Zuchthaus. Der Staatsanwalt bemerkte u. a. in seinem Plaidoyer: Frauen, die heute hin⸗ gingen und einen Meineid leisteten, morgen den Rosenkranz beteten und beichten und übermorgen wieder einen falschen Schwur ableisteten, verdienten kein Mit⸗ leid.— Einer der Angeklagten hatte s. Zt. nach einer Gerichtsverhandlung geäußert:„Uns Rhönern kann keiner etwas wollen, wenn einer in der Klemme sitzt, schwören wir ihn heraus!“ — Ein Bürgermeister aus dem Fuldaischen, Herr Gutermuth aus Dalherda, war so neugierig, seine Nase in die Briefe anderer Leute zu stecken. Er war nämlich zugleich Postagent und hatte die Briefe, von denen er glaubte, daß ste etwas Interessantes für ihn enthielten, einfach geöffnet. Die Strafkammer 4 Fulda diktierte ihm 3 Monate Gefäng⸗ nis zu.
Opfer der Arbeit.
Durch eine furchtbare Kesselerploston, die sich am Dienstag früh in der chemischen Fabrik von Oehler in Offenbach ereignete,
wurden 5 Arbeiter schwer verletzt. Einer davon
dürfte kaum mit dem Leben davon kommen. Es war eine Retorte mit stedendem Oel ge- platzt. Das ganze Dach wurde durch die Exploston abgehoben und fortgeschleudert sowie sämtliche Fenster zertrümmert.
Heiteres von der Kontrollversammlung.
Aus Hagen wird unserem Elberfelder Parteiorgan berichtet: Man ist ja vieles gewöhnt auf den Kontrollversammlungen: Kriegsartikel, Vernichtung des Drachen Sozialismus(Politik wird ja da nicht getrieben!) usw. Auch letzte Woche erregte ein Zwischenfall viele Heiterkeit. Kommt da ein Mann zu spät. Natürlich wird der furchtbar angehaucht und es entspinnt sich folgender Dialog:„Warum kommen Sie zu spät?“„Es war mir nicht möglich, eher zu kommen.“„So? Was sind Sie denn 2,„Ich bin Kriminalbeamter, wir haben heute Morgen einen Dieb verhaftet, deshalb—“„Ach was, Dieb verhaftet, verhaften Sie Ihre Diebe, wenn Sie Zeit haben.“ Tableau. Es geht doch nichts über den alles überthronen⸗ den Militarismus.
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Soziales, Gewerkschaftliches, Arbeiterbewegung.
Lohnkämpfe. Die Tapezierer in Darmstadt befinden sich im Ausstande.— In der Darmstädter Möbelfabrik waren auch die Schreiner in den Ausstand getreten, die Arbeit wurde jedoch am Dienstag wieder auf⸗ genommen.— In Köln hat sich ein heftiger Kampf im Brauereigewerbe entwickelt, der zur Verhängung des Boykotts über eine Anzahl Brauereien führte, weil diese beschlossen, alle organisierten Arbeiter zu entlassen. Das christliche Gewerkschaftskartell erklärte, sich dem Boykott nicht anschließen zu können. Also treten auch in diesem Falle die Christlichen wieder als Helfer des Unternehmertums auf. — Die Kölner Anstreicher⸗Meister faßten den übermütigen Beschluß, am 1. September alle der Organisation angehörigen Arbeiter aus zusperren.— In Dresden traten die Bäcker in den Ausstand.— Die Brauer in Düsseldorf stellten ebenfalls die Arbeit ein infolge der Aussperrungsdrohung der Brauereibesitzer. d
Drei Gewerkschaften hielten vorige Woche ihre Verbandstage ab. Die Maurer tagten in Braunschweig, in Leipzig die Bauhilfsar⸗ beiter und die Zimmerer in Dresden. Die genannten Verbände haben, wie aus den Ve⸗ richten der Verbandsleitungen hervorgeht, eine recht erfreuliche Entwickelung zu verzeichnen. Besonders der Maurerverband, der jetzt etwa 140 000 Mitglieder zählt.
Par tei-Uachrichten.
Heinrich Oehme, einer unserae ältesten Partei⸗ genossen, ist am Sonntag in Nürnberg plötzlich am Herzschlag gestorben. Dort war er Redakteur an der „Fränkischen Tagespost“. Er ist 67 Jahre alt geworden, hat beinahe die ganze Entwicklung der Sozialdemokratie mitgemacht und war an den verschiedenen Parteiorten hervorragend agitatorisch tätig. Ende der sechziger Jahre kam er in Dresden zur Partei und machte sich ihr so⸗ fort durch seine populäre Rednergabe in hohem Maße nützlich. Vor und während des Sozialistengesetzes war er in verschiedenen Städten Deutschlands als Agitator, Redakteur 2c. tätig, bis er 1889 nach Nürnberg kam, um an Stelle Schönlanks die Redaktion der Arbelter⸗ chronik zu übernehmen. Als dies Blatt mit Ablauf des Sozlalistengesetzes einging, trat Oehme in die Redaktion der„Tagespost“ ein.— Seine Leiche wurde nach Offenbach zur Feuerbestattung überführt.
Unsere Parteipresse. Die sozlaldemokratische Partei verfügt jetzt über 55 täglich erscheinende Blätter. Wöchentlich zweimal erscheinen noch 2, wöchentlich ein⸗ mal 5 Blätter. Die ziemlich große Liste der dreimal wöchentlich erschienenen Organe ist jetzt gänzlich ver⸗ schwunden, sie alle sind zuf Tageszeitungen umgewandelt worden. Ein erfreuliches Zeichen der Entwickelung unserer Partei und ihrer Organe.
Versammlungskalender.
Samstag, den 22. April. Gießen. Sozlaldem. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Vortrag. Samstag, den 29, April. Gießen. Holzarbeiterverband. Abends 6 Uhr Versammlung bei Lö b(Wiener Hof).
Der zweite Provinzialparteitag für Hessen⸗Nassau
fand am Sonntag im großen Saale des Gewerkschafts⸗ hauses in Frankfurt statt. Er hatte einen sehr zahlreichen Besuch aufzuweisen, es waren mit Einschluß der Reichstagsabgeordneten und ⸗Kandidaten 136 Teil⸗ nehmer anwesend. Zur Begrüßung trug der Arbeiter⸗ gesangverein„Union“ ein prächtiges Lied vor. Dar⸗ auf erstattete Genosse Dittmann⸗ Frankfurt den Bericht des engeren Agitationskomitees, der übrigens gedruckt vorliegt. Danach gehören 11 Wahlkreise zu dem Bezirk. Leider wurden die ausgegebenen Fragebogen nicht mit der wünschenswerten Pünktlichkeit und Genauigkeit be⸗ antwortet. Die Agitation litt vielfach unter dem Mangel an Sälen. Das ist häufig die Schuld der Partei⸗ genossen. Wenn sie mit Ernst und Energie auf die Saalinhaber einwirkten, würden diese sehr oft auch ihre Säle uns hergeben, Auch die Verbreitung der Partei⸗ literatur läßt viel zu wünschen übrig. Namentlich das wissenschaftliche Organ unserer Partei, die Neue Zeit, sollte mehr gelesen werden. Im Weiteren weist der Bericht auf die Geringfügigkeit der Finanzen hin, die dem Komitee zur Verfügung standen. Mit 2700 Mk. für die elf Wahlkreise konnte keine nennenswerte Agitation entfaltet werden. Deshalb wurde die Anstellung eines Parteisekretärs für den Bezirk bei dem Parteivorstande beantragt, der nach anfänglichem Zögern auch darauf einging. Als Sekretär wurde Genosse Rudolph⸗ Stuttgart gewählt. Das Verhältnis der Zahl der ab⸗ gegebenen Stimmen zu derjenigen der Organisations⸗ Angehörigen in den einzelnen Wahlkreisen kommt in folgender Tabelle zum Ausdruck:
Wähler⸗ Organisierte
stimmen Genossen am
1903 1. Jan. 1905 Höchst⸗Usfingen 14230 1253 Wiesbaden⸗Biebrich 10865 937 Montabaur⸗St. Goarshausen 1028 73 Die ng, 59 Dillenburg⸗Herborn 1312 21 Frankfurt a. M. 20178 2326 Hanau⸗Gelnhausen 15470 2272 Wetzlar⸗Altenkirchen 3106 30 Marburg⸗ Kirchhain 1490 137 Aschaffenbug 3672 336 Lohr 1 1028 76 Gesamtzahl 74374 7510
In den 8 ersten der genannten Kreise haben sich unsere Genossen auch mit Erfolg an den Gemeindewahlen beteiligt; die Gesamtzahl unserer Gemeindevertreter be⸗ trägt zur Zeit 121. Der Bericht weist darauf hin, daß es sich mit dem Steigen der Zahl unserer Gemeinde⸗ vertreter immer mehr als notwendig erweise, denselben für ihr Verhalten in den Gemeindekörperschaften eine Richtschnur zu geben. Manchem Gewählten fehlt es, nicht zum Wenigsten in Folge der mangelhaften Bildung, die der heutige Staat den Arbeitern zu Tell werden läßt, an der nötigen theoretischen Schulung, um in Gemeindefragen stets und sicher den rechten Standpunkt zu finden. Jeder parteigenössische Gemeindevertreter sollte die„Kommunale Prapis“ lesen, die in jeder Nummer reichhaltiges und lehrreiches Material für Ge⸗ meindevertreter enthält. An dem Bericht schloß sich zu⸗ nächst eine sehr lebhafte Debatte über die Wahl des Genossen Rudolph als Parteisekretär. Dagegen hatten die Hanauer, die eine sehr zahlreiche Vertretung geschickt hatten, Protest erhoben. Nach allgemeiner Aussprache darüber, und nachdem Genosse Dittmann die gegen ihn wegen seines angeblich unkorrekten Verhaltens ge⸗ richteten Angriffe zurückgewiesen hatte, beschloß der Parteitag Uebergang zur Tagesordnung.
Hierauf folgen die Berichte der einzelnen Kreise. Zuerst berichtet Meter für Frankfurt, wo ja die Partei⸗ verhältnisse erfreuliche genannt werden können. Alle anderen Kreise jedoch, besonders Montabaur, Limburg, Dillenburg und Lohr klagen über Schwierigkeiten der Agitation und bitten um kräftige Unterstützung durch die Provinzorganisation.—
Genosse Hüttmann Frankfurt referiert hierauf über „Agitation und Organisatton“. Er weist auf
Montag, den 24. April, nachm./ 4 Uhr: im Lokale zum„Wiener Hof“ Johannesstr. 3
Oeffentliche Versammlung Transport- Hilfs- u. ftädtischen Arbeiter.
Tagesordnung:„Welche Vorteile bietet uns der Verband der Transportarbeiter? Redner: R. Habicht⸗Frankfurt. Der Einberufer.


